27.05.2011 Oberliga Hamburg
Abschiedstränen in Meiendorf
Meiendorfer SV – SV Curslack-Neuengamme 3:1 (1:1)
Meiendorfer SV:
Jonas – Mau (89. Hoffmann), Anders, Reymann, Güven - F. Gasde, P. Gasde – Mellmann, Schumann (85. Sara), Gyasi – Roschlaub (86. Mankumbani)
SV Curslack-Neuengamme:
Böse – Papke, Schmidt (65. Theetz), Figge, Sander – Mahrt (81. Höricke), Zöpfgen, Khalil, Möller (65. Spill) – Veselinovic, Reincke
Tore:
1:0 Roschlaub (4.), 1:1 Veselinovic (20.), 2:1 F. Gasde (63.), 3:1 Sara (90.)
Schiedsrichter: Vollmers (FSV Geesthacht 07), hatte und bereitete erneut keinerlei Probleme, hat nun endlich auch mal eine Ehrung verdient
Zuschauer:
317
Obwohl die Musik an diesem letzten Spieltag der Oberliga-Saison 2010/11 eigentlich an vier anderen Orten spielte, hatten es die Coaches beider Mannschaften dennoch verstanden, auch diese Partie für Spieler, Zuschauer und den Berichterstatter mit einem gewissen Reiz auszustatten. Lutz Göttling nämlich hatte als letztes Ziel den Platz Sechs anvisiert, während sein Kollege Torsten Henke aus den Vierlanden noch mit einem zweiten Rang liebäugelte. Doch beider Ziel erforderte nicht nur eigene Tatkraft, sondern zugleich der Mithilfe von BU-Männern und Niendorfern einer- sowie Palomaten andererseits.
Diese hehren, aber anders als im Abstiegskampf nicht unabdingbaren und schließlich auch nicht erreichten, Ziele veranlassen dann auch beide Teams zu einem wirklich nett anzusehenden Fußballspiel. Hübsche und auch oftmals gelungene Spielzüge, und nicht nur das angekündigte Freibier (ab 21:00 Uhr), sorgen überdies für gute Stimmung unter dem Tribünendach. Die fast zu eskalieren droht, als der Liebling aller Landesgrenzler namens "Roschi" bereits nach vier Minuten für das 1:0 der Seinen sorgt. Maßgeblich beteiligt an diesem Erfolg: Philipp Gasde mit seiner Ablage auf Ömer Güven (künftig SCVM), der wiederum den Schützen präzise anspielt. In der 19. Minute ist es dann Nils Roschlaub in persona, welcher Kevin Mellmann flach und scharf füttert, allein der künftige Wieder-BUer (?) verpasst um ein Weniges. Im Gegenzug kann Matthias Reincke zwar Keeper Yannik Jonas nicht überwinden, doch dessen Abpraller landet bei Sinisa Veselinovic und findet von dort den Weg ins MSV-Gehäuse. In der 27. Minute dann fast die Füh rung für die Vierländer, aber nur fast, da der Kopfball von dem Mann mit einem "e" statt des bekannteren "a" in seinem Nachnamen um Zentimeter über das Quergebälk streift, genauso knapp wie ein Mellmann-Schuss danebengeht. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgt noch ein Drehschuss von Fabian Gasde für Aufsehen.
In der ersten Viertelstunde nach Wiederaufnahme des Spiels kann das Geschehen auf dem Rasen allerdings nicht verhehlen, dass die 22 Akteure von den Zwischenständen der für sie noch interessanten Partien erfahren haben. Es passiert rein gar nichts und die Zufriedenheit mit dem bisherigen Resultat erscheint offenkundig. Doch nur bis zur 63. Minute, zu der Roschlaub einen vor ihm aufspringenden Ball per Kopf zu Fabian Gasde weiterleitet und diesem den erneuten Führungstreffer in die lange Ecke ermöglicht. Die "Corslacker" erscheinen dennoch unverzagt und bemühen gleich drei Abwehrbeine derer von der B 75, um die Kugel am Überschreiten der Torlinie zu hindern. Nach einem Zusammenspiel zwischen Mellmann und Roschlaub allerdings reicht Tormann Frederic Böse allein aus, um den gleichen Effekt zu erzielen. Machtlos hingegen ist der einstige Norderstedter fast mit dem vollmerschen Schlusssignal, nach einem höchst gelungenem Zusammenspiel zwischen Güven, Mellmann und Michael Sara.
Dramaturgisch gleichfalls bestens gelungen die Verabschiedung von den MSV-Urgesteinen "Roschi", Helge Mau sowie Patrick Schumann, die in den letzten Minuten der Partie nach und nach ausgewechselt und mit tosendem Beifall von den Rängen verabschiedet werden. Auch hafo.de beteiligt sich an dem Applaus, wird er diese drei und noch etliche weitere in der kommenden Spielzeit an der Bundestraße 75 zunächst mit Sicherheit vermissen. Allein mit Matthias Stuhlmacher (41) kommt ein Trainer, der mit seinem Sympathiewert sich dort bestens einfügen und helfen wird, die schon so oft in zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten drohend wirkenden Wolken über dem Meiendorfer Himmel zu verscheuchen. Hafo.de
Stimmen
Torsten Henke (Trainer C-N):
Glückwunsch an Meiendorf, die heute verdient gewonnen und eine überragende Rückserie gespielt haben. Wir haben uns hingegen als guter Gast sehr freundlich verhalten und die Punkte hier gelassen. Trotzdem möchte ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment zollen, sie hat eine großartige Saison gespielt. Dafür vielen Dank.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorf):
Vier Jahre bin ich hier Trainer gewesen. Ich habe mal nachgesehen und festgestellt, dass wir in dieser Zeit 73 Spiele gewonnen, 32mal unentschieden gespielt und 31 Partien verloren haben. Dass die Mannschaft auch Charakter besitzt, hat sie nach der katastrophalen Hinserie bewiesen. Es war eine großartige Zeit für mich hier in Meiendorf und dafür möchte ich mich vielmals bedanken.
22.05.2011 Oberliga Hamburg
Im Duell der Billstedt-Opfer
Niendorfer TSV - Meiendorfer SV 0:2 (0:1)
Niendorfer TSV:
Tholen – Kocadal, Maurer, Herbert, Möbius – Natusch (80. Gehrke), Saaba, Semtner, Schwenke (46. Wilhelm) – Koberger (62. Avarello), Pedroso-Bussu
Meiendorfer SV:
Sävke – Mau, Reymann, Hoffmann (46. Güven), Sterczyk (46. P. Gasde) – Schumann, Anders (58. Mellmann) – Mankumbani, Sara, Gyasi - Roschlaub
Tore:
0:1 Anders (3.), 0:2 Roschlaub (51.)
Schiedsrichter: Höhns (TuS Dassendorf), unauffällig gut, allein einer seiner Fahnenschwenker war bisweilen ein wenig zögerlich
Zuschauer:
120
Beide Mannschaften hatten es bis ins Viertelfinale des diesjährigen Cup-Wettbewerbs geschafft und waren an einem Punkt angelangt, von dem aus schon mal von ganz Großem geträumt werden darf. Doch zunächst war es damit für die Meiendorfer vorbei, als sie bei Vorwärts-Wacker durch einen Gegentreffer in der 88. Minute ihre Chancen verschenkten, allerdings eine Woche später auch für die Niendorfer. Dabei hatten "Schwoychen & Co" zuvor noch ein wenig überraschend beim Aufsteiger und späteren Meister der Hansa-Staffel, dem SC Vier- & Marschlande, mit 4:1 gewonnen. Zudem wussten sie, dass ihre heutigen Kontrahenten in Billstedt in der zweiten Halbzeit zu wenig gemacht hatten, um das große Ziel zu erreichen. Dennoch taten sie es ihnen gleich. So war dann nach einem etwas unglücklichen Handelfmeter gegen sie in der 80. Minute gleichfalls am Öjendorfer Weg das Ende der Pokalfahnenstange erreicht. Eine für die Niendorfer erneut sehr durchwachsene Saison war folglich gelaufen. Allein Meiendorf-Coach Lutz Göttling ge lang es, noch ein weiteres Ziel auszumachen. So war nach dem Spiel gegen Paloma von ihm zu hören: "Nun wollen wir auch noch auf den sechsten Rang und damit in das obere Drittel der Oberliga-Tabelle vorstoßen."
Dessen Wunsch scheint sich dann auch zu erfüllen, als seine Auswahl bereits nach knapp drei Minuten in Führung geht. Ein Einwurf von Nils Roschlaub wird von Sven Reymann weitergeleitet und von Max Anders per Kopf in die einheimischen Maschen gesetzt. Dennoch lassen sich die Niendorfer nicht hängen und spielen durchaus gefällig mit, haben auch ihre Chancen. So nach einer gelungenen Abwehr von André Tholen gegen Patrick Schumann, als Sebastian Semtner aus guter Position verzieht, oder da der Letztere ein ordentliches Zusammenspiel von Michael Saaba über Davide Pedroso-Bussu zu schwach finalisiert (38. Minute). Glück hingegen ist erforderlich, als Sven Reymanns Kopfball die Latte touchiert und kurz vor dem Halbzeitpfiff Roschlaub ungewohnt unkonzentriert überwegknallt.
Sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff macht es der künftige Condoraner aber wesentlich besser, da er in eine Rückgabe von Özden Kocadal hineinspurtet und flach ins lange Eck vollstreckt. Präsenter hingegen erweist sich Kocadal bei einer Flanke von Helge Mau, als er dem einköpfbereiten Roschlaub noch in die Quere kommt. So ganz anders als ihre Schnelsener Nachbarn einen Tag zuvor ziehen die Sachsenwegler auch danach ein ansehnliches Spiel bis zur Strafraumgrenze auf, während die Meiendorfer sich durchweg auf schnelle Gegenangriffe konzentrieren. Dennoch bietet sich dem MSVer Emmanuel Gyasi die größte Gelegenheit der ganzen Partie in der 80. Minute. Völlig allein Goalie André Tholen gegenüber stehend trifft er aus wenigen Metern den rechten Pfosten, eine Meisterleistung bei einem 7,32 Meter breiten Kasten. So ist es dann auch nur noch ein flach getretener P-B-Freistoß in der 83. von dem Gefahr ausgeht, weil Roschlaub aus kurzer Distanz wiederum zu hoch ansetzt und auch Malte Wilhelm aus einigen Metern übe rweg zielt. NTSV-Tormann André Tholen hingegen verabschiedet sich von der heimischen Saison mit einer gelungenen Aktion gegen "Roschi", wie er in der Meiendorf über Jahre weg liebevoll genannt wurde, und wo er künftig sicherlich sehr vermisst werden wird.
Nun nach diesem 2:0-Erfolg sind die Göttlinger ihrem aktuellen Ziel wieder ein Stück näher gekommen. Doch auch der Noch-Laas-Truppe eröffnet sich vor dem 34. und letzten Spieltag eine noch durchaus lohnende Aufgabe: Nämlich bei den, wie es scheint, von allen guten Geistern verlassenen 85ern noch drei Punkte zu holen, um damit vielleicht noch die nachbarschaftlichen Rivalen (Gegner: BU) tabellarisch am Freitagabend zu überholen. Das wär' doch nochmal was! Oder? Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer MSV):
Fußballerisch war es gut, was ich gesehen habe. Wir haben den positiven Trend der gesamten Rückrunde nahtlos fortgesetzt. Nun haben wir am kommenden Freitag noch Curslack zu Gast und wollen zusehen, dass wir Rang Sechs in der Abschlusstabelle erreichen.
Andreas Laas (Trainer NTSV):
Als Heimmannschaft muss uns zumindest ein Tor gelingen. In der Offensive ist einfach zu wenig Biss und Ehrgeiz vorhanden. Es sind zu viele Einzelaktionen dabei. Auch wenn die Saison lang gewesen ist, früher haben wir die Spiele bis zum letzten Pfiff voll durchgezogen und uns in sie hineingekniet. Das ist leider heute nur noch selten zu sehen. Eigentlich habe ich mehr von meiner Mannschaft erwartet.
14.05.2011 Oberliga Hamburg
Eine Viertelstunde nur zu Neunt vermögen tapfere Palomaten
Meiendorfer SV – USC Paloma 3:1 (0:0)
Meiendorfer SV:
Sävke – Mau, Reymann, Hoffmann, P. Gasde – Schumann (69. Gyasi), F. Gasde (79. Anders) - Mankumbani, Sara, Güven (62. Mellmann) - Roschlaub
USC Paloma:
Möller – Savelsberg, Engl, Francke, Lohfeldt – Gregori (69. Ratke), Schröder, Kieckbusch, Albrecht – Frärks (85. Jelting), Schuberth
Tore:
1:0 Sara (54.), 2:0 Schumann (62.), 2:1 Ratke (90.), 3:1 Mellmann (90.)
Gelb-Rote Karten: Albrecht, Schubert (beide 74., unsportliches Verhalten)
Schiedsrichter: Dühring (SC Schwarzenbek), war nur selten in dieser Saison in der Oberliga anzutreffen. Zu Recht, wie sich in der 74. Spielminute erweisen sollte, als er in einer bis dato leicht zu lenkenden Partie zwei Palomaten des Platzes verwies. Auch wenn offensichtlich zuvor nicht druckreife Worte gefallen sein sollten, Fingerspitzengefühl ging Herrn Dühring, wie schon oft in früheren Zeiten, völlig ab. Die gegenwärtige Situation der Gäste hätte aber ein solches erfordert.
Zuschauer:
305
Nachdem die Platzherren seit acht Spieltagen nicht mehr am bitteren Kelch einer Niederlage zu schnuppern brauchten und sich so erwartungsgemäß aus dem Kreis der Abstiegsgefährdeten nach und nach verabschieden durften, kam die Kunde von deren Pokalaus in Billstedt doch für viele höchst überraschend. Sicherlich auch für ihre heutigen Widersacher von der Brucknerstraße, die unter dem Regime von Thomas Brucker, dem ein "n" in seinem Namen fehlt, um für die Straßenbenennung verantwortlich zu sein, gerade gegen fast gleichstark einzuschätzenden Condoraner obsiegen konnten. Die Partie schien also keinesfalls ein Selbstgänger für die "Noch-Göttlinger" zu werden.
Allein die erste Halbzeit steht ganz im Zeichen des mehrmaligen Vizes, da die Barmbeker zunächst vorwiegend auf Sicherheit bedacht sind, um nicht "ins offene Messer zu laufen" wie ihr Anhang zu verlauten lässt. Torchancen sind dann auch eher selten, wie in der 15. Minute, als Michael Sara um ein Weniges an einer Hereingabe des wiederum sehr agilen Sebastien Mankumbani vorbeirutscht, Nils Roschlaub den nett anzuschauenden Sara-Lobball über die Barmbeker Defensive ungenutzt lässt, und Marcel Hoffmann einen Eckball aus wenigen Metern überwegknallt. Was hingegen die einstigen Uhlenhorster betrifft, so findet sich lediglich ein Flachschuss in der 36. von Dirk Savelsberg auf dem Zettel des Berichterstatters. Mit etwas Wohlwollen für die Relegations-Kandidaten geht das 0:0 zur Halbzeit schließlich auch in Ordnung.
Neun Minuten nach dem erneuten Anstoß müssen die Täuberiche aber dennoch ein fremdes Ei aus ihrem Nest holen. Verantwortlich für dessen Ablage zeichnet Sara, der einem Verstolperer von Mankumbani den richtigen Weg weist. Folglich müssen sich die Palomaten nun öffnen, kommen auch zu Möglichkeiten der besseren Art für Thiemo Kieckbusch, Florian Schubert sowie Marc Albrecht, allein sie verfehlen oder Goalie Tobias Sävke weiß Folgenreiches zu verhindern. So ergeben sich allerdings auch Konterchancen für die Einheimischen, wie die nach gut einer Stunde über Sara und Vollstrecker Patrick Schumann. Danach wiederum Albrecht mit einem lehrbuchmäßigen Flachschuss und einem starken Sävke sowie Savelsberg, der aus etwa elf Metern dem Tormann die Kugel direkt in die Arme schießt. In der 74. Minute schließlich der oben erläuterte Dühring-Auftritt, und da waren es nur noch neun Widersacher für die MSVer. Aber auch die verzagen keineswegs und erzielen sogar den Anschlusstreffer mit einem Kopfball ins lange Eck des eing ewechselten René Ratke – auch dem fehlt ein Buchstabe in seinem Namen, um mit dem USC-Manager Kai Rathke verwandt oder verschwägert zu sein – nach einer savelsbergischen Ecke. Doch vom Anstoß weg der 3:1-Endstand durch Kevin Mellmann auf "Roschi"-Zuspiel.
Für die Brucker-Elf kommt es nun noch ganz happig. 85 at home und 08 away heißt schließlich die verbleibende Gegnerschaft. Der Schreiber drückt ihr dennoch alle Daumen, fürchtet er doch nichts so sehr, wie eine Liga, die überwiegend aus Provinzlern bestehen wird. Hingen werden die an der B 75 Verbleibenden, aber auch die von dort Entschwindenden, noch Gelegenheit haben, sich in Niendorf und gegen Curslack gebührend von ihrem treuen Anhang und einer sehr durchwachsenen Saison zu verabschieden. Hafo.de
Stimmen
Thomas Brucker (Trainer Paloma):
Ich habe meiner Mannnschaft gratuliert. Wer das miterlebt hätte, was bei uns in der letzten Woche abgelaufen ist, kann sich auch vorstellen, dass ich nicht mit großen Erwartungen hierher gekommen bin. Bis auf die Platzverweise, selbstverständlich, haben die Spieler aber hier hervorragendes geleistet. Ich hatte schon vorher eindringlich darauf hingewiesen, dass sie jegliches Sappeln in unserer Situation unterlassen sollten. Nun kann ich nur hoffen, dass die Ergebniskunde aus Buchholz nicht so sein wird, dass wir unsere Hoffnungen aufgeben müssten. Auf jeden Fall werden wir bis zuletzt kämpfen.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorf):
Vorweg muss ich gestehen, dass ich immer noch über den Dienstag und das Pokalaus enttäuscht bin. Zum heutigen Spiel: Die Leistung war in Ordnung und unser Sieg durchaus verdient. Die Mannschaft hat einen guten Fußbvall gespielt und gezeigt, dass sie es noch kann.
06.05.2011 Oberliga Hamburg
Lutz Göttling erkennt die Schwere seiner kommenden Aufgaben
SC Victoria – Meiendorfer SV 0:2 (0:1)
SC Victoria:
Wolf – Meyer, Bajramovic, Asante, Pomorin – Vierig (82. Renfordt), Stilz, Trimborn (88. Kement), Rahn – Hamurcu (28. Brameier), Khalil
Meiendorfer SV:
Sävke – Mau (66. Gyasi), Anders, P. Gasde, Sterczyk – Schumann, F. Gasde – Mankumbani (74. Reymann), Sara, Mellmann – Roschlaub
Tore:
0:1 Mau (44.), 0:2 Roschlaub (89.)
Schiedsrichter: Bandt (Eimsbütteler TV), der Mann von nebenan war, wie zumeist, die Ruhe selber
Zuschauer:
287
Die Gastgeber gerade mal auf dem Mittelstrich, ihre Besucher unmittelbar darunter und somit hinter ihnen. Zweifellos eine ungewöhnliche Ausgangslage für ein Spiel, das über Jahre hinweg zu den Spitzenbegegnungen in der "Stadtliga" zählte. Für den Gästetrainer zugleich aber auch Gelegenheit wieder einmal die "hohe" Luft seiner künftigen Arbeitsstätte zu schnuppern, die ihm aus den letzten Jahren aber als durchaus nicht abträglich in Erinnerung geblieben sein dürfte.
Laue Mailüfte sowie entsprechender Bierumsatz animieren zu guter Stimmung auf dem Platz und zu vielen anregenden Gesprächen mit Freunden und Platznachbarn. Die Unterhaltungen brauchen auch keineswegs unterbrochen zu werden durch das Geschehen auf dem Spielfeld. Denn dort tut sich bis zur 33. Minute rein Garnichts. Ein gefälliger Fußball von beiden Seiten bis kurz vor dem Strafraum, schließlich ein Ballverlust mit anschließender Kehrtwendung sind bis dahin Markenzeichen dieser Begegnung. Sven Trimborn ist es nämlich, der mit einem Flachschuss um Weniges neben den Pfosten dafür sorgt, dass sich aller Augen urplötzlich dem Geschehen zuwenden, für das schließlich Entree gelöhnt worden war. Doch nur für diesen Moment, dann geht es weiter wie zuvor. Am Bierstand wird der nicht besonders gut gekühlte Gerstensatz für den Halbzeitansturm bereits prophylaktisch eingeschenkt, als dann doch noch etwas geschieht. Lukas Sterczyk setzt sich an der linken Seite durch, passt scharf herein, Helge Mau kommt aus dem Hinter grund heranstürmt und schießt die Kugel full power unter die Latte. Wie macht das der Mann bloß mit seinen 41 Jahren? Gleich darauf sogar noch ein Knaller aus der Distanz von Sebastien Mankumbani, doch gegen diesen reagiert Goalie Dennis Wolf großartig.
Mehr tut sich aber im zweiten Spielabschnitt auf dem erstaunlich gut anzuschauenden Rasen. Zunächst Kevin Mellmann auf Mankumbani, der nicht ganz an die Vorlage herankommt, danach ein Michael-Sara-Schuss neben den Kasten und schließlich auch für Tobias Sävke ein Erfolgserlebnis, da er sich nach 55 Minuten zum ersten Mal ernsthaft mit dem Ball beschäftigen darf. Im Gegenstoß erneut Mankumbani am herausstürzenden Wolf vorbei, jedoch auch an dessen Bewachungsobjekt. Auch der zweite Oldie auf dem Geläuf, Marc Pomorin, bekommt wenige Meter vor Sävke seine Chance, aber nicht sein Erfolgserlebnis. Doch leitet er damit eine Drangperiode der Seinen ein, die schließlich auch einen alten MSV-Kämpen auf der Trbüne zum Ausspruch veranlasst: "Die betteln ja förmlich um ein Tor". Allein die Gelb-Blauen, ob nun Jan Vierig (zweimal), Stephan Rahn oder Abou Khalil, sind nicht in Spenderlaune. Selbst drei Einheimische in bester Position zum Ziel können ein Tohuwabohu aus kürzester Entfernung zum Gästekasten nicht erfolgre ich beenden. So kommt es denn, wie so oft. Ein langer Ball aus der Defensive landet rechts beim unbewachten Sara, dessen Flanke nach einem Sprint über 20 Metern den im Zentrum lauernden "Roschi" und von dort den Weg in die Vollen findet.
Die Quintessenz dieses 0:2: Meiendorf und Vicky tauschen die Plätze und veranlassen den nahezu sprachlosen Sportlichen Berater des SCV - was auch immer dieses Amt beinhalten mag - zur Feststellung: "Gott sei Dank, dass die Mannschaft schon mehr als 40 Punkte hat." Dieser Aussage kann sich der Schreiber nur anschließen, nachdem er den Noch-Meister eine Woche zuvor auch beim 0:1 bei Condor im hafo-Auftrag beäugen durfte. Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorf):
Ich bin enttäuscht über die Mannschaft. Der Sieg war verdient. Ich habe mir mehr Entschlossenheit im letzten Drittel des Spielfeldes erhofft. Wir haben zwar ganz gefällig gespielt, am Ende aber nichts bewirkt. So können wir uns über die Niederlage nicht beklagen. Ich kann nur hoffen, dass es in der kommenden Saison wieder anders wird, und wir unser gutes Gesicht wieder zeigen können.
Roger Stilz (Trainerassistent Victoria):
„Glückwunsch an die verdienten Sieger aus Meiendorf. Wir haben heute zu keinem Zeitpunkt eine Grundordnung in das Spiel bekommen. Es waren einfach zu viele Spieler, die keine Leistung gebracht haben. Es gibt heute einfach gar nichts zum schönreden. Das war schlecht.“
30.04.2011 Oberliga Hamburg
Praktisch gesichert
Meiendorfer SV – Wedeler TSV 3:0 (1:0)
Meiendorfer SV:
Sävke – Mau, Anders, Mankumbani, Sterczyk – Mellmann, F. Gasde, Schumann (67. Hoffmann), Gyasi (63. P. Gasde) – Sara, Roschlaub
Wedeler TSV:
Gyateng – Cetinkaya, Celic, Gezer (66. Köksal), Dora – Karakas, Günaydin, Cords (61. Kayin) – Algan, Kranich – Bayram (43. Keklikci)
Tore:
1:0 Sara (22. Mellmann), 2:0 Roschlaub (60 Mellmann), 3:0 P. Gasde (65. F. Gasde)
Schiedsrichter: Dr. Michael Mond (TSV Siems, S-H): ohne größere Fehler
Zuschauer:
283
So schnell kann es manchmal gehen. Erst am Mittwoch spielten beide Teams in Wedel das „Hinspiel“ aus. Die Gastgeber kamen dort trotz Überlegenheit nicht über ein torloses Remis hinaus. Torlos blieb Wedel auch heute, doch die Meiendorfer hatten offenbar geübt.
Dabei begann der Gast aus dem Westen gar nicht schlecht. Viele Ballverluste auf beiden Seiten, doch Wedel wirkte zu Beginn spritziger und kam durch Kapitän Marc-Kemo Kranich auch zur ersten Torchance, vereitelt durch Tobias Sävke (7.). Zehn Minuten später war es erneut der zu Hannover 96 wechselnde Kranich, der sein Team hätte in Führung bringen können. Bedrängt von Sebastien Mankumbani lief Kranich auf MSV-Keeper Sävke zu, brachte aber keinen vernünftigen Schuss mehr zustande (17.). Spätestens mit der Führung der Gastgeber war aber die Luft aus dem Wedeler Spiel raus. Max Anders zog aus 18 Metern ab und Torhüter Nick Gyateng ließ den Ball vor die Beine von Michael Sara abprallen. Formsache für den Stürmer (22.).
Der MSV schien durch diese etwas überraschende Führung aber beruhigt und nahm das Spiel immer mehr an sich. Obwohl der TSV in der Rückrunde teilweise beeindruckende Leistungen zeigte, war von Selbstvertrauen nicht allzu viel zu spüren. „In solchen Partien fehlt uns einfach auch die Erfahrung um richtig reagieren zu können“, sagte Berkan Algan und reagierte seinerseits mit der frühen Auswechslung von Burak Bayram, die diesem deutlich missfiel.
Doch in Halbzeit zwei wurde alles noch viel schlimmer. Kurz nach Wiederanpfiff schob Patrick Schumann den Ball etwas überrascht aus kürzester Distanz noch über das Tor, doch dann folgte der Doppelschlag. Erst köpfte Nils Roschlaub eine perfekte Flanke von Kevin Mellmann ins Tor (60.). Wenig später nutze der eingewechselte Philipp Gasde die Unruhe im Wedeler Strafraum zum 3:0 (65.). Zuvor hatten es Schumann und Fabian Gasde verpasst, den Ball im Tor unterzubringen. Der TSV war im zweiten Durchgang völlig abgemeldet und brachte nur einen nennenswerten Torschuss durch Kranich hin (69.).
Für den MSV bedeutet der Sieg zwar nicht den theoretischen aber eigentlich doch praktischen Klassenerhalt. Trainer Lutz Göttling dachte nach dem Spiel auch schon wieder an ganz andere Regionen: „Unser Ziel ist jetzt das Pokalfinale und Platz 7.“ Doch ganz so glücklich war auch der siegreiche Trainer nicht. „Vier Spiele in sieben Tagen ist für Amateure eigentlich nicht zu schaffen. Da muss auch mal der Verband nachdenken.“ Dem konnte Berkan Algan nicht widersprechen. „Nicht nur ich ging heute auf dem Zahnfleisch. Die Herren vom Verband sollen doch mal mitspielen, dann merken die ja, wie sich das anfühlt“, kommentierte der Gästetrainer die Ansetzungen der letzten Wochen. Doch es nützt nichts, irgendwie muss Wedel noch die fehlenden Punkte holen. Mit dem Restprogramm Bergedorf, Buchholz, Rugenbergen und Altona keine leichte Aufgabe. Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
„Wir haben aus dem Hinspiel gelernt und heute eine deutliche bessere Leistung gezeigt. Wir waren gut eingestellt auf den Gegner und haben daher auch verdient gewonnen. Ich bin stolz auf die Mannschaft und ich denke das war eine Riesenschritt Richtung Klassenerhalt.“
Berkan Algan (Spieler-Trainer Wedeler TSV):
„Glückwunsch an die verdienten Sieger aus Meiendorf. Wir haben heute zu keinem Zeitpunkt eine Grundordnung in das Spiel bekommen. Es waren einfach zu viele Spieler, die keine Leistung gebracht haben. Es gibt heute einfach gar nichts zum schönreden. Das war schlecht.“
27.04.2011 Oberliga Hamburg
Diesen Punkt nehmen wir dankend mit! MSV-Keeper Tobias Sävke rettet mit bärenstarker Leistung das Remis!
TSVWedel - Meiendorfer SV 0:0 (0:0)
TSV Wedel:
Gyateng – Cetinkaya, Karakas, Celic, Dora, Appiah ab 65. Cords – Gezer, Günaydin – Algan – Bayram ab 46. Kayin, Kranich
Meiendorfer SV:
Sävke – Mau, Anders, Reymann ab 30. Mankumbani, Chau – P. Gasde, Schumann – Mellmann, Cetinkaya ab 32 F.Gasde, Sara – Roschlaub
Tore:
Fehlanzeige, kaum zu glauben aber wahr!
Schiedsrichter: Björn Krüger (Eintracht Norderstedt), mit seinen Assistenten in guter Zusammenarbeit - wohltuend unaufgeregt in diesem Abstiegsspiel.
Zuschauer:
nur 128, die eine schwache und sehr müde Meiendorfer Mannschaft sahen, die glücklich einen Punkt aus der Elbestadt mitnahmen.
Das letzte Bisschen fehlt dem Wedeler TSV, um sich ganz unten raus zu schießen. Im Abstiegskrimi gegen unseren Meiendorfer SV vergaben die Platzherren auch die dicksten Chancen, so dass die
Göttling-Schützlinge einen doch eher glücklichen Punkt mitnehmen konnten. In Durchgang eins spielte die Göttling-Elf zunächst munter mit und hatte die erste Chance durch
Michael Sara, der nach Mellmann-Schuss aus 2 Metern den Torwart an schießt. Danach spielte nur noch das Algan/Seeger-Team. Die mangelnde Chancenauswertung und ein überragender
MSV-Torsteher Tobias Sävke machte ihnen aber einen Strich durch die Rechnung. Bereits nach 15 Minuten hatte Marc Kemo Kranich dreimal gegen Tobias Sävke den Kürzeren gezogen.
Der MSV hatte eine weitere Möglichkeit in Minute 32: feiner Spielzug über Kevin Mellmann und Nils Roschlaub, aber Cem Cetinkaya, der sich bei dieser Aktion verletzte, ist nicht mit Abschlussglück
gesegnet. Danach dominierte weiter der Gastgeber aber ohne weitere große Möglichkeiten. Die hatte dann in der 45 Minute noch einmal der MSV. Nils Roschlaub tankte sich herrlich durch und flankte mit letzter Kraft von der Grundlinie traumhaft in die Mitte, wo die
Meindorfer (Michael Sara!) sichtlich von der Energieleistung ihres Sturmführers überrascht waren und diese erstklassige Chance im wahrsten Sinne des Wortes verpennten! Die Meiendorfer überließen den Hausherren nach Wiederanpfiff die
Szenerie, konnten nur zweimal Gefahr beim Konterspiel verbreiten – Roschlaub (75.) und Mellmann (82.) scheiterten mit ihren Schüssen da allerdings nur knapp. Auf Wedel-Seite hatte Kayin wieder das Nachsehen gegen Sävke
(55.) und auch Algan scheitert freistehend am Fuß des Keepers (78.), ebenso lenkte der Torsteher einen Cords-20-Meter-Hammer sensationell an die Latte (80.). Ein TSV-Treffer wird in der 82. Minute wegen Abseits nicht gegeben - knapp aber zu Recht!
Erwähnenswert am Rande: der eingewechselte Sebastien Mankumbani machte ein Klasse Spiel gegen Kemo Kranich und nahm ihn praktisch aus dem Spiel. Stark auch Max Anders im Abwehrzentrum, der mehrfach
in höchster Not rettete. „Wir waren dicht dran am Dreier“, so TSV Wedel Trainer Seeger. Samstag geht es in die nächste Runde um den Klassenverbleib - diesmal im Meiendorfer Stadion. HG
25.04.2011 Oberliga Hamburg
Standards besiegeln Cordi's Schicksal
SC Concordia – Meiendorfer SV 1:2 (0:1)
SC Concordia:
Ahmadi – Asante-Sefa, Ngole, Stepat, Marx (90. Paulsen) – Yasar, Aydin (77. Messaoudi) – Behrends, Marcinkiewicz (65. Sobek), Franz – Bambur
Meiendorfer SV:
Sävke – F. Gasde, Anders, Chau, Sterczyk (70. Gyasi) – P. Gasde – Mellmann, Sara (77. Hoffmann), Güven (7. Mankumbani) – Roschlaub, Cetinkaya
Tore:
0:1 Roschlaub (3.), 0:2 Mellmann (68.), 1:2 Yasar (84., FE)
Schiedsrichter: Patrick Schult (SC Osterbek): Gut!
Zuschauer:
203
Manchmal ist Fußball nur Nebensache, denn der junge Mahir Jernane, hoffnungsvolles Talent beim SC Concordia, musste kürzlich den Tod seiner Mutter verkraften. „Seither kommt er nicht mehr auf die Beine, ist mental einfach nicht mehr in der Lage, Fußball zu spielen“, so ein bestürzter Gerd Angelbeck. Heute stand Jernane zwar wieder im Kader bzw. auf dem Spielberichtsbogen, war jedoch erneut nicht vor Ort. „Wir können ihm nur unsere Hilfe anbieten und hoffen, dass er sich wieder fängt“, setzt Angelbeck auf die „schönste Nebensache der Welt“ als wirkungsvolles Ablenkungsmittel.
Auch der Rest der Cordi-Truppe schien zu Beginn der Partie leider nicht ganz bei der Sache zu sein, obwohl die kürzliche 0:6-Pokalpleite gegen den MSV eigentlich Warnung genug gewesen sein müsste, als es schon nach 15 Minuten 0:3 stand. Bereits die erste Ecke in der dritten Minute nutzten die Gäste nämlich zur frühen Führung: Kevin Mellmann servierte maßgeschneidert auf Nils Roschlaub und der köpfte dank des zögerlichen Herauslaufens von Keeper Shahin Ahmadi aus fünf Metern fast unbedrängt ein (3.). Zum Glück für die Gastgeber setzten die Gäste nicht konsequent nach und so entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Concordia hatte mehr Ballbesitz und ließ das Leder auch gut laufen – doch zu Torchancen führte dies nicht. Erst kurz vor der Pause kam für Torhüter Tobias Sävke Gefahr auf, doch den Schuss von Martin Marcinkiewicz klärte Lukas Sterczyk auf der Linie (43.).
In der zweiten Hälfte vergaben Roschlaub - mit einem strammen Schuss aus 14 Metern halblinker Position (59.) - und Mankumbani mit einem Pfostentreffer (63.), nach überflüssigem Herauslaufen von Ahmadi, zunächst die mögliche Vorentscheidung, bevor Mellmann mit einem Freistoß aus 18 Metern durch die Mauer hindurch (leicht abgefälscht) doch das erlösende 2:0 erzielte (68.). Nach einem weiteren Freistoß von Roschlaub, den Ahmadi nach vorne prallen ließ, staubte Cetinkaya gar zum vermeintlichen 3:0 ab (82.), aber der umsichtige Schiedsrichter Patrick Schult bzw. sein Assistent Klaus Dräger entschieden auf Abseits („Niemals“, schimpfte Göttling). So keimte mit dem verwandelten Foulelfmeter (Anders hatte Bambur zu Fall gebracht) von Ali Yasar sechs Minuten vor dem Ende noch mal kurz Hoffnung im Lager der Schwarz-Roten auf, aber - bezeichnend für die fehlende Durchschlagskraft im Sturm – die Marienthaler erspielten sich keine einzige Gelegenheit zum Ausgleich mehr.
Meiendorf kann damit ziemlich sicher für die Oberliga planen. Mit zehn Punkten aus den letzten vier Spielen (binnen neun Tagen) schob sich die Göttling-Elf jetzt schon auf Platz 13 vor und hat nun wieder Kontakt zum Mittelfeld, während Cordi leise „Servus“ sagt… Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit der spielerischen Leistung allerdings nicht. Aber das ist natürlich auch den vielen Spielen in den letzten Wochen geschuldet und den schlechten Platzverhältnissen, da ist einfach kein Kombinationsfußball möglich. Das Ergebnis geht in Ordnung. In der ersten Halbzeit war es ausgeglichen mit je zwei Gelegenheiten auf jeder Seite, in der zweiten Hälfte hatte Cordi dann bis auf den Elfmeter keine Torchance mehr. Mit unserem Pfostenschuss und das angebliche Abseitstor von Cetinkaya hätten wir am Ende auch höher gewinnen können, aber ich bin wie gesagt zufrieden. Wir haben in der Rückrunde bisher fleißig gepunktet und sind im Pokal noch dabei, es läuft wieder ganz ordentlich.
Andreas Führer (Trainer SC Concordia):
Wir waren heute nicht die schlechtere Mannschaft, beide Gegentore durch Standards sind extrem ärgerlich. Nach dem frühen 0:1 kamen natürlich Erinnerungen an das Pokalspiel auf, aber das haben meine Jungs gut verarbeitet. Wir hatten zwar kaum zwingende Torchancen, wurden aber auch nicht an die Wand gespielt. Heute hätten uns nur drei Punkte geholfen. Schade.
23.04.2011 Oberliga Hamburg
45. Minuten MSV-Schlafwagenfußball! Dann kamen die Schwarz-Gelben gewaltig und hätten fast noch gewonnen!
SV Rugenbergen - Meiendorfer SV 2:2 (2:0)
SV Rugenbergen:
Schultz – Kowski, Vollmer, Schmidt, Heidebrecht - Melich, Dirksen - Beese ab 87. Kiene, Grabow - Freundt ab 76. Frost, Miessner ab 85. Scheibe
Meiendorfer SV:
Sävke – Mau, Reymann, Schumann, Sterczyk – P. Gasde ab 46. Cetinkaya, F.Gasde ab 64. Mellmann – Mankumbani, Gyasi ab 46. Anders – Roschlaub, Sara
Tore:
1:0 Freundt (22.), 2:0 Dirksen (31.), 2:1 Sara (54.), 2:2 Cetinkaya (83.)
Schiedsrichter: Alexander Teuscher (SC Eilbek): eigentlich mit guter Leistung, wäre da nicht das angebliche Abseitstor von Nils
Roschlaub. Dieser herrliche Treffer war nie und nimmer Abseits - in keiner Phase!
Zuschauer:
134, die eine gute erste Halbzeit von Rugenbergen und eine gute zweite Hälfte von Meiendorf sahen. Der neutrale
Zuschauer sah also 90 Minuten ansprechenden Fußball
Hier die Partie im Zeitraffer:
5. Minute: Melich galoppiert sich durchs Mittelfeld, zieht aus 20m ab, trifft jedoch nur Reymanns Kopf. Ecke.
13. Minute: Die gastgebenden Roten überfallen die gelben MSVer wie damals John Wayne mitten in Arizona. Die Gäste ergeben sich wehrlos und wedeln das weiße Flägchen. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis es klingelt.
21. Minute: Toooooor! 1:0. Anton Freundt schädelt aus 8m ins rechte Eck. Vorher skalpierte Kowski seinen Gegenspieler an der rechten Eckfahne und pfeilte die Flanke punktgenau auf Freundts Kopf. Der nickte kaltschnäuzig ein. Sävke ist machtlos..
28. Minute: Freundt schiebt aus 5m fast schon ein, Reymann hält aber im letzten Moment seine Stiefel davor. Schuhgröße 58. Ecke.
29. Minute: Tooooooor! 2:0. Dirksen volleyed eine Kopfballablage von Freundt mit 107km/h durch sieben offene Meiendorfer Saloontüren ins rechte Eck. Marke Traumtor.
38. Minute: Uuuuuh. Sara kommt einem Meter vor dem Tor frei an einen verlängerten Ball, schafft es aber das Spielgerät noch über das Tor zu scheffeln. Deutschland sucht das Supertalent. Sara ist ein heißer Kandidat auf den Titel. Immerhin: Ein Lebenszeichen der Gäste. Halbzeit - Klare Sache. Bisher.
46. Minute: Geht weiter. Und wie! Roschlaub zimmert einen Freistoß aus 17m flach links ins Torwarteck, Schultz baggert aus der Sandgrube auf Maus Kopf und pariert seinen anschließenden Header erneut. Starke Szenen vom Schlussmann. Meiendorf ist da. 55. Minute: Toooooor! 2:1. Sara drückt ein verunglücktes Cetinkayaschüsschen am zweiten Pfosten über die Linie.
61. Minute: Kanonier Roschlaub trifft mit ca. 900km/h in den Winkel, soll aber im Abseits gestanden haben. Manager Stolina wütet zum Linienmann und bölkt wie ein Rohrspatz. Der Ball kam vom Rugenbergener. Schultz flickt das kaputte Netz vom Roschi-Hammer. Könnte dauern.
67. Minute: Fast das 2:2. Sara läuft alleine auf Schultz zu, bekommt aber die Kugel nicht am Keeper vorbei.
71. Minute: Miessner legt quer auf Beese, der aus 18m draufjagt. Der Ball springt von der Lattenunterkante auf die Linie.
76. Minute: Nun geht’s hier hin und her wie bei Rio Bravo 1778. Freundt ist schon an Sävke vorbei, stolpert aber am Fünfmeterraum und schiebt ans Außennetz.
81. Minute: Toooooooor! 2:2. Niendorfs, hoppla, Meiendorfs Cetinkaya. Der fallrückzieht eine Sara- Verlängerung aus vier Metern ins lange rechte Eck. Ausgleich. Klasse Spiel.
91. Minute: Roschlaub brummt von der Grundlinie nochmal auf den Kasten und schrubbt Schultz das Bein weg. Das war es dann aber. Ein tolles Spiel für den neutralen Zuschauer hatte aufgrund der unterschiedlichen Halbzeiten am Ende keinen Sieger verdient. HG/Auszüge Blog trifft Ball
19.04.2011 Oberliga Hamburg
Eine klare Tor-Verteilung sagt nicht immer etwas über den Spielverlauf aus
Meiendorfer SV – HSV Barmbek-Uhlenhorst 4:2 (1:1)
Meiendorfer SV:
Sävke – Mau, Anders, Reymann, Sterczyk (46. Sara) – Chau (66. F. Gasde) – Mellmann (61. Mankumbani), Schumann, Güven - Roschlaub, Cetinkaya
Barmbek-Uhlenhorst:
Hölscher – Pohl. Leinroth, Klitzke (46. Bohnhorst), Hormann – Koschnick (67. Lüth), Rodrigues, Weigel – Algan – Helmel, Möller-Riepe
Tore:
0:1 Möller-Riepe (32.), 1:1 Schumann (41.), 2:1 Mau (60.), 3:1 Roschlaub (82.), 3:2 Helmel (90.), 4:2 Sara (90. + 2.)
Schiedsrichter: Viatcheslav Paltchikov ((Eintracht Groß Grönau), so kompliziert, wie das Schreiben seines Namens, war dessen Entscheidungsfindung
Zuschauer:
337
Am vergangenen Wochenende hatte der Schreiber Gelegenheit, die heutigen Kontrahenten näher in Augenschein zu nehmen. Zunächst kämpferisch eingestellte und stark in der Defensive auftretende Meiendorfer, danach trotz eines schwachen Widerparts sehr verunsichert wirkende Barmbeker. Beide Teams gewannen ihre Spiele zwar, dennoch die Platzherren gingen nach diesen Eindrücken als eindeutiger Favorit in die Partie an der B 75.
Aber sehr schnell erweist sich, dass es ihnen schwerfällt, diesen Erwartungen gerecht zu werden. Viele Fehlpässe der Göttlinger lassen die Hoffmänner immer wieder in Ballbesitz kommen, allein die einheimische Defensive erweist sich als stabil, allen voran Sven Reymann. Nach 19 Minuten bietet sich dennoch dem aufgerückten Helge Mau die erste gute Möglichkeit aus seitlichen acht Metern. Doch was der erfahrene Co daraus macht, ist höchst unakzeptabel. Die BUer hingegen benötigen gar eine halbe Stunde für einen Torschuss. Der aber wird von Faik Algan wohl platziert, wobei Tormann Tobias Sävke seine liebe Mühe hat, ihn noch gerade um den Pfosten zu lenken. Zwei Minuten später gar der Führungstreffer für die Auswärtigen. Eine Hereingabe von rechts lassen Sävke sowie seine Vorderleute passieren, so dass der aus den Augen gelassene Sebastian Möller-Riepe beim Einlochen nahezu keine Mühe aufzuwenden braucht. Vier Minuten später allerdings ein sehenswerter Eckball von Nils Roschlaub, den Stephan Hölscher, Goalie der Gäste seines Zeichens, nur mit allergrößter Kraftanstrengung über die Querlatte lenken kann. Algan hingegen auf der anderen Seite zirkelt einen Ruhenden Ball direkt in die Sävke-Arme. Vor der Pause noch das 1:1. Eine Roschlaub-Flanke bekommt die gegnerische Abwehr nicht in den Griff und Patrick Schumann kann sich seines sechsten Saisontreffers erfreuen.
Nach der Rückkehr aus den Kabinen scheinen beide Teams den Eindruck zu erwecken, als wollen sie sich mit dem erreichten zufrieden geben. Das 2:1 ist dann auch eher ein Produkt des Zufalls als wohl geplant. Eine Ecke von "Roschi" schwebt herein, Reymann kommt ins Stolpern und irritiert dadurch offenbar die Abwehrreihe, die den Ball laufen lässt und Mau eine zweite Chance eröffnet, die er sich diesmal nicht entgehen lässt. Nach einem guten Dazwischengehen von Sävke in ein Zusammenspiel zwischen Oliveira Rodrigues und dem eingewechselten Patrick Lüth, dann gar das 3:1. Nach einem Konter ist es Michael Sara, der es Roschlaub vor die Füße legt. Bei einem Freistoß von Sara reagiert Hölscher erneut stark, während bei gleicher Gelegenheit Eugen Helmel diesen überweg befördert. Das 3:2 durch den eben Erwähnten in der 90. kommt zu spät, um noch die Wende herbeizuführen, erst recht, als sich in der Nachspielzeit Cem Cetinkaya zu einem Sololauf entschließt, schließlich Sara bedient und diesem den Endstand ermöglicht.Nach dem Abpfiff dann noch eine heftige Diskussion zwischen sämtlichen Beteiligten. Der Grund dafür, wie in den meisten Fällen ohne Videobeweis, ist kaum eindeutig klärbar. Nach langsamer Entwirrung des Knäuels ist der BU-Trainer zu sehen, wie er auf Algan einredet, von einem "blanken Popo" ist die Rede, und der Name Mankumbani macht die Runde. Allein der Schreiber ist kein Rechercheprofi, vielleicht konnte ja die BILD-Zeitung Näheres erfahren?
BU erwies sich an diesem Abend als wesentlich verbessert gegenüber der Vorstellung am Sonntag und hatte sich den Spielstand bis zur 60. Minute durchaus verdient. Mit dem 4:2 aber konnten die Platzherren die Tabellenränge direktemang über dem Strich mit ihrem Gegner tauschen, und sich überdies gemeinsam der Tatsache erfreuen, dass auch Wedel von den Oststeinbekern überrascht wurde. Hafo.de
Stimmen
Michael Hoffmann (Trainer BU):
Wir stehen zwar nach diesem Spiel mit leeren Händen dar, aber ich meine, dass wir einen Punkt durchaus verdient hätten.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Die erste Halbzeit war durchaus ausgeglichen. In der zweiten hatten wir aber die klar besseren Torchancen. Nach meiner Meinung war unser Sieg hochverdient, da wir die engagiertere Mannschaft und nicht nur auf Torverhinderung aus waren.
16.04.2011 Oberliga Hamburg
Meiendorf entschließt sich zur Maloche
Meiendorfer SV – TSV Buchholz 08 1:0 (1:0)
Meiendorfer SV:
Jonas – Mau (58. Mellmann), Chau, Anders, Reymann, Sterczyk – Mankumbani (67. Cetinkaya), Schumann – Sara, Güven (79. F. Gasde) - Roschlaub
TSV Buchholz 08:
H. Titze – Niefert, Bowmann, Gege, Grühn – Kettner, S. Titze, Prielipp, Laßeur (58. Rodrigues) – Matthies, Gillich
Tore:
1:0 Güven (9.)
Schiedsrichter: Born (SV Bergstedt), der alte Haase beherrscht sein Metier
Zuschauer:
268
"Wenn's kümmt, kümmt's in Hümpden" wussten schon unsere Urvorfahren zu sagen, jedenfalls, sofern sie hamburgischen Ursprungs gewesen sind. Nach Meisterschafts- und Aufstiegsaspirant FC St Pauli II nun der Zweite des Tableaus aus der Nordheide. Böse Vorahnungen mussten überdies bei den Meiendorfer Sympathisanten aufkommen, die sich der Lektüre der letzten Hafo.de-Vorschau gewidmet hatten Dort hatten sich nämlich sämtliche vier Tipps der Freitagspiele als in die Hose gegangen erwiesen, und für dieses Spiel lautete die Prognose "0". Das konnte, da der Tippprophet offenbar dem Rangniedrigeren etwas zugetraut hatte, nur bedeuten, dass die Favoriten am Ende mit drei Punkten abziehen würden. "Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt." (Wilhelm Busch - Humoristischer Hausschatz). Denn die Platzherren kämpften, rannten, trafen, siegten und durften schließlich jubeln. Die Buchholzer aber mussten, wie in allen Punktpartien, die der Berichterstatter von ihnen in der Hansestadt über die Jahre besicht igen durfte, wieder einmal mehr oder weniger bedröppelt heim in die Heide retirieren.
Schon die Anfangsformation mit einer Art Fünferkette der Platzeigner – dem Schreiber bittet bereits jetzt um Vergebung, falls er das falsch gesehen haben sollte, schließlich ist er mit dem WM-System aufgewachsen – lässt deren defensive Ausrichtung erkennen. So sorgen denn auch die recht groß gewachsenen und robusten Max Anders und Sven Reymann bei den meist hohen Bällen der Buchholzer für eine unaufgeregte Abwehrarbeit. Beim ersten ernsthaften Vorwärtsspiel der Meiendorfer nach gerade mal neun Minuten ergibt sich so bereits der Endstand. Dafür verantwortlich zeichnet Ömer Güven, der eine Hereingabe von Nils Roschlaub nur noch über die Torlinie zu verlängern braucht. Die weiteren 36 Minuten sehen dann auch nur noch eine weitere Möglichkeit für die Einheimischen. Aber Michael Sara vergibt ein gelungenes Anspiel überhastet. Ebenfalls nicht viel besser die Ausnutzung der Gästemöglichkeiten: Ein Freistoß von Arne Gillich aus 17 Metern geht daneben (33.), Sören Titze zielt am langen Pfosten vorbei (41.) und A lexander Bowmanns Kopfball kurz vor dem Pausenpfiff zischt knapp über die Latte.
Im zweiten Spielabschnitt schlägt dann für MSV-Tormann Yannik Jonas, der den beruflich verhinderten Helden von St Pauli II vertritt, die große Stunde. Was auch immer die Thomas-Titze-Zöglinge versuchen, bei Frei- oder Eckstößen und aus dem Spiel heraus, egal ob hoch, halbhoch oder flach, Jonas steht seinen (Ersatz-)Mann. So auch nach einem Fehler in der 76. Minute von Kevin Mellmann, der Gillich aus kürzester Entfernung abziehen lässt. Sechs Minuten vor dem finalen Pfiff erschließt sich auch Henrik Titze endlich, warum er heute überhaupt mitspielen musste, als Sara ihn mit einem Flachschuss auf den Prüfstand stellt. Zum Abschluss nochmals Alexander Gege nach einem Anspiel per Hinterkopf und einem schlecht getimten Fullkick in Richtung Ahrensburg.
Die drei unerwarteten Punkte werden den Meiendorfern allerdings nur dann etwas nützen, wenn nun auch am Dienstagabend an der B 75 gegen BU nachgelegt wird. Buchholz braucht sich aber über die verlorenen Punkte nicht zu grämen. Mit 50 Zählern und zwei Hängepartien werden sie auch am Ende der Spielzeit den zweiten Tabellenplatz belegen, zumal sie nur noch dreimal in der großen weiten Welt anzutreten brauchen. Der Schreiber aber wird bei deren Auftritten an der Ellernreihe, in Bönningstedt und auf der Hoheluft mit Sicherheit nicht wieder dabei sein. Hafo.de
Stimmen
Thomas Titze (Trainer Buchholz):
Mit dem heutigen Spiel haben wir unseren Teil dazu beigetragen, dass Meiendorf vielleicht in der Liga verbleiben kann. Allerdings war es heute für uns das siebte Spiel innerhalb von 21 Tagen. Das soll aber keine Entschuldigung sein. Vielmehr haben wir zu wenig riskiert gegen eine Mannschaft, die sich zurzeit im Abstiegskampf befindet. Nach unseren letzten drei Siegen ist es heute anders gelaufen, und ich glaube, hätten wir heute einen Elfmeter bekommen, wäre das Ergebnis auch nicht anders ausgefallen.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Wir haben drei Punkte geholt im Abstiegskampf. Das war sehr wichtig. Der Gegner war zwar feldüberlegen, hatte auch die besseren Torchancen. Wir haben unseren Treffer aus der neunten Minute aber erfolgreich verteidigen können, weil wir gut in der Defensive gestanden haben. Schließlich hatten wir auch heute das Glück, was uns zuvor oft gefehlt hatte. Jetzt haben wir zuletzt gegen vier oben stehende Gegner sieben Punkte geholt, doch die alles entscheidenden Ansetzungen kommen erst noch.
13.04.2011 Oberliga Hamburg
Meiendorfs Keeper Tobias Sävke rehabilitiert sich voll
Meiendorfer SV – FC St. Pauli II 1:2 (0:1)
Meiendorfer SV:
Sävke – Schumann, Anders, Chau (46. Gyasi), Güven (72. Mellmann) – Mankumbani, F. Gasde, P. Gasde – Sara, Sudbrak (9. Cetinkaya) - Roschlaub
FC St. Pauli II:
Springer – Braun, Morena (60. Wacker), Hinzmann, Krause – Duve, Meyer, Filipovic – Becken (59. Alassani), Toksöz - Kurczynski
Tore:
0:1 Kurczynski (17.), 0:2 Filipovic (61.), 1:2 Anders (82.)
Schiedsrichter: Yilmaz (FC Türkiye), routiniert.
Zuschauer:
475
Nach dem 2:2 beim sonntäglichen Spiel in Bergedorf musste sich der sonst so zuverlässige Tormann der Meiendorfer, Tobias Sävke, heftige Kritik gefallen lassen. Hatte er doch mit zwei argen Patzern seine Mannschaft offensichtlich um zwei dringend benötigte Punkte gebracht. Die konnte er zwar heute nicht wiederbeschaffen. Doch mit einer hervorragenden Leistung sorgte er dafür, dass die Niederlage nur knapp ausfiel. So verschlechterte sich die Tordifferenz der MSVer nur um ein Geringes, was am Ende des 34. Spieltages möglicher Weise noch von Bedeutung sein könnte.
Dabei fängt es so gut an für die Platzherren. Nahezu vom Start weg bietet sich Max Anders eine sehr gute Möglichkeit, doch sein Schuss landet ein wenig neben dem Gästegehäuse. Doch danach übernimmt die Großkopf-Auswahl mit Fabio Morena, der nach seinen Verletzungen wieder zu Spielpraxis gelangen soll, die Regie auf dem Platz. So ist es auch Morena, der nach einer guten Viertelstunde Kristof Kurczynski so gut bedient, dass dieser flach ins lange Eck abziehen und somit die Führung für seine Farben herstellen kann. Sieben Minuten später haut Marcal Schau voll am Ball vorbei, dafür aber seinen Gegner Petar Filipovic um. Die Gelbe Karte und der anschließende Freistoß richten aber keinen Schaden an. Je länger das Spiel dauert, desto mehr verdichtet sich der Eindruck auf den Rängen, dass gegen die U 23 des FC St Pauli heute kein Meiendorfer Kraut gewachsen sein wird. Nur vor dem gegnerischen Tor fehlt es dieser des Öfteren an Entschlusskraft oder Präzision. Wenn die sich aber einstellt, ist Sävke zur Stelle, u m Unheil von seinen Farben fernzuhalten.
Auch im zweiten Spielabschnitt zeigt sich der Goalie alleinverantwortlich für den unveränderten Spielstand. So nach einem Zuspiel von Dennis Duve auf Deran Toksöz sowie einem Ruhenden Ball von Letzterem aus seitlichen 18 Metern. In Minute 57 fasst sich allerdings Sebastien Mankumbani mal ein Herz, legt eine Strecke von nahezu 40 Metern zurück, auf der er alles ihm Wege Stehende links liegen lässt. Sehr eindrucksvoll das Ganze, nur sein dürftiger Abschluss lässt sich damit nicht in Einklang bringen. Wie es geht zeigt alsdann Filipovic. Elegant lässt er Fabien Gasde aussteigen und trifft flach zum 0:2. Für wenige Minuten auch wieder die Gelb-Schwarzen mit einem Freistoß in die Mauer und anschließendem unkontrollierten Nachschuss sowie einem Kopfball von Anders, der erneut um Weniges das Ziel verfehlt. Dann wieder, na wer wohl, Sävke. Erst beim Abfangen einer Fili-Flanke, dann bei einem Knaller von Marcel Meyer und schließlich bei energischen Einsätzen gegen Filipovic und Toksöz. Aus quasi heiterem Himmel der Anschlusstreffer. Dafür sorgt Anders – endlich ist ihm das Glück hold – mit seinem Schädel nach einem Eckstoß. In dessen Gefolge geschieht das Unerwartete. Die Paulianer fangen heftig an zu schwimmen, allein den "Göttlingern" fehlt, nur allzu verständlich, die innere Ruhe, die ihre Kontrahenten zuvor ausgestrahlt hatten. So bleiben ihnen ein, zwei gute Möglichkeiten, beim der aufkommenden Hektik und mangels Zeitlupe nur schwer definierbar, versagt und auch der aus seinem Kasten heraus sprintende Sävke vermag daran nichts zu ändern.
Am kommenden Sonnabend wird nun Buchholz erwartet, gegen die eine starke Defensivabteilung von Nöten sein wird, um möglichst einen Punkt zu kassieren. Danach kommen die BU-Männer, über Ostern geht es nach Rugenbergen und zu Concordia und schließlich zweimal innerhalb von vier Tagen gegen Wedel. Wenn danach 30 Spieltage absolviert sind, wird auch in Meiendorf ein wenig mehr Klarheit über die Zukunft herrschen. Derlei Gedanken werden sich die vom Millerntor hingegen kaum zu machen brauchen. Hafo.de
Stimmen
Jörn Großkopf (Trainer FC St. Pauli II):
Mit 80 der 90 Minuten, die wir heute gesehen haben, bin ich voll zufrieden. Das war, nach der kleinen Durststrecke, die wir gerade hinter uns haben, sehr anständig. Die Unruhe hingegen, die in den letzten zehn Minuten bei uns herrschte, kann ich nicht erklären. So was darf natürlich nicht sein, das werden wir noch besprechen müssen. Meiendorf wünsche ich aber, dass sie die Klasse erhalten können und dem verletzt ausgeschiedenen Dennis Sudbrak rasche Genesung.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Bei Dennis scheint es sich um einen Kreuzbandriss zu handeln. Damit dürfte er für lange Zeit ausfallen. Ein Foulspiel war aber nicht die Ursache, sondern er ist im Rasen stecken geblieben. Eigentlich sind wir gut in die Partie gekommen und hatten ja auch durch Max Anders gleich eine gute Möglichkeit. Nach dem 0:1 zeigte der Gegner aber das technisch deutlich bessere Spiel. In der zweiten Halbzeit wurde es dann auch bei uns besser. Deshalb bin auch insgesamt gesehen mit der Leistung meiner Mannschaft einverstanden. Sie hat sich ordentlich verkauft, obwohl es schöner gewesen wäre, wenn sie einen Punkt gewonnen hätte.
10.04.2011 Oberliga Hamburg
MSV hätte das Spiel gewinnen müssen! 85 machte aus keiner Chance zwei Tore!
FC Bergedorf 85 - Meiendorfer SV 2:2 (0:1)
FC Bergedorf 85:
Braun - Schmer, Sobczyk, Brown ab 61. Landau, Carolus - Rohrberg, Iscan - Kunath, de la Cuesta, Gürel - Örün
Meiendorfer SV:
Sävke - Mau ab 55. Mankumbani, Anders, Schumann, Sterczyk - P. Gasde - F.Gasde ab 86. Reymann, Sudbrak, Cetinkaya ab 70. Sara - Roschlaub
Tore:
0:1 Nils Roschlaub (17.) mit Direktabnahme ins lange Eck nach Flanke von Sterczyk, 1:1 Yayar Kunath (78.) aus 4m nachdem sich Keeper Sävke und Schumann
sich behinderten und die Faustabwehr des Keepers Kunath traf, 2:1 Gökhan Iscan (79.) mit 20 m Freistoß der vor Keeper Sävke aufsetzte und über die Arme ins
Netz sprang, 2:2 Patrick Schumann (90.+2. FE) nach Foul an Roschlaub
Schiedsrichter: Ludwig (Rostock), wirkt etwas übergewichtig, war aber immer auf der Höhe, ließ viel laufen (das war gut).
Zuschauer:
Gute 250 in der riesigen Arena, die lange Zeit an einen Sieg des MSV glaubten!.
Was haderte Lutz Göttling in den letzten Wochen nicht immer mit dem Schiedsrichter!? Es schien, als haben sich die Unparteiischen gegen den abstiegsbedrohten Club aus dem Hamburger Norden verschworen.
Hier ein Pfiff gegen den MSV, da kein Pfiff für den MSV - wenn man Pech hat, dann hat man wohl besonders viel davon. Heute war endlich mal ein Schiedsrichter vor Ort,
der den Mut hatte, in der Nachspielzeit einen Elfmeter (FÜR den MSV) zu geben. "Meine Spieler haben nicht reklamiert, von daher denke ich, dass die Entscheidung korrekt war", so Bergedorfs
Trainer Manfred Nitschke. Der Verursacher, Roman Schmer, wurde noch einige Zeit nach Spielschluss daran erinnert, wie man so etwas vermeiden kann: "Ball einfach wegbolzen!" Das ist
einfach gesagt, aber wenn der Gegenspieler Nils Roschlaub heißt, kann das schon mal etwas schwieriger werden. "Das hat er geschickt gemacht", lobte auch Göttling seinen Schützling. Wenn "Roschi" etwas kann, dann ist es das direkte Schießen, ohne Ansatz, Peng, praktisch wie Gary Cooper in "12 Uhr mittags". Das war auch wieder in der 17. Minute zu sehen, als er blitzschnell den
Ball auf das Bergedorfer Tor brachte und damit das 1:0 für Gelb-Schwarz erzielte. "Den Komplizierten haut er in den Giebel, den Einfachen muss er aber machen!" ärgerte sich Göttling später über die Szene kurz vor der Halbzeit, als Roschlaub im 1:1-Duell gegen
Tobias Braun den Ball um wenige Zentimeter am Gehäuse vorbei schob. Das hätte es sein müssen! Bergedorf war zu diesem Zeitpunkt schlecht. Nach der Halbzeit erneut eine dicke Chance für den MSV als Cem Cetinkaya mutterseelenallein auf 85-Keeper Braun zulief aber nicht überwinden konnte (traf die Beine des Keepers)! Gegen den Ein-Mann-Sturm hätte die Vierer-Kette der
Elstern "vielleicht" besser aussehen sollen. "Wir haben nicht gut gespielt, aber gut gestanden", sagte Göttling, und meinte damit die Tatsache, dass Bergedorf nicht wirklich vor dem Meiendorfer Tor statt fand. Eine
Ursache eben auch, dass vier Abwehrspieler gegen einen irgendwie zu viel sind. Nitschke reagierte erst nach einer Stunde und brachte für Innenverteidiger Ishmael Brown den offensiven Jan Landau. Bester Mann bei 85: Wieder mal Yayar Kunath. Übrigens
auch ganz bestimmt im Bodenturnen! Nach seinem 1:1 legte er einen Salto mit anschließender Schraube (oder war's umgekehrt? (der Schreiber ist nicht so fit im Turnen) hin. Astrein. Das Tor selbst war auch sehenswert, aber deshalb, weil dem der Patzer Nr. 1 von Tobias Sävke im Tor des MSV vorher ging. Einen langen Ball aus der Bergedorfer Abwehr boxte Sävke an der Strafraumkante gegen Kunath. Von dort trudelte der Ball Richtung Tor und der Bergedorfer musste nur noch einschieben. Aua! Mal wieder schien sich das Glück gegen den MSV verschworen
zu haben, erst Recht, als die 90. Minute angebrochen war und Sävkes zweiter Patzer folgte. Einen Freistoß von Gökhan Iscan ließ er durch die Hände gleiten - unfassbar! Ungläubig schaute Sävke seine Hände an (siehe auch das Foto) und schüttelte den Kopf. "Ein katastrophaler
Fehler", ärgerte sich auch Göttling. Da waren sie wieder, die Meiendorfer Probleme: Gut gespielt, geführt und doch mit leeren Händen dastehend. "In der 90. Minute rechnet man ja nicht mehr damit, dass man so etwas noch einmal umbiegen kann. Da hatte ich für mich schon mit der Situation hier heute abgeschlossen", sagte Göttling über diese letzten Minuten. Aaaaaaber: Da war ja noch Nils Roschlaub. Den an ihm verursachten Strafstoß
verwandelte Patrick Schumann sicher und ließ Göttling wenigstens etwas aufatmen. Auch wenn er zugab, dass er nicht wusste ob er sich über den Punkt(gewinn) freuen oder ärgern sollte. Tobias Sävke (siehe Titelfoto) wurde von seinen Spielern nach dem Ende noch getröstet und umarmt. "Wir gewinnen und verlieren zusammen", sagte Göttling, "in den nächsten Spielen wird Tobias uns sicher auch mal wieder einen Punkt retten." HG
02.04.2011 Oberliga Hamburg
Meiendorf tut, was es zurzeit kann, gewinnt aber
Meiendorfer SV – Altonaer FC 93 1:0 (1:0)
Meiendorfer SV:
Sävke – Mankumbani, Anders, Chau, Sterczyk – Sudbrak (80. Sara), P. Gasde, Cetinkaya (90. Hoffmann) – Güven (80. Gyasi), Mellmann - Roschlaub
Altonaer FC 93:
Hinz (70. Hinterkopf) - Ansorge, Sall, Savelsberg, Kappler – Smereka, Clausen, Hinze (54. Albry) – Nadj, Akgül – Bektas (68. Rodrigues Oliveira)
Tore:
1:0 Roschlaub (15.)
Schiedsrichter: Eichhorst (Hildesheim), unauffällig und fast immer richtig
Zuschauer:
417
Über lange Zeit schien der Gedanke an eine Relegation der Meiendorfer, die über Jahre das Geschehen auf Hamburgs höchstem Level maßgebend beeinflusst hatten, undenkbar. Erste Anzeichen zwar, dass in dieser Saison einiges anders laufen könnte, machten sich bereits beim Saisoneröffnungsspiel bemerkbar. Später kam die Kunde, dass Coach Lutz Göttling sich zur nächsten Spielzeit dem Geschehen an der Hoheluft zuwenden wolle, und in deren Gefolge ließen auch namhafte Stützen der Gesellschaft an der B 75 Wechselabsichten verlauten. Als dann auch die Palomaten aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwachen schienen, die MSVer aber zuletzt zwei Niederlagen einstecken mussten, wurde die Lage plötzlich richtig ernst. Die Gelb-Schwarzen fanden sich unter dem Strich wieder und hatten überdies die bereits lange abgeschriebenen Wedeler im Nacken, die unter neuer Regie gleichfalls einen starken Aufwärtstrend erkennen ließen. So stellte sich also die Lage für die Noch-Göttlinger vor dem heutigen Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Altona dar. Der hatte zuletzt Curslack und Victoria ohne Punkte von der AJK entlassen, konnte den Schreiber im Mittwochsspiel aber nicht wirklich überzeugen.
Das kann er auch heute nicht, da die Einheimischen auf von ihnen gewohnte technische Feinheiten weitgehend verzichten, dafür aber kämpferische Elemente in den Vordergrund schieben. Denen haben die 93er in der ersten Halbzeit nicht allzu viel entgegenzusetzen. Nach einem Freistoß von Nils Roschlaub ohne Folgen und seinem eher missglückten Torschussversuch in der sechsten Spielminute folgt bereits nach einer Viertelstunde der alles entscheidende Treffer. Ein Freistoß von Max Anders von der rechten Seite und etwa 22 Metern landet präzise auf „Roschis“ Kopf und findet von dort seinen Weg ins Gästenetz. Auch danach ist von den 93ern nur wenig zu sehen. Für interessantere Szenen sorgen vielmehr die Platzherren. So mit einem Anders-Distanzknaller über die Latte (24.), einer Verwirrung in der Altonaer Abwehr stiftenden Hereingabe von Philipp Gasde, sowie einem Schuss aus der Drehung von Ömer Güven, der aber neben dem Ziel landet. Danach probieren es wieder Roschlaub, aber auch ohne Fortune. Zunächst in der 36. Minute nach einem Zuspiel von Dennis Sudbrak volley am langen Pfosten vorbei, unmittelbar danach aus noch besserer Position reichlich überweg. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff scheint ihm das heute fehlende Glück doch noch hold, allein sein Gewaltkick landete am Lattenkreuz.
Auch im zweiten Spielabschnitt versuchen es die Meiendorfer weiter. Sebastien Mankumbani kommt aber nicht an Keeper Oliver Hinz vorbei und Sudbrak schließlich bleibt nach einem Alleingang an einem gegnerischen Bein hängen. Schließlich und endlich scheinen sich auch die Gäste ihrer tabellarischen Verpflichtung bewusst geworden zu sein. Nach einer gefährlichen Aktion von Sebastian Clausen, die knapp neben dem Pfosten endet, ist es Sezgin Akgül, der zwei Gegner austeigen lässt, dann aber nicht an Tobias Sävke vorbeikommt, und auch Patrick Smereka muss dem excellenten MSV-Keeper seinen Tribut entrichten. Diese starken zehn Altonaer Minuten in den 50ern veranlassen nun auch den Condor-Pressesprecher Helmut Bielfeldt zur Festellung: „Meiendorf muss sich Sorgen machen!“. Das nachbarschaftliche Mitgefühl erweist sich aber sehr schnell als überflüssig, die Gästeaktionen als Strohfeuer. Gefährlicher da schon Gasde, der Abdou Sall den Ball vom Fuß nimmt, dann aber an Hinz scheitert. Stark auch dessen Widerpart, we lcher erst beim dritten Nachfassen die von Tibor Nadj kommende Kugel mit seinen Armen umschließen kann. Hinz aber muss nach einem Zusammenprall mit einer bösen Knieverletzung, die im Krankenhaus näher untersucht wird, seinen Platz räumen. An seine Stelle tritt 20 Minuten vor dem Ende Maxiliam Hinterkopf (Ex-Oststeinbek), der jedoch vor keine größeren Probleme mehr gestellt wird, weil Sudbrak und Michael Sara ihre Möglichkeiten nicht nutzen. Das tun aber auch Akgül und der eingewechselte Madjid Albry nicht, weil Sävke sich als unbezwingbar erweist.
Nun endlich scheint sich bei den Meiendorfern die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass es sich nicht schickt, nach dem Motto „nach uns die Sintflut“ zu verfahren. Ihre kämpferische Einstellung an diesem Sonnabendmittag jedenfalls schien darauf hinzuweisen. So wurden sie auch belohnt, nicht nur mit drei Punkten, sondern gleichsam mit deren sechs. Denn wer konnte schon ahnen, dass Paloma in Hinschenfelde den Concorden den Vortritt lassen würde. Die AFCer werden aber auch nach den Sonntagspielen, weiterhin den zweiten Rang okkupieren, allerdings mit vier Spielen mehr als die sie verfolgenden Buchholzer. Hafo.de
Stimmen
Thomas Seeliger (Trainer Norderstedt):
Das war ein Grottenkick von unserer Seite. Dennoch werden wir weiter nach vorne schauen. Aber heute haben wir Glück gehabt, dass Meiendorf so viel an Chancen ausgelassen hat.
Lutz Göttling (Trainer MSV):
In der Tat hatten wir viele Möglichkeiten und hätten sogar bestraft werden können, weil wir sie ausgelassen haben. Jeder konnte sehen, dass die Mannschaft lebt, und ich bin fest davon überzeugt, dass wir alle gemeinsam versuchen werden, die Klasse zu erhalten.
26.03.2011 Oberliga Hamburg
Ganz in Weiß: Condor schwebt davon
Meiendorfer SV – SC Condor 1:3 (1:1)
Meiendorfer SV:
Sävke – Mau, Anders, Schumann (81. Chau), Güven – F. Gasde, Sara (69. P. Gasde) – Mankumbani, Sudbrak, Roschlaub – Cetinkaya (66. Mellmann)
SC Condor:
Kleinschmidt - Twardawa, Pawletta, Rohbaqsh, Lüdemann – Werwath, Neumann – Niedermeyer (87. Carlson), Niemann (89. Raschidy), Abshagen (71. Eren) – Flores
Tore:
1:0 Anders (8.), 1:1 Neumann (25., FE), 1:2 Lüdemann (79.), 1:3 Eren (89.)
Besondere Vorkommnisse: MSV-Coach Lutz Göttling wird wegen fortgesetzten Reklamierens auf die Tribüne geschickt (57.)
Schiedsrichter: John-David Ladiges (FC St. Pauli): Er sorgte mit seinen Entscheidungen für Stimmung auf der Tribüne. Wahrlich kein Heimschiedsrichter, Cetinkaya bekam mehrfach keinen Freistoß.
Zuschauer:
412
Beide Vereine sind noch recht jung: Meiendorf wurde 1949 gegründet, der SC Condor 1956. Und dennoch gab es heute bereits das 60. (!) Punktspiel-Duell zwischen beiden Teams, da sich die Klubs über die Jahrzehnte hinweg immer wieder in der gleichen Klasse über den Weg liefen (Premiere feierte die Begegnung übrigens 1962/63 in der Bezirksklasse Ost). In den letzten Jahren konnten sich die Zuschauer dabei stets über viele Tore freuen: 6:3, 4:1, 5:0, 3:3, 5:1 lauteten die Resultate an der B75. Und auch heute gab es wieder vier Treffer zu bejubeln. Allerdings für die meisten Fans auf der „falschen“ Seite, denn nach 12 Jahren der Erfolglosigkeit (zuletzt 1998/99 mit 1:0) trumpften die „Raubvögel“ groß auf und konnten endlich mal wieder in Meiendorf gewinnen.
Kurz vor dem Anpfiff musste Abwehrkante Alexander Krohn mit einer Adduktorenverletzung passen, für ihn rückte Florian Neumann in die Startformation, der ganz in Weiß angetretenen Raubvögel (Ehlert: „Die Trikots sind ein Geschenk unseres Betreuers Michael Vogt, mit denen haben wir den Wandsbek-Cup gewonnen“). Gleich die erste Standardsituation brachte den Führungstreffer für die Gastgeber: Den Freistoß von Dennis Sudbrak köpfte Max Anders völlig unbedrängt ein (8.), da hatte Florian Niemann kräftig geschlafen. Doch trotz des vermeintlich beruhigenden Treffers kam die Göttling-Elf nicht richtig in Schwung, spielte seltsam verhalten. Dies nutzte der SCC nach knapp zwanzig Minuten aus, doch der Freistoßtreffer von Yama Rohbaqsh (21.) fand wegen Abseits von Marcel Abshagen keine Anerkennung. Eine sehr fragliche Entscheidung, die den Spielverlauf jedoch nicht entscheidend veränderte, da Carlos Flores an alter Wirkungsstätte nach einem schönen Dribbling von Fabian Gasde von den Beinen geholt wurde. Den fällige n Elfmeter versenkte Neumann flach unten links zum Ausgleich (25.).
Nach dem Seitenwechsel war es wieder der MSV, der wie schon zu Beginn der ersten Hälfte den besseren Start erwischte: Sebastien Mankumbani drang in den Strafraum ein, Keeper Sascha Kleinschmidt eilte heraus, kam aber nicht an den Ball und so hatte Sudbrak zehn Meter vor dem Tor freie Bahn – aber Rohbaqsh rettete auf der Linie (54.). Ähnliches auch eine gute Viertelstunde später: Einen Kopfball von Fabian Gasde kratzte Mike Niedermeyer von der Linie (71.) und den Nachschuss von Nils Roschlaub klärte Kleinschmidt mit einer Glanzparade zur Ecke! Diese sträfliche Chancenverwertung nutzte Condor eiskalt, Lars Lüdemann köpfte (fast so unbedrängt wie zuvor Anders) auf Flanke von „Max“ Eren zum 1:2 ein (79.) und Eren selbst machte mit dem dritten Treffer alles klar (89.). Der SCC bleibt damit auf der Erfolgsspur, nur eine Niederlage in den letzten 13 Spielen (8-4-1) hievten Condor nun schon auf Platz 4. Hafo.de
Stimmen
Meik Ehlert (Trainer SC Condor):
Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit der Leistung meiner Mannschaft allerdings nicht. Nach dem 0:1 hatten wir große Probleme, sind aber gut in die Partie zurück gekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir das gesamte Glück der letzten Wochen aufgebraucht, zweimal auf der Linie geklärt und am Ende etwas glücklich gewonnen.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Wenn wir heute gewonnen hätten, wären wir das zweitbeste Rückrundenteam gewesen. So aber schweben wir weiter in großer Abstiegsgefahr, da unsere Konkurrenten gewinnen. Das 1:0 war ein Geschenk, danach kam zu wenig. Das war harm- und körperlos. In der zweiten Halbzeit hatten wir die Mehrzahl der Chancen, aber der Gegner macht die Tore. Condor war nur viermal vor dem Tor, wir dagegen haben unsere Gelegenheiten nicht sehr clever zu Ende gespielt. Der Schiedsrichter war unglaublich, aber das staut sich schon seit Wochen auf, ständig werden wir benachteiligt.
20.03.2011 Oberliga Hamburg
Ein Ex-Profi macht den Unterschied
TuS Germania Schnelsen – Meiendorfer SV 2:1 (0:0)
TuS Germania Schnelsen:
Grubba – Aktan, Schulz, Reimers (46. Schnoor), Erdmann – Kamalow, Özbek, M. Tunjic, Thiessen (64. Özel) - J. Tunjic, Westbrock (56. Chmielewski)
Meiendorfer SV:
Sävke – Güven, Anders, Schumann, Mau – F. Gasde, P.Gasde – Sara (74. Mellmann), Sudbrak, Mankumbani (83. Gyasi) – Roschlaub.
Tore:
1:0 J. Tunjic (55.), 1:1 Roschlaub (57.), 2:1 M. Tunjic (84.)
Schiedsrichter: Sebastian Rabe (FG Vienenburg-Wiedelah, Goslar): Solide Leistung, lag allerdings bei einigen kniffligen Szenen kurz vor Schluss nicht immer richtig
Zuschauer:
150
Der Ex-Bundesliga-Profi Stefan Schnoor war der entscheidende Faktor beim Schnelsener Sieg über den Meiendorfer SV. In einer durchschnittlichen Oberliga-Partie waren am Ende die Standards des Routiniers der ausschlaggebende Punkt zum Erfolg. Das Spiel begann dabei zunächst schleppend und keines der beiden Teams konnte sich zwingende Szenen erarbeiten. Im Mittelfeld lief der Ball gut, doch sobald es in die Nähe des gegnerischen Tores ging, stieg die Fehlpassquote. Eine der wenigen Gelegenheiten hatte Meiendorfs Flügelflitzer Mankumbani in der 18. Minute: Nach schönem Zuspiel von Fabian Gasde scheiterte er frei vor dem Tor am stark parierenden Tobias Grubba. Danach lief bei keiner Mannschaft mehr viel nach vorne. Erst kurz vor dem Wechsel kam Schnelsen zu zwei Chancen: Zunächst scheiterte Stefan Westbrock mit einem Drehschuss an der Unterkante der Latte (42.) und zwei Minuten später war es erneut der Ex-Victorianer, der eine scharfe Flanke von Philipp Erdmann nicht am Torwart Tobias Sävke vorbei ins Tor sc hieben konnte. In der Halbzeit stellte Germania-Coach Jens Paeslack um und verstärkte seine Mannschaft mit dem Routinier Stefan Schnorr, um mehr Sicherheit vor der Abwehr zu gewinnen. Die erste Szene hatte Schnoor allerdings in der Offensive. Seine Ecke konnte Keeper Sävke nicht festhalten, so dass Jürgen Tunjic den Ball zum 1:0 einnicken konnte. Doch die Reaktion der Gäste folgte prompt. Ein langer Ball landete 26 Meter vor dem Tor bei Nils Roschlaub, der zögerte nicht lange und traf sehenswert zum Ausgleich (57.). In der Folge investierte Schnelsen deutlich mehr und hatte auch viel Ballbesitz, doch statt mal den Abschluss zu suchen, wurde immer wieder versucht, den Ball ins Tor zu tragen.
So musste erneut ein Standard zum Ziel führen. Und dieser kam nach einem umstrittenen Pfiff des Unparteiischen. Schiri Rabe entschied nach einem vermeintlichen Foulspiel auf Freistoß für die Gastgeber. „Das war niemals Foul. Es waren eineinhalb, zwei Meter zwischen den Spielern“, meinte Meiendorf-Trainer Lutz Göttling hinterher. Freistoß gab es trotzdem. Und diesen trat wieder Stefan Schnoor in den Strafraum. Die Gäste bekamen den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Mladen Tunjic nutzte die Unordnung zum 2:1-Siegtreffer (84.). In der Schlussphase warfen die Gäste alles nach vorne und hätten Sekunden vor dem Ende auch für ihr Engagement belohnt werden können: Der eingewechselte Gyasi wurde im Strafraum getroffen doch der Referee verweigerte den fälligen Elfmeter. Sehr zum Ärger von Lutz Göttling: „Ich bin enttäuscht über das Ergebnis. Der Schiri hatte keinen Arsch in der Hose, hier in der letzten Minute einen Elfmeter gegen die Heim-Mannschaft zu pfeifen. Das ist ärgerlich. Wir haben sehr gut gespielt, a ber das hilft uns dann am Ende auch nicht.“ Sein Gegenüber Paeslack schätzte die Partie so ein: „Ein Unentschieden wäre denkbar gewesen. Aber am Ende hatten wir das Glück des Tüchtigen. Der Sieg geht so schon in Ordnung.“ Nicht zuletzt aufgrund des ehemaligen Profis. „Ich sage nur 300 Bundesliga-Spiele. Die Standards macht er super. Das ist eine Waffe.“. Eine Waffe, die Meiendorf aufgrund des gleichzeitigen Paloma-Erfolges auf einen Abstiegsplatz schoss. Hafo.de
12.03.2011 Oberliga Hamburg
Frühlingserwachen beim Meiendorfer SV
Meiendorfer SV – Eintracht Norderstedt 2:0 (0:0)
Meiendorfer SV:
Sävke – Mau, Reymann (23. Anders), Schumann, Sterczyk (71. Güven) – Mankumbani (58. Cetinkaya), F. Gasde, P. Gasde, Sara - Roschlaub, Sudbrak
Eintracht Norderstedt:
Kindler – Browarczyk, Siedschlag, Warnick, Trefzgen – Ulusoy, Koch (79. Sa Bjorges Dju), Ribeau, Lipke (46. Monteiro) – Tirums, Brown (85. Weihe)
Tore:
1:0 Roschlaub (75.), 2:0 Cetinkaya (78.)
Schiedsrichter: Burmester (TSV Glinde), hat sich und seinen Assistenten das after-match-beer zu Recht verdient
Zuschauer:
302
So mancher unter den 300 traute beim Auflaufen der beiden Mannschaften seinen Augen nicht. War da nicht mit der Rückennummer 21 Helge Mau zu sehen? In der Tat, nachdem er schon seit einigen Spielzeiten seinem Meister Lutz Göttling als Co assistierend zur Seite gestanden hatte, wollte und sollte es der am 14. April 1970 Geborene noch einmal wissen und durfte es auch. Ein zwar wagemutiger, aber wie sich nach 90 Minuten zeigen sollte, ein für die Platzherren segensreicher Entschluss.
Danach sieht es jedoch zunächst nicht aus. Denn es sind die Norderstedter, die sich vornehmlich in der Platzhälfte ihrer Kontrahenten aufhalten, allein auf Chancen verzichten müssen. Die bietet sich vielmehr nach 13 Minuten Sebastian Mankumbani, der aber von zu kleiner Statur ist, um die Flanke von Nils Roschlaub zu erreichen. Nahezu unmittelbar darauf aber die Gäste: Stefan Siedschlag auf Benjamin Lipke, der jedoch überweg knallt. Danach muss sich Tobias Sävke als Retter in höchster Not erweisen und hat nur wenig später Glück, dass Kolja Tirums ein Lipke-Zuspiel um Weniges neben seinen Kasten setzt. Einen Eckball von rechts verfehlen Freund und Feind unisono, und bei einem Kopfball von Matthias Ribeau nach Flanke von Marius Browarczyk und Weiterleitung Rafael Montero erweist sich wieder Sävke als Retter in höchster Not. Kurz darauf ist es dann irgendein Meiendorfer Bein, das die Kugel am Überschreiten der Torlinie hindert Das alles passiert zwischen der 14. und 21. Minute, wobei überdies zwischendurch auch Roschlaub Goalie Marcel Kindler mit einem Flachschuss prüft. Danach aber beruhigt sich die Szenerie auf dem Geläuf wieder, und die verbleibenden 25 Minuten erweisen nur, dass Mankumbani einen schlechten Tag erwischt hat, es auch Tirums an der notwendigen Länge fehlt, und Kindler bei einem verlängerten Eckball, dass er zu den guten Torhütern der HH-Liga zählt.
Auch im zweiten Spielabschnitt erweisen sich erwähnenswerte Szenen als Mangelware. Monteiro bekommt zwar Beifall, da er sich auf der linken Seite gut durchzusetzen vermag, sein Zuspiel findet aber keinen Auf- oder Abnehmer. Schäfke wiederum gelingt es, in einer ein wenig Gefahr versprechenden Situation Tirums den Ball vom Fuß zu nehmen und sich bei einem Ribeau-Flachkick erneut als zuverlässig zu erweisen. Jordan Brown hingegen gelingt das nicht. Zwar fummelt er sich gegen seinen Gegenspieler ansehnlich durch, der Abschluss nähert sich aber eher der Eckfahne als dem Tor. Die Harmlosigkeit seiner Gegner im Abschluss erkennen und die Gunst der Stunde nutzen, kann zumeist nur ein Mann mit Erfahrung. Den aber haben heute die Meiendorfer mit dem bereits in der Einleitung Erwähnten. Mau also spielt von rechts einen langen Ball auf den gut postierten "Roschi", der sieht Sören Warnick und Kindler in weniger guter Position, überlupft den Keeper, und vom Pfosten springt die geloschraubte Kugel dorthin, wo sie dem Sinn des Spieles nach auch gehört (75. Minute). Drei Minuten später sogar noch das 2:0 flach von links durch den erst spät eingewechselten Cem Cetinkaya. Danach haben die einen es nicht mehr nötig und die anderen können es nicht an diesem ersten Frühlingstag in der Saison 2010/11.
Wie wichtig diese drei Punkte für die Göttlinger sind, zeigt ein Blick auf die Tabelle, wo sie deren ungeachtet, auch weiterhin auf dem Strich flanieren. Für die Garstedter war es heute aber bereits das zweite 0:2 hinter einander und ließ sie damit in den letzten drei Begegnungen ohne eigenen Treffer bleiben, was Coach Andreas Prohn offensichtlich ein wenig schlecht gelaunt zur Pressekonferenz erscheinen ließ. Hafo.de
Stimmen
Andreas Prohn (Trainer Norderstedt):
Natürlich hätten wir in Führung gehen müssen. Chancen hatten wir schließlich. So konnten wir aber nicht das verwirklichen, was wir uns vorgenommen hatten. Dann kam die dusselige Szene, die zum 0:1 führte, und das war es dann.
Lutz Göttling (Trainer MSV):
Auch wir hatten die Chance zur Führung durch "Roschi" in der 15. Minute. Danach waren aber die Norderstedter bis zur Pause die klar bessere Mannschaft. Unsere Viererkette stand zu weit von den Gegenspielern weg, und die Abstimmung war schlecht. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann besser gemacht und sehr diszipliniert im Raum gestanden. Es war sicherlich ein glücklicher Erfolg, aber entscheidend ist, dass wir Punkte sammeln. Das haben wir heute gemacht. Wenn es so weitergeht, mache ich mir aber keine Sorgen. Es liegt aber noch viel Arbeit vor uns.
04.03.2011 Oberliga Hamburg
MSV hätte Sieg verdient gehabt! Schiedsrichter hatte nicht seinen besten Tag - eher einen gebrauchten!
Oststeinbeker SV - Meiendorfer SV 1:1 (0:1)
Oststeinbeker SV:
Werth - Lasko, Blohm, Schmidt, Jawla - Weiß, Sidibeh ab 43. Mokaddem - Okur ab 46. Hiob, Grudzinski - Pohlmann, Cihan
Meiendorfer SV:
Sävke - Güven, Reymann, Chau ab 20. Schumann, Mau - P. Gasde, F. Gasde - Sara, Sudbrak, Mankumbani - Roschlaub
Tore:
0:1 Dennis Sudbrak (20.) mit schönem 20m Schuss ins lange Eck, 1:1 Patrick Hiob (57.) mit Handelfmeter.
Schiedsrichter:Christian Henkel (VfL Lohbrügge), erste Halbzeit ohne größere Beanstandungen. In der zweiten
Halbzeit wurde es ihm mal wieder zu langweilig. Versagte den Meiendorfern zumindest einen klaren Elfmeter,
als Mankumbani von Schmidt dermaßen umgenietet wurde, dass selbst eingefleischte Oststeinbeker sich mit Grauen
abwandten. Hier gab es eigentlich nur eine Entscheidung: Dunkelrot und Strafstoß!! Henkel gab Abstoß und kümmerte
sich anschließend um den verletzten Spieler - immerhin! Zudem hätte Grudzinski’s Handspiel (was dieser auch später
zugab) zwei Minuten danach ebenso mit Strafstoß geahndet werden müssen, wie es der SR auf der anderen Seite nach Sara's
Handspiel auch tat. Dass Sara in der Schlussphase nach wiederholten Foulspiel mit Gelb Rot bestraft wurde kann man
akzeptieren. Warum allerdings Oststeinbek’s Kapitän nach zwei Ellenbogenchecks zu diesem Zeitpunkt noch auf dem
Feld war, ist mehr als unverständlich. Nein, mit dieser Leistung konnten Spieler und Zuschauer nicht zufrieden sein - das haben
wir alles schon viel besser von Christian gesehen!
Zuschauer:
Knapp 150, hätten eigentlich einen unaufgeregten Abend verbringen können, wäre da nicht der Mann an der Pfeife gewesen...
Mit sich und der Welt zufrieden verließ der Schiedsrichter mit einem Lächeln nach 92. Minuten den wunderschönen Kunststoffplatz in Oststeinbek. 1:1-Unentschieden ist
doch ein gutes Ergebnis - oder? Zumindest die Meiendorfer Spielern fanden das ganz und gar nicht! In einem temporeichen Spiel hatten sie
zumindest in der ersten Halbzeit den heimstarken OSV deutlich beherrscht, ließen Ball und Gegner gut laufen. Bereits nach 12. Minuten hatte Nils Roschlaub das 1:0 auf
dem Fuß bzw. auf dem Kopf, aber sein Flugkopfball nach Flanke von Dennis Sudbrak verfehlte nur knapp das Tor. Sieben Minuten später war es dann soweit. Der offensiv eingesetzte
Sebastien Mankumbani setzte sich resolut gegen Jawla durch (hier wollte OSV-Trainer Kohfahl ein Foul gesehen haben) zog von rechts auf Höhe des
Strafraumes in die Mitte und legte für den mitgelaufenen Sudbrak ab. Dieser zögerte nicht lange und traf unhaltbar aus 20 Metern
halbhoch ins linke Eck. Im Anschluss dominierte der MSV das Geschehen und hatte weitere Möglichkeiten durch Sara und Roschlaub.
Beim OSV lief offensiv nur wenig zusammen. Bis zum Strafraum spielten sie zwar gefällig doch gegen die starke Defensive der Meiendorfer kam der entscheidende Pass
kaum an. So entsprangen die wenigen Chancen durch Weitschüsse von Florian Blohm und Pohlmann’s Direktabnahme, die nur knapp das Gehäuse verfehlten.
Nach der Pause wurde die Partie hektischer. Die unsauberen Zweikämpfe im Mittelfeld stetig größer. Hier versäumte es der Schiedsrichter frühzeitig mit persönliche
Strafen (OSV-Spieler Michael Weiß war überfällig) einen Riegel vorzusetzen. In der 57. Minute wollte Pohlmann eine Flanke per Kopf in die Strafraummitte ablegen,
doch Michael Sara bekam den Ball unglücklich an die Hand und veränderte die Flugbahn. Schieds- und Linienrichter waren
sich einig und gaben Strafstoß. Der kurz zuvor eingewechselte Patrick Hiob behielt die Nerven und schickte MSV-Keeper Sävke in
die falsche Ecke - das glückliche 1:1! Fünf Minuten später ging der bärenstarke Mankumbani auf und davon, drang in den Strafraum und hatte nur noch OSV-Keeper
Werth vor sich. Im Stadion „am Meessen“ hielten in diesem Moment alle die Luft an als OSV-Verteidiger Bastian Schmidt Mankumbani richtiggehend umsenste -
dunkelroter Karton und Strafstoß, so dachten alle im Stadion. Nein, nicht alle! Schiedsrichter Henkel gab Abstoß - eine unglaubliche und exklusive
Entscheidung selbst für die eingefleischten Oststeinbeker-Fans!!!!!!!! Der MSV wollte sich mit dem Punkt nicht zufrieden geben und hatte noch eine
Möglichkeit, als Sören Grudzinski den Ball im Gewühl vor dem Fünfmeterraum mit dem Arm spielte, aber auch hier blieb der Pfiff aus. In der Nachspielzeit musste Michael Sara nach einem Kopfballduell mit
Ellenbogeneinsatz mit Gelb/Rot vom Platz - es „passte“ eben alles an diesem Abend! Gut das zumindest die Spieler einigermaßen ruhig blieben, was man von
allen Zuschauern einschließlich meiner Person mit Bluthochdruck nicht unbedingt behaupten konnte!! HG
28.11.2010 Oberliga Hamburg
Meiendorf schießt Bramfeld noch tiefer in die Krise
Bramfelder SV – Meiendorfer SV 1:2 (1:2)
Bramfelder SV:
Braunagel – Westphal, Kazmierczak, Viola, Witte (82. Schwarck) – Schulz, Henning, Seifert, Skalnik (85. Kiesewetter) – Vespermann, Gehr (65. Khaled)
Meiendorfer SV:
Sävke – Sterczyk, Schumann, Krohn, Chau – P. Gasde (75. Anders) – F. Gasde, Sara, Mellmann (88. Hoffmann) – Roschlaub (55. Mankumbani), Cetinkaya
Tore:
0:1 Mellmann (7.), 1:1 Henning (29.), 1:2 Sara (42.)
Schiedsrichter:Hass (TuS Germania Schnelsen), hatte alles im Griff
Zuschauer:
125
„Fußballerische Dinge waren heute weniger gefragt.“ Meiendorfs Coach Lutz Göttling brachte nach dem Abpfiff auf den Punkt, worauf es in der Rutschpartie an der Bramfelder Ellernreihe ankam. Dabei siegte am Ende nicht unbedingt das bessere Team, sondern das effizientere. „Wir hatten viele Spielanteile, die Niederlage ist natürlich bitter“ bilanzierte Göttlings Gegenüber Michael Noffz. Der BSV-Trainer freute sich aber auch über einen „Aufwärtstrend“ seiner Elf, die mittlerweile sieben Mal in Folge verloren hat.
Die Partie fand auf insgesamt sehr niedrigem Niveau und auf einem weißen, durchfrorenen Boden statt. Das Hinspiel zur Saisoneröffnung hatten die Hausherren im Übrigen für sich entschieden (3:2). Kevin Mellmann führte seine Farben dieses Mal bereits in der siebten Spielminute auf die Siegerstraße, als er die Unordnung im Bramfelder Strafraum gnadenlos ausnutzte. In den darauffolgenden 38 Minuten passierte herzlich wenig, was nicht zuletzt auch dem schwer bespielbaren Geläuf geschuldet war. Zwei Tore gab es für die Zuschauer aber trotzdem zu sehen!
Carsten Henning egalisierte nach knapp einer halben Stunde. Sein Schuss aus 17 Metern schlug im rechten unteren Eck ein, nachdem ihm das Leder zuvor eher zufällig auf den Fuß gesprungen war (29.). Zum psychologisch wohl ungünstigsten Moment kassierte das Noffz-Team schließlich das 1:2 durch Michael Paul Sara, der per Kopf einnickte (42.).
Der zweite Durchgang war ein Abbild des ersten, mit der Ausnahme, dass keine Tore mehr fielen. Der gelungene Abschluss von Sebastien Mankumbani, der vom guten Cem Cetinkaya mustergültig bedient worden war, fand keine Anerkennung (67.). Referee Hass hatte auf Abseits entschieden. Lutz Göttling war hinterher dennoch zufrieden mit dem „ganz wichtigen Sieg“, auch wenn „der Tabellenplatz vom Potential her nicht der ist, wo wir stehen müssten.“. Immerhin hat der MSV nun ein Drei-Punkte-Polster zum ersten Abstiegsplatz, der momentan von Concordia bekleidet wird. Noch dahinter steht Bramfeld auf dem vorletzten Rang mit mageren zwölf Zählern. Der von Noffz beschriebene „Aufwärtstrend“ muss also schnellstmöglich zu Punkten umgemünzt werden, sonst wird es richtig eng für den BSV im Tabellenkeller… Hafo.de
20.11.2010 Oberliga Hamburg
Curslack rotiert zum Sieg
SV Curslack-Neuengamme – Meiendorfer SV 3:2 (2:0)
SV Curslack-Neuengamme:
Böse – Wulff, Schmidt, Blättermann, Kock – Zöpfgen – Mahrt (70. Möller), Papke, Sander – Spill (81. Veselinovic), Reincke (88. Höricke)
Meiendorfer SV:
Sävke – Sterczyk (56. Mankumbani), Schumann, Krohn, Güven - P. Gasde – F. Gasde, Cetinkaya (90. Anders), Mellmann (46. Sara) – Roschlaub, Sudbrak
Tore:
1:0 Spill (18., FE), 2:0 Spill (39.), 2:1 F. Gasde (69.), 2:2 Krohn (71., FE), 3:2 Veselinovic (90.+3)
Schiedsrichter:Thomas Bauer (Rahlstedter SC): Ein arbeitsreicher Nachmittag für den Schiri: Drei gegebene und zwei weitere mögliche Elfmeter. Ferner verweigerte er dem MSV zwei (wenn nicht sogar drei) Tore (13./52./75.). Schulnote „Mangelhaft“.
Zuschauer:
178
In Curslack ist momentan vieles in Bewegung: Das hin und her um Marco Theetz, die Abwanderungswelle einiger Stammspieler Richtung Altengamme und neuerdings auch die vom Trainer eingeführte Rotation. Heute saßen mit Ex-Kapitän Mathias Figge und Shooting-Star Sven Möller gleich zwei prominente „Opfer“ auf der Bank. Henke erklärte dazu: „Wir wollen und müssen rotieren. Man braucht 15 bis 16 Stammspieler, um vernünftig über die Saison zu kommen und das geht eben nur über Rotation“. Beleidigt ist deswegen am Gramkowweg niemand, im Gegenteil: Christopher Kock, Daniel Wulff und wohl auch Ingo Carstensen haben sich entschlossen, nun doch nicht nach Altengamme zu wechseln.
Die seit fünf Spielen ungeschlagenen Gastgeber (4-1-0), die zudem seit der Auftaktpleite gegen Buchholz kein Heimspiel mehr verloren (5-2-0), wollten mit einem weiteren „Dreier“ auf Platz 2 der Tabelle vorrücken, doch die ersten Chancen hatten der MSV. Nach einer Ecke von Nils Roschlaub kam Cem Cetinkaya nicht richtig an den Ball, so dass Keeper Frederic Böse in letzter Sekunde auf der Linie klären konnte (6.) und nur wenige Minuten später hämmerte Patrick Schumann das Leder an die Unterkante der Latte, doch zuverlässigen Augenzeugen zu Folge hatte es die Linie nicht im vollen Umfang überschritten (13.). Gewohnt effizienter bei der Chancenverwertung hingegen die Hausherren: Als Matthias Reincke von Lukas Sterczyk im Strafraum zu Fall gebracht wurde (Göttling: „Reincke tritt unter den Fuß von Lukas, nie und nimmer ein Elfer“) verwandelte Goalgetter Christian Spill zum 1:0 (18.). Aber auch die Gelb-Schwarzen bekamen vom schwachen Schiedsrichter Thomas Bauer (unter den Augen von Beobachter Carsten Byernetz ki) einen etwas zweifelhaften Strafstoß zugesprochen, als Schumann eher unbeholfen zu Boden ging. Doch Cetinkaya wusste mit dem Geschenk nichts anzufangen, Böse konnte den zu unplatziert geschossenen Ball parieren (36.). Quasi im Gegenzug die vermeintliche Vorentscheidung: Ömer Güven und Kevin Mellmann, der dafür zur Strafe in der Kabine bleiben musste, verschätzten sich auf der linken Abwehrseite gehörig (Göttling: „Das war Anfängerhaft“), Christopher Mahrt nutzte den Freiraum mit einer Traumflanke auf Spill und der markierte aus zwei Metern am langen Pfosten nicht nur das 2:0, sondern zugleich seinen 100. Oberligatreffer (alle für Curslack erzielt, seit Oktober 2006).
Meiendorf zeigte sich trotz dieser Nackenschläge keinesfalls geschockt. Sofort nach dem Wechsel drängte der Tabellenvierzehnte auf den Anschlusstreffer. Roschlaub scheiterte zunächst noch am gut aufgelegten Böse (48.), traf dann aber zum Ausgleich (52.). Doch Schiri Bauer wollte vorher ein Foulspiel (gestrecktes Bein) gesehen haben – eine sehr umstrittene Entscheidung. Da Spill auf der Gegenseite nach schlimmen Fehler von Andreas Krohn auf seinen 101. Treffer verzichtete (54.), blieb den Gästen der vorzeitige KO erspart und Fabian Gasde sorgte endlich für den Lohn der Meiendorfer Bemühungen. Sein Schuss aus halbrechter Position landete zum 1:2 im Netz (69.) und nur 100 Sekunden später zeigte Referee Bauer erneut auf den Punkt. Kock soll beim Klärungsversuch Marcel Schmidt an den Arm geschossen haben – Handelfmeter! Der eben noch düpierte Krohn verwandelte sicher zum 2:2-Ausgleich (71.). Die Gäste spielten nun keinesfalls mehr wie ein tabellarisches Kellerkind und waren drauf und dran, die Partie komplet t zu drehen. Doch wieder wurde ein Treffer nicht anerkannt: Flügelflitzer Mankumbani hatte sich auf der rechten Seite schön durchgesetzt und butterweich in die Mitte geflankt, wo Cetinkaya zum 2:3 einköpfte (75.). Abseits, so die mehr als zweifelhafte Entscheidung des Assistenten an der Linie.
Soviel Pech (und Ungerechtigkeit) kann einem den Zahn ziehen – doch es sollte sogar noch viel schlimmer kommen. Erst verfehlte Roschlaub mit einem satten Außenristschuss den Torwinkel nur um Zentimeter (80.) und dann wäre nach Meinung der MSV-Fans eigentlich der dritte Elfer fällig gewesen, als Dennis Sudbrak von einem SV-Abwehrbein zu Fall gebracht wurde (90.). Der Stürmer konnte danach nicht mehr weiterspielen und in Unterzahl passierte das Unvermeintliche: In der dritten Minute der Nachspielzeit zirkelte Linksfuß Kock mit rechts („Das kann ich eigentlich gar nicht“) eine maßgeschneiderte Flanke in den Sechzehner, wo der kurz zuvor eingewechselte Sinisa Veselinovic mit einem sehenswerten Flugkopfball den umjubelten Siegtreffer erzielte. Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt, hatten aber dennoch gute Chancen. Uns wurden heute zwei reguläre Tore aberkannt, Roschlaub macht einen normalen Pressschlag (52.) und Cetinkayas Kopfball war niemals Abseits (75.). Der Schuss von Schumann an die Unterkante der Latte war möglicherweise auch noch drin, das wäre dann der dritte Treffer, der keine Anerkennung fand. Den Elfmeter für Curslack kann ich auch nicht nachvollziehen, Reincke tritt unter den Fuß von Sterczyk. In der 90. Minute gab es eine ähnliche Situation gegen Sudbrak, der zum Abschluss kommen will und die Sohle drüber gehalten wird. Da pfeift er dann nicht. Jetzt fahren wir ohne etwas Zählbares nach Hause, aber ich denke, dass wir heute in der zweiten Halbzeit eine sehr ordentliche Leistung abgeliefert haben. Dennoch bin ich megaenttäuscht und den Spruch „so ist das eben, wenn man unten drin steht“ kann ich nicht mehr hören.
Torsten Henke (Trainer SV Curslack-Neuengamme):
Ich weiß, wie man sich als Trainer fühlt, wenn so was wie heute passiert und kann daher die Enttäuschung meines Kollegen gut verstehen. Letztes Jahr haben wir gegen Meiendorf in der Schlussphase verloren und auch heute sah es nach dem Doppelschlag zum Ausgleich fast wieder so aus. Der erste Elfmeter für Meiendorf (36.) war ein Witz und auch der Zweite war ganz bitter, wo Kock den Ball rausschlägt und Schmidt anschießt. Das 2:0 zur Pause war vom Spielverlauf her sicher etwas glücklich und nach dem 2:2 wurde der MSV immer stärker. Ich wäre deswegen mit einem Punkt hochzufrieden gewesen, aber wir hatten in der Nachspielzeit das Quentchen Glück auf unserer Seite. Eine Remis wäre bestimmt gerechter gewesen, aber wir freuen uns natürlich, dass wir unsere kleine Serie ausbauen konnten.
13.11.2010 Oberliga Hamburg
Meiendorfer Aufschwung zunächst wieder vorbei
Meiendorfer SV – Niendorfer TSV 0:3 (0:1)
Meiendorfer SV:
Sävke – Sterczyk, Mankumbani, Chau (55. Sara), Güven - F. Gasde, Schumann, Cetinkaya, Mellmann – Roschlaub, Sudbrak
Niendorfer TSV:
Tholen – Maurer, Heysen, Kocadal, Griesch – Natusch, Prange, Möbius (44. Semtner) – Wilhelm (86. Jakobs), Herbert (78. Avarello) - Pedroso-Bussu
Tore:
0:1 Natusch (9.), 0:2 Semtner (56.), 0:3 Pedroso-Bussu (63.)
Schiedsrichter:Henrik Bramlage (VfL Oythe/Vechta - NFV), unauffällig gut
Zuschauer:
257
3:0 gegen Victoria, 3:0 an der Brucknerstraße in den letzten zwei Begegnungen ließen nach dem indiskutablen Start ihrer Lieblinge wieder Hoffnung beim Meiendorfer Anhang aufkommen.
Diese scheint auch berechtigt nach deren heutigem furiosen Auftakt. Allein die Glashoff-Auswahl, ohne die verletzten, gleichwohl auf dem "Zettel" stehenden, Markus Schwoy sowie Frank Saaba überstehen den superb getretenen Freistoß von Kevin Mellmann sowie die Riesenmöglichkeit von Dennis Sudbrak mit Glück und Geschick. Doch bereits nach neun Minuten ist es vorbei mit der Herrlichkeit der Heimmannschaft. Nach einem Riesenpatzer von Marcel Chau hat der schnelle Ole Natusch nur wenig Mühe, die Kugel im Netz von Tormann Tobias Sävke zu versenken. Kaum sechs Zeigerumdrehungen danach die zweite große Möglichkeit für Davide Pedroso-Bussu nach vorherigem Zusammenspiel zwischen Malte Wilhelm und Natusch. Nur DBP, wie er aus Zeitersparnisgründen in den Gazetten neuerdings genannt zu werden pflegt, vergibt nahezu unbedrängt. Aber auch "Mister Meiendorf" oder Nils Roschlaub mit bürgerlichem Namen bringt an diesem Tag nicht viel zustande. Zunächst ist Marcel Maurer ein wenig eher als er am Ball (24. Minute), dann ve nrmag er mit einem gut getretenen, von Mike Griesch unnötig verursachten, Eckball nichts Rechtes anzufangen (28.), und zehn Minuten später, als Griesch durch Tändelei eine gefährliche Situation heraufbeschwört, entschwindet sein Schuss in Richtung Ahrensburg. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff fahren die Gäste einen vorbildlichen Konter über vier Stationen, allein sowohl DPB als auch Natusch vermögen ihn nicht erfolgreich zu beenden. Kurz darauf noch eine Hereingabe von Tobias Herbert, die Natusch jedoch in die auffangbereiten Sävke-Arme befördert.
Auch der zweite Spielabschnitt beginnt mit einem raffiniert getretenen Mellmann-Freistoß auf Ömer Güven, welchen André Tholen nur per Fußabwehr unschädlich machen kann. Knapp zehn Minuten später das 0:2. DPBs Zuspiel landet am Elfmeterpunkt bei Sebastian Semtner, der es gegen Sävke gut abschirmt und aus der Drehung heraus an den rechten Innenpfosten setzt, von wo es gemächlich seinen Weg in die gegenüber liegende Ecke nimmt. Für die endgültige Entscheidung zeigt schließlich der Bussu-Bär himself verantwortlich, obwohl er erst einmal in zwei Situationen wenig Gemeinschaftssinn demonstriert und besser postierte Kollegen ins Leere laufen lässt, was ihn für die oben angeführten Besten ungeeignet macht. Nach gut einer Stunde jedenfalls nutzt er ein wilhelminisches Zuspiel flach und erfolgreich. Von den Platzherren hingegen ist nicht viel Berichtenswertes zu sehen. So lenkt ein kleiner Promenadenpinscher auf der Tribünenseite vor allem das Augenmerk der Zuschauer auf sich. Denn vor ihnen rauf- und runterlaufe nd erweist er sich viel mehr auf Ballhöhe als die Schwarz-Güldenen. Von denen ist dann auch nur noch ein Pfostenschuss von Cem Cetinkaya der Erwähnung wert sowie in der Schlussminute ein Patrick-Schumann-Schuss aus kurzer Torentfernung in die Nähe der Eckfahne. Hafo.de
Stimmen
Ingo Glashoff (Trainer NTSV):
Aus technischen Gründen können die wie stets eindrucksvollen Sätze des Coaches nicht wieder gegeben werden. Soviel jedenfalls sei aus der Erinnerung gesagt, er überschätzte den Wert des Resultates keineswegs.
Lutz Göttling (Trainer MSV):
Letzte Woche 3:0, heute 0:3. Gleich zu Beginn hatten wir zwei sehr gute Möglichkeiten. Dann aber kam der katastrophale Fehler von Marcel Chau, mit dem wir dem Gegner in die Karten gespielt haben. Weitere Möglichkeiten haben wir gleichfalls nicht genutzt und so haben wir verdient verloren. Nun müssen wir versuchen, nächste Woche in Curslack drei Punkte wiederzuholen.
07.11.2010 Oberliga Hamburg
Stumme Tauben - Paloma in Not
USC Paloma – Meiendorfer SV 0:3 (0:2)
USC Paloma:
Pöhls – Savelsberg, Drews, Engl, Gottschalk (13. Daglioglu, 77. Wenzel) – Schröder, Albrecht - Jovanovic, Vidal (57. Lohfeldt), Carrion Gaona – Jelting
Meiendorfer SV:
Sävke – Sterczyk, Mankumbani, Krohn, Güven – F. Gasde, Schumann – Sudbrak (88. Topuzovic), Mellmann (73. Sara) – Cetinkaya (82. P. Gasde) - Roschlaub
Tore:
0:1 Roschlaub (8.), 0:2 Sudbrak (30.), 0:3 Roschlaub (90.+1)
Schiedsrichter:Jens Braun (Niendorfer TSV): Etwas kleinlich, ansonsten kaum gefordert. Beim 3:0 (klares Abseits) ließ ihn sein Linienrichter im Stich.
Zuschauer:
200
„Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“, sagte einst der Barmbeker-Jung Andreas Brehme. An Paloma wird er damals vermutlich nicht gedacht haben, aber das Zitat passt derzeit wie die Faust aufs Auge. Die eh schon angespannte Personal-Situation beim USC verschlimmerte sich heute nämlich nochmals: Neben den Langzeitverletzten Sven Francke, Tom Augustin, Nico Pfennigschmidt, Alexander Graf und Martin Protzek, sowie den Rot-Sündern Dennis Gregori und Thiemo Kieckbusch, musste Coach Frank Hüllmann heute auch auf Silko Frärks verzichten, der beruflich verhindert ist (vermutlich auch noch die nächsten beiden Wochen). Und als ob das nicht schon genug wäre, musste Marcel Gottschalk nach 13 Minuten mit gebrochenem Schlüsselbein vom Platz! Er war nach einem Zweikampf mit Sebastien Mankumbani unglücklich auf die Schulter gefallen und wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, wo leider der Bruch diagnostiziert wurde. „Eine ganz schöne Scheiße“, fand „Hülle“ ebenso schonungslose, wie ehrliche Worte. H AFO wünscht an dieser Stelle gute Besserung! Der MSV dominierte die Partie von Beginn an und gleich die erste gefährliche Szene führte zum 0:1, als sich Nils Roschlaub unbedrängt auf der linken Seite durchsetzte und das Leder aus zehn Metern halbhoch in die Maschen donnerte (8.). Es folgte die Verletzung von Gottschalk (s.o.) - und wie unter Schock gelang den Tauben nicht mehr eine nennenswerte Aktion. Die Gastgeber waren in der gesamten Partie chancen-, harm- und „tonlos“. Wohl selten war es auf dem Platz so ruhig. „Ich wollte schon von Außen irgendeinen Alarm machen, damit meine Jungs Aufwachen“, verstand Hüllmann die Welt nicht mehr, warum sein Team ohne Biss und Leidenschaft agierte. Die Meiendorfer ließen durch Kevin Mellmann zunächst zwei gute Gelegenheiten liegen (27./43.), besser machte es dann aber Dennis Sudbrak, der nach schönem Zuspiel von Cem Cetinkaya flach einschieben konnte (30.).
In der zweiten Hälfte stellte Hüllmann (notgedrungen) taktisch komplett um, Marc Albrecht ging mit nach vorne, ebenso der für den formschwachen Felipe Vidal eingewechselte André Lohfeldt (mit Nasenpflaster nach seinem Nasenbeinbruch). Doch echte Torchancen blieben weiterhin aus. Christian Jeltings Kopfball (61.) und ein „Schüsschen“ von Lohfeldt aus 25 Metern (79.) konnten Keeper Tobias Sävke nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Erst eine Minute vor dem Ende lag ein Tor für die Tauben in der Luft, doch Jelting traf nur die Latte. In der Nachspielzeit erzielte Roschlaub (aus klarer Abseitsposition) dann noch den dritten Treffer, indem er Tom Pöhls am Sechzehner gekonnt überlupfte und ins leere Tor einschob. Damit war die erste Heimniederlage der Saison für den USC besiegelt und – viel schlimmer - seit 10 Spielen wartet man nun schon auf einen „Dreier“ (0-5-5). Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Ein sehr wichtiger und verdienter Sieg für uns, mit dem wir Anschluss ans untere Mittelfeld gefunden haben. Wir hatten über die gesamten 90 Minuten die besseren Torchancen, insbesondere in der ersten Halbzeit haben wir es versäumt, noch ein Tor mehr zu erzielen. In der zweiten Hälfte sind wir etwas mehr hinten reingedrängt worden, haben das aber geschickt verwaltet. Die erste richtige Chance hatte Paloma erst eine Minute vor Schluss mit dem Lattentreffer. Mit der fußballerischen Darbietung meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden, das war richtig gut. Der „Patient Meiendorf“ ist auf dem Wege der Besserung.
Frank Hüllmann (Trainer USC Paloma):
Da gebe ich Lutz Recht, ein absolut verdienter Sieg für Meiendorf. Die Gegentore waren allerdings alle zu vermeiden. Wir haben überhaupt nicht in die Zweikämpfe gefunden. Wenn man einen Mann wie Roschlaub frei zum Schuss kommen lässt, hat man selber Schuld. Wenn wir da präsenter sind, fallen die Tore nicht. Da erwarte ich vor allem von unseren erfahrenen Spielern mehr Einsatz. Das ärgert mich. Aber wir nehmen alle zusammen die Situation hier an. Das Schlimmste ist, dass sich nun auch noch Marcel Gottschalk das Schlüsselbein gebrochen hat. Aber wir bekommen auch nächste Woche elf Mann zusammen. Ich erwarte, dass sich diese elf den Arsch aufreißen. Heute war das nicht der Fall und darüber bin ich sehr enttäuscht.
03.11.2010 Oberliga Hamburg
Ein Tor des Monats für jeden, drei Punkte nur für Altona
Altona 93 – Meiendorfer SV 3:1 (2:0)
Altona 93:
Hinz – Ansorge, Savelsberg, Clausen. Bergmann – Smereka, Nadj, Leuthold, Rodrigues Oliveira (70. Sall) – Jurkschat (86. Ucan) – Hadid (81. Akgül)
Meiendorfer SV:
Sävke – Anders (59. Chau), Sudbrak, Mankumbani, Sterczyk – Güven, Mellmann, Sara (46. Krohn), Schumann – Cetinkaya (85. Gasde), Roschlaub
Tore:
1:0 Clausen (24.), 2:0 Jurkschat (33.), 2:1 Mankumbani (68.), 3:1 Nadj (75.)
Schiedsrichter:Patrick Schult (SC osterbek): Sonst in der Regionalliga aktiv, leistete sich keine großen Fehler. Lediglich der Assistent gegenüber der Tribüne hob bei MSV-Angriffen im zweiten Durchgang arg schnell die Fahne.
Zuschauer:
214
„Als er mir vom Fuß geht weiß ich, der wird ganz gefährlich“, grinste Mario Jurkschat nach dem Abpfiff und Altonas 3:1-Erfolg, der Meiendorfs kurzfristigen Höhenflug direkt wieder beendete. Zuletzt selten als Stürmer aufgeboten, und dennoch so Torgefährlich wie lange nicht, machte „Harry“ auch am Mittwoch-Abend den Unterschied, bereitete die Führung des AFC vor und traf kurz darauf selbst per 30-Meter-Freistoß zum zwischenzeitlichen 2:0.
Auf der anderen Seite hieß der Hauptdarsteller Sebastien Mankumbani. Er erzielte nicht nur den Anschluss nach einem Maradona-Gedächtnis-Solo, beginnend in der eigenen Hälfte, sondern beging auch den entscheidenden Stellungsfehler vor dem 3:1.
Ein Spiel mit wenigen Highlights, aber besonderen Momenten. 24. Minute: Ecke von Jurkschat, Tobias Leuthold köpft den Ball vor das Tor und Sebastian Clausen drischt ihn mit Wucht zur Führung unter die Latte. Keine zehn Minuten später tritt Harry Jurkschat 30 Meter vor dem MSV-Tor zum Freistoß an, die Mauer lässt sich durch ein harmloses Täuschungsmanöver verwirren, und das Leder fliegt wie ein Strich hinter Tobias Sävke ins Netz.
Nach zwei Unsicherheiten in Meiendorfs Hintermannschaft direkt nach Wiederanpfiff, wobei vor allem Jurkschat die Entscheidung verpasst, beginnen die Gäste mitzuspielen. Gefährlichste Aktion: Kevin Mellmanns Kracher aus spitzem Winkel, den Olli Hinz stark pariert. Es folgt der große Auftritt des Sebastien Mankumbani: Vor der Mittellinie sprintet er mit dem Ball am Fuß los, umkurvt einen Verteidiger nach dem nächsten, zieht von rechts in den Strafraum und spitzelt die Kugel mit der Pieke an Hinz vorbei ins Tor. Hut ab, so ein Tor sieht man verdammt selten!
Wer geglaubt hatte, nun eine spannende Schlussphase zu erleben, wurde enttäuscht. In der 75. Minute schob Tibor Nadj die Hereingabe von Mustafa Hadid zum Endstand ins Tor. Kurz vor Spielende verpassten es dann Andreas Krohn, der den Kasten per Kopf verfehlte (83.) und Patrick Smereka (87., Latte) für weitere Höhepunkte zu sorgen. Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Ein verdienter Sieg für den AFC, wir haben zu wenig investiert. In der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft sich bei Ecken nicht gut angestellt, das erste Gegentor fällt, weil die beiden Spieler am kurzen Pfosten nicht energisch genug zu Werke gehen. Jurkschats Freistoß-Treffer war in meinen Augen haltbar.
In den zweiten 45 Minuten hat sich die Mannschaft dann gut verkauft. Am Sonntag gegen Paloma müssen wir die Punkte holen. Ich bin sicher, wir werden den aktuellen Tabellenplatz kurzfristig verlassen, Altona war heute stärker als Victoria letztes Wochenende.
Thomas Seeliger (Altona 93):
Beim Anschlusstreffer darf Mankumbani da niemals so ungestört durchkommen, man kann auch mal ein taktisches Foul spielen. Im zweiten Durchgang haben wir die Konter nicht gut gespielt und waren auf der linken Seite für Gegenangriffe anfällig. Wir bekommen es noch nicht hin, bei Standard-Situationen die Laufwege richtig zuzumachen, trotzdem ein gerechter Erfolg.
30.10.2010 Oberliga Hamburg
Meiendorfer Befreiungsschlag haut Vicky um
Meiendorfer SV – SC Victoria 3:0 (2:0)
Meiendorfer SV:
Sävke – Sudbrack – Sterczyk, Mankumbani, Reymann (52. Anders), Güven – Gasde, Schumann, Mellmann – Cetinkaya (78. Sara), Roschlaub (86. Topuzovic)
SC Victoria:
Wolf – Theißen, Rutz (36. Rahn), Asante, Kim (73. Abou Khalil)– Schulz, Bajramovic (62. Kaba) – Vierig, Trimborn, Lauer – Hamurcu
Tore:
1:0 Cetinkaya (22.), 2:0 Cetinkaya (34., FE), 3:0 Roschlaub (84.)
Schiedsrichter:Arlioglu (TuS Hamburg), ein wenig mehr Durchsetzungsvermögen und Klarheit wäre wünschenswert, aber ohne größeren Fehler
Zuschauer:
403
Schon vor dem Anpfiff sorgte MSV-Coach Lutz Göttling für die erste Überraschung. Um der unglaublichen Negativserie von neun Spielen ohne Sieg ein Ende zu bereiten, stellte Göttling sein System auf ein Spiel mit Libero um. „Eigentlich darf man das gar nicht mehr, glaube ich“ scherzte der leidgeprüfte Trainer, der aus der Not eine Tugend gemacht hat. Neuzugang Dennis Sudbrack hatte sich zu Saisonbeginn schwer verletzt, die Position des Libero erschien für Göttling die einzige Möglichkeit, dem gelernten Stürmer die notwendige Spielpraxis zu geben. „Das war für uns heute die richtige Lösung“ befand Göttling nach dem Spiel.
Offensichtlich gab der zusätzliche Mann in der Abwehr der Mannschaft die Sicherheit, die sie in den letzten Wochen so oft hat vermissen lassen. Beide Teams ließen die Partie zunächst ruhig angehen. Immerhin hatten auch die Gäste Respekt. Seit acht Spielen wartete der Meister auf einen Sieg in Meiendorf. Hinzu kam die schwierige Umstellung vom Saisonhöhepunkt DFB-Pokal auf Oberliga, die dem SC scheinbar schwer fiel. Nichts zu sehen vom schnellen und guten Kombinationsspiel. Das merkten auch die Hausherren und bekamen mit fortlaufender Spielzeit zunehmend Zug nach vorne in ihr Spiel. Allen voran Cem Cetinkaya. Der Angreifer vom MSV bereitete sich sein Führungstor gleich mit vor. Seinem Pass auf Ömer Güven folgte eine Flanke in den Strafraum, die an Freund und Fein vorbei auf die rechte Flügelseite flog. Dort hatte Lukas Sterczyk mitgedacht und sich den Ball erobert. Dessen Flanke schließlich köpfte Cetinkaya gegen den zwei Köpfe größeren Marcel Rutz ins Tor (22.).
Aber auch in den vergangenen Heimspielen bedeutete eine Führung noch lang keinen Sieg. Diesmal aber war den Mann von Lutz Göttling der Wille deutlich anzumerken. Nur wenige Minuten nach der Führung hätte Cetinkaya nach Vorarbeit von Nils Roschlaub bereits auf 2:0 erhöhen können, schoss den Ball aber aus 16 Metern knapp über das Tor. Kurz danach aber bekam er seine Chance. Rutz foulte den Stürmer im Strafraum und Schiedsrichter Arlioglu pfiff Elfmeter. Eben diesen verwandelte Cetinkaya ganz sicher (34.). Ehm musste reagieren und brachte Stephan Rahn für den indisponierten Rutz. Damit wurde das Spiel des Meisters zumindest offensiver. Rahn war es auch, der mit einer Ecke die erste Vicky Chance der Partie durch einen Kopfball von Jan Lauer vorbereitete (42.).
Erst zu Beginn der zweiten Hälfte konnte der SC Victoria aus seinem Ballbesitz auch Chancen entwickeln. Rahns abgefälschten Freistoß lenkte MSV Torhüter Tobias Sävke noch an den Pfosten (47.). Den Abpraller schoss Lauer, seinem Trainer zufolge, „aus gefühlten 75 Zentimetern übers Tor.“ Nur wenige Minuten später stand Rahn erneut zum Freistoß bereit und versuchte es aus 25 Metern direkt, doch auch hier blieb ihm der Erfolg verwehrt (49).
Danach beruhigte sich das Spiel wieder. Die Gäste blieben zwar die dominantere Mannschaft, konnten dem MSV aber nie wirklich gefährlich werden. Stattdessen kamen die Hausherren immer mal wieder gefährlich nach vorne. So traf Sterzcyk nach Flanke von Kevin Mellmann per Kopf nur den Pfosten (75.). Je mehr Vicky versuchte, das Spiel noch zu drehen, desto mehr Räume eröffneten sich dem MSV. Das sah Patrick Schumann und schickte mit klugem Pass Nils Roschlaub auf die Reise. Der setzte sich gegen Dennis Theißen und Jonah Asante durch und schob zum 3:0 ein (84.).
Ausgerechnet gegen den amtierenden Meister schießt sich der Tabellenvorletzte aus der Krise. „Wir waren einfach alle richtig motiviert“ führte Cetinkaya nach Schlusspfiff als Grund an. Sein Trainer stimmte ihm zu und befand: „Wir haben heute ganz hervorragend gespielt und auch mal das nötige Glück gehabt.“ Beim SC Victoria hingegen ist der Alltag schneller eingekehrt als gedacht. Doch die Ausrede der Belastung des Spieles gegen den VfL Wolfsburg wollte Ehm nicht gelten lassen, obwohl der ein oder andere seiner Spiel leicht angeschlagen zum MSV fuhr. Doch gegen fußballerische Gesetzmäßigkeiten kann auch ein Trainerurgestein nichts ausrichten: „Wir verlieren halt immer in Meiendorf.“ Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
„Das war ein taktisch kluges Spiel von uns heute. Die Mannschaft hat mal wieder gezeigt, welches Potential in ihr steckt. Aber es war nur ein Sieg und wir müssen bis zur Winterpause noch eine kleine Serie starten.“
Bert Ehm (Trainer SC Victoria):
„Wir wollten heute taktisch anders spielen und uns nicht auskontern lassen. Das hat nicht funktioniert. Wir haben uns einfach zu oft und zu leicht ausspielen lassen. Das der MSV heute kämpft, habe ich erwartet. Leider konnten wir uns selbst keine Chancen erarbeiten.“
16.10.2010 Oberliga Hamburg
Meiendorf geht in die Knie - "Palla" jubelt auf selbigen
Meiendorfer SV – SV Rugenbergen 1:2 (1:1)
Meiendorfer SV:
Sävke – Sterczyk (84. Reymann), Schumann, Anders, Okur (81. Mankumbani) – Mellmann, F. Gasde – Sara, Krohn (66. Cetinkaya), Güven – Roschlaub
SV Rugenbergen:
Schultz – Kowski (63. Kiene), Vollmer, Wehrheim, Obe – Brehmer, Beese – Dirksen, Lühr – Miessner (59. Freundt, 90. Frost), Grabow
Tore:
0:1 Vollmer (16.), 1:1 Dirksen (18., Eigentor), 1:2 Dirksen (79.)
Schiedsrichter:Jan Clemens Neitzel (Eintr. Norderstedt): Baute seine „Serie“ aus (siehe Bericht). Gute Lei(s)tung!
Zuschauer:
306
Schon bei der Schiedsrichteransetzung konnte es den MSV-Verantwortlichen vor dem Anpfiff eigentlich nur mulmig werden. Denn ausnahmslos alle Oberliga-Spiele, die der Referee Jan Clemens Neitzel (Eintracht Norderstedt) in den letzten 11 Monaten (!) leitete, endeten mit einem Auswärtssieg (Condor-Buchholz 1:3, Oststeinbek-Altona 0:4, Lurup-Uetersen 0:1, Paloma-Curslack 0:2, Condor-Bergedorf 1:3 und HR-Buchholz 0:2)! Diese Serie ging auch heute weiter. Mit einer nicht für möglich gehaltenen Negativ-Leistung enttäuschte der einstige Spitzenklub seine (immer noch zahlreichen) Anhänger ein weiteres Mal und verlor auf heimischen Boden auch gegen den dritten Aufsteiger, nach dem schon Bramfeld und Germania zu stark gewesen waren.
Vor dem Anpfiff verriet SVR-Coach Ralf Palapies: „Für die Oberliga haben wir so hart gearbeitet, meine Jungs sind auch nach fünf Niederlagen in Folge topmotiviert. Wir haben diese Woche fünfmal trainiert, alle haben voll mitgezogen“, um nach dem Schlusspfiff zu ergänzen: „Man hat heute gespürt, dass alle Spieler unbedingt gewinnen wollten. Wir glauben IMMER an uns!“. Bei den Gastgebern hingegen konnte man diesen Eindruck nicht zwingend gewinnen. Abwehrspezialist Max Anders fiel mit fast kahl rasiertem Schädel auf („Ich wollte ein Zeichen setzen“), aber ansonsten gab es für die eigenen Fans traurige Gewissheit: Vorbei die spielerisch glanzvollen Zeiten, willkommen trister Abstiegskampf mit von hinten herausgeschlagenen Bällen und einer „Kerze“ nach der anderen.
Rugenbergen startete besser in die Partie: Tim Vollmer setzte sich auf der linken Seite gut durch, scheiterte aber an Keeper Tobias Sävke. Doch die daraus resultierende Ecke nutze Vollmer dann zur Führung: Fast im Liegen stocherte er den Ball aus sechs Metern unter die Latte (16.). Lange jubeln konnten die Bönningstedter allerdings nicht, denn nur zwei Minuten später schlug Nils Roschlaub auf der Gegenseite einen Eckball vors Tor, Anders fälschte ab und Unglücksrabe Christian Dirksen bugsierte das Spielgerät mit links unbedrängt ins eigene Tor (18.). Geburtstagskind Maik Grabow (wurde heute 27) hätte dann innerhalb von zwei Minuten alles klar machen können: Christian Miessner „chippte“ ihm den Ball gekonnt in den freien Raum, doch der Feinwerkmechaniker scheiterte an Sävke (39.). Hundert Sekunden später stürmte Grabow von der Mittellinie durch alle Abwehrspieler hindurch aufs Tor zu, wähnte sich dann wohl allein auf weiter Flur, zögerte daher zu lange und wurde noch von Anders eingeholt und erfolgreich getackelt (41.). „Wenn Du solche Chancen nicht nutzt, bekommst Du normalerweise ein Gegentor, verlierst und steigst ab“ sinnierte Palapies aus seinem reichen Erfahrungsschatz. Und tatsächlich bot sich Meiendorfs Kevin Mellmann Sekunden vor dem Pausenpfiff DIE Gelegenheit, sein Team zurück in die Erfolgsspur zu führen. Einen weiten Ball aus der MSV-Abwehr bekam Daniel Brehmer kurz hinter der Mittellinie nicht unter Kontrolle, Mellmann steuerte im vollen Lauf alleine auf Dennis Schultz zu – und scheiterte am starken SVR-Goalie!
Direkt nach dem Wiederanpfiff war es - wie schon zu Beginn der Partie - wieder Vollmer, doch in 1:1-Situationen war Sävke heute nicht zu bezwingen (46.). Danach übernahmen die Hausherren für rd. 20 Minuten das Kommando und setzten sich in der gegnerischen Hälfte fest. Doch weder Andreas Krohn (64.), noch Roschlaub (68.) konnten Schultz mit Fernschüssen überwinden. Rugenbergen fightete sich nach dieser kurzen MSV-Drangphase zurück ins Match. Grabow bediente Anton Freundt mit einem sensationellen Pass in den freien Raum, doch „Toni“ traf den Ball nicht richtig und scheiterte, wie alle seine Teamkameraden zuvor, völlig frei vor und an Sävke (72.). Nun hatte „Obe Wan“ (Sebastian Obe) von hinten links genug gesehen, schaltete sich dynamisch mit nach vorne ein und produzierte eine grandiose Flanke über die Abwehrspieler hinweg perfekt auf den Kopf von Dirksen: Tooor (79.)! Ein herrlich herausgespielter Treffer, den der als Zuschauer anwesende Paloma-Coach Frank Hüllmann anerkennend beklatschte: „Das war genau so gewollt, ganz stark“. Damit hatte „Dirksi“, der übrigens genau wie Sävke nächste Woche seinen 27 Geburtstag feiert, natürlich sein Eigentor mehr als wettgemacht. Sein Trainer wusste vor lauter Freude nicht, wohin mit seinen Emotionen, sprang über die Bande und fiel jubelnd auf die Knie (die dreckige Trainingshose ist Zeuge)! Noch heftiger war der Jubel rund zwölf Minuten später, nachdem in einer Abwehrschlacht alle Meiendorfer Bemühungen zunichte gemacht worden waren. Der Auswärtssieg wurde mit großen Spielerkreis und lautem Gesang gebührend gefeiert. Und das wird noch nicht das Ende der Feierlichkeiten gewesen sein, denn das Geburtstagskind Maik Grabow lädt die Mannschaft auf den Kiez ein.
Davon können sie an der B75 momentan nur träumen, trotz der prominent besetzten Mannschaft (Spieler wie Sterczyk, Schumann, Anders, Mellmann, Sara, Cetinkaya, Güven, Roschlaub usw. sind schließlich kein Fallobst) baut man auf die Rückkehr der Verletzten, will den Co-Trainer Helge Mau reaktivieren, oder neue Spieler verpflichten (O-Ton Lutz Göttling, siehe Trainerstimmen). Hört sich verdammt nach Aktionismus an, garniert von der Aussage: „wir haben genug Qualität im Kader, um nicht abzusteigen“. Zeit, dies auch mal zu zeigen. Spätestens nächste Woche im absoluten Kellerderby beim TSV Wedel. Hafo.de
Stimmen
Ralf Palapies (Trainer SV Rugenbergen):
Über den Sieg und die drei Punkte sind wir nach fünf Niederlagen in Folge natürlich überglücklich. Für beide Teams ging es heute nur darum, egal wie, die drei Punkte zu holen. Das haben wir in einer guten Art und Weise verdient geschafft. Wir hatten die Mehrzahl der Chancen und haben die Kurve besser bekommen, als Meiendorf. Aber genau wie nach den fünf Niederlagen gilt auch jetzt: Ruhig bleiben, Nerven bewahren und Weitermachen. Die Saison ist noch lang, erst wenn der Schnee wieder weg ist, wird die Saison entschieden. Es war erst der 12. Spieltag. Die Saison ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass Lutz Göttling mit seiner Truppe da unten wieder rauskommt.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Das war heute ein gebrauchter Tag. Das war ein ganz ganz wichtiges Spiel für uns, wir hätten wieder Anschluss herstellen können, aber das haben wir nicht hinbekommen. Der Gegner hatte die besseren Möglichkeiten, aber die meiner Meinung nach spielentscheidende Szene spielte sich direkt vor dem Halbzeitpfiff ab. Wenn Kevin Mellmann da das Tor macht und wir mit 2:1 in die Halbzeit gehen, hätte uns das in unserer jetzigen Situation sicherlich viel Auftrieb gegeben. Aber es geht weiter, auch wenn es jetzt natürlich sehr schwierig wird. Darüber sind wir uns im Klaren. In unserer Mannschaft ist aber genug Qualität, um die unteren Plätze wieder zu verlassen. Es kann ja nicht sein, dass eine Mannschaft, die jahrelang um die Meisterschaft mitspielt, das Fußballspielen von heut auf morgen verlernt. Wir hoffen auf die Rückkehr einiger Verletzter und evtl. wird in der Winterpause über Neuverpflichtungen nachgedacht. Möglicherweise reaktivieren wir auch wieder Helge Mau.
10.10.2010 Oberliga Hamburg
Das war kein Klassenunterschied, es waren zwei Klassen
TSV Buchholz 08 – Meiendorfer SV 4:1 (3:0)
TSV Buchholz:
H. Titze – Kettner, Bowmann, Gege, Grühn (31. Niefert) – Suyer (82. Lasseur), S. Titze, Prielipp, Buzhala – Gillich, Mathies (60. Rodrigues)
Meiendorfer SV:
Sävke – Sterczyk, Mankumbani, Anders, Güven (46. Okur) – Mellmann, Schumann, Gasde, Cetinkaya – Roschlaub, Sara
Tore:
1:0 Grühn (4., Vorlage Gillich), 2:0 Gillich (27., Buzhala), 3:0 Gillich (45., Mathies), 4:0 Bowmann (58., Gillich), 4:1 Sara (87., Roschlaub)
Schiedsrichter:Ehlert (Groß Flottbek), versuchte mit so wenigen Karten wie möglich davonzukommen. Das 2:0 war leicht abseitsverdächtig. Den leichten Schubser von Gege gegen Roschlaub im TSV-Strafraum ließ er ungeahndet (32.), vertretbar
Zuschauer:
485
Ein 4:1 ist nicht sofort ein 4:1. Oder anders gesagt, es gibt unterschiedliche Arten, mit 1:4 zu verlieren. Es gibt zum Beispiel die Art, dass man lange das Spiel offen hält, Chancen zum Ausgleich hat, gleichwertig ist und erst durch zwei späte Konter die zu hohe Niederlage akzeptieren muss. Es gibt aber auch das 1:4, bei dem man völlig chancenlos ist, mit den vier Gegentoren noch gut bis sehr gut bedient ist und der eigene, späte Treffer die einzige Chance im gesamten Spiel darstellt. Die Meiendorfer erlebten ein 1:4 der zweiten Art.
Nils Roschlaub kam vom Spielfeld und hatte keine Lust zu reden. Worüber sollte er auch? Dass er im gesamten Spiel nicht ein einziges Mal auf das Tor schießen konnte bzw. durfte? Dass die Offensivbemühungen der Meiendorfer nicht die eines Oberligisten entsprachen? Dass die Meiendorfer dem Gegner hoffnungslos unterlegen waren? Dass momentan alles schief läuft, was bei einer Mannschaft schief laufen kann? Roschlaub hatte ganz Recht, als er angab, keine Lust auf ein Gespräch zu haben. Die Niederlage hatte eine demütigende Note, denn die Gäste ließen alles vermissen, was eine Elf vermissen lassen kann. Die Buchholzer hingegen zeigten sich von der barmherzigen Seite und stellten nach dem 4:0 von Alex Bowmann ihre Angriffe fast vollständig ein. „Es war heute kein Klassenunterschied, es waren zwei“, urteilte Lutz Göttling nach der Abreibung.
Die Geschichte dieser Partie ist schnell erzählt. Arne Gillich präsentierte sich in einer Form, die schon ein wenig unfair war. An allen vier Toren war er beteiligt. Schön aufgeteilt, zwei vorbereitet (eine Ecke, ein Freistoß) und zwei selber geschossen. Ansonsten lief er sich die Seele aus dem Leibe, hatte noch drei weitere Tore auf dem Fuß (36., 38., 88.) und bereitete noch einen Pfosten-Treffer von Bowmann vor (63.). Nach vier Minuten war die Begegnung quasi gelaufen. Gillichs Ecke köpfte Marian Grühn ein, sodass sich die Buchholzer in der Folgezeit in aller Ruhe anschauen konnten, was die Meiendorfer denn so anzubieten hatten. Sie schienen fast überrascht, wie wenig das an MSV-Angebot war. Das defensive Mittelfeld gewann nahezu jeden Zweikampf, unterband eine Unzahl von kläglichen Meiendorfer Vorstößen und trieb so das Konterspiel der Hausherren an. Die Außen Hakan Suyer und Milaim Buzhala nutzten die Räume, die die hoch stehende Viererkette des Kontrahenten offenbarte. Bezüglich der Klassenuntersc
ied-Aussage muss Göttling an diesem Nachmittag Recht gegeben werden.
So entwickelte sich eine Begegnung, in der die eine Mannschaft vor Selbstvertrauen nur so strotzte und die andere froh war, wenn sie drei Pässe über jeweils zwei Meter hinbekam, was nicht so häufig funktionierte. Daher unterschieden sich die Statements der beiden Trainer nach dem Ende der Vorführung eindeutig. Titze lobte mit einem genüsslichem Grinsen ausgestattet seine Mannschaft, erklärte, dass es ihm sehr weh getan hatte, mit Markus Niefert einen sehr starken Innenverteidiger erstmal auf die Bank setzen zu müssen („Schwerste Entscheidung bisher in dieser Saison“) und freute sich auf die kommenden Auswärtsaufgaben, die die Namen Bergedorf und Altona tragen. Die Gegner Meiendorfs werden Rugenbergen und Wedel heißen. Normalerweise für den MSV leichte Aufgaben, aber in dieser Saison ist in Meiendorf nichts normal. Vorletzter sind sie und so agierte und reagierte die Mannschaft auch in der Nordheide. „Einige Spieler müssen sich fragen, ob sie wirklich alles dafür tun, um am Wochenende erfolgreich sein zu können. In Buchholz kann man verlieren, gerade wenn die so eine starke Form haben, aber heute haben wir uns ganz schlecht präsentiert. Es ist eine prekäre Situation“, so Göttling, der weiß, wie wichtig die beiden kommenden Duelle sind. „Wir müssen gegen Rugenbergen und Wedel gewinnen“, gibt Göttling die Marschroute aus, ohne das Wort „Endspiele“ in den Mund zu nehmen. Man muss jedoch keine große Phantasie haben, was passiert, wenn nicht mindestens vier Punkte eingefahren werden. „Wir können uns ja nicht alle toll finden, akzeptieren und respektieren, um dann in die Landesliga abzusteigen.“ Hafo.de
02.10.2010 Oberliga Hamburg
Nett aber punktlos
Meiendorfer SV – FC Bergedorf 85 2:3 (1:1)
FC Bergedorf 85:
Braun - Pettersson, Sobzcyk, Oduro-Opuni (81. Schmer), Goldgraebe - Kunath, Rohrberg, Iscan, Carolus - Örün (90. Mahncke), Gürel (67. de la Cuesta)
Meiendorfer SV:
Sävke - Mellmann, Sterczyk, Anders, Okur (67. Schumann) - Cetinkaya, Gasde, Krohn (79. Reymann), Güven - Sara, Roschlaub
Tore:
1:0 Roschlaub (30. Cetinkaya), 1:1 Carolus (33. Gürel), 1:2 Örün (49. Iscan), 2:2 Sara (57. Mellmann), 2:3 Carolus (84. Iscan)
Schiedsrichter:Heft (Eintracht Neuenkirchen), hatte es nicht leicht, hat’s aber gut gemacht
Zuschauer:
315
Ein Jahr ist es her, da sorgte das Aufeinandertreffen des MSV und Bergedorf 85 für das Skandalspiel der Saison. Damit reihte sich das Spiel in eine ganze Reihe intensiver Duelle beider Teams ein. Immerhin schon 40 Mal kämpften beide gegeneinander um Ligapunkte. Die Bilanz sprach vor dem Spiel mit 14 zu 16 Siegen für die Gäste aus Bergedorf.
Auch das aktuellste Spiel der Kontrahenten bot zu Beginn leidenschaftlichen Fußball. Mit der ersten Chance für den MSV nach drei Minuten. Michael Sara aber verzog den Ball aus aussichtsreicher Position und schoss über das Tor. Auf der anderen Seite kam der Ball über den Umweg Max Anders zu Fatih Gürel, doch seinen Versuch konnte MSV Keeper Tobias Sävke zur Ecke klären (18.). Danach beruhigte sich die Partie, vor allem was das Spiel der Gastgeber anbetraf. Überraschenderweise gingen aber gerade die in Führung. Cem Cetinkaya setzte sich gut im Mittelfeld durch, spielte eine präzise halbhohe Flanke auf Nils Roschlaub und schoss in den Winkel (30.). Doch die Freude währte nur kurz. Lukas Sterczyk foulte Bergedorfs Gürel Millimeter vor der Strafraumgrenze. Den folgenden Freistoß verwandelte Bekim Carolus direkt flach unter der Mauer hindurch (33.). Fast aber hätte der MSV noch vor der Halbzeit die richtige Antwort gefunden. Nach 41 Minuten köpfte Roschlaub das vermeintliche 2:1. Doch Schiedsrichter Heft ents chied auf Foulspiel des vorbereitenden Fabian Gasde und verweigerte die Anerkennung des Treffers.
Stattdessen gelang den Gästen kurz nach Wiederanpfiff das zweite Tor. Erneut offenbarten die Meiendorfer dabei Schwächen bei Standardsituationen. „Daran müssen wir in den nächsten Wochen besonders arbeiten, wir kassieren so momentan einfach zu viele Tore“ befand ein unzufriedener Lutz Göttling. Nach einem Freistoß aus halblinker Position köpfte Erdinc Örün zur Bergedorfer Führung ein (49.). Auch die aber hatte nicht lange Bestand. Eine Meiendorfer Ecke nutze Fatih Okur am hinteren Pfosten zum 2:2 (57.). Bergedorf wirkte im gesamten Spiel ball- und passsicherer, Meiendorf verfügte aber über die besseren Torchancen. Daher schien das Unentschieden durchaus leistungsgerecht.
Das es am Ende aber für einen Auswärtssieg der Bergedorfer reichte, lag vor allem an einem groben Abwehrpatzer des MSV. In der 79. Minute wechselte Göttling Sven Reymann ein und der stand wenig später im Mittelpunkt. Reymann verlor im direkten Duell gegen Gökhan Iscan den Ball, der prompt auf Carolus passte. Dieser war völlig frei und ließ Tobias Sävke im Tor keine Chance (84.). Doch Göttling wollte seinen Mittelfeldspieler nicht die alleinige Schuld geben. „Da hat auch die Viererkette geschlafen und den Raum aufgemacht.“ Eine Gelegenheit aber bekamen die Hausherren noch. Als FC Keeper Tobias Braun gegen den heranstürmenden Sara weit vor dem Strafraum klärte, kam der Ball zu Cetinkaya. Der versuchte zwar sein Glück, doch der zurückgeeilte Braun konnte den Ball und den Sieg seiner Mannschaft festhalten.
Meiendorf bleibt nach der Niederlage vorerst unten drin, trotz eines ordentlichen Spiels, wie auch Göttling feststellte. „Unser Spiel sieht nett aus, aber die Punkte bleiben beim Gegner.“ Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
„Wir haben heute ein ordentliches Spiel gemacht, aber das nützt nichts. Wir kämpfen momentan eindeutig gegen den Abstieg, wie übrigens zwei Drittel der Liga. Wir müssen einfach mehr machen in den nächsten Spielen und vor allem unsere Chancen nutzen.“
Manfred Nitschke (Trainer FC Bergedorf 85):
„Ich denke wir haben heute ein überdurchschnittlich engagiertes Spiel gesehen, bei dem ein Unentschieden vielleicht gerechter gewesen wäre. Daher bin ich am Ende froh über den Sieg gegen einen starken MSV.“
19.09.2010 Oberliga Hamburg
Billard-Derby endet Remis
SC Condor – Meiendorfer SV 2:2 (0:0)
SC Condor:
Kleinschmidt - Twardawa, Lüdemann, Krohn, Grudzinski – Neumann, Werwath - Carlson, Raschidy (46. Eren) – Concilio, Abshagen (58. Flores)
Meiendorfer SV:
Jonas – Mankumbani, Anders, Chau (46. Topuzovic), Okur – Schumann, F. Gasde – Mellmann, Krohn (74. Cetinkaya), Güven – Sara
Tore:
0:1 Krohn (55.), 1:1 Twardawa (60.), 2:1 Eren (75.), 2:2 Cetinkaya (76.)
Schiedsrichter:Johannes Mayer-Lindenberg (Harburger Turnerbund): Ließ viel laufen und hatte keine Mühe mit der weitestgehend fairen Partie
Zuschauer:
160 Zahlende (+ ca. 100 weitere)
„Früher war es für mich als Spieler noch was besonderes, das Derby gegen Meiendorf zu spielen. Aber heute haben viele Spieler nicht mehr so die Vereinsbrille auf. Der Derby-Charakter von früher ist einfach nicht mehr da. In so einem Spiel war sonst Feuer drin, da wurde gemeckert und gepöbelt...und heute hat der Schiedsrichter zur Halbzeit gesagt, ein schön ruhiges und ausgeglichenes Spiel. Das kenne ich noch ganz anders“, meinte SCC-Coach Meik Ehlert nach der Partie und umschrieb damit treffend die fast freundschaftliche Begegnung am heutigen Tage.
Die Gäste griffen wegen der vielen Verletzungssorgen, bei einem Testspiel am Dienstag gegen Berne verletzte sich auch noch Keeper Tobias Sävke und auch Nils Roschlaub musste mit Oberschenkelproblemen zuschauen, tief in die psychologische Trickkiste. Im ungewohnt „spanischen“ Weltmeisterlook (blaue Hose, rot/gelb-gestreifte Hemden) lief die Göttling-Truppe aufs Feld, wobei sich der MSV-Trainer „ein bisschen weniger Verletzte“ gewünscht hätte, „damit wir in diesem Derby unsere wahre Stärke zeigen können“. Sein Gegenüber hingegen hatte fast alle Mann an Bord, nur Polizist Malte Griese „kämpft“ heute am Millerntor. Die Condor-Ersatzbank war mit Pawletta, Flores, Rohbaqsh, Gyimah und Eren entsprechend prominent besetzt, wobei Angreifer Flores gegen seinen Ex-Klub sicher von Anfang an gedurft hätte, wenn er zuletzt nicht zehn Tage Trainingspause einlegen hätte müssen.
Doch auch so kamen die Hausherren besser in die Begegnung. Nach einem Freistoß von Söhren Grudzinski konnte der erst 19jährige Yannik Jonas im Meiendorfer Tor den nachfolgenden Schuss von Marcel Abshagen zur Ecke parieren (10.) und nur eine Minute später köpfte ihm der kleine Angreifer nach Flanke von Florian Neumann direkt in die Arme. Dieser furiose Auftakt hielt aber leider nicht, was er versprach. Condor tauchte nun völlig ab, wohl auch, weil zum einen Kaveh Raschidy im Mittelfeld keinerlei Akzente setzen konnte und „Absi“ die taktische Anweisung seines Trainers ignorierte und immer wieder als zweite Spitze neben Marco Concilio auftauchte. Beide nahm Ehlert im Laufe des Spiels „zur Strafe“ vom Feld. Die „Spanier“ glänzten durch Kevin Mellmann, der den Ball fast ein bisschen wie Xavi immer wieder nach vorne trieb und insbesondere mit gefährlichen Freistößen auf sich aufmerksam machte: Seinen „Hammer“ aus 25 Metern kratzte Grudzinski gerade noch von der Linie (15.) und knapp zwanzig Minute später war Sascha Kleinschmidt zur Stelle. Die größte Gelegenheit jedoch hatte Andreas Krohn, der nach schöner Vorarbeit von Mellmann und Ömer Güven den Ball mit der Hacke Richtung Tor beförderte, aber am Keeper scheiterte (43.).
Mit Mehmet „Max“ Eren kam in der zweiten Halbzeit dann wieder Schwung in die Condor-Aktionen, seine Flanke nach schönem Sololauf über die linke Seite bekam Concilio maßgeschneidert serviert (51.), doch der glücklose Stümer blieb auch im 15. Spiel in Folge (!) ohne Treffer. Sein letztes Tor erzielte er übrigens am 18. April 2010 – es war der 2:1-Siegtreffer gegen Meiendorf! Wohl aus diesem Aberglauben heraus durfte „Conci“ neunzig Minuten durchspielen, blieb aber bis zum Ende blass. Besser machte es auf der anderen Seite „Allzweckwaffe“ Andreas Krohn, der heute mal als offensiver Mittelfeldspieler ran durfte (Göttling: „Was soll ich machen? Habe ja sonst niemanden“). Mellmanns Schuss blieb im Sechzehner an einem Condor-Abwehrbein hängen, fiel Krohn vor die Füße und der vollstreckte aus acht Metern mühelos (55.). Noch kurioser der Ausgleich: Heiner Twardawa drosch das Leder von rechts außen Richtung Tor, Jonas boxte wohl seinen Innenverteidiger Topuzovic an und der Ball trudelte über die Linie... „Ganz kl ar mein Fehler“, meinte Jonas hinterher, was den jungen Mann sehr ehrt. Weil Torhüter grundsätzlich keine Eigentore erzielen, haben sich alle Anwesenden auf Twardawa als Torschützen geeinigt.
Eine Viertelstunde vor dem Ende dann das erste halbwegs „normale“ Tor. Grudzinski flankte auf Eren, dessen ersten Schuss lenkte Jonas noch an den Innenpfosten, aber der abprallende Ball landete erneut bei „Max“, und dieses Mal konnte er mit einem satten Spannschuss das leere Tor nicht verfehlen (75.). Zeit zum Jubeln blieb jedoch nicht. Im direkten Gegenzug feuerte Mellmann wieder einen seiner Schüsse ab, erneut blieb der Ball hängen und wieder staubte jemand ab, dieses Mal der erst Sekunden zuvor eingewechselte Cem Cetinkaya, der aus wenigen Metern durch die Hosenträger von Kleinschmidt zum Ausgleich einnetzte (76.).
In der Schlussphase hatten beide Teams noch Gelegenheiten zum Siegtreffer: Flores scheiterte mit einem sehenswerten Seitfallzieher an Jonas (83.) und Michael Sara rutschte in aussichtsreicher Position am rechten Flügel aus, Ömer Güven stand in der Mitte völlig frei (89.). Doch letztlich blieb es beim verdienten Remis, ein höchst seltenes Ergebnis zwischen beiden Teams, wie die nachfolgende Statistik verdeutlicht:
Punktspielstatistik zwischen beiden Teams aus Sicht des Gastgebers (seit 1956): 59 Spiele: 26 Siege, 8 Remis, 25 Niederlagen, 91:103 Tore. Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Grundsätzlich geht das 2:2 in Ordnung. Alle vier Tore waren sehr kurios, keines davon vernünftig herausgespielt: Angeschossen, abgefälscht, vor die Füße gefallen und reingemacht. In der ersten Halbzeit haben wir defensiv gut gestanden, aber in der zweiten Hälfte leider ein wenig die Ordnung verloren. Wenn wir nach dem 1:2 nicht sofort den Ausgleich machen, wäre das Spiel wohl gelaufen gewesen. Ein bisschen sauer bin ich über zwei Szenen in den letzten fünf Minuten, wo wir zwei glasklare Überzahlsituationen nicht sauber durchgespielt haben. Im Vergleich zu letzter Woche aber eine deutliche Leistungssteigerung von uns.
Meik Ehlert (Trainer SC Condor):
Es war dann wohl ein leistungsgerechtes 2:2, obwohl ich auch die These unterstütze, dass wir nach dem 2:1 das Spiel nach Hause gebracht hätten, wenn nicht sofort der Ausgleich fällt. Nicht zufrieden sein kann ich mit unserer Abwehrleistung, wie schon letzte Woche. Vor dem 2:2 muss der Ball rausgeschlagen werden, satt den Versuch zu unternehmen, im eigenen Sechzehner den Ball noch anzunehmen. In der ersten Halbzeit haben wir alles gemacht, was wir nicht wollten. Da haben wir fast gar nicht stattgefunden. In der zweiten Hälfte wurde es dann besser, vielleicht wurden wir durch den Gegentreffer aufgeweckt. Unterm Strich zählt das 2:2, wir haben fünf Punkte verschenkt (Anmerkung der Redaktion: letzte Woche 4:2 in Altona geführt und noch verloren).
11.09.2010 Oberliga Hamburg
Einmal gespielt, zweimal verloren
Meiendorfer SV – Germania Schnelsen 0:1 (0:1)
Meiendorfer SV:
Jonas – Güven, Chau, Anders, Sterczyk (46. Mankumbani) – F. Gasde – Mellmann, Cetinkaya – Krohn – Roschlaub (73. Gyasi), Kahl (46. Okur)
Germania Schnelsen:
Grubba – Erdmann, Schulz, Rottstedt, Aktan – Kamalow (78. Kaladic), Nadler – M. Tunjic, Thiessen – J. Tunjic (69. Chmielewski), Westbrock (65. Steinhöfel)
Tore:
0:1 M. Tunjic (29., Foulelfmeter – Chau an J. Tunjic)
Gelb-Rote Karte:
Chau (58., MSV, wdh. Foulspiel)
Schiedsrichter:
Listner (SpVgg Eidertal Molfsee) – der Elfmeter war umstritten, die Gelb-Rote-Karte von Chau somit zwangsläufig auch. Dazu einige sehr merkwürdige Zweikampfbewertungen. Nicht sein bester Tag.
Zuschauer:230
Vor vier Tagen platzte die Bombe. Zumindest für den MSV. Denn seit Dienstagabend lautet das Ergebnis des Spiels Meiendorfer SV gegen Oststeinbek erst einmal 0:3. Die Spielabsage des MSV beanstandeten die Gäste mit dem Argument, es hätte auf dem Grandplatz am Deepenhorn gespielt werden können. Der Spielausschuss des HFV folgte dieser Sichtweise, was auf Seiten der von Verletzungen gebeutelten Gastgeber (sieben Akteure fehlten) heute heiße Diskussionen hervorrief. „ Der Einspruch ist bereits eingelegt und wenn das Verbandsgericht nicht für uns entscheidet, werden wir erneut Einspruch einlegen“, beschied MSV-Präsident Jens Malcharczik und Trainer Lutz Göttling wies ironisch darauf hin, es sei ja „sensationell“ gewesen, „nicht einmal zur Sache geladen zu werden. Stattdessen gab es nur eine E-Mail des Verbandes an uns. Doch ich bin guten Mutes, dass dieses Spiel letztlich ausgetragen werden wird.“
Statt jedoch an dieser Stelle weiter in die Tiefen juristischer Argumentation abzutauchen, widmen wir uns der Partie, die heute auf dem Programm stand. Auf einem gut bespielbaren Rasen an der Meiendorfer Straße begrüßte der MSV die Germanen aus Schnelsen. Diese allerdings nahmen verdient alle drei Zähler mit. Von Beginn an hatten die Schnelsener die zähe Partie im Griff, welche erst in der 26. Minute ihren ersten Aufreger sah. Kevin Mellmann verzog nach guter Vorlage des ansonsten schwachen Andreas Krohn nur knapp. Fast im Gegenzug jedoch gingen die Gäste in Führung. Einen langen Schnelsener Pass ins Nichts konnte Jürgen Tunjic nicht erlaufen und stieß dabei gegen Marcel Chau. Sicherlich sperrte dieser ihn etwas, doch ob dies Tunjics Schrei samt Strafstoß wert war, sei dahingestellt. Bruderherz Mladen war es egal und er versenkte eiskalt vom Punkt (29.). Meiendorf schlug zwar mit einem schönen Spielzug zurück, doch Krohn schob Tobias Grubba das Leder in die Arme (36.). J. Tunjic hätte zur Bestrafung die Führung ausbauen können, scheiterte aber am besten Meiendorfer, Torwart Yannik Jonas (39.).
Nach dem Wechsel und einigen Umstellungen erwarteten die MSV-Fans nun die Aufholjagd ihres Teams, wurden jedoch enttäuscht. Genau eine Chance durch Mellmanns Freistoß ergab sich noch (48.), doch spätestens nach Chaus Platzverweis nach einem sehr dummen Foul an der Mittellinie war Ende im Gelände (58.). Dem MSV fehlten alle Mittel und Schnelsen musste nur deshalb bis zum Ende schicken, weil das Team die Konter schlecht ausspielte und, wenn die Ausnahme von der Regel galt, seine Chancen verschleuderte.
So blieb Lutz Göttling nur die Erkenntnis, dass „wir so viele Verletzte einfach nicht ersetzen können. Und normalerweise halte ich ja zu den Schiedsrichtern die Schnauze, aber dies war nun der zweite Elfmeter gegen uns, den man nicht geben darf. Wie vor einer Woche von einem Schiedsrichter aus Schleswig-Holstein.“ Heino Stemmann bestätigte die schwache Schiedsrichterleistung, hatte wie
Göttling „ein schwaches Spiel gesehen“, aber die drei Punkte eben im Sack. Zwar nicht mit einer Bombenleistung, aber eben erfolgreich. Hafo.de
05.09.2010 Oberliga Hamburg
Glücklicher Punkt des MSV! In der 2. Halbzeit kein MSV-Torschuss! Nur Cetinkaya’s Führungstreffer sehenswert!
Eintr. Norderstedt - Meiendorfer SV 1:1 (1:1)
Eintracht Norderstedt:
Kindler (3) - Browarczyk (2-3), Warnick (2-3), Lindener (3), Lipke (3) - Siedschlag (2-3), Koch (4)ab 67. Ulusoy (-) - Ljubisvljevic (4) ab 59. Dreyer (4), Monteiro (3) - Bektas (3), Sa Borges Dju (3-4) ab 83. Mandel (-)- Trainer Andreas Prohn
Meiendorfer SV:
Sävke (1-2) - Sterczyk (3), Krohn (3),Chau (4), Chau (3-4), Güven (4) - Schumann (4), Gasde (4) - Cetinkaya (3), Mellmann (4) ab 86. Anders (-)- Roschlaub (4) ab 83. Okur (-), Kahl (4) ab 60. Mankumbani (3) – Trainer: Lutz Göttling
Tore:
0:1 Cem Cetinkaya (43.) nach Kurzpass von Schumann umkurvte er einen Gegenspieler und schlenzte den Ball vom linken Strafraumeck in den hinteren Winkel; 1:1 Sören Warnick (45. HE) mit Handelfmeter ins untere rechte Eck nachdem Cem Cetinkaya den Ball bei einem Freistoß in der Mauer stehend gegen die Hand bekam.
Schiedsrichter:
Sebastian Berger (SV Lemwerder - Bremen), insgesamt mit guter Leistung obwohl man über den Handelfmeter sicherlich streiten kann! Sonst ließ er sich aber von den vielen „Schwächeanfällen“ der Norderstedter im und rund um den Strafraum nicht beeinflussen!
Zuschauer:
295, die nur in der ersten Halbzeit eine ordentliche Leistung des MSV sahen, in der zweiten aber nicht einen einzigen Torschuss der Göttling-Männer zu Gesicht bekamen. Herrliches Spätsommerwetter und ein wunderschönes Norderstedter Stadion mit gepflegter Rasendecke empfingen die 22 „Gladiatoren“ und das Schiedsrichterkollektiv aus Bremen.
Was den gut 300 Zuschauern dann allerdings von den Akteuren geboten wurde hatte nur mäßiges Oberliga-
Niveau! Dabei begann das Spiel recht flott bereits nach zwei Minuten wurde Sa Borges Dju lang geschickt und konnte
nur durch den herausstürzenden und alles riskierenden MSV-Keeper Tobias Sävke gestoppt werden. Den Nachschuss setzten die Norderstedter nur knapp über das
leere Tor. Da wollten sich die Meiendorfer nicht lumpen lassen und starten im Gegenzug gleich einen gefährlichen Angriff als Nils Roschlaub auf der linken Seite durchbrach
und Eintracht-Keeper Marcel Kindler mit einem Schuss ins kurze Eck prüfte. Danach kontrollierte der MSV das Spiel und hatte viele Ballkontakte. Das sah
zumindest 30 Minuten gut aus und man konnte eine gewisse Struktur erkennen. So hatte der MSV in der 7 Minute eine dicke Chance als
der stark verbesserte Cem Cetinkaya eine schöne Flanke in den Strafraum schlug, Patrick Kahl den Ball mit dem Kopf in den Strafraum legte und Patrick Schumann den
Ball aus 5 Metern direkt mit dem Oberschenkel auf das Tor bugsierte - leider zu ungenau, so Das der Keeper keine Probleme mit der Aufnahme hatte!
In der 18. Minute dann das 1:0 für den MSV - leider nicht!! Einen schönen Angriff über Kevin Mellmann und Patrick Kahl, der den Ball quer legte auf Cem
Cetinkaya und dieser das „Leder“ ohne Mühe einnetzte. Aber Linienrichter Schiller aus Bremen, der im letzten Jahr noch selbst in Meiendorf Oberliga-Spiele gepfiffen
hatte, sah vorher Kahl wohl zu Recht im Abseits. Danach verflachte das Spiel mehr und mehr. Norderstedt zwar mit vielen Ballkontakten aber ohne große
Durchschlagskraft. Der MSV jetzt mit schwachen Zweikampfverhalten und damit mit einigen Ballverlusten schon im Aufbauspiel.
So war die Riesenchance für Norderstedt in der 34. Minute auch eher ein Zufallsprodukt: Ein Querschläger landete vor den Füßen des Norderstedters Bektas, der
freistehend auf MSV-Keeper Sävke zu lief aber gegen den lange stehend bleibenden Keeper die Nerven verlor und an ihm scheiterte - Klasse Tobias!
Bis kurz vor der Halbzeit passierte gar nichts mehr, dann überschlugen sich aber die Ereignisse in den letzten zwei Minuten. Aus heiterem Himmel das1:0 für den MSV. Schumann
gewann einen Zweikampf vor dem Strafraum, spitzelte den Ball auf Cem Cetinkaya, der kurz einen Gegenspieler ausspielte und mit einem sehenswerten Schlenzer vom
linken Strafraumeck in den hinteren Giebel Eintracht- Torwart Kindler keine Chance lies! Doch ausgerechnet Cem Cetinkaya riss zwei Minuten
später das ein, was er vorher so großartig aufgebaut hatte. In der 45. Minute bekam er einen Freistoß von Philipp Koch in der Mauer stehend an die Hand und
Schiedsrichter Sebastian Berger zögerte zum Entsetzen der Meiendorfer keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Es passte jedenfalls zur mangelden Effektivität der
Eintracht-Stürmer, das gerade der nüchterne Innenverteidiger Sören Warnick trocken zum 1:1 einschob und somit das erledigte, was seine Vorderleute über 90
Minuten stets versäumten. In der zweiten Halbzeit fand der MSV nicht mehr statt, zumindest was die Aktivitäten im Norderstedter
Strafraum betrafen. Nicht eine Torschuss gab es für den Meiendorfer Anhang zu bewundern. Norderstedt spielte auf ein Tor und hatte gefühlte 90%
Ballbesitz. Allerdings kam dabei nur wenig raus. „ Das ging nur durch die Mitte, immer klein-klein - das war kein guter Fußball“, sagte Eintracht Trainer Andreas
Prohn, der schon während des Spiels seinen Unmut lauthals artikulierte! Trotz klarer Feldvorteile und viel Engagement gab es in
der zweiten Halbzeit nur drei Torchancen für die Prohn- Truppe und immer Stand der bärenstarke MSV-Keeper Tobias Sävke einem Torerfolg im Wege.
So angelte er dem Norderstedter Stürmer den Ball vom Fuß nach katastrophalen Ballverlust von Schumacher im Mittelfeld. In der 79. Minute stoppte er einen Sololauf
von Onur Ulusoy glänzend und auch in der 92. Minute hielt er das Unentschieden fest, als er einen Kopfball von Warnick auf die kurze Ecke festhielt.
Trainer Lutz Göttling gab nach Abpfiff freimütig zu, Das ihm das Remis bestens gefallen würde: „Das ist ein Punktgewinn für uns, ganz klar. Meine Mannschaft war
nicht in der Lage, die Initiative zu ergreifen, was aber auch an der angespannten Personallage lag. Bis auf Nils Roschlaub fehlte unsere komplette Offensive.Daher müssen
wir auf Kompaktheit setzen und bescheiden sein! Zum heutigen Gegentor möchte ich nur eins sagen: Hinter diesem Elfmeter steht ein großes Fragezeichen!“
22.08.2010 Oberliga Hamburg
St. Pauli mit 4 Profis! Dagegen war kein Kraut gewachsen! MSV-Keeper Sävke hielt fast alles!
FC St. Pauli II - Meiendorfer SV 1:0 (0:0)
FC St. Pauli II:
Springer (3) - Krause (2), Gunesch (2), Eger(2), Vallianos (-) ab 20. Toksöz (2) - Alassani (2) ab 81. Martens(-), Kalla (1-2), Daube (2), Filipovic (2) - Becken (2-3),Pichinot (2) ab 64. Kurczynski (-) - Trainer Jörn Großkopf
Meiendorfer SV:
Sävke (1-2) - Sterczyk (4), Mankumbani (3),Anders (4), Chau (4) ab 32. Okur (4) - Topucovic (4) ab 50.Kahl (4), Mellmann (4) - Cetinkaya (4), Krohn (4), Güven (4) -Roschlaub (3) – Trainer: Lutz Göttling
Tore:
Dennis Daube (58.) schoss den Ball aus 14m herrlich ins linke obere Eck nachdem die MSV-Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone „entfernen“ konnte.
Schiedsrichter:
Buth (Göttingen), mit tadelloser Leistung, nur mit Assi 2 war MSV-Trainer Lutz Göttling nicht immer zufrieden (besonders in der ersten Halbzeit)!
Zuschauer:
540, im altehrwürdigen aber schmucken Stadion von Union 03, die eine haushoch überlegende St. Pauli-Elf gegen eine immerhin aufopferungsvoll kämpfende MSV-Rumpfelf sahen!
Im Stadion des SC Union 03 an der Waidmannstraße gaben die Braun-Weißen gleich richtig Gas, eine Flanke von Petar Filipovic köpft Nils Pichinot knapp am Ziel vorbei
(5.). Kurz darauf ist es Fousseni Alassani, der auf Pichinot spielt, dieser bedient Filipovic der aus zwanzig Metern draufhält - aber der Abschluss gelingt auch diesmal
nicht (9.). Mit vier Bundesligaprofis im Gepäck beherrschte der Gastgeber die ersatzgeschwächten Meiendorfer nach belieben. Immerhin hielten die wackeren MSVer zumindestkämpferisch
immer dagegen. Die erste Halbzeit ist quasi eine Aneinanderreihung an Chancen für die Kiezkicker. Nachdem Pierre Dominik Becken in MSV-Torwart Tobias
Sävke seinen Meister fand (13.), köpfte sein Sturmpartner Pichinot ein weiteres Mal knapp am Ziel vorbei (28.). Dann hatte „Pichi“ sein Visier etwas zu hoch eingestellt:
Nach einem Freistoß von Deran Toksöz jagte er den Ball deutlich über die Latte (30.). Kurz vor dem Pausenpfiff kam Pichinot einem Tor-Erfolg am nächsten, doch sein
Schuss von der Strafraumgrenze landete am Innenpfosten, trifft den Hinterkopf des starken Meiendorfer Torhüters Tobias Sävke und fand auch danach im Getümmel nicht
den Weg über die Linie – so sah es zumindest das Schiedsrichter-Gespann und ließ die Partie zu Recht weiter laufen ... In der 40. Minute endlich Mal eine „Gelegenheit für den
MSV: einen langen Einwurf von Nils Roschlaub verlängert
Max Anders mit dem Kopf auf Samed Topuzovic der aber im letzten Moment vom Ball getrennt wird. In der zweiten Halbzeit geht es munter weiter in Richtung
MSV-Tor. Eine Flanke von Dennis Daube landet bei Becken, dieser köpft aus vier Metern über das leere Tor (49.). Knappe zwei Minuten später könnte man das
Gefühl bekommen, dass Jemand auf die Wiederholungstaste gedrückt und lediglich die Protagonisten ausgetauscht hat. Diesmal ist es Filipovic,
der auf Pichinot flankt, aber auch dieser verfehlt den Kasten aus kurzer Entfernung (51.). Als St. Pauli-Trainer Jörn Großkopf wohl schon mit dem
Fußballgott haderte, fiel endlich das hoch verdiente Führungstor: Mouhaman Fousseni Alassani vernaschte gleich zwei MSV-Verteidiger und spielte den Ball dann
leicht zurück zu Dennis Daube, der ihn mit einem herrlichen 14-Meter-Schuss in den Winkel jagte. Nur mit einem solchen Fernschuss konnte es wohl gehen, denn aus kurzer
Entfernung hatte es ja zuvor wiederholt nicht geklappt. Nach dem Rückstand mussten die Meiendorfer etwas mehr riskieren. 84 min. Freistoß für den MSV durch
Roschlaub aus 20m halbrechts, aber abgefangen St. Pauli hat jetzt mehr mehr Platz – doch Becken schoss nach Daube-Pass vorbei am Ziel (86.), das auch Ralph Gunesch per Kopf verfehlte (88.).
So bot sich dem MSV-Torjäger Nils Roschlaub noch die Chance zum 1:1, die er aber vergab (89.). Sein abgerutschter Schuss ging knapp am Pfosten vorbei. Nicht auszudenken,
wenn dieser Ball im Kasten gewesen wäre! Selten spielte der MSV einmal in einem Punktspiel gegen so einen übermächtigen Gegner! HG
14.08.2010 Oberliga Hamburg
Ein Spiel ohne Angreifer sieht dennoch einen Goalgetter.
Meiendorfer SV - SC Concordia 1:0 (1:0)
Meiendorfer SV:
Sävke - Sterczyk (66. F. Gasde), Mankumbani, Anders, Chau - Mellmann, Schumann, Krohn (80. Kahl), Güven - Sara (89. Topuzovic), Roschlaub
SC Concordia:
Garvs - Marx, Ngole, Otto, Paulsen - Franz, Khalil, Akgül, Jernane (74. Thiesen) - Asante-Sefa, Marcinkiewicz (60. Bambur)
Tore:
1:0 Schumann (21.)
Schiedsrichter:
Teuscher (SC Eilbek), nicht alle seine Entscheidungen erschließen sich dem unbedarften Beoabachter
Zuschauer:
424
Trotz einer höchst ungewöhnlichen Anstoßzeit (13:00 Uhr),an der zunächst festgehalten werden soll,
hatte sich eine beachtliche Zuschauerzahl an der Meiendorfer Straße eingefunden. Sie bekam dann auch ein durchaus
ansehenswertes Spiel vorgesetzt, allerdings ohne die Klasse des Cupfights am Mittwochabend und mit nur wenigen
Torschüssen und -gelegenheiten. Nahezu eine Viertelstunde benötigen die 22 Spieler bis es ihnen zum ersten
Mal gelingt, das Publikum zum Raunen zu veranlassen. Das ist in der 13. Minute, zu der Nils Roschlaub eine Flanke von
Ömer Güven nur um ein Weniges volley neben den Pfosten weiterleitet. Im Gegenzug ist es der pfeilschnelle
Mahir Jernane, der den Kopf seines vorgepreschten Junior Ngole bedient, welcher aber gleichfalls das Ziel verfehlt.
Die bis dahin ausgeglichene Partie scheint sich jedoch um Minute 20 herum in die Gästehälfte zu verlagern,
als der großartige Keeper Björn Garvs sich einem Dauerbombardement gegenübersieht, das er jedoch mit Bravour
und Glück schadlos übersteht. So jedenfalls der Augenschein, doch der trügt. Denn bereits 60 Sekunden
später kommt Güven erneut an den Ball und kann diesmal nahezu ungehindert seinen Kapitän, Patrick Schumann,
bedienen und das mustergültig. Nach dessen Treffer im Eröffnungsspiel und weiteren zwei Torerfolgen bei BU lässt
sich Schumann die Gelegenheit nicht entgehen, sein Erfolgskontingent auf nunmehr vier auszubauen. Eigentlich unfassbar für
den Schreiber dieser Zeilen, der den jetzigen Mittelfeldler bis zum Ende der letzten Spielzeit stets als in der Abwehr
Postierten beobachtet hatte. Danach aber tritt wieder weitgehende Ruhe in beiden Strafräumen ein. Bemerkenswert allein
ein direkt getretener Eckstoß des vormaligen BU-Mannes Kevin Mellmann, mit dem Goalie Garvs seine Mühe hat, und gegenüber
ein Schuss von Zami Khalil, der danebengeht. Im zweiten Spielabschnitt erweist sich mehr und mehr, dass das gefällige Spiel
der Gäste, immer wieder angetrieben durch den langen Defensivmann Christian Paulsen, an einer Stürmerschwäche leidet.
Denn der einst beim VfL 93 so erfolgreiche Martin Marcinkiewicz ist nur noch ein müder Abklatsch jener Zeit, der für ihn
eingewechselte Benjamin Bamburg total unauffällig, und Pascal Asante-Sefa scheint auch kein Reißer zu sein.
Der dahinter postierte Jernane hingegen ist viel zu verspielt. Bei den Meiendorfern hapert es gleichfalls in der Offensive.
Denn dem "Mister Meiendorf" Nils Roschlaub fehlt ganz offenbar sein kongenialer Sturmpartner der letzten beiden Spielzeiten
Carlos Flores. Im Verein mit dem auch als "Flores da Silva" oder "da Silva Flores" bekannten Angreifer zusammen hatte "Roschi"
in der vergangenen Spielzeit 28mal treffen können, eine Saison zuvor waren er und der jetzige Condor-Mann gar 34mal (17+17)
erfolgreich. So ergeben sich dann auch nur noch wenige der Berichterstattung werte Situationen, wie eine scharfe Roschlaub-Hereingabe,
die Michael Sara verfehlt (58.), und starken Reaktionen von Tormann Garvs bei Möglichkeiten für Güven und wiederum Roschlaub.
Die Concorden hingegen machen vorne nur noch einmal auf sich aufmerksam, als Asante-Gefa die Kugel von rechts über den langen Pfosten
setzt. Fünf Minuten vor dem Abpfiff erneut Schumann, allein sein Abschluss ist diesmal zu schwach, um den Concorden-Keeper mi
Problemen zu konfrontieren. Bis zum morgigen Sonntag stehen die Männer von der B 75 mit sechs Punkten zwar, wie schon so oft in
vergangenen Jahren, auf Platz zwei, doch dürfte das nur eine Interimsposition sein. Es sei denn, Lutz Göttling findet Mittel
und Wege, wie er die Probleme im Angriff der Seinen lösen kann. Auf welche Weise hingegen Daniel Sager mit der gleichartigen
Problematik erfolgreich umgehen will, bleibt dem Referenten noch in Gänze rätselhaft. Hafo.de
Stimmen
Daniel Sager (Trainer SC Concordia):
Ich empfand die Partie in der ersten Hälfte als recht ausgeglichen. Allerdings hatten wir nur eine richtige Torchance. Meiendorf war
in der zweiten Halbzeit vor allem durch ihre Konter gefährlich. Wenn das Spiel 1:1 oder 2:2 ausgegangen wäre, könnte ich natürlich
besser damit leben als mit dem 0:1. Aber, wenn eine Mannschaft gewonnen hat, so hat sie sich das über 90 Minuten auch verdient.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Wir sind beim Torabschluss einfach nicht konsequent genug und somit ungefährlich. Aber wir haben hinten gut gestanden und nur sehr
wenige Möglichkeiten zugelassen. Da wir noch die eine oder andere gute Möglichkeit gehabt haben, meine ich, dass das Ergebnis wohl in Ordnung geht.
08.08.2010 Oberliga Hamburg
Zehn wackere Barmbeker gehen am Ende leer aus.
HSV Barmbek-Uhlenhorst - Meiendorfer SV 1:3 (1:0)
HSV Barmbek-Uhlenhorst:
Develi - Hormann, Klitzke, Stüve, Leinroth - Bohnhorst, Algan (70. Maciejewski), Hoeft, Möller-Riepe - Lüth (79. Pohl), Hasenpusch (87. Zdravkovic)
Meiendorfer SV:
Sävke - Mankumbani, Sterczyk (84. Kahl), Güven - Schumann, Sudbrak (46. Sara), Anders, Krohn, Mellmann - Cetinkaya (70. Chau), Roschlaub
Tore:
1:0 Möller-Riepe (44.), 1:1 Roschlaub (57.), 1:2 Schumann (83.), 1:3 Schumann (90. + 1, FE)
Gelb-Rote Karte: Leinroth (19., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter:
Paul Dühring (SC Schwarzenbek), gewohnt kleinlich, aber fehlerlos. Souveräner Leiter und stets auf der Höhe des Geschehens - gute Leistung!
Zuschauer:
300 Zahlende
"Ein Kompliment an die Truppe, die 70 Minuten mit einem Mann weniger gefightet hat". Mit diesem Lob an seine Mannschaft eröffnete BU-Trainer Thomas Hoffmann sein Statement
hinsichtlich der kurz zuvor beendeten Partie gegen den Meiendorfer SV und ergänze seine Einleitung mit dem Zusatz, dass "es läuferisch und phasenweise auch spielerisch
heute absolut in Ordnung gewesen sei und er ein gutes Gefühl habe, würden wir zukünftig jetzt noch die individuellen Fehler abstellen." Bei letzterem Satz war die
spielentscheidende Szene des zweiten Spielabschnitts gemeint, als in Folge fehlender Zuordnung in der BU-Verteidigung Meiendorf´s Kapitän Patrick Schumann völlig ungedeckt
zum Kopfball hochsteigen, den durch den Ex-Barmbeker Kevin Mellmann ausgeführten Eckball formvollendet zur Führung verwerten (83.) und die Gäste somit noch auf die
Siegerstraße führen konnte. Der kurze Zeit später erneut durch Schumann - dieses Mal per verwandeltem Strafstoß (Nils Roschlaub wurde elfmeterreif gefoult) herbeigeführte
Endstand zum 3:1 für die Gäste - hatte dann lediglich ergebnisausweitende Wirkung (90. + 1). Obgleich des frühen Feldverweises eines entgeisterten Oliver Leinroth, der innerhalb
von nur 19 Minuten gleich zwei gelb-würdige Foulspiele fabrizierte und zu Recht durch den aufmerksamen Paul Dühring vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, gelang es den
kompakt-stehenden Hausherren, die Gäste in Schach zu halten und in Person des kampfstarken Mittelfeld-Strategen Sebastian Möller-Riepe, trotz nomineller Unterzahl, in Führung
zu gehen. Wer seitens der 300 anwesenden Kiebitze und Freunden gehobener Hamburger Fußballkünste mit einem "M-R"- typischen Kracher rechnete, sah sich eines Besseren belehrt,
als Selbiger die weiße Kunststoffkugel gefühlvoll in das Meiendorfer Tor zirkelte (44.). Addiert man die Anzahl qualitativer Torchancen und berücksichtigt das Dargebotene
trotz eines Mannes weniger, ging die Halbzeitführung von BU in Ordnung. So forderte Faik Algan gleich zu Beginn der Partie innerhalb einer Minute Meiendorf`s Schlussmann Tobias Sävke
mit jeweils zwei "Wuchtbrummen" sein ganzes Können ab. Meiendorf`s "Göttlinge" hingegen sorgten, abgesehen von einem Anders-Kopfball (15.), lediglich mit halbgaren Distanz-schüssen
für etwas Betriebsamkeit, erarbeiteten sich aber keine zwingenden Tormöglichkeiten. Dass die Gäste von der B 75 schlussendlich den Platz als Sieger verließen, ist
auf eine deutliche Leistungssteigerung nach der Pause zurückzuführen. Bereits nach einer knappen Viertelstunde nutzte Meiendorfs Torjäger Roschlaub einen, von Thomas Hoffmann
erwähnten individuellen Fehler aus, als er in Tornähe unbedrängt zum Schuss kommt und mit Hilfe eines Aufsetzers Tormann Mikhail Develi im wahrsten Sinne des Wortes
"alt aussehen lässt" (57.). Dank Kapitän Schumann und seiner beiden späteren Treffer gelang dem MSV somit die Wiedergutmachung für die zuvor erlittene Blamage gegen den
Bramfelder SV, während BU - trotz großen Einsatzes - mit leeren Händen da steht. Letzten Endes konnten sich die BU-Akteure sogar bei ihrem Schlussmann bedanken, dass die Partie
"nur" mit 1:3 verloren ging, als jener kurz vor Spielende gleich drei Hundertprozentige entschärfen musste (u. a. brachte es Sebastien Mankumbani tatsächlich fertig, trotz
dreifacher Überlegenheit den Ball nicht an Develi vorbei ins Tor zu bugsieren). Vielleicht hätte die Begegnung noch eine Wendung genommen, wenn Markus Hasenpusch beim Stande
vom 1:2 die Möglichkeit zum Ausgleich verwertet hätte, allerdings in aussichtsreicher Schussposition an Sävke scheiterte (86.). "In der Zweiten Halbzeit haben wir uns
den Sieg verdient. Wir haben schneller gespielt und mehr Druck ausüben können. Wir hatten die eine oder andere Torchance mehr. Der Gegner hat in der zweiten Halbzeit nicht
mehr so viele Akzente setzen können", so ein zufriedener Lutz Göttling nach dem Schlusspfiff. "Wir haben kurz vor Ende dann noch die Riesenchance durch Hasenpusch zum 2:2,
was meiner Meinung nach auch absolut verdient gewesen wäre. Ich habe im Spielaufbau und im Spiel nach vorne keinen Unterschied zwischen beiden Mannschaften gesehen", kommentierte
der enttäuschte Hofmann das Dargebotene und äußerte seine differenzierte Sichtweise zur der seines Trainer-Kollegen. Hafo.de
30.07.2010 Oberliga Hamburg
Eindrucksvoll in Meiendorf: die neue Anzeigetafel.
Meiendorfer SV - Bramfelder SV 2:3 (1:1)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke - Sterczyk (85. Kahl), Anders, Topuzovic, Güven - F. Gasde (46. Sara), Schumann (74. Mellmann), Krohn - Sudbrak, Cetinkaya - Roschlaub
Der Bramfelder SV spielte mit:
Hrncic - Thiede, Kazmierczak, Akin, Schwarck - Schulz, Henning, Seifert, Skalnik - Witte (71. Ozgüc), Gehr (87. Westpfahl)
Tore:
0:1 Gehr (19.), 1:1 Roschlaub (42.), 1:2 Witte (66.), 1:3 Güven (71. - Eigentor), 2:3 Schumann (73.)
Schiedsrichter:
Thomas Kruse (TuS Hamburg), tadelsfrei und überzeugend
Zuschauer:
926
Die Idee dazu wurde vor acht Jahren zur Saison 2002/2003 aus Bayern importiert und hat sich seitdem als allseits beliebte Einrichtung auch in Hamburg etabliert. Nämlich die Eröffnung
der Hamburger Amateur-Fußballsaison durch ein ausgewähltes Spiel der höchsten HH-Liga. Nach Quickborn, BU, Condor, FC St Georg-Horn (seit einigen Jahren verschieden), Concordia,
Norderstedt, SC VW und zuletzt C-N traf heuer die Bewerbung des Meiendorfer SV auf offene Ohren bei den Verbands-Öberen, die dann auch geschlossen auf ihren Ehrenplätzen im Tribünenanbau
dem Match beiwohnten. Von wo sie zunächst eine etwas behäbig aufspielende MSV Mannschaft sehen, die das Spiel aber im Griff zu haben scheint, während ihre Kontrahenten doch ein wenig nervös
und gehemmt wirken. Das ändert sich augenblicklich in der 19. Minute, zu welcher der Bramfelder Mirko Schulz dem mit dem Ball tändelnden Meiendorfer Neuerwerb Samed Topuzovic die Kugel vom Fuß
nimmt, den frei stehenden Christoph Gehr bedient, und der einstige Norderstedter die Führung erzielt. Danach gelangt der Hauskeeper Tobias Sävke zwar öfters in Ballbesitz als sein unaussprechlicher
Gegenüber Denis Hrncic. Aber die größte Chance muss nach einem gelungenen Zusammenspiel zwischen Cem Cetinkaya und Nils Roschlaub der BSV-Mann Robel Akin durch entschlossenes Dazwischen gehen vereiteln.
Der Ausgleich fällt aber dennoch, als Andreas Krohn drei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit auf der linken Seite vorprescht, Fabian Gasde in Szene setzt und Roschlaub dessen Zuspiel volley versenkt.
Mit einem raffiniert getretenen Schulz-Freistoß ganz knapp neben das linke Dreieck geht es in die Pause. Im zweiten Spielabschnitt wirken die Gäste gar noch selbstbewusster. Alexander Thiede auf Gehr,
dessen Kopfball nur um Weniges sein Ziel verfehlt. Kurze Zeit später die erneute Führung für den Aufsteiger durch Denis Witte, der ungedeckt ein Gehr-Zuspiel in die Maschen jagt. Verantwortlich
für das 1:3 in der 71. Minute zeigt alsdann Ömer Güven, der mit einem wunderschönen Kopfball in die lange Ecke seinem Goalie keine Chance lässt. Zwei Minuten später gelingt zwar noch
Spielführer Patrick Schumann per überlegt gezirkelten Freistoß der Anschluss, allein dabei bleibt es. Denn ein Roschlaub-Schuss wird sicher vom Gästetormann in Empfang genommen und ein Knaller
aus der Distanz von Dennis Sudbrak verfehlt knapp sein Ziel. Die erste Überraschung der Saison war damit perfekt und macht zugleich neugierig auf den weiteren Saisonverlauf. Die einheimischen Zuschauer aber
tragen sie mit Fassung, waren sie doch durch die Bierstände gut bedient worden. Sensationell hingegen die neue Anzeigetafel. Sie wird mit Sicherheit im Amateur-Fussi Ihresgleichen suchen. Unbedingt angucken,
empfiehlt der Schreiberling. Hafo.de
Stimmen
Michael Noffz (Trainer Bramfelder SV):
Meine Mannschaft hat das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Kompakt stehen, wenige Torchancen zulassen, und bei Ballbesitz schnell nach vorne spielen. Das hat sie sehr gut gemacht und deshalb Riesenkompliment
an meine Truppe.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Erst einmal möchte ich mich bei den Herren des Hamburger Fußballverbandes bedanken, dass wir dieses Spiel ausrichten durften. Dessen Ausgang aber haben wir uns ganz anders vorgestellt. Die ersten 20 Minuten haben
wir eigentlich recht ordentlich gespielt. Dann aber kam der katastrophale Fehler zum 0:1. Nach dem 1:1 durch Roschlaub kurz vor der Pause dachten wir, einen psychologischen Vorteil zu haben und das Spiel wieder in den
Griff bekommen zu können. Das aber klappte nicht. Wir haben heute in keinster Weise unser Leistungspotential abgerufen. Das Ergebnis geht daher voll in Ordnung.
28.05.2010 Oberliga Hamburg
Buchholz löst Meiendorf ab
TSV Buchholz 08 – Meiendorfer SV 2:1 (1:1)
Der TSV Buchholz 08 spielte mit:
Titze - Kettner, Bowmann, Gege, Grühn - Tocha (66, Odabas), Buzhala, Suyer (59. Niefert), Wilke – Mathies (59. Siemes), Gillich
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke - Mankumbani (45. Dossou), Weiss, Schumann, Güven - Gasde, Lund (80. Thoele), Cetinkaya, Sara – Flores (65. Kahl), Roschlaub
Tore:
1:0 Gillich (4. Mathies), 1:1 Roschlaub (40.), 2:1 Buzhala (62. Kettner)
Schiedsrichter: Timm (TuS Hamburg), insgesamt souverän
Zuschauer: 789
Dass in dieser Partie am letzten Spieltag eine der beiden Mannschaften den Vize-Meistertitel feiern darf, hätte man sich vor Saisonbeginn vielleicht schon denken können. Allerdings hätte man eher die Meiendorfer auf dem zweiten Platz erwartet. Alte Gewohnheit. Doch das hat jetzt ein Ende. Buchholz krönt eine außerordentliche Rückrunde mit der Vizemeisterschaft. Doch statt enttäuscht zu sein, dass es am Ende nur aufgrund des Torverhältnisses nicht für ganz oben gereicht hat, feierte Buchholz die Mannschaft, die Saison und sich selbst. Von wegen der zweite ist der erste Verlierer. „Vizemeister ist toll. Das kann man auch auf T-Shirts drucken“ freute sich ein glücklicher Thomas Titze nach der Partie. Auch die Mannschaft ließ sich den Abend nicht verderben. Sektduschen, Freudentänze und Jubelschreie. Eben alles was dazugehört zu einer (Vize-)Meisterfeier.
Dabei sah es lange so aus, als könnten die Niedersachsen doch noch die Überraschung schaffen. Während sich Tabellenführer Victoria mit dem Toreschießen schwer tat, legte der TSV schon mal einen vor. Arne Gillich bekam an der Strafraumgrenze den Ball und versenkte diesen eiskalt in die untere linke Ecke (4.). Ein Start nach Maß. Doch danach zog sich der Gastgeber immer mehr zurück. Statt auf das zweite Tor zu drängen, bekam der MSV jetzt mehr Platz das eigene Spiel kontrolliert aufzubauen. Die beste Chance Mitte der ersten Halbzeit hatte Meiendorfs Carlos Flores, der den Abpraller nach einem Kopfball von Michael Sara aus kürzester Distanz doch noch über das Tor schoss (23.). Wahrscheinlich war Flores selbst von der Möglichkeit überrascht worden. Buchholz konnte nach dem eigenen Tor nur noch durch Standardsituationen, vornehmlich durch Torschütze Gillich, für etwas Gefahr sorgen. Zwar fiel der Ausgleich etwas überraschend, völlig unverdient war er aber nicht. Nach einem Freistoß im Halbfeld kam Nils Roschlaub 18 Meter vor dem Tor an den Ball und zog ab. Aber erst der angeschossene Alexander Gege machte den Schuss unhaltbar für Henrik Titze (40.).
Da Victoria zur Halbzeit noch immer nicht getroffen hatte, standen Buchholz Chance auf den Titel weiterhin gut. Man brauchte nur ein Tor. Das sie das auch möglichst schnell schießen wollte, war der Mannschaft nach Wiederanpfiff anzumerken. Milaim Buzhala (48.) und Gillich (58.) aber nutzten gute Chancen nicht. Doch da Meiendorf im zweiten Durchgang offenbar keinen Offensivdrang mehr verspürte, war das 2:1 nur logische Konsequenz. Lukas Kettner spielte einen tollen Pass durch die MSV-Abwehr in den Strafraum, den Buzhala noch vor Tobias Sävke erreichte und über den Keeper hinweg ins Tor lupfte (62.). Buchholz feierte. Und auch als der SC Victoria doch noch zwei Tore und sich zum Meister schoss, nahmen der Jubel und die Freude kein Ende.
„Heute feiert die Mannschaft und nächste Woche feiern wir dann zusammen mit den Fans“ erklärt Thomas Titze die folgenden Feiertage. Noch etwas kommt jetzt aber auf den Trainer und sein Team zu: „Ich hab letztes Jahr gesagt, wenn wir wieder Vierter werden oder besser, dann fliegen wir nach Mallorca und das werden wir jetzt tun.“ Das feiern scheint für die Buchholzer momentan kein Ende zu nehmen. Immerhin ist man ja Vizemeister! Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
„Das Ergebnis geht absolut in Ordnung. Das war ein taktisch geprägtes Spiel, ohne viele Torchancen und wir haben dann in den entscheidenden Momenten die Fehler gemacht. Gerade in der zweiten Halbzeit hat uns dann der nötige Biss gefehlt, um dann noch Chancen herauszuarbeiten.“
Thomas Titze (Trainer TSV Buchholz 08):
„Vizemeister ist mehr als wir uns erträumt hatten. So ein richtiges Endspiel zu haben und das auch noch zu gewinnen ist toll. Glückwünsche an Victoria, sie sind verdient Meister geworden.“
15.05.2010 Oberliga Hamburg
Meiendorf feiert Geburtstag
Meiendorfer SV – Altona 93 2:0 (0:0)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Mankumbani, Weiss, Lund, Güven – Kirbach - Schumann, Sara – Flores (84. Thoele), Roschlaub, Cetinkaya (75. Dossou)
Der Altona 93 spielte mit:
Hinz – Ansorge, Sall, Kappler, Bugrov – Harms, Clausen (80.Kuhnert) – Nadj, Hadid – Bektas (28. Urbszat), Jurkschat (62. von Wensierski)
Tore:
1:0 Roschlaub (68.), 2:0 Sara (90.)
Schiedsrichter: Sebastian Schiller (Habenhauser FV): Verteilte nicht eine Gelbe Karte was aber zwingend erforderlich gewesen wäre. Hatte mit seinem überforderten Assistenten Allen Chen keine große Hilfe an der Seitenlinie.
Zuschauer: 452
Die Geburtstagstorte dürfte in Meiendorf heute Abend etwas größer ausfallen, Patrick Schumann wurde nämlich 25 und Nils Roschlaub kann reinfeiern und wird morgen 33 Jahre jung. Sein „Geschenk“ bekam er schon heute vom Bremer
Schiedsrichter Sebastian Schiller überreicht und durfte Altonas Torhüter Oliver Hinz unsanft anrempeln und dessen fallen gelassenen Ball anschließend ins leere Tor schieben (68.).
Vorher passierte in einer mäßigen Partie nicht allzu viel, beiden Mannschaften waren die Strapazen der letzten Wochen deutlich anzumerken. Der AFC hatte mal gerade noch drei Ersatzspieler auf der Bank, darunter mit
Florian Kuhnert auch ein Akteur aus der zweiten Mannschaft. Jan Savelsberg nach seiner Roten Karte aus dem Buchholz-Spiel gesperrt, Patrick Smereka und Volkan Aktan verletzt, Berkan Algan suchte man vergebens (Thomas Seeliger:
„Algan ist suspendiert und wird nicht mehr für Altona 93 spielen. Mehr sage ich dazu nicht“) und Abwehrrecke Abdou Sall trudelte gar erst 30 Minuten vor dem Anpfiff auf der Anlage ein („Er dachte, wir haben ein Heimspiel und war
an der Griegstraße...“). Drumherum war bei Altona mehr los, als auf dem Platz. Da Marcel Chau nach Vietnam geflogen (und zudem auch verletzt) war, überraschte Meiendorfs Trainer Lutz Göttling die Zuschauer mit Norman Lund
als Innenverteidiger („Ich hatte eine andere taktische Aufstellung von Altona erwartet“), korrigierte dies aber zur zweiten Halbzeit. Zu Beginn der Partie hätten die 93er durchaus in Führung gehen können, aber Mustafa Hadid
verpasste einen von Steffen Harms glänzend vorbereiteten Ball freistehend fünf Meter vor dem Tor (8.). Danach bemühte sich der MSV redlich, doch trotz drei aufgebotener Spitzen wollte es vorne einfach nicht funktionieren. Die
beste Chance hatte Cem Cetinkaya, doch nach toller Vorarbeit von Sebastien Mankumbani bekam er den Kopf nicht richtig hinter das Leder und köpfte es mehr von der Linie weg, als zum Tor hin (38.).
Auch nach der Pause blieben die Gastgeber etwas aktiver, aber ein Spitzenspiel war es leider bei Weitem nicht. Eine schöne Kombination über Carlos Flores mit Flügelwechsel auf Cem Cetinkaya und der zurück in die
Mitte, hätte durch Geburtstagskind Patrick Schumann fast die Führung bedeutet (54.), danach passierte eine Viertelstunde gar nichts mehr. Bis es zur strittigen Szene zwischen Roschlaub und Hinz kam, bei der der Keeper am
Sechzehner das Leder herunterpflücken wollte (Kopfball wäre wohl die bessere Entscheidung gewesen), aber aufgrund des Remplers von „Roschi“ den Ball fallen ließ und tatenlos mit ansehen musste, wie dieser ins leere Tor
vollstreckte (68.). In England wird so eine Situation auf keinen Fall abgepfiffen mag sich Schiedsrichter Schiller gedacht haben, doch für die Oberliga Hamburg eine durchaus ungewöhnliche Entscheidung.
Zehn Minuten vor dem Ende zwang Alex Bugrov Tobias Sävke zu seiner ersten (!) ernsthaften Parade, seinen Schuss konnte der Keeper gerade noch über die Latte lenken (Seeliger: „Wir haben uns heute kaum Torchancen erarbeitet und
waren sehr sehr harmlos“). Die große Gelegenheit zum Ausgleich vergab - wie schon zu Beginn der Partie – der Ex-Norderstedter Hadid, der mit dem Rücken zum Tor stehend das Leder nicht unter Kontrolle bekam (89.). Im direkten
Gegenzug konterten die Meiendorfer ihren „Lieblingsgegner“ (nur zwei Niederlagen, aber nun schon neun Siege in den letzten zwölf Jahren) eiskalt aus und Michael Sara schloss zum 2:0-Endstand ab.
Stimmen
Thomas Seeliger (Trainer Altona 93):
Das Spiel sah nach einem 0:0 aus, diese Niederlage war völlig unnötig und ist durch eine Entscheidung des Schiedsrichters entstanden, die für mich nicht nachvollziehbar ist. Es ärgert mich einfach, dass wir in einer halben Woche zweimal solche Fehlentscheidungen hinnehmen mussten (Anmerkung der
Redaktion: Auch in Buchholz gab es umstrittene Szenen). Für mich war das ein klares Foul an Olli Hinz, er hat auch richtige Striemen an der Bauchmuskulatur. Von beiden Mannschaften war es kein schönes Spiel. Wir gehen jetzt mit Verärgerung über die eigene Leistung und die des
Schiedsrichters nach Hause.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir uns hier präsentiert haben. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass wir vor 48 Stunden schon ein Spiel hatten, während Altona zwei Tage länger Pause hatte. Wir haben sehr
kompakt gestanden und fast nichts zugelassen. Es war klar, dass heute das erste Tor entscheiden würde. Darüber, wie es gefallen ist, lässt sich streiten. Der Keeper springt aus dem Stand hoch, Roschi auch, beide gehen
zum Ball. Ingesamt geht der Sieg in Ordnung, wir hatten die klareren Möglichkeiten. Ich bin stolz und froh, wie die Mannschaft es geschafft hat, innerhalb so kurzer Zeit so eine Leistung an den Tag zu legen. Wir haben
viel Laufarbeit verrichtet und mehr Leidenschaft gezeigt.
13.05.2010 Oberliga Hamburg
Mit den Beinen im Jetzt, mit den Köpfen schon im Morgen.
Meiendorfer SV – Eintracht Norderstedt 1:1 (0:0)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke - Kirbach (83. Okur), Mankumbani (73. Gasde), Weiss, Lund - Flores, Schumann, Cetinkaya, Dossou (45. Güven) - Sara, Roschlaub
Der Eintracht Norderstedt spielte mit:
Böse - Schröder, Gersdorf, Geertz, Sterczyk - Qerimi (79. Tirums), Siedschlag, Cengiz, Barlak - Yilmaz (64. Mandel), Monteiro (45. Dreyer)
Tore:
0:1 Dreyer (80. Barlak), 1:1 Cetinkaya (85. Roschlaub)
Schiedsrichter: Teuscher (SC Eilbek), gute Leistung
Zuschauer: 258
Schon vor dem heutigen Spieltag stand so gut wie fest, dass Meiendorf die Serie an Vizemeisterschaften nicht würde halten können. Damit sich das in der kommenden Spielzeit wieder ändert, wird an der B75 schon intensiv an der
Mannschaft für das nächste Jahr gearbeitet. „Wir wollen ein Team aufbieten, das um die Meisterschaft spielt“ verkündet Coach Lutz Göttling. Tatsächlich konnte man mit Max Anders (Bramfelder SV), Kevin Mellmann (BU) und Lukas
Sterczyk (Eintracht Norderstedt) bereits drei Neuzugänge melden. Unklarheit herrschte bislang noch in der Personalie Cem Cetinkaya. Doch auch die ist gelöst. „Ich kann noch nichts verkünden aber die Entscheidung ist gefallen
und es sieht gut aus, dass er auch nächstes Jahr bei uns spielt“ so Göttling. Wie wichtig der 21-jährige für die Mannschaft ist, hat er auch heute wieder bewiesen.
Nach Flanke von Nils Roschlaub, konnte Cetinkaya das Gewusel im Strafraum nutzen und den Ball gegen den starken Frederic Böse ins Tor schießen (85.). Erst kurz vorher waren die Gäste, etwas überraschend, in Führung gegangen.
Jannik Dreyer nutzte den ihm gebotenen Freiraum und köpfte Mekan Barlaks Flanke ins Tor (80.). Betrachtet man die beiden Halbzeiten genauer, erscheint das Unentschieden aber durchaus Leistungsgerecht.
Die Gäste aus Norderstedt waren von Beginn an aggressiv und druckvoll, was vermutlich auch an Trainer Andreas Prohn lag, der seine Jungs unentwegt mit Sprüchen wie: „Ich kann dich auch gleich auswechseln“ oder „Du schläft jedes
Mal, oder rechnest du gar nicht damit, an den Ball kommen zu können!“ nach vorne peitschte. Nach einer knappen halben Stunde wurde Prohn dafür verwarnt und war fortan etwas zurückhaltender. Große Torchancen blieben aber
Mangelware. Mekan Barlak traf zwar bereits nach drei Minuten ins Tor, allerdings im Abseits stehend. In der zweiten Halbzeit hielt die Eintracht zwar kämpferisch weiter dagegen,
doch Meiendorf war nun spielsicherer. So lag es vor allem an Torwart Böse, dass die Gastgeber nicht in Führung gingen. Carlos Flores (62.) und Nils Roschlaub (64.) scheiterten jeweils freistehend am Norderstedter
Schlussmann. Auch Cetinkaya hätte schon vorher jubeln können, verpasste einen Querpass von Roschlaub aber um Zentimeter (67.). Auf der anderen Seite wurde es bis zum Führungstor nur einmal gefährlich, als sich Shapar Qerimi
ein Herz nahm und aus 35 Metern Tobias Sävke zu einer Parade zwang (68.). Was dann geschah, ist bekannt und beide Teams können die letzten Spiele relativ entspannt angehen. Mit einem Sieg am kommenden Sonntag gegen Lurup,
könnte Norderstedt dann auch den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen. Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
„Im Vergleich zum Spiel gegen Paloma war das heute eine deutliche Steigerung. Ich denke wir sind von Minute zu Minute besser ins Spiel gekommen, haben unsere Chancen aber fahrlässig vergeben. Nach der zweiten Hälfte, ist ein Punkt hier heute eigentlich zu wenig“
Andreas Prohn (Trainer Eintracht Norderstedt):
„In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt und ordentlich dagegen gehalten. Die zweite Hälfte war leider anderes. Es ist zwar ärgerlich, wenn man so spät noch den Ausgleich bekommt, aber wir sind insgesamt zufrieden mit dem Unentschieden.“
09.05.2010 Oberliga Hamburg
HR sah lange wie der sichere Sieger aus! MSV fand erst ab der 65. Minute statt und machte aus einem 0:2 einen 3:2-Sieg! Carlos Flores war nicht zu stoppen!!!
Halstenbek Rellingen - Meiendorfer SV 2:3 (1:0)
Der Halstenbek Rellingen spielte mit:
Schultz (4) - Warnick (3), Hermanowicz (4), Schmerberg (4) - Wroblewsky (3), Richert (2-3), Kebbe (3) ab 68. Sander (-), Bräuer (2) ab 83. Cetinkaya (-.), Eta (3-4), Diederichsen (3-4), Ude (2) ab 83. Arslan (-) – Trainer: Thomas Bliemeister
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke (2-3) – Mankumbani (3), Lund (4), Weiss (3-4), Okur (5) – Schumann (2-3) - F. Gasde (3), Sara (3), Cetinkaya (2) ab 90. Kirbach (-) – Flores (2) ab 90. Thoele (-), Roschlaub (3-4) - Trainer: Lutz Göttling
Tore:
1:0 Antonio Ude (10.) aus 8m nach schöner Hereingabe, 2:0 Antonio Ude (57.) mit herrlichem Treffer, 2:1 Carlos Flores (65.) mit herrlichem Solo ließ er 5 Halstenbker Spieler wie Slalomstangen.aussehen und versenkte den Ball überlegt; 2:2 Michael Sara (78.) aus 13 m nach toller Vorarbeit von Flores; 2:3 Cem Cetinkaya (90.FE) nach Doppelfoul am Flores
Schiedsrichter: Hass (Germania Schnelsen): Hatte besonders in der zweiten Halbzeit reichlich zu tun und war dabei besser, wie manch einer der Experten es gesehen haben will
Gelb/Rote Karten: Lund (84.), Schumann (88.) (Meiendorf)
Rote Karte: Schultz (90. Halstenbek wegen Notbremse)
Zuschauer: Minusrekord in Halstenbek, nur 80 Zuschauer wollten dieses Spiel sehen dabei hatte diese Partie einiges zu bieten...
„Das war bitter und tat weh! Das Spiel war wie ein Schlag in die
Magengrube. Schwer zu verdauen!“ So die Kommentare der Halstenbeker Fans und Offiziellen.
Ganz anders die Meiendorfer: 65 Minuten sahen sie so gut wie nichts von ihrer Mannschaft aber am Ende gab es ein 3:2-Sieg! Da konnten die wenigen MSV-Fans so richtig schön jubeln obwohl
auch sie dieses Ergebnis nicht so richtig begreifen konnten. Sehr gut ins Spiel gekommen, lief es zunächst optimal für
Halstenbek. Vor allen Dingen ging viel über die linke Seite mit Diederichsen, Bräuer und Richert. Immer wieder wurde die Meiendorfer Abwehr in Probleme gebracht. Über links fiel dann auch die verdiente 1:0 Führungfür die Gastgeber. Yannick
Bräuer brachte den Ball schnell Richtung Grundlinie und spielte den Ball auf den mitgelaufenen Antonio Ude. Der hielt den Fuß in das Zuspiel und ließ Tobias Sävke im Meiendorfer Tor
keine Chance. In der Folgezeit spielte HR immer wieder gute Torgelegenheiten heraus. Erst verzog der agile Sascha Richert (15,), dann scheiterte Yannick Bräuer am guten MSV-Keeper (21.) und zielte zu ungenau (23.). Der Meiendorfer SV hatte während der ersten Halbzeit keine
nennenswerte Chance. Zu behäbig, zu langsam agierte das Team. Bereits vor der Mittellinie landeten die Pässe in den Füßen der viel agilern und lauffreudigeren HR-Spieler.
Nach der Pause ging es für H-R weiter im Stil der ersten Hälfte. In der 57. Minute gab es ein Riesendurcheinander im Meiendorfer Strafraum. Meiendorf konnte den Ball nicht klären
und der Ball kam zu Antonio Ude. Ude nahm den Ball runter, drehte sich zum Tor und setzte den Ball aus 10 Metern neben den linken Pfosten zum vielumjubelten 2:0 in die Maschen - Ein Klasse-Tor!
Doch mit dem Anschlusstreffer von Carlos da Silva Flores in der 65. Minute zeichnete sich ein Kippen der Partie ab. Flores umkurvte 5 HR Abwehrspieler und schlenzte den Ball herrlich in die Maschen. Der
MSV bekam nun Aufwind und HR wurde immer nervöser. Die schnellen Meiendorfer Spitzen konnten immer wieder durch die Abwehr marschieren und für Gefahr sorgen. Doch auch für H-R gab es noch sehr
gute Chancen das Trefferkonto zu erhöhen. Doch es sollte kein weiterer Treffer mehr gelingen. Anders Meiendorf: Der sich abzeichnende Ausgleich fiel durch Michael Sara in der 80. Spielminute. Der Druck
von Meiendorf wurde nun immer größer. Doch auch in dieser Phase hatte H-R die Chance zum 3:2 durch Sascha Richert. Doch ohne Mut wurde der Ball weitergespielt statt zu schießen und letztendlich war
auch diese Möglichkeit weg. Jetzt wurde es nochmal hektisch. Die Meiendorfer Norman Lund und Patrick Schumann sahen die Gelb/Rote Karte. Das I-Tüpfelchen für HR kam dann noch gegen 9 (!!)
Meiendorfer in der letzten Minute: Aufgerückte HR-Abwehr, langer Ball nach vorne und schon brannte es vor dem Tor. Gerrit Diederichsen konnte Carlos da Silva Flores auch durch eine Notbremse nicht mehr aufhalten und so tauchte Flores frei vor Torwart Dennis Schultz auf. Flores legte den Ball an Schultz vorbei und umlief
den Torwart. Der Keeper verfolgte Flores, um das Tor noch zu verhindern. Dabei riss er dann den Meiendorfer um. Das gab Rot für Dennis Schultz und Strafstoß für Meiendorf! Da schon 3x gewechselt war,
musste ein Feldspieler ins Tor gehen. Benjamin Eta übernahm die Aufgabe, hatte aber keine Chance bei dem Schuss von Cem Cetinkaya. Wie oben schon gesagt: Ein ganz bitterer Nachmittag auf
dem Jacob-Thode Platz für alle HR-Fans. HG
05.05.2010 Oberliga Hamburg
MSV verpennte mal wieder erste Hälfte! Martin Weiss erzielte zwei Kopfballtore und sicherte glücklichen Punkt in
der 95. Minute
TSV Wedel - Meiendorfer SV 2:2 (1:0)
Der TSV Wedel spielte mit:
Brandt (3) ab 58. Pätzel (-) – Munzel (3), Waseq (2), Yilmaz (2), Apphia (2-3) - Yamrali (3), Maksimovic (3) - Matthiesen (3), de Oliveira (3) ab 83. Krabbes (-) - Mus (3) ab 75.Hayran (-), Boesten (3) – Trainer: Frank Pagenkopf
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke (2-3) – Kirbach (5) ab 31. Mankumbani (3), Weiss (3), Schumann (2-3), Güven (3) – Cetinkaya (4- 5), Sara (3-4), Lund (4), Okur (4) ab 65. Dossou (-) – Flores (3-4), Roschlaub (3-4) - Trainer: Lutz Göttling
Tore:
1:0 Mümin Mus (14.) nach Stellungsfehler von Weiss, 1:1 Martin Weiss (63.) mit schönem Kopfball nach Eckball von Sara, 2:1 Mümin Mus (83.) aus 3m aus klarer Abseitsposition nach Schuss von Yamrali; 2:2 Martin Weiss (95.) erneut mit Kopfball nach Ecke von Cetinkaya und Kopfballverlängerung von Schumann
Schiedsrichter: Michael Zibull (SV Heidgraben): haben wir schon besser gesehen, spielte sich zu sehr in den Vordergrund. Das 2:1 für Wedel wurde aus klarer Abseitsposition erzielt!
Zuschauer: nur 87 Zuschauer im riesigen Elbestadion, die über eine lange Zeit eine schwache MSV-Mannschaft sahen.
„Es ist nicht nur Sand im Getriebe, das ist schon ein Felsbrocken.Ich überdenke derzeit die komplette Saisonplanung für die neue Serie. Es finden viele Gespräche statt, mit neuen sehr
interessante Spielern!“ So ein enttäuschter MSV-Trainer Lutz Göttling. Lutz Göttling weiter in Kurzform: „Fußballerisch war das von uns eine schwache Leistung. Bereits in der 3. Minute der frühe Rückstand
für unser Team nach einem Stellungsfehler von Martin Weiss, so dass Torschütze Mümün Mus keine Mühe hatte. In der Folge einige
gute Möglichkeiten für Wedel’s schnelle Spitzen. Danach ausgeglichenes Spiel, mit Lattenkopfball von Michael Sara in der 35. Minute. In der 2. Halbzeit war mehr Laufarbeit zu erkennen, damit auch mehr
Ballbesitz für uns, folgerichtig der Ausgleich durch einen schönen Kopfball von Martin Weiss nach Ecke von Michael Sara.
In der 81. Konter von Wedel, Tiefenpass wieder Weiss zu langsam, Tobias Sävke will außerhalb des 16er klären, zu spät, Yamrali spielt ihn aus, ein Schuss Richtung Tor aus halblinker Position, dieser
würde vorbei gehen, aber Mümün Mus drückt diesen aus 3 m über die Linie. Eigentlich Abseits, denn nur ein Spieler (Lund) steht zwischen Torlinie und Passgeber, doch Schiedsrichter Zibull gibt den
Treffer! Danach einige gute Konter des Gegners, die aber überhastet vergeben wurden. Wir haben alles nach vorne geworfen, mehrere Eckbälle hintereinander erzielt, und mit der letzten Aktion Glück:
Eckball von Cem Cetinkaya, Kopfballverlängerung von Patrick Schumann, am zweiten Pfosten erneut Martin Weiss per Kopfball zur Stelle - Tor, Schlußpfiff.! Glücklicher Punkt für uns!“
Der TSV Wedel und ihr Trainer Frank Pagenkopf sahen das Spiel wie folgt: „ Das 2:2 gegen Meiendorf ist auf dem Papier ein gewonnener Punkt, aufgrund des starken Auftritts unserer Mannschaft und
zahlreicher nicht genutzter Chancen kann man auch von zwei verloren Punkten sprechen. Trotz einer ziemlich unterirdischen Leistung des Schiedsrichters, müssen sich unsere Stürmer an die eigene Nase
fassen, denn mit ca. 10 hochkarätigen Chancen war die Möglichkeit klar gegeben, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Aber das Glück hatte der MSV in der Nachspielzeit, das Ihnen noch der Ausgleich
gelang. Zudem mussten wir nach einem Zusammenprall mit Nils Roschlaub in der 59. Minute die Torhüter wechseln, wobei Thomas Brandt mit einer Kopfplatzwunde ins Krankenhaus musste. Gute
Besserung Thomas. Trotz allem, die Serie hält: 6 Spiele unbesiegt !“ HG
01.05.2010 Oberliga Hamburg
Sind die Meiendorfer Hochzeiten vorbei?
Meiendorfer SV – USC Paloma 0:1 (0:1)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Mankumbani, Schumann, Thoele (67. Kahl), Güven – Dossou (46. Lund), F. Gasde, P. Gasde (54. Okur) – Cetinkaya – Flores, Roschlaub
Der USC Paloma spielte mit:
Dröge – Kwame (65. Weidlich), Lohfeldt, Francke, Osinski – Gregori, Hamurcu - Savelsberg, Gottschalk – Kieckbusch, Carrion Gaona (86. Keklikci)
Tore:
0:1 Kwame (33.)
Schiedsrichter: Barrabas (SC Condor), hat ein eingespieltes Team
Zuschauer: 302
Es war ein Fußballmatch, das die Dreihundert wohl kaum längere Zeit in Erinnerung haben werden. Ein Pflichtspiel eben, jedenfalls soweit es die Platzherren betraf. Ihr Nils Roschlaub ist zurzeit einfach nicht in der Lage, seine Mannschaft mitzureißen und selbst für Treffer zu sorgen. Typisch die Szene nach knapp einer halben Stunde, als "Roschi" sich, allein dem Paloma-Gehäuse zustrebend, noch vom aus über zehn Meter Entfernung heranstürzenden Kusi Kwame (oder Kwame Kusi?) die Kugel wegschnappen lässt. In früheren Zeiten ein undenkbarer Fakt. So sind es dann die vormaligen Uhlenhorster, welche die Partie in Halbzeit eins weitgehend bestimmen, sich bei Torschüssen allerdings auf unpräzise Distanzbälle von Dirk Savelsberg, Luis Carrion Goana sowie Marcel Gottschalk beschränken. Richtig gefährlich sieht es allerdings für die Gastgeber aus, als nach einem Abwehrfehler des nach langer Zeit mal wieder eingesetzten Jan Thoele sich Keeper Tobias Sävke um die 26. Spielminute herum Carrion Gaona wagemutig in den Weg werden muss, um einen Rückstand zu vermeiden. Sieben Minuten später allerdings ist auch Sävke machtlos bei einem präzisen und aus 18 Metern wuchtig getretenen Flachschuss von Kwame (oder Kusi). Das 0:1 zur Halbzeitpause ist dann auch für die "Hüllmänner" hoch verdient, zumal kurz zuvor sich auch noch Mahir Hamurcu und wiederum Gottschalk als Schützen versuchen.
Nach Rückkehr aus den Kabinen scheinen die "Göttlinger" allerdings Gas geben zu wollen. In Minute fiftyfive bedient der eingewechselte Norman Lund Carlos Flores mustergültig, USC-Goali Frank Dröge greift ihn nur halbherzig an, aber der Schuss des kommenden Abwanderers dreht sich um den Außenpfosten. Auch dem erst später hereingekommene Fatih Okun bieten sich eine Viertelstunde vor Schluss zwei optimale Möglichkeiten, die er jedoch pessimal ungenutzt lässt. In den Schlussminuten schaffen es auf der anderen Seite Kevin Weidlich und erneut Carrion Gaona ebenfalls nicht, das Ergebnis noch auszubauen.
51 Punkte aus nunmehr 29 Spielen dürften nach der heutigen Vorstellung kaum ausreichen, um wiederum den Vizemeistertitel nach Meiendorf zu entführen. Paloma hingegen scheint gute Aussichten zu haben, als unmittelbarer Verfolger der fünfkopfigen Spitzengruppe auch im Zieleinlauf präsent zu sein. Hafo.de
Stimmen
Frank Hüllmann (Trainer USC Paloma):
Ich meine, wir haben in der ersten Halbzeit einen sehr guten Fußball gespielt, und sind so auch verdient in Führung gegangen. Es war klar, dass Meiendorf im zweiten Spielabschnitt Gas geben musste. Das haben sie auch gemacht. Wir haben aber gut dagegen gehalten und keinen Zweikampf verloren gegeben. Allerdings auch nicht mehr jeden gewonnen. Wer aber ein Tor erzielt und keins zulässt hat aber verdient gewonnen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Ich habe das Spiel allerdings ein wenig anders gesehen. Ein Unentschieden hätte für uns im Bereich des Möglichen gelegen. Allerdings haben wir zunächst jeden Zweikampf verloren, haben leichte Bälle nicht bekommen, und sind fast immer zu spät gekommen. In der zweiten Halbzeit allerdings hatten wir mehr Ballbesitz, mehr Spielanteile und drei große Möglichkeiten. Für ein Heimspiel war das allerdings zu wenig. Ich bin eigentlich sehr enttäuscht. Platz zwei wird nunmehr sehr schwer werden. Wir wollen aber wenigstens versuchen, unter den ersten Vier zu bleiben und die Saison vernünftig zu Ende bringen. Zur nächsten Spielzeit wird dann hoffentlich auch wieder Leben in den Kader kommen.
27.04.2010 Oberliga Hamburg
Gelb und Rot - die Modefarben im Topspiel.
Meiendorfer SV – SV Curslack-Neuengamme 2:1 (2:0)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Mankumbani, Schumann, Weiss, Güven – Dossou (65. Okur), F. Gasde, Sara, Cetinkaya (83. Kahl) – Flores (75. Thoele), Roschlaub
Der SV Curslack-Neuengamme spielte mit:
Schönsee – Wulff (74. Gothmann), Figge, Blättermann, Sander – Papke, Khalili, Zöpfgen (25. Kruse), Theetz – Höricke (61. Spill), Reincke
Tore:
1:0 F. Gasde (14.), 2:0 Sara (35.), 2:1 Kruse (68.)
Rote Karte: Weiss (71., Tätlichkeit) – Gothmann (78. grobes Foulspiel)
Schiedsrichter: Michael Ehrenfort (TuRa Harksheide): Hatte in der ersten Halbzeit ein leichtes Spiel. In der zweiten dann nicht mehr. Hätte im Nachhinein schon von Beginn an härter Durchgreifen müssen. An der aufkommenden Hektik war er zumindest nicht ganz unschuldig.
Zuschauer: 214
Schon die Auswahl der Trikotfarben war kein gutes Omen für beide Mannschaften. Meiendorf lief wie gewohnt ganz in gelb auf, die Gäste aus Curslack in rot. Das man beide Farben nicht nur in Form der Trikots häufiger sehen sollte, davon war zu Beginn allerdings noch nichts zu spüren.
Eher verhalten gingen beide Teams dieses Spitzenspiel zwischen dem Dritten und Fünften der Tabelle an. Bis zum ersten Tor hatte es noch keinen nennenswerten Schuss gegeben. Eigentlich war auch die Situation schon fast geklärt, doch Curslacks Sven Zöpfgen verstolperte den Ball und Fabian Gasde nutze die Gelegenheit. Eiskalt zog er aus 18 Metern ab und traf zum 1:0 für die Gastgeber (14.). Danach wurde die spielerische Überlegenheit des MSV immer deutlicher. Vor allem über die linke Seite und Cem Cetinkaya kamen immer wieder gefährliche Angriffe. Eben dieser war es dann auch, der das zweite Tor vorbereitete. Seine flache Hereingabe in des Gegners Strafraum verpassen nacheinander Mathias Figge und Daniel Wulff, während der glückliche Michael Sara mit dem Fuß zur Stelle war – 2:0 (35.). Meiendorf hatte das Spiel im Griff und schien dem dritten Treffer näher, als Curslack-Neuengamme dem Anschluss.
So begann auch die zweite Halbzeit. Großchancen blieben zwar Mangelware, doch alles schien für die Gastgeber zu laufen. Nils Roschlaub war es, der nach einem Pass von Carlos Flores die Chance zum 3:0 vergab (66.). Wohlmöglich hätte er damit allen Verantwortlichen viel Aufregung erspart. Die zweite Halbzeit wurde deutlich ruppiger als noch die erste, in der Schiedsrichter Michael Ehrenfort noch einige Situation weiterlaufen ließ. Irgendwann entschloss er sich aber notgedrungen hart durchzugreifen, was insgesamt neun gelbe und zwei rote Karten zur Folge hatte. Zusätzliche Unruhe verursachte der überraschende Anschlusstreffer. Matthias Reincke brachte einen Freistoß in den Strafraum. MSV-Keeper Tobias Sävke schien den Ball schon zu haben. Doch Jan Kruse war mit dem Kopf doch noch früher dran und köpfte den Ball ins Tor. Als dann auch noch Martin Weiss nach einem Gerangel mit Marco Theetz (dem ein Foul des Curslackers voranging) vom Platz flog (71.), kippte die Stimmung in Meiendorf von rosarot in schwarz.
Aber auch die Gäste wurden nervös und fanden in Überzahl nicht zu ihrem Spiel. Nur ganz kurz überhaupt dabei war der eingewechselte Dennis Gothmann. Schon knapp fünf Minuten nachdem er den Platz betrat, wurde er diesem wieder verwiesen.
So war es am Ende zwar nicht ansehnlich, aber wie Lutz Göttling zusammenfasste „interessant, rassig und spannend“. Farbenfroh hat er noch vergessen. Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV)
„Das war heute für uns ein wichtiger Sieg gegen einen direkten Konkurrenten. Bis zum Anschlusstreffer haben wir eigentlich ein ordentliches Spiel gemacht und hätten schon zum 3:0 treffen können. Dann kam leider unnötige Spannung auf. Für die Zuschauer war das sicher ein interessantes Spiel.“
Torsten Henke (Trainer SV Curslack-Neuengamme):
„Schon aufgrund der ersten Halbzeit geht der Sieg für Meiendorf in Ordnung. Wir hatten leider nach dem letzten Spiel am Sonntag nur einen Tag Pause und sind schlecht ins Spiel gekommen. Die Schlussphase wurde dann noch mal sehr hektisch, woran der Schiedsrichter vielleicht auch etwas Mitschuld trägt.“
24.04.2010 Oberliga Hamburg
Geht doch! Überzeugende Leistung der Gelb-Schwarzen! Nils Roschlaub traf gleich 2x!
VfL Lohbrügge - Meiendorfer SV 0:4 (0:3)
Der VfL Lohbrügge spielte mit:
Boll (2) – Stritzke (4), Flick (4), Möller (4), Nunes (3) - Bültemann (4), Seibert (4), Graf (4), Öccerkes (4) – Braun (3) , Steffens (4) - Trainer: Sven Schneppel
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke (3) – Kirbach (3) ab 70. Thoele (-), Mankumbani (2-3), Weiss (2), Güven (3) – Sara (2) ab 85. Kahl (-), Cetinkaya (2-3), F. Gasde (3), Dossou (3) ab 63. Okur (-) –
Flores (2-3), Roschlaub (2) – Trainer: i.V. Karsten Böhmer
Tore:
0:1 Nils Roschlaub (13.) ging auf und davon und ließ dem VfL-Keeper mit Schuss ins lange Eck keine Chance; 0:2 Carlos Flores (23.) mit Kopfball aus drei Metern nach herrlicher Kopfballablage von Martin Weiss; 0:3 Martin Weiss (40.) mit Flachschuss gegen die Richtung des Torwarts nach schöner Kombination zwischen Michael Sara, Cem Cetinkaya und Ömer Güven; 0:4 Nils Roschlaub (54.) ließ den Torwart keine Möglichkeit nach schönem Zuspiel von Sara.
Schiedsrichter: Bramlage (Vechta!), Schwierigkeiten hatte er nur mit der Anreise und den Kernkraftdemonstranten kurz vor dem Ziel Binnenfeldredder!
Zuschauer: keine 100, bei herrlichem Wetter. Zumindest die Meiendorfer Fans konnten sich an dem Spiel, den wirklich leckeren Grillerzeugnissen und den ausgesprochen gut temperierten Bier vom Fass erfreuen.
Nach den letzten doch unterdurchschnittlichen Leistungen hatte sich der MSV beim Tabellenletzten Lohbrügge einiges vorgenommen. Da MSV-Trainer Lutz Göttling familiäre Verpflichtungen hatte und Co-Trainer Helge Mau als Spieler unterwegs war (gewann mit dem FC Sylt 3:1 bei der FSG Sörup-Sterup und steht damit vor der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Oberliga Schleswig Holstein), coachte heute Liga-Obmann Karsten Böhmer das MSV-Team und der machte seine Sache gut.
Der MSV legte los wie die Feuerwehr und lies die Lohbrügger kaum zum Atmen kommen. Besonders Michael Paul Sara sprühte vor Ehrgeiz und Spielwitz.
Anscheinend hatte die interne 3 zu 1 Wette gegen Cem Cetinkaya ihm Flügel verliehen. So prüfte er schon in der Anfangsphase den guten VfL Keeper
Boll mit zwei strammen Schüssen. Den einen Ball konnte der Keeper mit einer glänzenden Parade aus dem Winkel fingern, das andere Geschoss klatsche gegen den Pfosten! Mehr Glück hatte der gut aufgelegte Nils Roschlaub. Sein Geschoss schlug in der 13. Minute unhaltbar ins lange Eck ein. Meiendorf beherrschte in der Folge Ball und Gegner. Bereits 10 Minuten später lag der Ball wieder im Netz der hoffnungslos unterlegenden Lohbrügger. Eine weite Flanke köpfte der sehr starke Martin Weiss mustergültig auf Carlos Flores, der den Ball aus zwei Metern einschädelte. Die nächste Gelegenheit hatte der kaum zu bremsende Nils Roschlaub, der diesmal nicht abspielte sondern den Torwart selbst mit einem strammen Schuss prüfte. In der 34. Minute die erste und einzige Chance der Lohbrügger in der ersten Halbzeit. Nach einem Foul im Mittelfeld, das der Schiedsrichter nicht erkannte, schickte Seibert den schnellen Bültemann auf die Reise und der traf aus vollem Lauf nur die Latte - Glück gehabt. Das war das Zeichen für den MSV wieder etwas mehr Kohle ins Feuer zu werfen. So scheiterte Michael Sara mit einem Kopfball an Keeeper Boll (38.). Der konnte allerdings in der 40. Minute einen weiteren Treffer nicht verhindern. Nach einer schönen Kombination zwischen Michael Sara, Cem Cetinkaya und Ömer Güven erzielte Martin Weiss mit einem strammen Flachschuss das vielumjubelte 3:0 und krönte damit seine starke Leistung. Mit viel Beifall wurde das MSV-Team in die Halbzeit verabschiedet. Die MSV-Fans ließen es sich am Bierstand endlich wieder gut gehen. Ganz entspannt konnten die MSV-Zuschauer dann die 2. Halbzeit bei strahlendem Sonnenschein genießen, als Nils Roschlaub in der 54. Minute mit einem Flachschuss seinen zweiten Treffer erzielte nach Pass von Michael Sara. Danach kontrollierte der MSV das Spiel nach belieben ohne sich aber 100%-ige Torchancen herauszuspielen. Nur Fatih Okur weckte noch einmal den Heim-Keeper mit einem Volleyschuss, aber der beste Lohbrügger boxt den Ball aus dem Winkel. Die Lohbrügger waren heute nicht in der Lage das „Böhmer“-Team ernsthaft zu fordern. Insgesamt eine starke Leistung des MSV, die durchaus mit einem noch höheren Sieg belohnt hätte werden können! HG
18.04.2010 Oberliga Hamburg
Abshagen von der Eckfahne, Concilio aus 30 Zentimetern
SC Condor – Meiendorfer SV 2:1 (1:1)
Der SC Condor spielte mit:
Heinßen - Twardawa, Lüdemann, Neumann, Grudzinski – Niemann (68. Yasar) – Abshagen (53. Winterfeld), Concilio (80. Niedermeyer), Eren - Griese, Gyimah
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Kirbach (71. Kahl), Mankumbani, Weiss, Güven (85. Lund) - Fabian Gasde – Dossou, Cetinkaya (77. Okur) – Sara – Flores, Roschlaub,
Tore:
0:1 Flores (7.), 1:1 Abshagen (8.), 2:1 Concilio (54.)
Schiedsrichter: Braun (Niendorfer TSV) – wenige Fehler, guter Auftritt
Zuschauer: 130
Wenn selbst der allseits für seine souveräne Sachlichkeit geschätzte Helmut Bielfeldt poetisch wird, muss etwas Besonders passiert sein am Berner Heerweg. „Der Eine feiert, der Andere trauert – das dauert“, dichtete Condors Pressesprecher philiosophisch, als die Trainer bei der Pressekonferenz noch immer auf sich warten ließen. Grund genug für die Journalisten, noch ein paar leckere Kekse aus der Dose zu fischen und gemeinsam über das gerade Gesehene zu fachsimpeln. Schließlich hätte die Prognose „Condor schlägt Meiendorf mit 2:1“ vor dem Spiel für das eine oder andere erstaunte Gesicht auf der Anlage gesorgt.
Nach dem Spiel lautete die passende Beschreibung dieses Sieges „letztlich nicht unverdient“, auch wenn Meiendorfs Trainer Lutz Göttling in eine andere Richtung tendierte. „Wir waren überlegen, hatten mehr Spielanteile, mehr Torchancen – und der Gegner macht aus einer Möglichkeit zwei Tore. Das ist bitter“, sprach er nach dem fairen Glückwunsch für seinen Kollegen Mike Breitmeier. Und lag zugleich richtig und falsch. Denn neben der unterschlagenen Chance zum 3:1 durch Malte Griese muss eindeutig auch der Biss, den der SC Condor von Beginn an an den Tag legte, gewürdigt werden. Denn genau durch diese Leidenschaft verdienten sich die „Raubvögel“ den Dreier.
Einen solchen, nämlich einen Dreier, hätte es bereits zwischen den Minuten sieben und neun geben können. Bald-Condoraner Carlos Flores brauchte nur nach Pass von Nils Roschlaub, mit dem er gemeinsam auf Fabian Heinßen zugelaufen war, zum sicheren 2:1 vollstrecken, schon wären drei Treffer in drei Minuten perfekt gewesen. Doch Flores löffelte den Ball in den Himmel und es blieb bis dato beim Remis, welches schön und kurios zugleich zustande gekommen war. Für den Teil zum Zunge schnalzen war dabei ebenfalls Flores zuständig, als er sich in der siebten Minute am linken Strafraumeck technisch perfekt durchsetzte und den Ball per Liege-Drehschuss wunderbar in die lange Ecke zirkelte. Die Kuriosiät des Tages war dann wieder ein Dreier. Marcel Abshagen flankte den Ball nach einem öffnenden Pass von Florian Niemann an den kurzen Pfosten. Dort spielten Tobias Sävke und Christoph Kirbach „Nimm-Du-ihn-Ich-hab-ihn-sicher“ und der Ball trudelte am ersten Pfosten und an beiden vorbei, tickte auf der Linie auf, küsste die zweite Begrenzungsstange und senkte sich kokett hinter die Linie. Ein irres Tor.
Danach passierte in Hälfte eins bis auf einen Flores-Seitfallzieher für die Galerie und in die Wolken vor den Toren nichts mehr (27.) – und dennoch bekamen die Zuschauer ein gutes Spiel zu sehen. Schöne Ballstafetten, viel Tempo, voller Einsatz. Das Begutachten dieser Partie machte Laune. Nach den Pausenansprachen der beiden Übungsleiter drängte dann zunächst der ewige Vizemeister, was bitte als Kompliment für die außergewöhnlich gute Arbeit an der B 75 verstanden werden soll, auf seinen vierten Titel in Serie. Flores legte ein beachtliches 70-Meter-Solo an der Seitenlinie, verfolgt von Abshagen, hin, um Fabian Gasde per genau getimten Rückpass die Kugel maßgeschneidert zu servieren. Ergebnis: Wieder in die Wolken.
Danach verließ der starke Abshagen das Feld. Er hatte die ganze Nacht hindurch bis sechs Uhr früh gearbeitet und brauchte etwas Ruhe nach seiner zweiten Schicht. Enttäuscht von Trainer Mike Breitmeier war er nach Spielende aber trotzdem, schließlich hatte der ihn, den Ex-Altonaer, beim Auswärtsspiel an der Adolf-Jäger-Kampfbahn „ohne Begründung nicht aufgestellt.“ Abshagens Schlussfolgerung: „Wir liegen momentan einfach nicht auf einer Wellenlänge. Ich weiß nicht, ob ich hier bleiben werde.“
Noch aber ist „Absi“ ja da und so verfolgte auch er mit Freude den Führungstreffer seiner Kameraden. Mehmet „Max“ Eren spielte John Gyimah in den Lauf und dieser verhaspelte sich zunächst frei vor dem Zentrum des Torjäger-Glücks. Als er sich nach außen abdrängen ließ, meinte ein Condor-Fan „Das schafft er nicht“, auch als Sävke seinen kullerigen Schuss per Fuß abwehrte hieß es „Das wird nichts“ – und wieder mal lag jemand an diesem Tag richtig und falsch zugleich. Denn Gyimah machte zwar das Tor nicht, legte aber den Abpraller Marco Concilio mit dem Kopf, schön an Sävke vorbei, auf. Dieser ignorierte die anderen MSV-er auf der Linie und bummste den Ball aus 30 Zentimetern ins Tor.
Meiendorf schlug durch Flores (61.) und Cem Cetinkay (62.) zurück, aber egal wie hoch sie schossen – niemand kam vorbei und reklamierte die Größe von Heinßens Gehäuse. Trotzdem hätte dieser fast noch hinter sich greifen müssen, als es nämlich Michael Sara aus bester Position mal flach versuchte. Doch ein moderner Torwart rettet sein Team mit dem Einsatz aller Körperteile und so bremste Heinßen das Spielgerät gekonnt reflexartig mit seinem durchtrainierten Po ab und setzte sich drauf (70.). Vier Minuten danach hatte Griese die bereits erwähnte Chance, alles klar zu machen, köpfte jedoch eine Hähnchenfeder daneben.
Hinten ließen die „Raubvögel“ aber nichts mehr zu, und nach Feier- und Trauerstunde erschienen schließlich auch die Trainer zur Pressekonferenz. Condors Breitmeier erklärte erst seinen bemerkenswerten Mut, ausgerechnet gegen Meiendorf auf ein unverschämt offensives 4-1-3-2 zu setzen damit, „dass ich einen neuen Reiz setzen wollte“ und konterte nach den üblichen und zu Recht ausgesprochenen Komlimenten für seine Truppe schließlich Abshagens Kritik: „Er gehört zu den erfahrenen Spielern und sollte seine Leistung in den letzten Wochen selber kritisch hinterfragen. Lutz wird mir zustimmen: Man kann als Trainer nicht jedem Spieler jede Woche erklären, warum er vielleicht mal nicht spielt. Und auf so was wie Ex-Verein können wir keine Rücksicht nehmen. Wir brauchen jeden Punkt.“ Aber ganz nach der Methode Peitsche und Zuckerbrot wurde er wieder versöhnlich: „In einer guten Ehe kracht es ja auch mal. Und er hat heute stark gespielt und mir eine gute Antwort auf dem Platz gegeben.“ Wie der ganze SC Condor dem M eiendorfer SV. Respekt, ihr tapferen Kicker vom Berner Heerweg. Hafo.de
14.04.2010 Oberliga Hamburg
Der "letzte Mohikaner" wird zum neuen Geist von Lurup
SV Lurup – Meiendorfer SV 2:1 (0:0)
Der SV Lurup spielte mit:
Kindler – Sivcak, Ehlers, Bohn, Kantekin – Ribeau, Czech – Carallo (85. Eggerstedt) – Rohrberg (71. Geist), Kaladic – Strömer (55. Gehr)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Kirbach (62. F. Gasde), Schumann, Weiss, Chau – P. Gasde (40. Sara) – Cetinkaya, Lund (69. Güven), Okur – Flores, Roschlaub
Tore:
1:0 Strömer (53.), 1:1 Cetinkaya (75.), 2:1 Geist (87.)
Schiedsrichter: Johannes Mayer-Lindenberg (HTB): Wie auch seine Assistenten sehr gut !
Zuschauer: 109
Marcel Kindler wirbelte den längst ausgewechselten Jurek Rohrberg durch die Luft, Andreas Klobedanz kam aus dem hüpfen nicht mehr raus und Jan Geist rannte, die Hand am Ohr und vor Freude brüllend, an der Luruper Tribüne vorbei. Eine Woche nach dem Überraschungserfolg gegen Victoria gab es erneut eine Sensation zu bestaunen. Die Mittwoch-Abend-Spiele im Stadion an der Flurstraße bieten momentan die beste Fußballunterhaltung in der Stadt.
Im Gegensatz zum Duell mit dem Hamburger Meister hatte Lurup gegen den MSV mehr Spielanteile und die besseren Chancen. Die erste Möglichkeit ließ allerdings eine runde halbe Stunde auf sich warten: Pierro Carallo legte den Ball per Hacke auf den Fuß des blutjungen Len Strömer. Dessen Versuch wurde von Tobias Sävke ebenso gehalten, wie der Nachschuss von Matthias Ribeau. Meiendorfs erste und einzige Gelegenheit in der ersten Halbzeit vergab Nils Roschlaub, als er in der 42. Minute knapp am Tor vorbei schoss. Sekunden vor dem Pausenpfiff bediente Rohrberg Strömer mit einer Traum-Flanke aus dem Halbfeld, doch der Stürmer scheiterte erneut an Sävke.
In der 53. Minute durfte der engagierte Youngstar dann aber doch seinen ersten Treffer im ersten Oberliga-Spiel bejubeln: Nach einem langen Ball von Timo Ehlers sprintete er nicht nur seinem Bewacher Christoph Kirbach, sondern der gesamten MSV-Abwehr davon und schob zur Führung ein. Tobias Sävke hätte dem Ball entgegen kommen müssen, anstatt auf der Linie zu kleben.
Nur sieben Minuten später hätte der für Strömer eingewechselte Gehr das 2:0 für Lurup machen müssen! Er lief gemeinsam mit Ribeau auf das Meiendorfer Tor zu, schoss Sävke aber in die Arme anstatt zu verwandeln oder quer zu spielen.
Danach kamen die starken 20 Minuten der Gäste: Roschlaub köpfte noch knapp daneben (67.), ehe Kantekin bei der Annahme im eigenen 16ner das Leder verstolperte und Cem Cetinkaya für den MSV einschoss (75.). Zwei Minuten später streifte ein 20-Meter-Freistoß von Roschlaub die Latte, eine Minute danach schoss Ömer Güven knapp rechts vorbei.
Alles sah danach aus, dass Meiendorf das Spiel drehen würde. Aber in Lurup gibt es einen neuen Geist. Und der traf in der 87. Spielminute, nachdem er das Laufduell gegen Chau gewonnen hatte (der knickte um, musste verletzt raus) zum 2:1. Hafo.de
„Jan Geist war in der Hinrunde noch der letzte Mohikaner im Angriff, der einzige der das Spiel offen gehalten hat“, sagte Klobedanz nach dem Spiel über den Mann, der schon gegen Victoria der Matchwinner war. Lurups Trainer weiter: „Wir haben uns in sehr guter Verfassung präsentiert. Im Winter konnte die Mannschaft sich sortieren, viele finden jetzt erst ihre Form. Die Qualität für die Liga ist auf jeden Fall da, auch wenn der Sieg am Ende etwas glücklich war.“
Gar nicht glücklich war Lutz Göttling nach dem Abpfiff, der erkennen musste, dass die Qualität seines Team wohl nicht zur Meisterschaft langen wird: „Unsere erste Niederlage seit November. Die Mannschaft hat gespielt, als hätte sie keine Meister-Ambitionen. Der erste Durchgang war desaströs. Lurup war das leidenschaftlichere Team und hat verdient gewonnen.“
10.04.2010 Oberliga Hamburg
Niendorfer Troika punktet an der B75
Meiendorfer SV – Niendorfer TSV 1:1 (0:1)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Mankumbani (62. Okur), Weiss, Chau, Güven – Schumann (46. Sara), P. Gasde – Cetinkaya, Lund – Kahl (46. Roschlaub), Flores
Der TSV Niendorfer spielte mit:
Tholen – Maurer, Kocadal (71. Yilmaz), Prange, Herbert – Gehrke – Avarello (68. Pornhagen), Schwoy, Griesch – Dönmez (64. Saaba), Jakobs
Tore:
0:1 Dönmez (45.), 1:1 Roschlaub (88.)
Schiedsrichter: Sebastian Hübner (FT Braunschweig): Viel zu kleinlich, zeigte für Nichtigkeiten Gelbe Karten: 29. Griesch führt einen Freistoß am eigenen Sechzehner zwei Meter zu weit vorne aus = Gelb; 38. Gehrke begeht sein erstes (harmloses) Foul = Gelb; 57. Flores regt sich über eine Abseitsentscheidung auf = Gelb; 70. Gasde hatte ebenfalls kein Abseits gesehen = Gelb; 90.+1 Griesch „redet“ mit dem Assistenten = Gelb-Rot!
Gelb-Rote Karte: Griesch (NTSV, 90.+1)
Zuschauer: 317
Mit einem Sieg hätte der MSV heute (zumindest vorübergehend) wieder Tabellenführer werden können, doch die „Niendorfer Troika“ hatte etwas dagegen. Da NTSV-Trainer Carrel Segner familiäre Verpflichtungen hatte, coachten heute nämlich gleich drei Experten das Gäste-Team: Manfred Tholen, Marcus Scholz und Carsten Wittiber. Standesgemäß für eine „Troika“ wäre natürlich ein „Dreier“ gewesen, doch auch mit dem Remis konnten am Ende alle gut leben.
Lutz Göttling überraschte zunächst alle Anwesenden mit seiner Aufstellung, hatte er doch auf Nils Roschlaub, Michael Sara und Fabian Gasde verzichtet, erklärte dies jedoch umgehend: „Alle drei hatten das Abschlusstraining nicht mitgemacht, Fabian mit einer leichten Zerrung im Oberschenkel, „Roschi“ hatte bei BU einen Schlag aufs Knie bekommen und Michael laboriert an einem blutunterlaufenen Zehnagel“. Dafür stand Kapitän Patrick Schumann nach über drei Monaten Verletzungspause wieder auf dem Feld und auch der Neuzugang aus dem Winter, Patrick Kahl (kommt aus Neubrandenburg und studiert jetzt in Hamburg an der Bundeswehr-Uni) durfte erstmals von Beginn an ran.
Das Spiel konnte die Zuschauer jedoch nicht begeistern, eine halbe Stunde lang tat sich – gar nichts! Erst in der 33. Minute gab es die erste Torchance der gesamten Partie, als sich Tamer Dönmez über links durchtankte, das Leder jedoch aus spitzem Winkel hoch übers Tor drosch. Fast mit dem Halbzeitpfiff kamen die Gäste dann doch noch zu ihrem Tor: Nach Fehler von Norman Lund schlenzte Gerrit Jakobs den Ball an die Latte, aber den Abpraller verwertete Dönmez aus 12 Metern zum gar nicht mal unverdienten Führungstreffer.
Zur zweiten Halbzeit wechselte Göttling dann wie erwartet Sara und Roschlaub ein, die beiden „Patricks“ mussten dafür weichen. Die Gastgeber waren nun am Drücker, Philipp Gasde mit strammen Fernschuss (47.) und Lund mit einem Lupfer aus 18 Metern (56.), bei dem sich Keeper André Tholen fast verschätzte, scheiterten aber mit den beiden besten MSV-Gelegenheiten. Diesem kurzen Zwischenhoch folgte wieder eine lange Phase mit viel Leerlauf. Erst fünf Minuten vor dem Ende wurde es noch mal turbulent. Der eingewechselte Mathias Pornhagen tauchte auf einmal im gegnerischen Strafraum auf und Tobias Sävke hatte alle Mühe, den Ball noch zur Ecke zu lenken (87.). Und wenn gar nichts mehr geht, dann muss eben eine Standard herhalten: Freistoß Roschlaub aus 20 Metern, flach in die Torwartecke (Tholen machte keine gute Figur): Ausgleich (88.)! In der Nachspielzeit holte sich Mike Griesch vom kleinlichen Schiedsrichter Hübner noch die Ampelkarte ab, dann war Schluss. Und für Markus Schwoy blieb die Erkenntnis: "Hier kann ich einfach nicht gewinnen" (denn schon mit Condor war es ihm nie vergönnt). Hafo.de
verpassen. In Barmbek aber kann man sich langsam daran machen, auch für die Stadtliga 2010/11 zu planen. hafo.de
Stimmen
Manfred Tholen (Co-Trainer Niendorfer TSV):
Beide Mannschaften waren heute auf Augenhöhe, ein absolut ausgeglichenes Spiel mit einem völlig gerechten Unentschieden. Natürlich ist es schade, dass der Ausgleich so kurz vor Schluss fällt, wir hätten gerne endlich mal einen Sieg aus Meiendorf mitgebracht. Aber insgesamt bin ich mit dem 1:1 sehr zufrieden. Meine Mannschaft hat von der ersten Minute an das abgesprochene Konzept runtergespielt und alle haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Viele Grüße von Carrel Segner soll ich noch ausrichten, der heute auf der Konfirmation seines Sohnes ist. Ich werde jetzt nach zwei Spielen als Oberliga-Trainer ungeschlagen zurücktreten...(Marcus „Scholle“ Scholz ergänzte: „Du wirst gefeuert“).
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Das Ergebnis geht völlig in Ordnung. Niendorf hatte in der ersten Halbzeit die bessere Spielanlage und aus einer Möglichkeit das Tor gemacht. Wir hingegen hatten nicht mal eine Torchance. In der zweiten Halbzeit dann etwas vertauschte Rollen mit dem verdienten Ausgleich kurz vor Schluss durch „Roschi“. Über die letzten beiden Spiele (bei BU 0:0 und das heutige 1:1) bin ich als Trainer riesig enttäuscht, wir hätten wieder Tabellenführer werden können, da muss aus dem Team einfach mehr kommen. Nach drei Vizemeisterschaften hintereinander und zeitweise 14 Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze war das diese Woche unsere große Chance, die wir leider nicht genutzt haben.
07.04.2010 Oberliga Hamburg
Meiendorf trifft trotz zahlreicher Chancen nicht
Barmbek-Uhlenhorst - Meiendorfer SV 0:0
Barmbek-Uhlenhorst spielte mit:
Breitkopf - Bohnhorst, Klitzke, Stüve, Hormann - Mellmann, Koschnik (46. Höft), Möller-Riepe, Peric - Hasenpusch (89. Bikic), Algan (46. Bober)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke - F. Gasde, Mankumbani, Chau, Güven (74. Lund) - Sara, P. Gasde, Okur (61. Kahl), Cetinkaya (79. Weiss) - Roschlaub, Flores da Silva
Tore:
Fehlanzeige
Schiedsrichter: Riehl (TuS Schwachhausen), war seine Herkunft nicht anzumerken
Zuschauer: 243 Zuschauer
In der Nachholbegegnung des 19. Spieltages konnten die auf dem Rupprechtplatz Anwesenden nicht nur die frühlingshaften Temperaturen
genießen, sondern bekamen überdies ein Spiel zu sehen, das sich zu nahezu keinem Zeitpunkt langweilig präsentierte und nach 90 Minuten
beide Trainer zufrieden stellte. Zwar den einen ein wenig mehr und den anderen etwas weniger, aber immerhin. Nach dem Auftakt durch Marcus Hasenpusch
in der siebten Minute und dessen Kopfball ist es kurze Zeit später Philipp Gasde, der mit einem Gewaltschuss aus 20 Metern nur den Barmbeker
Pfosten trifft. Fortan sind es vornehmlich die Meiendorfer, denen sich gute Treffmöglichkeiten bieten. Allein Carlos da Silva Flores zeigt
sich gegenüber Stephan Breitkopf als zu umständlich (18.) und kann auch eine präzise Vorlage von Fatih Okur nach einer guten halben
Stunde gegenüber dem Barmbeker Keeper nicht erfolgreich verwerten. Michael Sarahs Bälle aus der Distanz und per Kopf hingegen erweisen
sich als zu unpräzise. Im zweiten Spielabschnitt ist es wiederum zunächst Hasenpusch, der mit einem ruhenden Ball von kurz hinter der
Strafraumbegrenzung für Aufsehen sorgt und Goalie Tobias Sävke zu einer Glanzaktion veranlasst. Viel mehr brauchte die Nummer eins des MSV aber
auch nicht zu tun, denn nunmehr wird es sein Gegenüber sein, der seine Aufstellung rechtfertigt, obwohl sich seine Mitspieler keineswegs verstecken.
Doch, wer weiß, ob er sich auch bei den größten Meiendorfer Möglichkeiten hätte auszeichnen können? Doch diese Frage bleibt
unbeantwortet, da der eingewechselte Patrick Kahl ein Roschlaub-Zuspiel drei Meter vor der Torlinie verpasst, Flores (Kurzfassung) ein gelungenes Zusammenspiel
zwischen Sara und Fabian Gasde mit einem Kick in den Barmbeker Abendhimmel abschließt, und auch ein Kick mit Schmackes von "Roschi" neben dem Barmbeker
Gehäuse landet. So blieb es denn beim torlosen Ergebnis, und ließ die Meiendorfer den nach dem Vicky-Ausrutscher zumindest zeitweilig möglichen Spitzenrang
verpassen. In Barmbek aber kann man sich langsam daran machen, auch für die Stadtliga 2010/11 zu planen. hafo.de
28 Spiele, 6 Siege - 9 Remis - 13 Niederlagen - 46:66 Tore.
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
:
Dieses Unentschieden empfinde ich wie eine Niederlage. Wir haben die bessere Spielanlage gehabt, wir haben auch die besseren Torchancen gehabt, sind aber entweder an unserem Unvermögen oder am gegnerischen Keeper gescheitert. Trotzdem haben wird gut gestanden und eigentlich nur wenig verkehrt gemacht. Deshalb bin ich auch mit dem Spiel zufrieden nur nicht mit dem Ergebnis. Wir bleiben jedenfalls weiterhin vorne dabei.
Thomas Hoffmann (Trainer BU):
:
Bereits beim Aufwärmen meiner Mannschaft hatte ich das Gefühl, dass sie nicht richtig konzentriert war. Zeitweilig hatte ich befürhctet, dass es ein kleines Debakel für uns geben k�nnte, wenn die Meiendorfer getroffen hätten. Die Leistung der zweiten Halbzeit geht aber in Ordnung, die Mannschaft hat besser gestanden und vor allem Biss gezeigt. So muss man auftreten, um im Abstiegskampf zu bestehen. Natürlich war das ein sehr, sehr glücklicher Punkt, den wir aber gerne mitnehmen.
05.04.2010 Oberliga Hamburg
Meiendorf bleibt weiterhin auf Verfolgerkurs
Meiendorfer SV - TSV Uetersen 4:1 (1:1)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke - Fabian Gasde, Weiss (83. Kirbach), Chau, Güven - Cetinkaya, Sara (78. Dossou), Lund, Okur (65. Kahl) - Roschlaub, Flores da Silva
Der TSV Uetersen spielte mit:
Richter - Haag, Grabke (75. Ehlers), Rischuk, Foerster - Prempeh, Kahnert (60. Kustul), Sadat-Azizi - Schwabe, Jurkic (68. Kilb) - Habibpur
Tore:
0:1 Schwabe (26.), 1:1 Flores da Silva (29.), 2:1 Kahl (71.), 3:1 Roschlaub (73.), 4:1 Dossou (83.)
Schiedsrichter: Krüger (Eintracht Norderstedt), scheint seine Lernphase noch nicht ganz beendet zu haben.
Zuschauer: 227 Zuschauer
Knapp drei Jahre ist es her, seit am letzten Saisonspieltag anno 2007 die Rosenstädter zum ersten Mal in ihrer Vereinshistorie beim
Meiendorfer SV zu einem Punktspiel aufkreuzen durften, und ihre Zielsetzung war klar: Drei Punkte und eine Trefferdifferenz von maximal
größer vier, bei einer gleichzeitigen Niederlage des Tabellenvierzehnten vom Sachsenweg gegen die Wedeler Elbstädter.
Doch nach einem 0:2 an der B 75 und einem 3:0 der Niendorfer bedurfte es keines Taschenrechners mehr, um feststellen zu können, dass
die Turner und Sportler zum wiederholten Male den Weg in die Landesliga anzutreten hatten.
Auch aktuell befinden sich die Gäste in dem Teil der Tabelle, die allgemein die Abstiegskandidaten zu beherbergen pflegt. Dennoch
sind sie es, die nach sechs Minuten den ersten Torschuss durch Martin Schwabe abgeben wollen. Allein er landet unweit des "V" auf der
großen Lärmschutzwand mit dem Vereinsnamen der Gastgeber. Nach einem zu Recht nicht anerkannten Abseitstreffer von Cem Cetinkaya
in Minute 15 und einer guten Reaktion von Tobias Sävke bei einem Freistoß von Oliver Jurkic kurz darauf ist es Pervis Sadat-Azizi,
der sich auf dem linken Flügel energisch durchzusetzen vermag. Sein präzises Zuspiel kann Schwabe nahezu mühelos im Zentrum
des Meiendorfer Gehäuses versenken. Allein der Drei-Punkte-Traum der Uetersener währt nur drei Minuten, bis einer der Ihren bei
einem Pass von Marcel Chau über den Ball schlägt und so Carlos D-S-F den Ausgleich ermöglicht. Ein wuchtiger Roschlaub-Freistoß
aus 20 Metern landet hingegen am Pfosten und auf der gegenüberliegenden Seite glänzt der MSV-Goalie gegen Mahdi Habibpur.
Im zweiten Spielabschnitt ist dann von den Rotgewandeten nicht mehr viel zu sehen. Ein Kopfball von Michael Sara an den Pfosten (52.) und
ein gefährlicher Cetinkaya-Freekick, den Freund und Feind gleichermaßen verfehlen, lassen für die Provinzler böse Ahnungen
aufkommen. Das 2:1 ähnelt dem Ausgleichtreffer nahezu perfekt. Nur kommt diesmal das Anspiel von Nils Roschlaub und als Torschütze
zeichnet in der 71. der eingewechselte Patrick Kahl verantwortlich. Zwei Minuten später ist es "Roschi" höchtselbst, der Tor Nummer
drei per Alleingang erzielt. Ebenfalls von der Bank in Spiel gekommen ist der Schütze des fünften und letzten Treffers dieses Frühnachmittags,
Apeneleke Dossou. Nicht "Nelke Dessous", wie von dem einen oder anderen Zuschauer zu vernehmen ist. Ganz unverkennbar hatten die "Göttlinger"
die Anstrengungen des 4:3 vom vergangenen Donnerstag auf der Hoheluft noch nicht ganz überwunden. So sind also erneute vier Torerfolge
schließlich aller Ehren wert. Die Gäste hingegen müssen versuchen, gegen Ihresgleichen zu punkten, allerdings gibt es davon
nicht viele. Hafo.de
4 Spiele - 4 Siege - 0 Remis - 0 Niederlagen - 13:4 Tore
Stimmen
Peter Ehlers (Trainer TSV Uetersen)
:
In der zweiten Halbzeit haben wir drei Fehler gemacht. Daraus sind dann auch drei Tore entstanden, und so verliert man einfach ein
Spiel. So einfach ist das. Trotzdem wollen wir uns nicht mit den Meiendorfern vergleichen, die waren selbstverständlich das
bessere Team. Dennoch ohne die Fehler wäre vielleicht ein Remis dringewesen.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
:
Wir haben in der Rückrunde noch kein Spiel verloren. Dennoch müssen wir in den kommenden Spielen eine andere Leistung abrufen,
als die, welche wir heute gebracht haben. Insbesondere gegen den nächsten Gegner BU, der einen starken Lauf hat, wird das erforderlich sein.
01.04.2010 Oberliga Hamburg
Wer im Volkspark war, verpasste was!
SC Victoria – Meiendorfer SV 3:4 (2:2)
Der SC Victoria spielte mit:
Wolf – Meyer (71. Ucan), Eybächer (56. Melich), Asante, Möbius – Bajramovic – Stilz, Trimborn – Rahn – Vierig (62. Lauer), Erman
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Gasde, Weiss, Chau, Güven – Lund (53. Okur), P. Gasde – Sara, Cetinkaya – Flores (64. Mankumbani), Roschlaub (84. Paschen)
Tore:
1:0 Stilz (1.), 1:1 Flores (6.), 1:2 Flores (9.), 2:2 Erman (34.), 2:3 Roschlaub (52.), 3:3 Rahn (65., Foulelfmeter), 3:4 Cetinkaya (68. Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Murat Yilmaz (FC Türkiye) : In einem schwierigen Spiel ein guter Leiter. Seine Assistenten erwischten allerdings keinen guten Tag und hoben ein ums andere mal zu Unrecht die Fahne.
Zuschauer: 162 Zuschauer
Man möchte kein Fußballfeld sein in diesen ersten Frühlingstagen 2010. Nachdem man monatelang unter einer harten, eiskalten Decke gefangen war, geht es einem sowieso nicht gut. Und jetzt rennen auch noch beinahe jeden Tag 22 Männer mit tückischen Stollenschuhen auf einem rum und reißen tiefe Löcher in die Haut. Noch dazu wird man durch ständigen Regen immer wieder aufs Neue durchgeweicht. Und, vielleicht am schlimmsten: Nur ganz selten wird ansehnlicher Fußball auf dem Rücken gespielt, meist ist es ein wildes Gebolze, Anfang Frühling 2010. Die Kollegen in München und London haben in diesen Tagen schon erlebt, wie das Rasen-Schicksal erträglicher sein kann. Nun sollte auch Hamburg dran sein:
Und Hamburg war dran!!! Direkt nach dem Anpfiff bekam Stephan Rahn den Ball auf der linken Seite, sprintete in Richtung Eckfahne und flankte in den Strafraum. Dort wurde das Leder von Jan Vierig verlängert, und Roger Stilz traf im Grätschschritt zum 1:0 nach handgestoppten 37 Sekunden. Fünf Minuten später: Victorias Innenverteidigung lässt Norman Lund in halblinker Position frei zum Schuss kommen, der Ball prallt vom langen Pfosten vor die Füße von Cem Cetinkaya, und der schiebt zum Ausgleich über die Linie.
Keine Zeit zum Luft holen an der Hoheluft. Keine drei Minuten nach dem 1:1 schießt Fabian Gasde auf das Tor von Dennis Wolf, der hat den Ball erst sicher, lässt ihn dann aber fallen. Da Silva Flores hat keine Probleme mit der überraschenden Gästeführung. Das war erst mal genug Aufregung für zehn Minuten, dachten sich der Hamburger Meister und sein Vize, und ließen es in den folgenden zwanzig Minuten ruhiger angehen. Das Spiel wurde zerfahrender, mit gelegentlichen Distanzschüssen konnten beide Offensiv-Reihen kaum für Gefahr sorgen. Stattdessen wurde vor allem von den Gastgebern mehr gefoult, weshalb Schlüsselspieler wie Eybächer und Stilz schon früh mit Gelb vorbelastet waren.
Nach 34 Minuten fanden die Aktiven dann, es sei der Ruhe genug gewesen: Timo Möbius schoss aus rund 18 Metern auf das Tor, im Gewühle konnte Tobias Sävke das Leder nicht festhalten, und Aytac Erman staubte zum 2:2 ab. Kurz vor dem Halbzeitpfiff und bei herrlichstem April/Hamburger/Fritz-Walter-Wetter vergaben dann Trimborn und Möbius gute Möglichkeiten, das Torverhältnis aus den ersten Minuten wieder herzustellen.
Anstatt im Tor von Tobias Sävke rappelte es bald nach Wiederanpfiff wieder im Karton von Dennis Wolf. Nils Roschlaub lief völlig allein auf Vickys Keeper zu, umkurvte ihn und schob ein (52.) Bert Ehm reagierte, brachte für David Eybächer (nicht für den überforderten Asante) Jan Melich in die Partie, und stellte damit die Zeichen auf Sturm. Zunächst mit Erfolg: In der 65. Minute legte Ömer Güven den ebenfalls eingewechselten Jan Lauer im Strafraum, Stephan Rahn verwandelte unwiderstehlich zum 3:3…. Das aber nur drei Minuten bestand hatte. Auf der anderen Seite rutschte Michael Meyer über das durchweichte Grün in Cetinkaya hinein, der den fälligen Elfmeter zum 4:3 für die Gäste verwandelte.
Nach dem Platzverweis für Roger Stilz (71.) konnte Meiendorf einige gefährliche Konter setzen, die Stürmer wurden aber immer wieder vom schwachen Linienrichter wegen angeblicher Abseitspositionen zurück gepfiffen. Die beste Möglichkeit für die Gäste alles klar zu machen vergab Fatih Okur, als er 79. Minute aus der Distanz an die Latte schoss (79.). Für Vicky hätte Erman nach 85. Minuten ausgleichen können, Sävke parierte seinen Flugkopfball. Nach hektischen letzten fünf Minuten endete die Partie mit 3:4. Ein legendärer Abend, den nur 162 Menschen an der Hoheluft erleben durften. Wer im Volkspark war, war selber Schuld!
Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
:
Das Spiel fing für uns an, wie das Man-U Spiel für Bayern. Alles war über den Haufen geworfen. Das 1:1 war unser großes Glück. Die erste Halbzeit war relativ ausgeglichen. Im zweiten Durchgang haben wir sehr gut hinten gestanden. Für die Zuschauer ein tolles Spiel, für uns Trainer sicher nicht. Wir sind glücklich über den Sieg. Es sind noch viele Spiele zu spielen, und es kann sich noch einiges ändern. Abgerechnet wird am letzten Spieltag.
Bert Ehm (Trainer SC Victoria):
:
Ich bin natürlich enttäuscht. Keine Ahnung was wir da hinten gespielt haben, im Abwehrverbund. Wir hatten genügend Möglichkeiten, eigentlich müssen drei Tore gegen Meiendorf reichen. Der Schiri hat sich auf den Elfmeter gegen uns gestürzt wie ein Habicht. Aytac Erman hat gut gespielt und sich trotz Gelber Karte nicht vergessen. Lauer hat Leben gebracht. Der Albtraum Meiendorf geht für uns weiter. Keine Ahnung was in unserer Innenverteidigung los war. Da hat keiner seine Leistung gebracht. Stilz war bis zum Abschied bester Mann, und hat sich, normal für ihn, vergessen.
27.03.2010 Oberliga Hamburg
Die Futsal-Geschädigten trennen sich unentschieden
Meiendorfer SV - Oststeinbeker SV 0:0
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke - F. Gasde, Weiss, Chau, Güven - Sara, Lund, P. Gasde, Okur (60. Kahl) - Flores (71. Dossou), Roschlaub
Der Oststeinbeker SV spielte mit:
Gößling - Bernstein (46. Günaydin), Blohm, Stendel, Akyil - Polat, Weiß, Hiob (60. Braesen), Römhild - Sa Bjorges Dju (87. Schmidt), Cihan
Tore:
Fehlanzeige
Schiedsrichter: Schult (SC Osterbek), seine Sicht aus hoher Warte ließ ihn keine erwähenswerten Fehler machen
Zuschauer: 283 Zuschauer
"Osterfeuer in Meiendorf" war auf dem Weg ins Stadion an der B 75 zu lesen. Allein Veranstalter sollte die dortige Freiwillige Feuerwehr sein, beim Sportverein hingegen war davon nur wenig zu sehen. Kein Wunder, denn die Platzherren hatten in den letzten mehr als drei Monaten nur wenig Gelegenheit, sich unter Freiem Himmel auf die Fortsetzung der Saison vorzubereiten und mussten überdies auf eine ihrer Stützen, Cem Cetinkaya, verzichten, der für das Team Yasar Hamburg dem Futsalleder nachjagt und an diesem Sonnabendabend gegen Croatia Berlin im Finale stehen wird. Diese Ehre wird gleichfalls einem der "Kofahllisten" zuteil, da auch Onur Ulusoy dem Team des Hamburg-Champions angehört.
Beide Trainer wollten ihren Spielern nicht verwehren, an diesem besonderen Ereignis teilzunehmen, beklagten aber unisono, dass kein Kontakt zu den Yasar-Verantwortlichen bestünde, und dass überdies die rechtliche Situation völlig ungeklärt sei, wie im Falle von Verletzungen und ähnlichen Risiken.
Die Nicht-Futsaller hingegen bieten eigentlich nicht viel. Die Oststeinbeker versuchen sich zunächst in Distanzschüssen, bei deren einem von Felix Römhild sich Tobias Sävke im einheimischen Gehäuse nach sieben Minuten mächtig strecken muss, die Meiendorfer profitieren vornehmlich von gegnerischen Fehlern. So in Minute elf, als Marcel Bernstein einen langen Ball verpasst und so Fatih Okur (Neuzugang aus der Concordia-Jugend) in eine gute, aber erfolglose, Schussposition bringt, und wenig später bei einem Roller von Carlos Flores (jetzt wieder mit dem Zusatz "da Silva"), da Keeper Frederik Gößling keine Reaktion zeigt, der Ball jedoch nur um ein Weniges am langen Pfosten vorbeitrudelt. Ein Gewaltschuss von Michael Sara nach knapp einer halben Stunde von der Strafraumgrenze, auch der daneben, das ist es dann schon alles an erwähnenswerten Szenen aus dem ersten Spielabschnitt.
Bemerkenswerter wird es aber zu Beginn der zweiten 45 Minuten. Da ist es zunächst Ivan Sa Borges Dju, der seine beiden Kontrahenten in der Innenverteidigung ganz alt aussehen lässt, dann aber an Sävke scheitert, und kurz darauf, gut angespielt und unbedrängt, aus kürzester Entfernung daneben zielt. Wiederum Sävke sieht sich gezwungen, seine superbe Leistung an diesem Frühnachmittag nach einer Stunde Spielzeit mit einer Glanzaktion bei einem Freistoß von Römhild in den Winkel und kurz darauf bei einem Kopfball von Gökhan Cihan nach einem ebenfalls ruhenden Ball von Michael Weiß zu krönen. Die gegnerischen Misserfolge lassen nach und nach die Platzherren wieder ein wenig in Erscheinung treten. Doch mehr als zwei minimale, nicht verwertete, Möglichkeiten für Nils Roschlaub - auch von ihm ist heute nur wenig zu sehen - sowie von Apenelke Dossou sind vom amtierenden dreifachen Vizemeister nicht der Erwähnung wert.
Nun, das war effektiv erst der zwanzigste Spieltag für beide Mannschaften. Die Saison ist folglich, wenn auch nicht zeitlich, noch lang, und sie werden sicherlich bald wieder mehr zeigen können und wollen, schließlich zählen sich beide zu den Spitzenteams der Liga. Allein, heute machte sich das nicht bemerkbar.
Hafo.de
Stimmen
Stefan Kohfahl (Trainer Ostseinbeker SV):
Mir war klar, dass wir unsere Leistung vom Hinspiel heute nicht wiederholen könnten. Dennoch war meine Mannschaft in der zweiten Halbzeit zunächst die klar bessere. Sie hat aber nicht getroffen. Deshalb bin ich mit dem Ergebnis auch zufrieden, zumal sie weiterhin der beste Aufsteiger ist.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Ich habe heute einen sehr schlechten Auftritt meiner Mannschaft gesehen. Deshalb müssen wir auch mit dem Ergebnis höchst zufrieden sein. Schließlich haben die Oststeinbeker in der zweiten Halbzeit drei Riesenmöglichkeiten gehabt. Normaler Weise wäre ich nach einem solchen Auftritt stinksauer. Ich muss das aber relativieren, da wir in elf Wochen Vorbereitung nur zweimal auf dem Platz trainieren konnten. Dabei kann einfach nicht mehr herauskommen.
21.03.2010 Oberliga Hamburg
Nur Keeper Sävke rettet den Punkt!
FC Bergedorf 85 - Meiendorfer SV 0:0 (0:0)
Der FC Bergedorf 85 spielte mit:
Braun (4) – Pettersson (3) ab 75. Pfahl (-), Leinroth (3), Oduro-Opuni (4), Carolus (3) – Iscan (3), Sobczxk (3) - de la Cuesta (2), Keklikci (3) - Gürel (3) ab 58.Landau (2), Kalma (2) - Trainer: Manfred Nitschke
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke (1) – Chau (4) ,Weiss (4), Mankumbani (4), F.Gasde (4) – P. Gasde (4), Thoele (4) ab 68. Okur (-) – Güven (4) ab 55. Flores (4), Sara (4) – Cetinkaya (2) - Roschlaub (4) ab 86. Kahl (-) – Trainer: Lutz Göttling
Tore:
Fehlanzeige
Schiedsrichter: Björn Hinrichs (SV Rödemis), war nach der Winterpause schon besser in Form, wie manch ein Spieler!
Besondere Vorkommnisse: 55. Minute Gelb-Rot für Kutay Keklikci (FC Bergedorf 85) nach wiederholtem Foulspiel!
Zuschauer: knapp 100, solche Spiele zogen früher 800 Zuschauer - naja, die Meiendorfer Zuschauer, die zu Hause geblieben sind, haben nur wenigversäumt!
Vereiste Plätze, Generalabsagen, improvisiertes Training - und das über dreiMonate hinweg. Ganz klar, die Ungewissheit vor dem ersten Pfichtspiel in2010
war immens groß, für Spieler, Trainer und Fans. Fast so, als wäre es dererste Spieltag der Saison. Nach 90 Minuten gab es jedoch zumindest etwasmehr
Klarheit. Demnach dürfen diewenigen Elstern-Fans erfreut feststellen, dassihre Lieblinge mit mächtig viel Schwung aus dem unfreiwilligen Winterschlaferwacht sind. Der Meiendorf SV dagegen muss sich noch strekken und sollte
noch ein Käffchen mehr trinken um munter zu werden ... Kommen wir zum Spiel.Um Punkt 15 Uhr rollte der Ball wieder und man hatte das Gefühl, dass es vorWochen in Bergedorf wilde Ausschreitungen gegeben hatte und die Begegnung
zur Strafe unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden sollte. So leer waren die Ränge beim Anpfiff der Partie. Das hätte es in den
80zigern nicht gegeben und das bei 2 ambitionierten ööööööööööööööööööööööööööööHamburger Mannschaften. Früher wären 600-800
Zuschauer zu diesem Spitzenspiel gekommen, auch wenn der HSV parallel gespielt hätte. So waren knapp 100 Zuschauer bei Anpfiff anwesend.
Dafür ging es bei diesem „Geisterspiel“ auf dem Platz munter zu. Schon einer der ersten Elstern-Angriffe brachte richtig Gefahr. Plötzlich tauchte Stürmer Ali Kalma alleine vor Gästetorwart Tobias Sävke, dem besten
Meiendorfer Akteur an diesem Tage, auf, doch er scheiterte in einer 1:1 Situation am MSV-Keeper. Ähnlich erging es nur wenige Minuten später Fatih
Gürel. Im Minutentakt boten sich den Elstern Möglichkeiten. So war es wieder der heute sehr agile Kalma, der ein Flachschuss, diesmal eine echte
100-prozentige, aus 7 Metern verzog. Kurz darauf scheiterte Cem Cetinkaya aus 16 Metern. Der Ball strich rechts neben das Tor. Die Elstern wirkten spritziger in den Aktionen und erspielten sich mehr und mehr Feldvorteile.
Viel Glück hatte dann die heute schwache MSV-Abwehr in der 27. Minute. Der Ex-Erfurter Rinik Carolus tankte sich durch und drosch den Ball aus kurzer Distanz auf das MSV– Tor. Tobias Sävke war schon geschlagen aber der Ball
knallte gegen den linken Pfosten, dann gegen die Torlatte und anschließend
wieder aus dem Tor!!! Und Meiendorf ? Erst nach einer halben Stunde wachten die Jungs von der B75 langsam auf. Und gleich musste sich der gute Elstern-Keeper Tobias Braun bei einem Rauschlaub-
Schuss richtig lang machen. Keine 3 Minuten später bediente Cem Cetinkay den mitlaufenden Michael Sara, doch er setzte den Ball links neben das Tor. Aber die Elstern blieben überlegen und vergaben weitere gute
Einschussmöglichkeiten, z.B. per Kopf durch Gökhan Iscan, heute zum ersten Mal als Toksöz-Ersatz fungierend. Mehr bot die erste Halbzeit nicht und das
0:0 war glücklich für den MSV, da die Bergedorfer mehr vom Spiel hatten. Auf dem gut präparierten Rasen begann die 2. Halbzeit so wie die erste. Bergedorf agiler, doch die erste Möglichkeit hatte diesmal Nils Roschlaub,
doch er scheiterte aus kurzer Distanz am Bergedorfer Keeper. In der 60. Minute schien sich das Blatt endgültig zu wenden. Ein hartes Foul - davon gab es in einer intensiven
aber fairen Partie zum Glück sehr wenige - von Kutay Keklici brachte ihm die zwote Gelbe und den Elstern damit einen Mann weniger. Aber wer glaubte, die
Meiendorfer würden nun zum großen Angriff blasen, der täuschte sich. Es waren die Elstern, die das Kommando übernahmen, das Spiel vollends an sich
rissen. "Die Gelb-Rote war Gift für uns," konstatierte MSV-Trainer Lutz Göttling nach dem Spiel. In teilweise gefälligen Kurzpasskombinationen spielten
die 85er nach vorne, so zum Beispiel über Pettersson, Carolus und Kalma. Nur das gleiche Problem blieb: Die höchst mangelhafte Chancenverwertung. Die Elstern erspielten sich mit 10 Mann 4-5 100%tige Tormöglichkeiten! Sie scheiterten jedoch an Teufelskerl Tobias Sävke im MSV-Kasten oder versiebten
die Chancen leichtfertig. Die MSV-Abwehr wurde regelrecht schwindelig gespielt und hatte mehrmals das Nachsehen. 15 Minuten vor Schluss kam Landau für den heute etwas blass gebliebenen Gürel. Und der Joker brachte nochmal
mächtig Schwung in die Bude, wurde oftmals pfiffig geschickt und hätte im
Alleingang die Führung besorgen können. Alleine der Konjunktiv wollte nicht weichen, was die Elstern-Fans schier zur Verzweiflung brachte. 2 Minuten vor Schluss pariert Gästekeeper Sävke nochmal glänzend! Der Bergedorfer Anhang Punkte schon mit den Worten „Wenn sich das nicht mal in der 90, Minute rächt“. Schön wäre es gewesen, aber es wäre heute unverdient gewesen. Die
Bergedorfer waren das eindeutig bessere Team und es bleibt zu hoffen, dass der MSV in den nächsten Wochen noch eine Schippe drauflegen kann. HG
13.12.2009 Oberliga Hamburg
Die Spendierfreudigkeit der Meiendorfer Fans wird belohnt
Meiendorfer SV – FC Bergedorf 85 3:1 (0:1)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Mankumbani, Schumann, Weiss, Güven (89. Wengorra) – Dossou (56.Cetinkaya), Fabian Gasde, Lund (11.Paschen), Sara – Flores, Roschlaub
Der FC Bergedorf 85 spielte mit:
Braun – Pettersson, Akin (81. Pfahl), Schäfke, Keklikci - de la Cuesta, Mansur, Toksöz (67. Rodrigues), Iscan - Landau, Gürel
Tore:
0:1 Gürel (4.), 1:1 Sara (58.), 2:1 Flores (68.), 3:1 Flores (88.)
Rote Karte: Pettersson (90. + 1) grobes Foulspiel)
Schiedsrichter: Thielert (TSV Buchholz 08), eine Wohltat nach dem Chaos vom 19. September
Zuschauer: 276 Zahlende
Es hieße "Eulen nach Athen" zu tragen, Sie, werte Leser, an die Geschehnisse
während dieses vor knapp drei Monaten an gleicher Stelle bereits schon
einmal ausgetragenen Punktspiels zu erinnern. Wem dennoch nicht mehr so ganz
präsent sein sollte, was an diesem Spätsommertag an der B 75 geschah, dem
sei der Bericht unter
http://www.hafo.de/news/fullnews.php?id=3700 zur Lektüre empfohlen.
Zwar wies das Sportgericht zunächst den Protest des
Meiendorfer Sportvereins gegen die Wertung des seinerzeitigen Spielausgangs
von 2:4 zurück, doch anschließend ließ die Berufungsinstanz Gnade vor Recht
ergehen. So kam es folglich zu dieser Neuansetzung vom achten Spieltag, die
dann der ein wenig enttäuschenden Zuschauerkulisse von knapp 300 Köpfen
durchaus Sehenswertes darbot.
Bereits nach vier Minuten gehen die Gäste nach einem Abspielfehler von
Michael Sara und nachfolgender Vorlage von Sascha de la Cuesta durch Renegat
Fatih Gürel in Führung und machen anschließend enormen Dampf. Allein De la
Cuesta lenkt ein Gürel-Zuspiel über die Latte, wiederum Gürel holt gegen den
sehr sicheren MSV-Keeper Tobias Sävke lediglich einen Eckball heraus, und
auch ein gepflegtes Bergedorfer Zusammenspiel über mehrere Stationen endet
kurz vor der Torlinie. Die Platzherren hingegen benötigen mehr als 20
Minuten, ehe es Martin Weiss erstmals gelingt, Carlos Flores in Szene zu
setzen, nur dessen Kopfball steigt zu hoch. Von da ab beginnen sich die
Gelb-Schwarzen mehr und mehr aus der Umklammerung zu befreien. Ihr
Aufbauspiel ist aber zu unpräzise, als dass es gefährliche Situationen für
die "Elstern" aufkommen ließe. Nur eine Einzelleistung von Nils Roschlaub
mit einem Volleyknaller fast mit dem Pausenpfiff vermag 85-Tormann Tobias
Braun zu prüfen.
Aber (fast) alles wird anders nach dem Wiederanpfiff des souveränen
Heide-Referees. Onassis Paschen auf den sehr agilen Fabian Gasde, Flores mit
Kopf wieder knapp überweg. Danach zwei sich ähnelnde Großchancen aus
kürzester Distanz. Zunächst für den Berge- Jan Landau, dann für den
Meiendorfer Sara. Beide aber vermögen sie nicht zu nutzen. Nur wenig später
der nicht unverdiente Sara-Ausgleichtreffer, den Roschlaub nach einem
Überkopfspiel vorbereitet (58.). Nach einem Hin-und-Her-Geköpfe im Torraum
zehn Minuten später folgen das 2:1 durch Flores sowie weitere gute
Möglichkeiten für die Gastgeber. Ömer Güven scheitert erst an Braun und
danach am Pfosten. Zwar wollen es die von den Sander Tannen noch einmal
wissen, aber symptomatisch für ihr nun unkonzentriertes Agieren ist die 78.
Minute, in welcher de la Cuesta einen Freistoß auf den am Elfmeterpunkt
lauernden Gökhan Iscan zirkelt, dessen Kick jedoch lediglich die Eckfahne zu
gefährden vermag. So braucht das finale 3:1 durch Flores nach einem langen
Ball auf und einer Hereingabe von Roschlaub gar nicht mehr übermäßig zu
verwundern.
Nach dem Spiel erscheinen die Gäste ein wenig angefressen, sind sie doch
immer noch der Ansicht, dass im September alles korrekt abgelaufen sei.
Freude aber herrscht beim Meiendorfer Anhang, nicht nur wegen der drei
Punkte und dem wieder erklommenen dritten Tabellenplatz, sondern auch auf
das für die erstattete Berufungsgebühr versprochene Freibier zu Beginn der
Frühjahrsserie gegen Uetersen. Hafo.de
Stimmen
Manfred Nitschke (Trainer FC Bergedorf 85:
Nach längerer Zeit haben wir mal wieder verloren. Wir werden aber in der
Rückserie alles dran setzen, wieder weiter nach vorne zu kommen. Dennoch
meine ich zufrieden sein zu können, weil man sich das Spiel meiner Jungs gut
angucken kann.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Wir hatten ja vorgestern Weihnachtsfeier. Vielleicht hat der eine oder
andere ein wenig mehr gefeiert. So hat Bergedorf die erste Halbzeit klar
dominiert. Bei uns war alles viel zu umständlich, insbesondere das
Aufbauspiel. In der zweiten Halbzeit und unserem 1:1 nach der vergebenen
Großchance der Bergedorfer, wurde unser Spiel dann zunehmend besser, weil
einfacher. Das Ergebnis könnte zwar um ein Tor zu hoch ausgefallen sein,
aber der Sieg geht meiner Meinung nach in Ordnung.
28.11.2009 Oberliga Hamburg
Trotz recht bescheidener Leistung kassiert Meiendorf drei Punkte
Meiendorfer SV – SC Concordia 3:1 (0:0)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Hoffmann (20. Mankumbani),Weiss, Schumann, Güven (84. Paschen) – Cetinkaya, Fabian Gasde (60. Sara), Lund, Dossou – Flores, Roschlaub
Der SC Concordia spielte mit:
Garvs – Akbarzadah, Otto, Krohn, Marx – Reiher (65. Bambur) - Steinhöfel, Drews, Albrecht, Jernane (75. Behrends) - Pedroso-Bussu (83. Koßatz)
Tore:
1:0 Flores (62.), 1:1 Bambur (76.), 2:1 Roschlaub (77.), 3:1 Flores (82)
Schiedsrichter: Neitzel (Eintracht Norderstedt), ausgezeichnet
Zuschauer: 317
In neun Spielzeiten zuvor hatten die Ligavertretungen beider Kontrahenten bereits gegeneinander die Kräfte messen dürfen. In den Jahren zwischen 2002
und 2005 in der "richtigen" Oberliga, zwischen 1991 bis 1994 und ab 2006 auf dem höchsten Level unserer Hansestadt. In allen anderen Saisons spielten die
Concorden stets in einer höheren Klasse als die Gelb-Schwarzen, und die Ergebnisbilanz hat ein eindeutiges Übergewicht zu Gunsten der Marienthaler.
Was sich aber bereits in der letzten Spielzeit andeutete, als die "Einträchtigen" am Ende nur Rang 13 im Tabellarium belegten, die
Verabschiedung vom Leistungsfußball nämlich, scheint sich heuer zu bestätigen. Eine Platzierungsdifferenz von 12 zwischen den beiden Ligateams
hatte es zuvor noch nie gegeben. Dennoch gingen die Göttlinger nicht als eindeutige Favoriten in diese
Begegnung. Schließlich konnten sie sich gut an das Hinschenfelder Hinspiel erinnern, als die Rot-Schwarzen am 15. September noch euphorisiert ob eines
nahezu jungfräulichen Spielgeländes, eines jungen und dynamischen Trainers sowie durch den Titel eines Hamburger Cupgewinners, über sich hinauswuchsen
und mit 2:0 die Oberhand behielten. Auch an diesem zum Trübsinn animierenden dunklen Spätnovembertag ist
zunächst 30 Minuten lang nicht eindeutig erkennbar, wer um die Runnners-Up-Position, und wer gegen den Abstieg spielt, da es vornehmlich
die Gäste an und in den gegnerischen Strafraum drängt. Alleine Mahir Jernane und Kai Steinhöfel kommen an Tobias Sävke nicht vorbei. Wiederum Steinhöfel
hat in der 26. Minute das 0:1 auf dem Fuß, als der MSV-Tormann eine Hereingabe von rechts nicht festhalten kann, der heute rot-weiße Schuss aus
sechs Metern aber neben dem Kasten landet. Gut eine halbe Stunde muss vergehen, bis die Meiendorfer beginnen, peu à peu der Erwartungshaltung
ihres Publikums gerecht werden zu wollen. Doch Martin Weiss scheitert nach einem Eckstoß zunächst an Keeper Björn Garvs und verlängert danach in Minute
37 einen von Sebastian Mankumbani raffiniert getretenen Freistoß an das Quergestänge. Nur wenig später wird der einschussbereite Carlos Flores im
letzten Moment vom Ball getrennt, und Taqi Akbarzadah ist es, welcher einen Schlenzer von Nils Roschlaub noch gerade eben am Überschreiten der Torlinie
hindern kann. Fast mit dem Pausenpfiff nochmals "Roschi", jedoch ans Außennetz.
Nach der Rückkehr aus den Kabinen beeindrucken Garvs, da er einen Flores-Kick einhändig abwehrt, und Davide Pedroso-Bussu mit einem hauchdünn
über die Latte gesetzten Freistoß aus 22 Metern. Gerade ist eine Stunde Spielzeit vergangen, da wird der erneut unermüdlich ackernde Roschlaub
endlich belohnt: Flores nämlich drückt sein Zuspiel von rechts über die Linie. Dennoch geben sich die Sager-Schützlinge noch nicht geschlagen und
fassen gar Hoffnung, als der eingewechselte Benjamin Bamburg einen P-B-Freistoß aus kürzester Entfernung ins Ziel drischt. Doch als im
unmittelbaren Gegenzug die noch Freude trunkende Gästeabwehr sich durch Roschlaub und sein 2:1 düpieren lässt, ist das Spiel gelaufen, und
Flores-Roschlaub haben keine große Mühe mehr acht Minuten vor dem Ende den Enstand herzustellen.
Der MSV hat mit diesem Erfolg erst einmal seinen dritten Tabellenrang gefestigt und wartet nun voller Ungeduld nach der BU-Visite auf das
Wiederholungsspiel gegen die 85er aus Bergedorf. Entgegen anders lautender Meldungen wird es aber bereits am 12. oder – wahrscheinlicher - 13. Dezember
ausgetragen werden, da beide Teams pokalmäßig nicht mehr engagiert sind. Concordia aber muss nun unbedingt gegen Lohbrügge und im Nachholspiel gegen
Wedel punkten, will sie nicht auf einem Abstiegsrang überwintern. Ein Erfolg auch in der Hängepartie gegen den Meister darf allerdings ausgeschlossen
werden. Hafo.de
Stimmen
Daniel Sager (Trainer SC Concordia):
Wir haben heute über weite Strecken, 70 bis 80 Minuten, gut gegen gehalten,
obwohl wir als Außenseiter hierhergekommen sind. Aber nach dem
Ausgleichtreffer haben wir die zentralen Stürmer des Gegners aus den Augen
verloren und weitere Treffer hingenommen. Das darf natürlich nicht
passieren, ist aber passiert. So ist das Ergebnis von 1:3 auch verdient.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
In der Tat hatte Concordia, wie Daniel es schon gesagt hat, in den ersten 30
Minuten die größeren Spielanteile. Danach aber sind wir besser ins Spiel
gekommen, und auf Grund der zweiten Halbzeit, so denke ich, geht das
Ergebnis auch in Ordnung.
21.11.2009 Oberliga Hamburg
Danke für Kaffee, Brötchen und den Punkt
Meiendorfer SV – TSV Buchholz 08 1:1 (0:1)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Mankumbani (46. Dossou), Hoffmann, Weiss, Paschen – Schumann, P.Gasde (58. Wengorra) – F. Gasde, Cetinkaya – Flores, Roschlaub
Der TSV Buchholz 08 spielte mit:
H. Titze – Niefert, Bowmann, Brandes, Grühn – Neumann, Kettner – Tocha, Mathies (37. de Boer, 90. Buzhala), Meyer - Siemes (89. Hartmann)
Tore:
0:1 Tocha (35.), 1:1 Wengorra (89.)
Schiedsrichter: Christian Soltow (TuS Germania Schnelsen): Ließ bei
Mankumbani Gnade vor Recht ergehen (34.), ansonsten fehlerfreie Leistung
(auch die Szene mit Roschlaub sah er richtig). Für die vielen (falschen)
Abseitsentscheidungen seines Assistenten kann er nicht in die Haftung
genommen werden.
Besondere Vorkommnisse: Der allseits bekannte MSV-Fan Torsten Offner wird
wegen Schiedsrichterbeleidigung von der Anlage verwiesen (70.),
entschuldigte sich aber nach dem Spiel sofort beim Gespann.
Zuschauer: 402
Vor dem Spiel schüttelte TSV-Coach Thomas Titze den Kopf: „Beim Training
habe ich inzwischen nur noch sieben Spieler, so kann das einfach nicht
weitergehen“. Die Ausfallliste der Nordheider liest sich aktuell nämlich wie
folgt: Sören Titze, Erik Gippner, Arne Gillich, Rene Lasseur, Alex Gege,
Ghadi Hamze, Julian Künkel und Steffen Prielipp, so dass mit Paul Neumann
und Sebastian Hartmann erneut zwei Kreisliga-Akteure aus dem Reserveteam im
Aufgebot standen. Doch auch der MSV ist derzeit personell alles andere als
auf Rosen gebettet, nur zwei Einwechselspieler standen Lutz Göttling heute
zur Verfügung.
Dementsprechend verhalten begann die Partie. Beide Teams hatten große Mühe
mit dem Spielaufbau, viele Abspielfehler und Ballverluste prägten die erste
Viertelstunde. Dennoch wären die Gastgeber fast mit einem Eigentor in
Führung gegangen, nach scharfer Hereingabe von Nils Roschlaub rutschte
Innenverteidiger Alexander Bowmann das Leder übers Schienbein und verfehlte
das Tor nur um Zentimeter (8.). Die Buchholzer setzten zehn Minuten später
ein erstes Ausrufezeichen: Einen von Marian Grühn nach vorne geschlagenen
Ball verlängerte Stephan Siemes gekonnt mit dem Hinterkopf auf Torben Meyer,
der den in der Mitte lauernden Karol Tocha bediente, doch dessen Knaller
ging über die Latte.
Negativ auf sich aufmerksam machte MSV-Außenverteidiger Sebastien
Mankumbani, der mehrmals hart in die Zweikämpfe ging und nach zwei Duellen
mit Meyer dicht vor dem Platzverweis stand (25./34.). Zur Pause reagierte
Göttling und brachte Apenelke Dossou für ihn. Schon vorher musste dagegen
Titze wechseln, Stürmer Philip Mathies verletzte sich bei einem
Zusammenprall mit Onasis Paschen (31.) und konnte nur noch wenige Minuten
weiterspielen. Immerhin erlebte er so noch die Führung auf dem Rasen: Meyer
ging am diesmal zu vorsichtigen Mankumbani vorbei, zog das Leder schön nach
innen und Tocha spitzelte den Ball ins Tor (35.).
Nach dem Pausentee erwarteten die Zuschauer eine stürmische MSV-Elf, wurden
jedoch enttäuscht. Zwar gelang es den Gastgebern nun, das Spiel über weite
Strecken zu kontrollieren, doch Torchancen blieben Mangelware. Wohl selten
hat man eine so ideenlose Meiendorfer Mannschaft gesehen, Carlos Flores
(zwei Schussversuche endeten auf der B75) und Cem Cetinkaya waren
Totalausfälle, einzig Roschlaub blieb stets bemüht, aber im Zeugnis reicht
es auch nur zu einer Vier. Einer seiner Versuche wurde in der 69. Minute
regelkonform von der Buchholzer Innenverteidigung gestoppt, auch wenn
„Roschi“ dabei zu Fall kam und ein heftig protestierender Fan lautstark
Notbremse, Elfmeter und Rote Karte forderte, was allerdings dann für ihn
„Platzverweis“ bedeutete (siehe „Besondere Vorkommnisse“), weil wohl auch
noch einige Kraftausdrücke folgten.
So langsam gewöhnte sich der Buchholzer Anhang an den Gedanken, auch mit
einer „Notelf“ den Vorjahreserfolg wiederholen zu können. Titze beorderte
bei einem Freistoß von Tocha aus zwanzig Metern lautstark Bowmann ins
Abwehrzentrum zurück und rief scherzhaft: „Es gibt sowieso gleich wieder
Anstoß“, doch Tocha verzog meterweit (82.). Ohne die „Standard-AG“ (Arne
Gillich) sind die Nordheider einer ihrer gefährlichsten Waffen beraubt, doch
die Hausherren waren heute noch harmloser. Als keiner mehr richtig daran
glaubte, köpfte André Wengorra nach einem Eckball aber doch noch den alles
in allem verdienten Ausgleich (89.) und Titze bedankte sich nach der
Pressekonferenz bei Göttling artig mit den Worten: „Danke für den Kaffee,
die Brötchen und den Punkt“. Mindestens drei neue Spieler will der
Buchholzer Coach zur Winterpause holen, damit im Training mal wieder etwas
ähnliches wie Wettkampfatmosphäre aufkommt.
Trotz der vielen Ausfälle bleibt es für den TSV mit vier ungeschlagenen
Spielen (acht Punkte) ein goldener November, während der MSV-Anhang nach
drei Heimsiegen in Folge (12:3 Tore) mal wieder mit einer Punkteteilung
zufrieden sein musste. Immerhin: Durch die Annullierung der 2:4-Pleite gegen
Bergedorf bleibt Meiendorf zu Hause ungeschlagen (4-4-0), doch für mehr als
Platz 3 wird es dieses Jahr wohl nicht reichen. Hafo.de
Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 7 Spiele, 2 Siege, 3 Remis, 2 Niederlagen, 9:8 Tore.
Stimmen
Thomas Titze (Trainer TSV Buchholz 08):
Vor dem Spiel habe ich noch mit meinem Kollegen Lutz Göttling über unsere
gemeinsamen Personalprobleme gesprochen, dementsprechend haben wir beide uns
das Spiel sicher etwas schöner vorgestellt. Trotzdem sind wir hier bei einer
der besten Oberligamannschaften 1:0 in Führung gegangen und konnten es mit
in die Pause nehmen. Uns war aber klar, dass Meiendorf mit Macht auf den
Ausgleich drängen wird und so ist es dann ja auch gekommen. Zu Beginn der
zweiten Halbzeit hatten wir völlig den Faden verloren und uns hat die Ruhe
gefehlt, um einige Konter besser zu setzen. Von der Entstehung her ist es
sicher super unglücklich, dass noch der Ausgleich fällt, aber am Ende war
das völlig verdient. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die die vielen
Nackenschläge super weggesteckt und aus dem schweren Programm der letzten
Wochen ungeschlagen acht Punkte geholt hat.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Ich habe mich heute in den September zurückversetzt gefühlt, als wir fünf
Spiele nicht gewonnen hatten. Es war von meiner Mannschaft ein ganz ganz
schlechtes Spiel. Wir haben in 90 Minuten nicht einmal eine zusammenhängende
Aktion gehabt, um uns eine Torchance herauszuspielen. Es ist uns in keiner
Phase des Spiels gelungen, den Gegner unter Druck zu setzen. Ich bin super
enttäuscht, wir haben als Mannschaft versagt. Die ganze Hinrunde war eine
Achterbahnfahrt, mit dem Tabellenplatz bin ich zufrieden, mit der
Punktausbeute aber nicht.
15.11.2009 Oberliga Hamburg
Altona gewinnt das nächste Spitzenspiel
Altona 93 – Meiendorfer SV 2:0 (0:0)
Der Altona 93 spielte mit:
Hinz – Ansorge, Savelsberg, Kappler, Bugrov – Clausen, Nadj – Smereka, Aktan (59. Hadid) – Algan (86. Jurkschat), Becken
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Mankumbani, Schumann, Weiss, Güven – P. Gasde – Sara (86. Chau), F. Gasde – Roschlaub, Cetinkaya, da Silva Flores
Tore:
1:0 Algan (51., Bugrov), 2:0 Algan (83., Hadid)
Schiedsrichter: Johann Pfeifer (Hameln): Der Name lädt zu Wortspielen ein, die Leistung nicht. Ein völlig falscher Abseitspfiff und die harte Gelb-Rote Karte gegen Mankumbani täuschen nicht über eine souveräne Vorstellung hinweg.
Besondere Vorkommnisse: Hinz hält Foulelfmeter von Schumann (29.)
Gelb-Rote Karte: Mankumbani (76., unsportliches Verhalten/Foulspiel)
Zuschauer: 648
Das Spiel zwischen Altona 93 und dem Angstgegner aus Meiendorf bot in den ersten 20 Minuten ungefähr so viel Action und Spannung, wie schales Bier. Das änderte sich ab dem nicht gegebenen Abseitstor von Pierre Becken langsam. Altona spielte sicherer nach vorne, der MSV kam zu Kontermöglichkeiten. So auch vor dem Elfmeter in der 29. Minute. Jan Savelsberg foulte Nils Roschlaub im Strafraum, Schiri Johann Pfeifer zeigte zu recht auf den Punkt. Kapitän Patrick Schumann zielte beim Strafstoß nicht genau genug, Olli Hinz konnte den Ball aus der Ecke fischen.
In der letzten viertel Stunde vor der Pause war dann plötzlich richtig Feuer in der Partie. Tobias Sävke im Meiendorfer Tor konnte sich auszeichnen, als er einen Kopfball von Kappler aus zwei Metern Distanz mit den Fingerspitzen über die Latte bugsierte (32.). Nach der anschließenden Ecke leitete Becken den Ball per Hacke auf Sebastian Clausen weiter, aber der schoss über das Gehäuse.
Auf der anderen Seite hielt Hinz großartig gegen Roschlaub, der von Flores bedient worden war (35.). Wie viel Dynamik das Spiel entwickelt hatte zeigte sich auch an der Gelben Karte für Meiendorfs Abwehrspieler Sebastian Mankumbani, der sich von einigen der lautstarken AFC-Fans provozieren ließ und nach einer Geste mit den Armen den Karton sah. Kurz vor der Pause war es einmal mehr Sävke, der den MSV vor einem Rückstand bewahrte, als er einen spektakulären „Überkopf-Schuss“ von Becken gerade noch an die Latte lenkte.
Im zweiten Durchgang war dann aber auch der starke Keeper machtlos, gegen die Altonaer Übermacht. Alexey Bugrov setzte sich auf der linken Seite durch, und Berkan Algan verwertete seine Hereingabe per Drehschuss zum 1:0 (51.). Die größte Meiendorfer Chance auf ein Tor in der Kampfbahn dann nur sieben Minuten später. Erst rettete Clausen bei einem Schuss von Fabian Gasde auf der Linie, dann hämmerte Flores den Nachschuss in Roschlaubs Rücken.
Danach spielte nur noch der AFC, verpasste es aber durch Nadj (62.) und Hadid (67.) frühzeitig alles klar zu machen. Nachdem sich Meiendorf durch Mankumbanis Platzverweis in der 76. Minute weiter schwächte, traf Algan zum verdienten 2:0 (83.). Hadid hatte ihm den Ball mustergültig vorgelegt.
Kurz vor Schluss hätte sogar noch das 3:0 folgen müssen, doch Mario Jurkschat scheiterte freistehend (87.).
„Wir sind in der Breite besser aufgestellt als Victoria, und müssen in dieser Liga mit dem Meister zusammen der Gejagde sein“, sagte Berkan Algan nach dem Spiel, das Vicky-Trainer Bert Ehm auf der Tribüne verfolgte. Der Doppeltorschütze sieht Altonas Stärke in nun klaren Hierarchien im Team begründet, die es zu Saisonbeginn noch nicht gab. Hafo.de
Stimmen
Thomas Seeliger (Trainer Altona 93):
In der ersten Halbzeit hatten wir eine Portion Glück und einige Probleme mit den drei Spitzen. Am Ende hätten wir aber mehr Tore machen müssen. Es war ein „Big Point“ der heute gewonnen wurde. Volkan Aktan habe ich trotz seiner guten Leistung früh rausgenommen, weil er Kreislaufprobleme hatte und nicht mehr so frisch wirkte, wie am Anfang der Partie.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Ein sehr intensives, schnelles und gutes Spiel. Wir sind gut rein gekommen und haben schnell in die Spitzen gespielt, Altona war uns aber körperlich überlegen und darum bei Standards gefährlich. Nach dem nicht verwandelten Elfmeter haben wir den Faden verloren. Im zweiten Durchgang hatte der AFC die besseren Chancen, die Gelb-Rote Karte hat uns dann die Luft endgültig genommen. Zum Schluss haben uns dann die Mittel und Möglichkeiten gefehlt, trotzdem bin ich mit der Leistung zufrieden. Allein das Ergebnis hat nicht gepasst.
07.11.2009 Oberliga Hamburg
Meiendorf krönt "tolle Woche"
Meiendorfer SV – SV Halstenbek-Rellingen 4:0 (2:0)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – F. Gasde (74., Paschen), Schumann, Weiss, Güven – Dossou (65., Flores), P. Gasde, Cetinkaya, Lund (78., Wengorra) - Sara, Roschlaub
Der SV Halstenbek-Rellingen spielte mit:
Schultz – Da Costa (64., Rohparwar), Warnick, Hermanowicz, Diederichsen – Eta, Schmerberg, Wroblewsky, Richert – Sahin (60., Arslan), Ude
Tore:
1:0 Schumann (25., Foulelfmeter), 2:0 Sara (43.), 3:0 Roschlaub (63.), 4:0 Flores (90.)
Schiedsrichter: Dühring (SC Schwarzenbek), fehlerlos
Zuschauer: 263
Sören Warnick stand nach Spielende noch lange einsam auf dem Spielfeld. Der Kapitän von HR schien die deutliche Niederlage nur schwer hinnehmen zu können. Immerhin warten die Halstenbeker mittlerweile seit dem 6. September (3:1 gegen TSV Uetersen) auf ein Erfolgserlebnis. Doch wirklich hadern konnte auch Warnick mit der Niederlage nicht. Zu deutlich war die Überlegenheit der Gastgeber.
Beim MSV dagegen stand weniger das Spiel als vielmehr die Gerichtsentscheidung vom vergangenen Mittwoch im Vordergrund. Das Spiel gegen Bergedorf (2:4) wurde annulliert und wird nachgeholt. „Das ist ein Sieg der Gerechtigkeit“ freute sich Manager Jens Malcharzik. Auch Trainer Lutz Göttling war mit der für ihn überraschenden Entscheidung zufrieden. Er dankte vor allem den Fans, die durch ihre Spenden den Einspruch erst möglich machten: „Ohne die Fans hätten wir uns das Verfahren sicherlich nicht leisten können. Insgesamt war das für uns mit dem Urteil, dem Sieg gegen Paloma und heute gegen HR eine tolle Woche.“
In der Tat konnte Göttling mit dem Auftreten seiner Mannschaft zufrieden sein. Zwar war die Partie nicht immer ansehnlich doch der Meiendorfer Sieg zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Halstenbek hatte trotz der zuletzt enttäuschenden Ergebnisse angstfrei begonnen, doch das Spiel des MSV wurde von Minute zu Minute sicherer. Nach 24 Minuten begann der Anfang vom Ende für HR. Oliver Wroblewsky foult Cem Cetinkaya im Strafraum und Patrick Schumann verwandelt den fälligen Elfmeter sicher. Eigentlich stand der Sieger des Spiels damit fest, denn Halstenbek-Rellingen hat in den vorigen drei Begegnungen nur ein Tor erzielen können. Immer wieder stürmten die Meiendorfer auf das Tor von Dennis Schultz. Doch entweder wurden beste Möglichkeiten leichtfertig vergeben oder Schultz rettete sein Team vor einem höheren Rückstand. Nichts zu retten war allerdings beim 2:0. Michael Sara und Philipp Gasde spielten mit einem tollen Doppelpass-Spielzug die HR Abwehr schwindelig und Sara traf zum achten Mal in dieser Saison.
Nach der Halbzeit gleiches Bild. Halstenbek begann durchaus bemüht, doch die beste Chance köpfte Antonio Ude (49.) knapp am Tor vorbei. Auf der anderen Seite vergab Nils Roschlaub nicht das erste Mal eine gute Möglichkeit. Das er es eigentlich viel besser kann zeigte Roschlaub wenige Minuten später. Nachdem Cem Cetinkaya durch die Abwehr getanzt war, verwandelte Roschlaub die Chance zum 3:0. Obwohl Meiendorf auch in der Folgezeit noch einige Gelegenheit zum Torerfolg und HR sich offenbar selbst aufgegeben hatte, setzte der eingewechselte Carlos Flores mit dem 4:0 in der 90. Minute den Schlusspunkt. Flores hatte berufsbedingt das Abschlußtraining ausfallen lassen müssen und spielte daher nicht von Beginn an.
Während in Meindorf nach Spielende ob der sportlichen und gerichtlichen Erfolge Zufriedenheit und Vorfreude auf das Spitzenspiel gegen Altona herrschte, war die Stimmung bei den allen Verantwortlichen von HR am Tiefpunkt – nicht nur bei Sören Warnick. Co-Trainer Andreas Hermeling: „Der Sieg von Meiendorf geht heute völlig in Ordnung. Allerdings müssen wir hier auch nicht gewinnen. Wir müssen einfach unsere Fehler minimieren und weiter arbeiten. Wir haben noch einiges vor uns, dass haben wir heute gesehen.“ Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Wir haben heute eine sehr konzentrierte Leistung gezeigt und sowohl nach hinten als auch nach vorne gut gearbeitet. Die Mannschaft kommt langsam wieder an das Niveau der Vorsaison heran. Allerdings hätten wir heute noch besser unsere Chancen nutzen können. Insgesamt hab ich aber über die Leistung heute nicht viel zu meckern.
Andreas Hermeling (Co-Trainer SV Halstenbek-Rellingen):
Wir haben zu Beginn versucht, defensiv so gut zu arbeiten wie es uns möglich ist. Leider bringen wir uns durch zwei unnötige Fehler selbst in Schwierigkeiten. Wenn Meiendorf manche Situationen noch besser ausgespielt hätte, hätten auch noch mehr Tore fallen können. Wir müssen einfach weiter hart arbeiten und die wenigen Chancen die wir haben endlich nutzen.
01.11.2009 Oberliga Hamburg
Viel bekam der VfB Lübeck nicht zu sehen
USC Paloma – Meiendorfer SV 0:1 (0:1)
Der USC Paloma spielte mit:
Dröge – Savelsberg, Lohfeldt, Schmitz, Osinski – Gregori, M. Hamurcu – Richter (68. M. Aidara), K. Aidara – Weidlich, Kieckbusch (81. Carrion Gaona)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – F. Gasde, Schumann, Weiss, Güven – P. Gasde – Sara (90. Hoffmann), Lund, Cetinkaya – Roschlaub, Flores (80. Dossou)
Tore:
0:1 Schumann (11.)
Schiedsrichter: Murat Yilmaz (FC Türkiye): Ganz sicher einer der kommenden Schiris in Hamburg. Souverän und unaufgeregt, löste auch die hektische Schlussphase hervorragend (bei einem gewissen Referee aus Norderstedt hätte es garantiert 3x Rot gegeben...)
Zuschauer: 190
Hoher Besuch an der Brucknerstraße: Der Cheftrainer des VfB Lübeck, Peter Schubert, nebst Co-Trainer und Chef-Scout, hatten am frühen Sonntagmorgen den Weg nach Barmbek gefunden, um sich neben Kevin Weidlich auch Michael Sara und Ömer Güven anzugucken. Soviel vorweg: Besonders Aufschlussreiches bekamen sie von den Aktiven ihres Interesses nicht geboten.
USC-Coach Frank Hüllmann hatte zwei schwerwiegende Ausfälle zu verkraften: Neben Sturmtank Martin Protzek (beruflich verhindert) musste er auch auf Sven Francke verzichten, der sich am Freitag im Abschlusstraining bei einer unglücklichen Aktion von „Moh“ Aidara die Nase brach und voraussichtlich sechs Wochen ausfällt (Hüllmann: „Eine Katastrophe für uns. Hoffentlich kann er mit einer Maske schon früher wieder spielen“). Nach Oliver Engl, der seine OP am Donnerstag übrigens gut überstanden hat und sich ganz langsam auf dem Wege der Besserung befindet („Mein Saisonziel bleibt ein Tor“), also schon der zweite Innenverteidiger, der den Palomaten längerfristig fehlt. Doch mit André Lohfeldt und Lars Schmitz stand und steht guter Ersatz parat, der die ansonsten immer brandgefährlichen Nils Roschlaub und Carlos Flores heute fast zur Bedeutungslosigkeit degradierte (MSV-Trainer Lutz Göttling dazu: „Wir haben heute quasi ohne Sturm gespielt“).
Doch dafür sprang Kapitän Patrick Schumann in die Bresche, dem nach einem weiten Einwurf der Ball im Fünfmeterraum vor die Füße fiel und er ihn durch die „Hosenträger“ von Keeper Frank Dröge ins Tor stochern konnte (11.). Nach gut 20 Minuten hatten sich Hausherren von dem Schock erholt und fanden deutlich besser ins Spiel, doch weder Dirk Savelsberg (30.), noch Kevin Weidlich mit einem strammen Fernschuss (37.) konnten Tobias Sävke überwinden. Die beste Gelegenheit jedoch hatte Thiemo Kieckbusch, der zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff alleine auf Sävke zusteuerte, aber etwas zu lange zögerte und im letzten Moment erfolgreich gestört werden konnte. Die nachfolgende Ecke brachte die nächste hochkarätige Chance zum Ausgleich, aber den Kopfball von Lohfeldt kratzte Sävke mit größter Mühe mit einer Hand noch aus dem Winkel (36.).
Von der zweiten Halbzeit gibt es außer sieben Gelben Karten (4:3 für Paloma) nicht sehr viel zu berichten (im ersten Durchgang war der sehr gute Schiedsrichter Murat Yilmaz noch gänzlich ohne Verwarnungen ausgekommen), wobei Weidlich nach einem Disput mit Schumann sogar dicht vor Rot stand (87.), aber Yilmaz es völlig ausreichend bei Gelb beließ. Solche Referees wünscht man sich häufiger, wie auch beide Trainer nach dem Schlusspfiff feststellten. Für den MSV geht damit „die-mit-Roschlaub-Serie“ von fünf ungeschlagenen Partien (3 Siege, 2 Remis) weiter, während Paloma von Platz 6 (am achten Spieltag) nach fünf Niederlagen in den letzten sechs Spielen in der Tabelle so langsam nach hinten durchgereicht wird. Die Begegnung nächste Woche beim VfL Lohbrügge bekommt da schon fast Endspielcharakter. Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Wir sind gut in die Partie gekommen und waren 25 bis 30 Minuten spielbestimmend. Danach lag mehrfach der Ausgleich in der Luft und wir haben uns in die Halbzeit gerettet. Die zweite Hälfte war sehr zerfahren, auf beiden Seiten gab es kaum noch Chancen. Am Ende war es dann ein ziemlich hektisches Spiel, aber der Schiedsrichter hat das meines Erachtens sehr gut gemacht. Ein verdienter Sieg für meine Mannschaft, auch wenn es sehr eng war, aber wir haben eine ordentliche Defensivleistung abgeliefert. Mit dem dritten Sieg in Folge und zuletzt zweimal zu Null haben wir unseren positiven Lauf fortgesetzt.
Frank Hüllmann (Trainer USC Paloma):
Den Ausfall von Sven Francke hat man uns zu Beginn angemerkt, meine Mannschaft war total verunsichert und ängstlich. Es gibt eben Spieler, die kann man nicht ersetzen. Danach haben wir uns aber ins Spiel reingebissen und viele gute Chancen erarbeitet. Über das Ergebnis bin ich sehr enttäuscht, aber von der Art und Weise, wie wir das Spiel geführt haben, war das völlig in Ordnung. Die Ergebnisse sind im Moment leider knüppelhart für uns, aber wir lassen uns nicht entmutigen. Wir können immer noch eine bessere Hinrunde als letztes Jahr abliefern, das ist unser Ziel.
24.10.2009 Oberliga Hamburg
Meiendorf gewinnt gegen Lohbrügge ein Spiel
Meiendorfer SV – VfL Lohbrügge 2:0 (0:0)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Chau (20. Dossou), Schumann, Weiss, Güven – Fabian Gasde, Philipp Gasde, Lund, Sara – Flores (79. Thoele), Roschlaub (89. Hoffmann)
Der VfL Lohbrügge spielte mit:
Boll – Braun, Flick, Stritzke, Feddern – Exposito (31. Kiraz), Seibert (83. Steffens), Nunes, Smaga – Kilic (67.Nüchterlein), Bültemann
Tore:
1:0 Sara (60.), 2:0 Roschlaub (89.)
Gelb-Rote Karte: Feddern (67. – wdh. Foulspiel)
Schiedsrichter: Krohn (TSV Reinbek), wenigstens er machte seine Sache ordentlich
Zuschauer: 329
Zwei Baustellen in Farmsen und auf der Meiendorfer Straße sorgten dafür, dass der Spielbeobachter eine um eine halbe Stunde längere Fahrtzeit als üblich in Kauf nehmen musste und den Platz just erreichte, als Carlos Flores dabei war, eine gute Möglichkeit in Höhe des Elfmeterpunktes zu vergeben. Da waren bereits 20 Minuten gespielt. Auch vorher sollten, wie kolportiert wurde, die Platzherren bereits zwei, drei Chancen gehabt haben, ohne daraus Kapital schlagen zu können. Den Lohbrüggern hingegen wurde lediglich eine gewisse Gefährlichkeit bei Standards und Distanzschüssen bescheinigt.
Dass diesen Informationen Glauben geschenkt werden darf, davon kann sich der Schreiber dann "live" selbst überzeugen. Denn bei den eindeutigen Favoriten klappt spielerisch rein gar nichts, obwohl Nils Roschlaub auch heute unermüdlich bestrebt ist, seine Mitspieler gut aussehen zu lassen. So braucht es dann auch nicht zu verwundern, dass VfL-Trainer Sven Schneppel später in der Pressekonferenz erklären wird: "Ich denke, dass wir eine sehr gute erste Halbzeit gespielt haben". Dazu bedarf es gegen diesen Kontrahenten an diesem Sonnabendmittag nun wirklich keiner großen Taten. Wenn aus dem ersten Spielabschnitt überhaupt noch erwähnenswert dann dies: Flores erneut aus guter Position vorbei, der Lohbrügger Jurij Braun mit einem Freistoß knapp über das Gebälk, ein schöner Kopfball von Roschlaub nach einer Flanke von Fabian Gasde noch knapper darüber, und ein geradezu stümperhaftes Ballverhalten von Michael Sara in aussichtsreicher Position nach einem "Roschi"-Anspiel in der 40. Minute.
In der zweiten Halbzeit kommen die Gäste nach den ein wenig überraschenden Beobachtungen ihres Trainers mit einer Körpersprache aus der Kabine, die Schneppel "nicht mehr gefallen hat". Doch diese erhöht beim amtierenden Vizemeister nun nicht etwa die Konzentration, eher ist das Gegenteil der Fall. Es ist schließlich Carlos Flores zu verdanken, dass die Begegnung nicht 0:0 endet. Der jedenfalls fasst sich nach genau 60 Spielminuten auf der linken Seite ein Herz, umkurvt drei Blauhemden und bedient den ungedeckten Sara in der Mitte so mustergültig, dass dieser einfach nicht umhinkommt, das Zuspiel über die Linie zu drücken. Danach ist es erneut Flores, der von der Torraumgrenze Keeper Marcel Boll anpiekt, während der Tormann höchstselbst einen Freistoß aus 20 Metern, getreten von Norman Lund, in Supermanier aus dem Winkel fischt. Die 89. Spielminute ist es dann wohl, die den vor acht Tagen noch urlaubenden MSV-Coach Lutz Göttling zu dem Resümee gelangen lässt: "Wir haben jedenfalls in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen. Sie hat phasenweise sehr ordentlich kombiniert". Denn zu diesem Zeitpunkt gelingt Sara von der linken Seite endlich mal ein präzises Zuspiel, das "Mister Meiendorf" zum finalen 2:0 nutzt.
Mag sein, dass das Spiel von vor einer Woche mit seinen neun Toren an derselben Stelle, den Schreiber ein wenig verwöhnt hat. Aber doll war es heute nun wirklich nicht. Denn schließlich hatte der Abovize einen Gegner zu Gast, der nur über höchst bescheidene fußballerische Mittel verfügt, und der wohl kaum noch ein weitere Saison Hamburgs höchster Liga angehören wird. In einem solchen Fall hätte man von den Meiendorfern eine Leistung erwarten können, wie sie am Abend zuvor die Victorianer geboten hatten. Doch davon waren sie meilenweit entfernt. Hafo.de
17.10.2009 Oberliga Hamburg
Alle Neune an der B 75
Meiendorfer SV – SC Condor 6:3 (3:1)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Mankumbani (35. Flores), Schumann, Weiss, Güven – Fabian Gasde, Philipp Gasde, Lund (82. Chau), Cetinkaya – Sara (64. Thoele), Roschlaub
Der SC Condor spielte mit:
Kleinschmidt – Twardawa, Neumann (75. Yasar), Rohbaqsh, Grudzinski – Carlson, Pawletta, Winterfeld, Szyszkowski (63. Raschiy) – Abshagen (51. Eren), Concilio
Tore:
1:0 Roschlaub (8.), 1:1 Concilio (13.), 2:1 Sara (19.), 3:1 Sara (38.), 4:1 Roschlaub (54.), 5:1 Flores (60.), 5:2 Twardawa (72. – Handelfm.), 5:3 Rohbaqsh (83.), 6:3 Roschlaub (85.)
Rote Karte: Cetinkaya (71. – Handspiel auf der Torlinie)
Schiedsrichter: Bandt (Eimsbütteler TV), schien am Spiel auch seinen Spaß zu haben
Zuschauer: 311
3:3, 5:0 und 4:1 endeten die Spiele gegen den geografischen und zurzeit auch tabellarischen Nachbarn vom Berner Heerweg, seit dem die Meiendorfer vor gut drei Jahren aus der "richtigen" Oberliga wieder in Hamburger Gefilde zurückgekehrt waren. Kein Wunder also, dass die gut 300 Zuschauer heute gekommen waren, um wieder einem trefferreichen Spiel beizuwohnen. Wie aus dem Berichtskopf bereits erkennbar, wurden sie auch keineswegs enttäuscht. Darüber hinaus bekamen sie einen richtig ansehnlichen Kick zu sehen, in dem schließlich das Team der Hausherren in der Defensive einige Fehler weniger machte als ihre Besucher.
Los geht es bereits nach acht Minuten, als es Fabian Gasde gelingt, einen langen Ball in Richtung Nils Roschlaub zu schlagen, der mühelos zum Führungstreffer einlocht. "Klar zwei Meter abseits" meint zwar der auf "Roschi-Höhe" postierte und zuschauende Matthias Bub (Vorgänger von Condor-Trainer Mike Breitmeier), allein mit dieser Ansicht steht er ziemlich vereinzelt da. Ohne Diskussion der fünf Minuten später folgende Ausgleichtreffer: Freistoß von Söhren Grudzinski auf den Kopf von Marco Concilio und 1:1. Kurios hingegen nach 17 Minuten das 2:1. Michael Sara zieht aus gut 20 Metern flach ab und trifft den linken Pfosten, von wo er an das rechte Bein von Sascha Kleinschmidt und von dort hinter die Torlinie springt. Keine Probleme hingegen hat der Condor-Keeper bei einem Roschlaub-Freistoß aus 20 Metern, genau so wenig wie sein Gegenüber Tobias Sävke bei Bällen von Gene Carlson und Grundzinski. Sieben Minuten vor dem Pausenpfiif folgt der zweite Sara-Treffer, auch der nicht ohne Komplikationen. Ein Rosch laub-Zuspiel findet zunächst nicht den richtigen saraischen Weg und prallt von "Roschi" (oder ist es sein Observant?) ab, der Nachschuss aber sitzt. Danach scheitern noch der eingewechselte Carlos Flores an Kleinschmidt und Patrick Schumann nach einem Norman-Lund-Anspiel.
Weiter dann in Minute 54. Cem Cetinkaya bedient von links den rechts postierten "Mister Meiendorf", und der sorgt lehrbuchmäßig per Kopf zum 4:1. Künstlerisch wertvoll auch der fünfte Treffer durch Flores, der eine Roschlaub-Vorlage über Kleinschmidt hinweg hebt und in dessen Gehäuse versenkt. Dennoch lassen sich die Gäste nicht entmutigen. Einen Oldenfelder Kopfball kann Cetinkaya auf der Torlinie nur unter Zuhilfenahme der Hand abwehren, den fälligen Elfer verwandelt Heiner Twardawa gekonnt. Als es auch noch Yama Rohbaqsh gelingt, zum 3:5 einzuköpfen, ist es wiederum Roschlaub, der mit einer Einzelleistung möglicher Weise aufkeimende Condor-Hoffnungen im Keime erstickt. Im Gegenteil: Zweimal Roschlaub und schließlich Flores scheinen der Ansicht zu sein, sich mit sechs Erfolgen begnügen zu sollen, und vergeben schließlich noch nahezu "Neunzigprozentige".
Mit der Spielweise von heute sollten beide Teams in Ruhe dem kommenden Wochenende entgegensehen, wenn es für die Einen gegen Lohbrügge gehen wird und die Anderen Lurup empfangen werden. Hafo.de
Stimmen
Mike Breitmeier (Trainer SC Condor):
Jeder hat gesehen, dass meine Mannschaft trotz de Gegentreffer sich nicht hat hängen lassen, und immer weitergemacht hat. Nach dem 3:5 hatten wir kurzzeitig noch Hoffnung geschöpft, der sechste Treffer kam aber dann doch zu schnell. Meine Mannschaft aber hat Charakter gezeigt, nur das Ergebnis ist ein wenig zu hoch ausgefallen.
Helge Mau (Co-Trainer Meiendorfer SV für den urlaubenden Lutz Göttling):
Condor und wir haben alles dafür getan, die Zuschauer gut zu unterhalten. Meine Mannschaft war nach den Misserfolgen der letzten Wochen natürlich immer noch verunsichert.
11.10.2009 Oberliga Hamburg
Das Spiel der Dörfer sieht keinen Gewinner
Niendorfer TSV - Meiendorfer SV 2:2 (0:1)
Der Niendorfer TSV spielte mit:
Barth – Maurer, Prange, Kocadal, Herbert (61. Schwenke) – Avarello (66. Natusch), Schwoy, Semtner, Griesch – Pornhagen (66. Saaba), Jakobs
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Kirbach (32. Thoele), Schumann, Mankumbani (79. Weiss), Chau – Sara, F. Gasde, Lund, Cetinkaya (68. Wengorra), – Flores, Roschlaub
Tore:
0:1 Roschlaub (23.), 0:2 Wengorra (85.), 1:2 Saaba (86.), 2:2 Prange (90 + 1)
Schiedsrichter: Hinrichs (Rödemisser SV), sollte unbedingt mal wieder kommen
Zuschauer: ca 170
Wer unter Ihnen, geschätzter Leser, erinnert sich noch an die Spielzeit 2006/2007, als die Niendorfer zu Besuch an der B 75 waren und die dortige Heimmannschaft nicht nur haushoher Favorit war, sondern auch nahezu 90 Minuten in eine Richtung spielte, ihr aber kein Treffer gelang. Es bedurfte schon einer Nachspielzeit, bis es dem heutigen Co-Manager Carsten Wittiber gelang, einmal in den gegnerischen Strafraum einzudringen und den einzigen Treffer der seinerzeitigen Veranstaltung zu erzielen.
Auch wenn die Voraussetzungen heute anders gestrickt waren als noch vor etwa zwei und einhalb Jahren, so mussten die Gedanken des Schreibers sich doch unwillkürlich an dieses Ereignis erinnern, als er in der 91. Minute die jubelnde Spielertraube in Blau und deren fast kopfstehenden Trainer beobachten durfte.
Denn heute stehen sich am Sachsenweg zwei nahezu ebenbürtige Mannschaften gegenüber, was sich nicht nur durch den Tabellenstand manifestiert, wobei die Göttlinger allerdings ein wenig abgeklärter wirken. So ist es auch der Meiendorfer Fabian Gasde, der nach präzisem Zuspiel von Nils Roschlaub die erste Chance bekommt, dessen Kopfball jedoch über das Quergebälk streicht. Gegenangriffe der Segnerianer durch Matthias Pornhagen, Eduardo Avarello und Gerrit Jakobs hingegen werden eher harmlos abgeschlossen. In der 23. Minute dann aber ein mustergültige Vorlage in den freien Raum von Christoph Kirrbach auf Roschlaub, und der lupft die Kugel über den herausstürzenden Sven Barth hinweg ins Netz. Bemerkenswert auch die Abwehr von Özden Kocadal, der nach einem Freistoß von Michael Sara den Ball fast von der Torlinie wegschlägt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff eine gleichsam Adler-Abwehr von Keeper Tobias Sävke gegen Marcus Schwoy.
Kurz nach dem Wiederanpfiff ist es zunächst Cem Cetinkaya, der ein Anspiel von Carlos Flores neben den langen Pfosten setzt, danach fliegt ein Header von Tobias Herbert nach einer Schwoy-Corner über den Meiendorfer Kasten. Riesen-Möglichkeiten bieten sich auch "Roschi" und Flores, nur beide können sie nicht verwerten. Fünf Minuten vor dem finalen Pfiff scheint dann aber die Entscheidung zu fallen. Als Konter vorgetragen bedient Roschlaub den eingewechselten André Wengorra, der in gewohnter Geesthacht-Manier für das 2:0 verantwortlich zeichnet. Doch, wie so oft, kommt es mal wieder anders, als gedacht. Die Tinte auf dem Notizblock des Berichterstatters ist noch nicht getrocknet, als der eingewechselte Frank Saaba den ebenfalls von der Bank gekommenen Martin "Maldini" Weiss aussteigen lässt und zum Anschlusstreffer einnetzt. Doch damit nicht genug des Guten für die Platzherren, es folgt noch das 2:2 in der "added time". Bei einem von Schwoy kommenden zuvor ruhenden Ball schraubt sich Daniel Prange am Höch sten in die Lüfte und sorgt damit für die bereits eingangs erwähnte Jubelarie beim NTSV.
Ein gerechtes Resultat, so erscheint es dem Schreiberling. Auch wenn die Einen nach den 93 Minuten Grund zur Freude, die Anderen zur Enttäuschung hatten, am Saisonende werden diese keine erneuten Relegationsbefürchtungen gehabt haben, jene aber auch nicht wieder "Runners-up" geworden sein. Wetten, dass? Hafo.de
Punktspiel-Statistik ab 1945 aus der Sicht des Gastgebers:
9 Spiele – 1 Siege – 2 Remis – 6 Niederlage – 11:23 Tore
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Wir hatten 2:0 geführt und wir hatten die klareren Chancen aus dem Spiel heraus. Aber Konterchancen haben wir nicht vernünftig abgeschlossen, um das zweite oder dritte Tor zu machen. Durch doofe Standardsituationen kommen wir in Bedrängnis und bekommen in der Nachspielzeit das Ausgleichstor nach der 2:0-Führung. Das ist natürlich ganz, ganz bitter.
Carrel Segner (Trainer Niendorfer TSV):
Natürlich ist mir ein Stein vom Herzen gefallen, als wir 0:2 hinten lagen, viele uns schon abgeschrieben hatten, wir aber in den letzten fünf Minuten noch zwei Tore erzielt haben, die meiner Meinung nach mehr als verdient waren. Die Meiendorfer hatten uns mit ihren zwei überragenden Stürmern Roschlaub und Flores aber sehr beschäftigt.
03.10.2009 Oberliga Hamburg
An der B 75 endet Victorias unglaubliche Siegesserie
Meiendorfer SV - SC Victoria 1:1 (0:0)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Kirbach (89. Thoele), Makumbani, Lund, Hoffmann (46. F.Gasde) – Sara, Cetinkaya (89. Weiss), Schumann, Güven – Roschlaub, Flores
Der SC Victoria spielte mit:
Wolf – Meyer, Asante, Eybächer, Möbius – Brameier (63. Akgül), Stilz, Bajramovic, Trimborn (70. Melich) – Hamurcu (76. Erman), Rahn
Tore:
0:1 Akgül (82.), 1:1 Roschlaub (88.)
Schiedsrichter: Müller (BCG Altenkrempe), strahlte Ruhe aus, und sorgte dafür, dass das Spiel nicht ausuferte
Zuschauer: 507
Am Ende der 90 Minuten konnten eigentlich alle zufrieden sein. Die mehr als ein halb Tausend Zuschauer, die ein kämpferisch starkes aber auch technisch durchaus überzeugendes Spiel zu sehen bekamen, die Victorianer, bleiben sie doch auch nach zehn Spielen unbesiegt, aber auch ihre heutigen Gastgeber, die weiterhin mit Stolz darauf verweisen können, seit bald zehn Jahren zu Hause nicht mehr gegen den Meister verloren zu haben. Doch der ein wenig vergrätzt wirkende Vicky-Coach Bert Ehm sollte genau so stolz sein: 14 Siege Punktspielsiege in Folge dürften noch nie zuvor auf Hamburgs höchstem Level errungen worden, und auch kaum nochmals in absehbarer Zeit machbar sein.
Die Meiendorfer, erstmals wieder nach langer Verletzungspause von Beginn an mit Nils Roschlaub, beginnen stark. Ömer Güven per Distanz über den gelb-blauen Kasten, und "Roschi" kommt nicht an Keeper Dennis Wolf vorbei. In Minute Neun ist es dann auf der anderen Seite Stephan Rahn, der Sebastien Makumbani zwar den Ball abnehmen aber Tobias Sävke im Tor der Gastgeber nicht bezwingen kann. Sävke ist es auch, der bei einem Kopfball von Ahmet Hamurcu glänzt. Ein Eckball von Roger Stilz, in der 30. Minute auf David Eybächer gezirkelt, landet gleichfalls in den Armen des Meiendorfer Keepers, während sein Gegenüber sich nach einem Zusammenspiel zwischen Carlos Flores und Roschlaub auszeichnen kann. Ein Gewaltschuss von Jasmin Bajramovic in Richtung Ahrensburg beendet 45 höchst kurzweilige Spielminuten.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit erst einmal wieder die Platzherren: Ein Freistoß des eingewechselten Fabian Gasde auf "Mister Meiendorf", der volley Goalie Wolf erneut zu einer Großtat veranlasst. Stark auch Cem Cetinkaya nach 48 Minuten, allein sein Schuss landet neben dem langen Pfosten. Nur sechs Minuten später schaffen es weder Flores noch Michael Sara den Wolf im Gästekasten aus kürzester Entfernung zu bezwingen. Dann wieder der Dreifachchamp. Allein Hamurcu kann einen gut getimten Freekick von Sven Trimborn nicht ganz erreichen. Es folgen Großtaten von Goalie Sävke bei einem Knaller von Jan Melich und wenig später einem ruhenden Ball von Rahn (75.). Acht Minuten vor dem "final whistle" anscheinend die Entscheidung: Aus einem Gewühl im Strafraum der Göttlinger findet das Objekt der allgemeinen Begierde den Weg zum erst später auf den Platz gekommenen Sezgin Akgül, der es aus der Drehung heraus in der langen Ecke des sävkeschen Kastens unterzubringen vermag. "Nun ist er also da, der zehnte Saisonsieg in Folge" mag sich so mancher Schaulustige, egal ob Freund oder Feind, gesagt haben. Doch, wer immer so gedacht haben mag, der hat nicht mit Roschlaub, der allein seiner Mannschaft Sicherheit zu geben vermag, gerechnet. Zwei Minuten vor dem Partieende ist er es, der ein mustergültiges Zuspiel von Cetinkaya in den Maschen der Hohelufter versenkt.
Alles in Allem ein gerechtes Remis, dass den Meiendorfern wieder Selbstvertrauen schenken wird, und den Ehmlingen eine neue Aufgabe zuweist, nämlich weiterhin unbesiegt zu bleiben, aber nicht unbedingt gewinnen zu müssen. Das Spektatorium aber, hüben wie drüben, hat trotz der geringen Trefferausbeute ein richtig gutes Match in der "Stadtliga" zu sehen bekommen, das ihm sicherlich Lust auf mehr derartige Veranstaltungen machen wird. Hafo.de
Punktspiel-Bilanz aus der Sicht des Gastgebers:
43 Spiele – 17 Siege – 13 Remis – 13 Niederlagen – 87:73 Tore
Stimmen
Bert Ehm (Trainer SC Victoria):
Wir sind nicht gerade glücklich über das Ergebnis, da ich der Meinung bin, dass auch ein Sieg für uns verdient gewesen wäre. Allerdings will ich nicht abstreiten, dass das Spiel auch unentschieden hätte ausgehen. Denn Meiendorf hatte nach der Halbzeit zwei, drei gute Chancen. Ich hatte so das Gefühl, dass Meiendorf es darauf angelegt hatte, unser Spiel durch Fouls zu stören statt durch Fußballspielen. So sind wir nicht so in das Spiel gekommen, wie wir es uns vorgestellt hatten.
(Damit endete die ehmsche Stellungnahme abrupt, da der Trainer durch Zwischenrufe aus dem Publikum immer wieder unterbrochen wurde. Die Pressekonferenz findet vor Publikum statt und nicht, wie an der Hoheluft, im stillen Kämmerlein).
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Ich denke, dass wir unserer jetzigen Situation mit dem Ergebnis zufrieden sein können. Wir mussten natürlich gegen den dreifachen Meister erst einmal über die Zweikämpfe gehen. Die haben wir angenommen, und auch mehrere grobe Fouls gemacht, das will ich nicht bestreiten. Das Gegentor fiel dann durch eine Unachtsamkeit im Zentrumsbereich, unser Treffer in der 89. Minute ist dann aber auch glücklich gefallen. Ich denke, dass wir diesen Sieg verdient gehabt haben.
(Der sehr gelöst wirkende Trainer wurde aber auf seinen Irrtum hingewiesen und korrigierte sich sogleich).
25.09.2009 Oberliga Hamburg
Vielleicht nicht göttlich, aber begeisternd!
Oststeinbeker SV – Meiendorfer SV 2:1 (2:0)
Der Oststeinbeker SV spielte mit:
Gößling – Blohm, Besic, Stendel, Akyil – Weiß – Polat, Ulusoy, Römhild (46. Braesen) – Sa Borges Dju (62. Ildir), Cihan (77. Langer)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Kirbach, Schumann, Weiss, P. Gasde (57. Mankumbani) – Sara, Thoele, Lund, Cetinkaya – Wengorra (77. Roschlaub), Flores
Tore:
1:0 Sa Borges Dju (2., Vorarbeit Polat), 2:0 Ulusoy (37., ohne Vorarbeit), 2:1 Sara (90., Lund)
Rote Karten:
Güven (MSV, 67. Tätlichkeit), Sobczyk (B85, 67. Tätlichkeit), de la Cuesta (B85, 75., Tätlichkeit)
Besondere Vorkommnisse:
Die Partie musste zwischen der 67. und 77. Minute unterbrochen werden. Gökhan Cihan erlitt eine schwere Schulterverletzung und musste schießlich ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Schiedsrichter: Timm (SC Egenbüttel): Über die komplette Spielzeit ein besonnener und in seinen Entscheidungen schlüssiger Spielleiter.
Zuschauer: 413
"Und täglich grüßt das Murmeltier – wir fangen uns mal wieder ein frühes Gegentor." Vom Murmeltier gegrüßt fühlte sich Lutz Göttling, dabei war es gar kein Murmeltier, sondern Oststeinbeks Ivan Sa Borges Dju, der nach nur 80 Sekunden zum 1:0 für seine "Men in black" traf. Und wer nun glaubte, der Favorit würde seinerseits eine Reihe von Grüßen in die Richtung des vom Ex-Osnabrücker Frederic Gößling gehüteten Tores senden, sah sich schwer getäuscht. Einzig André Wengorra hatte im ersten Durchgang eine gute Chance auf dem Schlappen (14.), ja sogar eine, die man machen muss, doch Wengorra agierte in dieser Szene wie sonst auch – nämlich schwach. Oststeinbek dagegen spielte ununterbrochen nach vorn und kam im schnellen und intensiven Spiel zu einer Handvoll hervorragender Torchancen, so dass Meiendorf sich glücklich schätzen durfte, nur mit 0:2 in die Pause zu gehen. Wenigstens konnte Onur Ulusoy das Ergebnis in eine halbwegs vertretbare Höhe schrauben, als er in der 37. Minute traf. Und wie! Ulusoys Tor er innerte eher an Ski-Riesenslalom als an Fußball, als er einen nach dem anderen Meiendorfer umkurvte, um dann auch noch cool den Ball einzuschieben. Tobias Sävke war machtlos; ihn traf an der Niederlage und den oftmaligen Wirren in der MSV-Abwehr keine Schuld. Ohnehin wollte OSV-Trainer Stefan Kohfahl nicht viel von Meiendorfer Unzulänglichkeiten wissen. "Wir haben einfach sehr, sehr gut gespielt", freute sich Kohfahl. So war es auch. Meiendorf deutete nämlich sehr wohl seine Klasse hier und da an, ging auch ein hohes Tempo – doch der Aufsteiger war einfach besser als der Vizemeister.
Trotzdem entwickelte sich in der zweiten Halbzeit noch "ein Spiel zum Nägelkauen", wie der schreckhaft um seine Trainerbank umhertigernde Kohfahl feststellte. Meiendorf war nun präsenter, doch der OSV hatte zunächst mehrfach die Vorentscheidung auf dem Fuß. Der eingewechselte Marco Braesen wurde einschussbereit gerade noch von Weiss geblockt (56.), und Sa Borges Dju versäumte es den klasse Konter über Arafat Akyil und Gökhan Cihan zu veredeln (61.). Nun errang erstmals Meiendorf die Feldhoheit und wurde mehrfach in Person seines oft im Stich gelassenen Aktivpostens Carlos Flores gefährlich. Flores scheiterte zunächst am Außenpfosten (62.) und dann am phänomenal reagierenden Gößling (65.), bevor er Cem Cetinkaya aussichtsreich in Szene setzte (66.). Und nun nahm das Spiel eine dramatische Wendung: Oststeinbek konterte, und Cihan, bedrängt von Sebastien Mankumbani, stieß in hohem Tempo mit Sävke zusammen und verletzte sich schwer an der Schulter. Von Bruch und Bänderrissen war die Rede. Weder Trainer noc h Pressevertreter konnten sich zu einer EINdeutigen Sicht auf diese Szene einigen, sie spielte sich bei hohem Tempo in wenigen Sekunden ab, sodass der Entscheidung des Schiedsrichters – "Gelb" für Mankumbani – durchaus zuzustimmen ist. Dem empörten und an der Außenlinie Stimmung machenden Kohfahl ist der Schock über die schwere Verletzung seines Schützlings zugute zu halten. Kohfahls Pendant Göttling fand die treffenden Worte: "So eine schwere Verletzung ist einfach beschissen, das betrifft ja nicht nur den Sport, sondern geht ins Private."
Nach zehnminütiger Unterbrechung ging es weiter, Cihan wurde unter aufmunterndem Applaus vom Platz getragen. Obwohl der MSV ja seit der letzten Woche eine gewisse Erfahrung mit Spielunterbrechungen besitzt, verlor er seinen zuvor erst wiederentdeckten Rhythmus. Oststeinbek hatte immer wieder Kontergelegenheiten, doch die drei Akteure, die während der Partie angeschlagen ausgewechselt werden mussten (der starke Felix Römhild blieb mit Leistenbeschwerden in der Kabine und Sa Borges Dju wurde von Muskelkrämpfen geplagt), konnten offensichtlich nicht gleichwertig ersetzt werden. Trotz der nachlassenden Heimelf fiel der schöne Anschlusstreffer Michael Saras aus 18 Metern überraschend. Doch nun wurde es dramatisch. In der 99. Minute blockte Gößling Flores in höchter Not und nur eine Minute später holte Flores gegen Anel Besic einen aussichtsreichen Freistoß heraus, doch Norman Lund machte nichts draus. Nach 102 Minuten schließlich der die wacker kämpfenden "Ostbeker" erlösende Schlusspfiff. "Der Sieg für Ost steinbek war absolut verdient", gratulierte Göttling dem Gegner. "Aber wenn es dumm gelaufen wäre, hätte Oststeinbek noch das 2:2 kassiert." Stefan Kohfahl war erleichtert, denn: "Oft ist es eben so dumm gelaufen, dass wir trotz Chancenplus am Ende nicht gewonnen haben." Heute aber nicht, und so kam Lutz Göttling nicht umhin festzustellen: "Das ist das erste Mal, seit ich hier Trainer bin, dass wir drei Spiele hintereinander verloren haben. Das ist eine Krise! Nicht allein wegen der Niederlagen, sondern aufgrund der Art wie wir Fußball spielen und defensiv überhaupt nicht präsent sind." Tröstlich blieb lediglich die Vorstellung ans kommende Wochenende. "Da haben wir", so Göttling, "einen leichten Gegner."
Raten Sie mal, wen? Hafo.de
19.09.2009 Oberliga Hamburg
Spiel wird wiederholt, wegen eines Regelverstoßes des Schiedsrichters.
Tore, Tragik & Tumulte - 100 Minuten Emotionen in Meiendorf
Meiendorfer SV – FC Bergedorf 85 2:4 (1:1)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Mankumbani (68. Wengorra), Schumann, Weiss, P. Gasde – Thoele – Dossou (80. Paschen), Sara, Güven – Cetinkaya, Flores
Der FC Bergedorf 85 spielte mit:
Braun – Pettersson, Leinroth, Schäfke, Keklikci – Sobczyk – de la Cuesta, Toksöz, Iscan – Landau (80. Pfahl), Gürel (83. Veselinovic)
Tore:
0:1 Landau (12.), 1:1 Thoele (30.), 1:2, 1:3 Gürel (53./55.), 1:4 Toksöz (73.), 2:4 Sara (81.)
Rote Karten:
Güven (MSV, 67. Tätlichkeit), Sobczyk (B85, 67. Tätlichkeit), de la Cuesta (B85, 75., Tätlichkeit)
Gelb-Rot:
Flores (MSV, 90.+8)
Besondere Vorkommnisse:
Nach dem Tor zum 1:3 war das Spiel für ca. 10 Minuten unterbrochen (Tumulte auf dem Platz); Lutz Göttling wurde anschließend hinter die Bande geschickt, sein Kollege Manfred Nitschke folgte ihm in der 90. Minute
Schiedsrichter: Markus von Glischinski (SC Eilbek): Da fehlen einem eigentlich die Worte. Bis zur 54. Minute keine besonderen Vorkommnisse, dann entglitt ihm die Partie völlig (Details siehe Spielbericht). Zu seiner Sicherheit waren mehrere Polizeibeamte nach dem Schlusspfiff zur Stelle...
Zuschauer: 378
Knapp eine Stunde lang war es ein eher langweiliges, nur durchschnittliches Spiel. Bergedorf fand etwas besser in die Partie, Deran Toksöz scheiterte noch mit einem strammen Fernschuss an Tobias Sävke (4.), ehe Jan Landau die frühe Führung erzielte (12.). Die Gastgeber wirkten nach der Cordi-Pleite verunsichert, insbesondere Jan Thoele offenbarte im Spielaufbau viele Defizite, nur selten fand sein Zuspiel einen Mitspieler. Nach einer halben Stunde fiel dann der eher schmeichelhafte Ausgleich, als just der eben noch kritisierte Thoele nach Eckball von Cem Cetinkaya mit dem Kopf zur Stelle war und Keeper Tobias Braun, heute für den angeschlagenen Tom Pöhls im Kasten, überwinden konnte (30.). Sascha de la Cuesta hätte die Elstern noch vor dem Seitenwechsel wieder in Front bringen können (wenn nicht sogar müssen), doch Sävke blieb doppelter Sieger, parierte zunächst glänzend gegen den völlig frei vor ihm auftauchenden „SDLC“ und holte sich auch dessen Nachschuss (37.). Auch in der zweiten Hälfte war die Nit schke-Elf wacher, nach Zuckerpass von Gökhan Iscan feierte Ex-MSVer Fatih Gürel seinen ersten Torerfolg an der B75 gegen die Gelb-Schwarzen (53.).
Was danach geschah, wird wohl noch lange die Gemüter in der Hamburger Amateurszene beschäftigen.
Meiendorf bekam an der Mittellinie einen Freistoß zugesprochen (55.) und der Ball wurde mit der Hand (!) Richtung Tatort gerollt, um dort selbigen auszuführen. Ein Bergedorfer Spieler spritzte jedoch ganz „plietsch“ dazwischen, bediente den an Mittellinie stehenden Toksöz und der lief zusammen mit Fatih Gürel die kompletten 50 Meter mutterseelenallein auf Sävke zu. Alle MSVer blieben stehen, in sicherer Erwartung, dass der Schiedsrichter die Szene aufgrund des noch nicht ausgeführten Freistoßes abpfeifen würde. Toksöz legte jedoch erstmal quer auf Gürel und der schob locker zum 1:3 ein. Als Schiri Markus von Glischinski keine Anstalten machte abzupfeifen und den Treffer schließlich gab, spielten sich tumultartige Szenen auf dem Platz ab. Keeper Sävke stürmte an den Mittelkreis, und hätte für seinen unbeherrschten „Einsatz“ auch Rot sehen können, kam aber - ebenso wie Hannes Schäfke - später mit Gelb davon. Die komplette Meiendorfer Bank inklusive Göttling versammelte sich auf dem Spielfeld. Für fast 10 Minuten war das Spiel unterbrochen, nur mit Mühe konnte der MSV-Coach sein Team zum Weiterspielen überreden („Meine Mannschaft wollte das Spielfeld verlassen, aber das konnte ich natürlich nicht zulassen“), und wurde für’s auf Spielfeld stürmen dennoch hinter die Bande verwiesen.
Trotz heftigster Proteste konnte oder wollte der Schiedsrichter seine Tatsachenentscheidung auch nach Rücksprache mit seinem Assistenten, der die Szene mit dem via Hand gerollten Ball eigentlich drei Meter daneben stehend hätte sehen müssen, nicht mehr rückgängig machen und der Treffer zählte.
Von nun an war „Gift“ im Spiel, die Hausherren fühlten sich betrogen, und bei jedem Zweikampf ging es noch robuster als vorher zur Sache. „Buhmann“ Glischinski bekam von allen Seiten „Feuer“, die Zuschauer und die Meiendorfer Spieler hatte er eh schon gegen sich, aber auch Nitschke & Co. haderten von nun an fast in jeder Szene mit seinen Entscheidungen. Güven und Sobczyk gerieten heftig aneinander (67.): Rot für beide! Wieder gab es eine Vollversammlung auf dem Platz, das Wort „Rudelbildung“ ist dafür fast noch geschönt.
Ach ja, Fußball wurde zwischendurch auch noch gespielt. Zwar nicht viel, aber immerhin: Toksöz zauberte einen Freistoß aus 20 Metern zum 1:4 in den Winkel (73.). Zwei Minuten später war der Jubel schon wieder Geschichte, de la Cuesta wurde gefoult und revanchierte sich mit einem kräftigen Schubser: Rote Karte! Der Schiri war nicht zu beneiden, hatte anderseits selbst für diese Situation gesorgt und nun geriet alles irgendwie außer Kontrolle.
Durch die zehnminütige Unterbrechung hatten alle die korrekte Spielzeit aus den Augen verloren, aber gefühlt musste noch eine halbe Stunde Zeit sein und mit 10 gegen 9 warf der MSV nochmal alles nach vorne. Der Anschlusstreffer zum 2:4 durch Michael Sara mit einem traumhaften Volleyschuss (wieder nach Ecke von Cetinkaya) fiel dann zwar erst in der 81. Minute, doch tatsächlich waren noch fast 20 Minuten zu spielen. Mit dem berühmten „Schaum vorm Mund“ rollten die Angriffe Richtung Elstern-Nest, aber neben dem Schiri hatten die Bergedorfer an diesem Tag einen zweiten Verbündeten: die Latte! Cetinkaya mit einem Volley-Knaller (90.+4) und Patrick Schumann mit dem Kopf (90.+10) trafen nur das Gebälk.
90.+10? Ja, sie haben richtig gelesen! Doch dann war Schluss, nach 100 Minuten und mit am Ende nur 16 Feldspielern endete eine Partie, von der man noch lange reden wird. 6 Tore, 4x Rot, 10 Minuten Nachspielzeit, mehrere Rudelbildungen, beide Trainer von der Bank verwiesen (auch Manni Nitschke erwischte es in der 90. Minute, als er nach einer zweifelhaften Abseitsentscheidung mal wieder mitten auf dem Platz stand) und nach dem Schlusspfiff Polizeischutz für den Schiedsrichter. Sollten Sie nicht dabei gewesen sein: Sie haben was verpasst! Sollten Sie dabei gewesen sein und im Bericht die ein oder andere Szene vermissen....tragen Sie es dem hafo-Redakteur nicht nach. Der konnte nämlich manchmal gar nicht so schnell mitschreiben, wie sich die Ereignisse überschlugen. Und eine Zeitlupe bzw. Wiederholung gibt es für uns Amateure schließlich nicht. Dies dürfte auch das „Glück“ des Schiedsrichters sein. Bleibt abzuwarten, ob der MSV nach überschlafener Nacht nicht trotzdem Protest einlegt. Hafo.de
Stimmen
Manfred Nitschke (Trainer FC Bergedorf 85):
Es war ein intensives Spiel und wir sind glaube ich gut beraten, wenn wir auf die Situationen, die sich heute ereignet haben, nicht besonders eingehen, weil ich denke, dass wir als Trainer bei aller Schwierigkeit und Bitternis dennoch diejenigen sein sollten, die den Kopf hoch nehmen und dem Schiedsrichter, der heute wirklich einen schwierigen Tag hatte, Respekt entgegen bringen sollten. Ich glaube, dass wir am Schluss, wenn wir die 90 Minuten des SPIELENS betrachten, nicht ganz unverdient gewonnen haben. Der Sieg in so einer Situation – wir stehen schließlich sehr weit hinter Meiendorf - bedeutet uns viel und die Punkte tun uns besonders gut.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Da weiß man als Trainer gar nicht, was man zu den 100 Minuten, oder wie lang das Spiel auch immer gedauert hat, sagen soll. Es hat heute ganz entscheidende Szenen gegeben, die dieses Ergebnis herbeigeführt haben, vor dem 1:3 wird der Ball bei unserem Freistoß mit der Hand nach vorne gerollt und dann von einem Bergedorfer abgefangen und in die Spitze gespielt. Der Linienrichter steht drei Meter daneben und das Tor zählt trotzdem, das finde ich sehr sehr traurig. Der Bergedorfer Spieler hat auf Nachrage leider verneint, dass der Ball mit der Hand gespielt wurde. Fairness ist etwas anderes. Ich bin nur froh, dass sich heute kein Spieler verletzt hat. Es war eine sehr hektische Partie und einige von uns sind doch sehr intensiv und recht hart in dieses Spiel reingegangen. Es hat viele Situationen gegeben, wo der Schiedsrichter es nicht leicht hatte und es schaukelte sich immer weiter hoch. Am Ende hätten wir mit den beiden Lattenschüssen sogar noch einen Punkt mitnehmen können, aber so war es eben leider nicht.
15.09.2009 Oberliga Hamburg
Cordi lässt das Marienthal vergessen - die neue Festung heißt Sportpark Hinschenfelde
SC Concordia – Meiendorfer SV 2:0 (1:0)
Der SC Concordia spielte mit:
Garvs – Akbarzadah, Drews, Krohn, Marx – Karakas – Albrecht (90. Markic), Galica – Jernane (82. Otto), Pedroso-Bussu – Koßatz (88. Koschnick)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – F. Gasde (61. Wengorra), Mankumbani, Weiss, P. Gasde – Schumann, Thoele – Centinkaya, Lund (74. Dossou), Sara (46. Güven) – Flores
Tore:
1:0, 2:0 Pedroso-Bussu (40./62.)
Rote Karte:
Krohn (58., Concordia)
Besonderes Vorkommnis:
Sävke hält (den von Thoele verursachten) Handelfmeter von Visar Galica (35.)
Schiedsrichter:
Dennis Krohn (TSV Reinbek): Total überzeugend. Der Elfmeter und auch die Rote Karte gegen seinen Namensvetter waren richtige Entscheidungen.
Zuschauer: 301
Verkehrte Welt in Hinschenfelde: Cordi war nach zuletzt zwei derben Pleiten (1:8 Tore) nicht wieder zu erkennen, während die Göttling-Elf nach bisher drei Auswärtssiegen ihrer Favoritenrolle zu keiner Zeit gerecht werden konnte. Auf die Frage, was er denn bloß mit seiner Mannschaft binnen 48 Stunden (1:4 bei Condor) angestellt habe, antwortet Daniel Sager nur trocken: „Wir haben trainiert“.
Schon in den ersten Minuten erarbeiteten sich die Gastgeber eine Handvoll Ecken, waren sehr viel unterwegs und ihrem Gegner irgendwie immer einen Schritt voraus. Doch die große Chance zur Führung hatte nach einer Viertelstunde dennoch der Vizemeister: Carlos Flores hatte aus 16 Metern abgezogen und Björn Garvs konnte den Ball nur nach vorne abklatschen, doch Martin „Maldini“ Weiss scheiterte mit seinem Nachschuss aus kürzester Distanz am dieses Mal glänzend reagierenden Keeper. MSV-Manager Jens Malcharczik trauerte dieser Gelegenheit noch lange nach dem Schlusspfiff hinterher: „Wenn wir hier in Führung gehen, läuft das Spiel ganz anders“.
Die Gastgeber brannten anschließend zwar nicht gerade ein Offensiv-Feuerwerk ab, aber aus vier guten Chancen resultierte am Ende die hochverdiente Halbzeitführung: Marc Albrechts Lupfer klärte Jan Thoele auf der Linie (29.), den „Hammer“ von Davide Pedroso-Bussu entschärfte Sävke ebenso, wie den von Visar Galica schwach getretenen Handelfmeter (34./35.), doch nach schönem Zuspiel des heute überragenden Mahir Jernane verlud „DPB“ gleich zwei Gegenspieler mit einer einzigen Drehung und netzte aus zehn Metern entschlossen ein (40.). Der via SMS mit diesem Halbzeitergebnis versorgte Vicky-Coach Bert Ehm antwortete kurz und knapp: „Danke. Weiter so“. Und getreu diesem Motto hatte der SCC kurz nach dem Seitenwechsel bereits die nächste Chance, Sven Drews verzog jedoch aus wenigen Metern (54.).
Der vor 10 Tagen in Buchholz nach seiner rüden Attacke gegen Karol Tocha noch mit einem blauen Auge (bzw. Gelben Karte) davon gekommene Alexander Krohn hatte dieses Mal mehr „Erfolg“: Sein übles Foul an Thoele wurde vom guten Schiedsrichter Dennis Krohn zu Recht mit Rot geahndet (58.). Doch noch bevor die Gäste die Überzahl auch nur ansatzweise nutzen konnten, schlug Pedroso-Bussu mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 22 Metern ein zweites Mal zu (62.). Hier machte Sävke (bzw. die von ihm postierte Mauer) keine besonders glückliche Figur.
Von diesem Schock erholte sich der MSV erst eine Viertelstunde vor Schluss, bis dahin ging es fast ausschließlich durch die Mitte. Göttling „verwarnte“ seinen Linksaußen Ömer Güven lautstark: „Du gehst jetzt sofort auf den Flügel, sonst hol ich Dich runter, auch wenn wir dann nur noch 10 gegen 10 spielen“. Dermaßen „motiviert“ schlug Güven von der linken Seite einige schöne Flanken hinein, doch weder Flores mit dem Kopf (74.), Wengorra aus fünf Metern (80.), noch Weiss (88.) brachten den Ball über die Linie. „Mir gefällt’s“ kommentierte Sager mit einem Schmunzeln, und meinte damit natürlich vor allem die makellose Heimbilanz (zwei Siege, 3:0 Tore) im werdenden Schmuckkästchen am Botanischen Garten (auch wenn die Tribüne noch nicht ganz fertig ist und das Flutlicht besser ausgerichtet sein könnte). „Cordi“ ist angekommen in Hinschenfelde. Hafo.de
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV)
Zur Halbzeit habe ich gedacht, es kann nur besser werden, aber das wurde es leider nicht. Nach der Roten Karte haben wir natürlich schon geglaubt, dass wir hier in Überzahl noch etwas ausrichten können. Vor dem 0:2 darf der Freistoß nicht passieren, da hätten wir klären müssen. Trotzdem hatten wir noch vier oder fünf hundertprozentige Torchancen, aber der Ball wollte nicht ins Tor. Wenn das 1:2 fällt, drehen wir das Spiel noch, da bin ich mir sicher. Aber wir haben es uns heute auch selbst schwer gemacht und viel zu spät vernünftig über außen Druck gemacht. Insgesamt war das aber viel zu wenig von uns, es reicht eben nicht, wenn man nur ein Viertelstündchen aufwacht.
Daniel Sager (Trainer SC Concordia Hamburg)
In der ersten Halbzeit waren wir klar überlegen und haben Meiendorf den Schneid abgekauft. Die Rote Karte kam dann leider sehr früh, doch zum Glück machen wir direkt danach das 2:0. Ein Riesenspiel war es heute allerdings bestimmt nicht, aber wir waren engagiert bei der Sache, haben gut die zweiten Bälle aufgenommen und die Zweikämpfe geführt.
13.09.2009 Oberliga Hamburg
Zwei böse Böse-Fehler bescheren Meiendorf drei Punkte
Eintracht Norderstedt – Meiendorfer SV 1:2 (1:1)
Der Eintracht Norderstedt spielte mit:
Böse - Devran Barlak, Werwath (46. Geertz), Schmedes, Dreyer – Bauer, Siedschlag, Koch (46. Tirums), Akyere (72. Yilmaz) – Mandel, Leuthold
Der Meiendorfer SV spielkte mit:
Sävke – Fabian Gasde, Makunbani, Weiss, Philipp Gasde – Schumann, Thoele, Lund (77. Dossou) – Sara (68. Cetinkaya), Güven (88. Kirbach) - Flores
Tore:
1:0 Bauer (15.), 1:1 Güven (18.), 1:2 Flores (58.)
Schiedsrichter:
Lund (TuS Hartenholm), kann wiederkommen
Zuschauer: 292
Zu Beginn dieses Monats standen sich beide Mannschaften bereits einmal gegenüber. Doch das war an der B 75, und es ging um Cup-Ehren. Die Garstedter gewannen mit 2:1 und ihre Gastgeber verließen den Wettbewerb erneut nach der dritten Runde. Allein heute sollte es wieder um Punkte gehen, und da pflegt der dreimalige Einlaufzweite einen anderen Ehrgeiz zu entwickeln.
Nur, dieser nützt zunächst nicht viel. Denn die Krausz- (Prohn-) Zöglinge beginnen die Partie "frisch, fromm, fröhlich, frei", wobei Isaac Akyeres Knaller knapp über das Quergebälk streicht und Tobias Leuthold am gleichvornamigen Gästekeeper Sävke scheitert. Letzerer aber ist machtlos als Jendrik Bauer eine präzise Hereingabe von Jannik Dreyer aus fünf Metern gefühlvoll in seinem Kasten versenkt. Zwei Minuten später aber ein Blackout von Frederic Böse. Ohne Not schlägt er außerhalb des 16ers über den Ball. Ömer Güven lässt sich nicht zweimal bitten und versenkt ihn, ohne sich beim Goalie zu bedanken, in der langen Torecke. Kein Wunder, dass nun die Munterkeit der Norderstedter Jugend ein wenig nachlässt. So muss sich Böse eines Schusses von Michael Sara erwehren, und das macht er gut. Auch bei einem Volley von Carlos Flores zeigt er eine zufrieden stellende Reaktion. Zwischendurch der schönste Spielzug der gesamten Partie: Akyere links zu Philipp Koch, der quer zu Bernd Schmedes, und weiter zu Moritz Ma ndel. Doch dann ist finis.Im zweiten Spielabschnitt aber die Männer von der B 75. Flores, leicht absatzverdächtig, mit einer Riesenchance. Nur der 03-Tormann steht im Wege, und Patrick Schumann knallt über den Kasten. Dann wieder der "Buhmann des Tages". Ein "böse" missglücktes Abspiel landet bei Flores, der es postwendend über den Unglücksraben hinweg in dessen leerem Gehäuse versenkt. Da nützt es auch nichts, dass er zehn Minuten später bei einem Freistoß in den Winkel von Norman Lund superb reagiert. Die Norderstedter versuchen es danach mit Brechstangenfußball. Aber der liegt ihnen (noch) nicht. So können sie am Ende gar froh sein, dass ihr Torhüter bei einem Flores-Kopfball nicht erneut patzt.
Zu den kommenden drei Spieltagen geht es nun für die Garstedter nach Lohbrügge sowie Halstenbek, und Paloma wird an der Ochsenzoller Straße als Gast erwartet. Sollte auch dabei nur spärlich gepunktet werden, ja, was dann? Die noch niederlagenlosen Meiendorfer aber befinden sich tabellarisch bereits jetzt auf ihrem Stammplatz, und werden es bleiben, selbst wenn ihre Nachholpartie am Dienstag im Sportpark Hinschenfelde in die Hosen gehen sollte. Doch damit braucht nach der heutigen Partie eigentlich nicht gerechnet zu werden. Hafo.de
Punktspiel-Statistik seit 2003 aus der Sicht des Gastgebers:
7 Spiele – 1 Sieg –1 Remis – 5 Niederlagen – 6:15 Tore
Stimmen
Lutz Göttling (Trainer Meiendorf)
Wir sind heute ganz schlecht ins Spiel gekommen. Norderstedt war die ersten 15 Minuten die klar bessere Mannschaft. Schneller und agressiver haben sie sehr netten Fußball gespielt und auch den Führungstreffer verdient. Unser großes Plus war es, das wir durch den Torwartfehler kurz danach den Ausgleich erzielen konnten. In der zweiten Halbzeit aber hatten wir die besseren Torchancen, obwohl der Siegtreffer auch wieder höchst glücklich für uns zustande kam. Dennoch meine ich, dass unser Erfolg verdient war, obwohl wir zum Schluss nochmals in Bedrängnis gekommen sind.
Marco Krausz (Trainer Norderstedt):
Lutz hat alles auf den Punkt gebracht. Wir sind gut ins Spiel gekommen und auch in Führung gegangen. Deshalb ist es höchst ärgerlich, dass das Erreichte fahrlässig aus der Hand gegeben wurde. Wir müssen uns so selbst an die Nase fassen. Hypothetisch ist allerdings die Frage, wie es weiter gegangen wäre, wenn die Gegentreffer nicht gefallen wären.
05.09.2009 Oberliga Hamburg
Punkteteilung in Meiendorf
Meiendorfer SV – Wedeler TSV 1:1 (1:0)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Paschen, Schumann, Weiss, Chau (82. Thoele) – F. Gasde (59. Güven), P. Gasde – Lund, Cetinkaya – Flores, Wengorra (46. Sara)
Der Wedeler TSV spielkte mit:
S. Blaedtke – Kirschstein - D’Agata, Waseq, Yilmaz - Maksimovic, Kaplan (65. Abdul) – Yamrali (75. Hayran), F. Blaedtke – Mus, Matthiessen (8. Oliveira)
Tore:
1:0 Schumann (36., FE), 1:1 Maksimovic (80., FE)
Schiedsrichter:
Johann Pfeifer (HSC/BW Tündern): Pünktlich! Beide Halbzeiten auf den Punkt genau 14 und 15 Uhr angepfiffen, machte seinem Nachnamen also alle Ehre. Beide Elfmeter waren vertretbar.
Zuschauer: 291
Soviel Aufmerksamkeit und Aufmunterung hat die Ehefrau von Nils Roschlaub auf der Meiendorfer Haupttribüne wohl auch noch nicht erfahren. Fast jeder vorbeikommende MSV-Fan rief ihr ein „Mach bloß unseren Roschi schnell wieder gesund“ zu. Denn nach der Nullnummer gegen Lurup und dem Pokalaus gegen Norderstedt mussten die Zuschauer ein weiteres Mal fußballerische Magerkost im heimischen Stadion mit ansehen. Doch die Ausrede mit dem fehlenden Stürmer ließ Trainer Lutz Göttling auf der Pressekonferenz unter dem tosendem Beifall der Zuhörer nicht gelten: „Ich verlange einfach mehr Präsenz von meinen jungen Spielern auf dem Platz. Sich hinter Roschi zu verstecken ist mir zu dünn“.
Oberligaunkundige Zuschauer hätten an diesem Nachmittag in der Tat Mühe gehabt, zwischen dem dreifachen Vizemeister und dem Aufsteiger zu unterscheiden. Im Gegenteil: Wedel SPIELTE den deutlich besseren Fußball, war im Spiel nach vorne seinem Gegner meilenweit voraus und veranlasste auch die hartgesottenen „Meiendorfer Jungs“ zu anerkennendem Beifall.
Gäste-Coach Peter Nogly hatte umgestellt und Roman Kirschstein als Libero aufgeboten („Der ist deutlich schneller als Ömür Kaplan. Ich wollte unbedingt vermeiden, dass wir hinten ständig das Abseits aufheben“). Im Spiel gab es jedoch zunächst einen Schock zu verdauen, ohne Einwirkung eines Gegenspielers zog sich Stürmer Nils Matthiessen nach einem Kopfballduell bei der Landung einen Bänderriss am Sprunggelenk zu (8.). Doch der für ihn eingewechselte Jaques Oliveira war mehr als nur ein Ersatz und machte seine Sache ausgesprochen gut, fast alle gefährlichen Aktionen liefen fortan über ihn.
Dennoch wäre der WTSV fast wieder in Schönheit gestorben, der Ball wollte einfach nicht über die Linie. Entweder parierte Tobias Sävke glänzend (13. und 32. gegen Mümin Mus), der Pfosten war im Weg (Kopfball Kirschstein, 40.), oder der sehr aufmerksame MSV-Außenverteidiger Onassis Paschen verhinderte in seinem ersten Oberliga-Einsatz (!) einen Gästetreffer. Zudem gingen Schüsse von Maksimovic (nach schlimmen Patzer von Marcel Chau) und Oliveira nur knapp am Gehäuse vorbei (17./31.). Ohne eine einzige Torchance ging der Favorit dennoch in Führung: Gianluca D’Agata „hebelte“ nach Ansicht vom niedersächsischen Schiri Johann Pfeifer Fabian Gasde im Strafraum aus und pfiff Elfmeter, was den sonst so ruhigen Nogly sichtlich in Rage brachte, wofür er sich hinterher bei der Pressekonferenz charmant entschuldigte („Das ist ja sonst gar nicht meine Art, so auszuflippen. Aber ich sah uns schon wieder um die Früchte unserer Arbeit gebracht“).
Patrick Schumann war’s egal, er verwandelte eiskalt zur (völlig unverdienten) Führung (36.). Doch die Gäste knickten nicht ein, spielten auch nach der Pause beherzt nach vorne und wurden spät belohnt: Ausgerechnet der von den JFV Jung-Elstern gekommene Debütant Onassis Paschen – ansonsten mit einer tadellosen Leistung – verursachte etwas ungestüm einen Foulelfmeter an Mümin Mus (80.). Doch Göttling nahm seinen Spieler hinterher in Schutz: „Der Junge ist gerade mal 18 Jahre alt. So einen Fehler macht er bestimmt nie wieder“. Nikola Maksimovic jedenfalls tat es Schumann gleich und versenkte den Ball aus elf Metern trocken im Tor. Diesen Punkt hatten sich die Wedeler wirklich mehr als verdient, wie selbst Göttling unumwunden zugab (siehe „Stimmen“). Hafo.de
Stimmen
Peter Nogly (Trainer Wedeler TSV):
Wir haben heute mal wieder gezeigt, dass wir in der Oberliga gut mitspielen können und Gott sei Dank wurden wir heute mit einem Punkt belohnt. Ich kann meiner Mannschaft nur ein Riesenkompliment machen: Wir haben tollen Fußball gespielt, die erste Halbzeit war wirklich überragend. Man sieht, die Jungs haben Spaß. Wir hoffen nun auf die nächsten Punkte.
Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Wir haben fünf ganz schlechte Tage hinter uns. Was heute hier abgelaufen ist, war noch um einiges schlechter, als das Pokalspiel am Dienstag. Wir waren dem Gegner läuferisch und in der Spritzigkeit unterlegen, wir hatten weniger Spielanteile und wir hatten gar keine Torchance, haben aber dennoch ein Tor erzielt. Wir können wirklich froh sein, dass wir mit einem Remis aus diesem Spiel herausgegangen sind. Da bin ich ganz ehrlich: Wedel hätte heute den Sieg verdient gehabt.
01.09.2009 Oddset-Pokalspiel 3. Runde
Wieder Aus in Runde 3!
MSV scheitert an Eintracht Keeper Böse!
Eintracht Youngster läuferisch überlegen!
Meiendorfer SV - Eintracht Norderstedt 1:2 (1:1)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke (3) - Kirbach (3) ab 83. Lund (-), Weiss (3) ab 62. Wengorra (-), Mankumbani (4) ab 46. Cetinkaya (3), Güven (4) - Schumann (4) - Odusso (3-4), F.Gasde (4), P.Gasde (4) - Sara (3) - Flores (2-3) – Trainer: Lutz Göttling
Eintracht Norderstedt spielte mit:
Böse (1) - Werwath, Gersdorf, M. Barlak, Dreyer, Tirums – Siedschlag, Koch – Cengiz, Monteiro, Akyere – Mandel, Leuthold – Trainer: Marco Krausz
Tore:
0:1 Siedschlag (30.) mit Schuss aus 13m ins lange Eck nachdem die MSV-Abwehr den Überblick verlor; 1:1 Carlos Flores (30.)aus spitzen Winkel nach Ecke und Ablage von Dossou; 1:2 Leuthold (78.) mit Kopfball aus 5m nach Eckball!
Schiedsrichter:
Andreas Bandt (ETV), stand mit seinem Linienrichter Roland Köbe im Blickpunkt des Geschehens.
Zuschauer: knapp 200, die trotz des „Terminwirrwarr“ insgesamt gekommen waren!
Vor 144 Zuschauern, darunter die Trainer Stolina, Bub, Hoffmann und Martens, sowie die Manager Stein und Franke, schied unser Meiendorfer SV mal wieder rechtzeitig aus dem Pokal aus. Beide Mannschaften waren offensiv ausgerichtet. Es entwickelte sich ein Spiel mit hohen Tempo auf etwas zu hohen Rasen. Rutschte Dossou deshalb ewig aus ??
Letztendlich war es Keeper Frederic Böse, der seiner Mannschaft den Einzug in die nächste Runde bescherte. Klasse Leistung und bester Spieler auf dem Platz. Mit klasse Reflexen und sicherem Stellungsspiel brachte er unsere Meiendorfer zur Verzweiflung. Wie er den Schuß in der 89. Spielminute von Carlos Flores, nach Vorlage Michael Sara, aus sieben Metern gehalten hat, war schon unglaublich. Schon in der 12.Spielminute lenkt er eine Direktabnahme von Sara mit einem Reflex übers Lattenkreuz. Sein gegenüber Tobias Sävke zeigte in der zwanzigsten Spielminute aber auch sogleich seine Klasse. Leuthold tauchte allein vor Sävke auf, doch er ahnte die Ecke und konnte den Schuß parieren. Eine Minute später ist der Ball aber drin. Siedschlag erzielte im Meiendorfer Durcheinander die 1:0 Führung. In der 30.Spielminute der ersehnte Ausgleich. Eine scharfe Vorlage von Apenelke Dossou jagt Carlos Flores aus spitzen Winkel zum Ausgleich in die Maschen. In der zweiten Halbzeit standen Sara und , hauptsächlich, Flores ca . 20 Mal im Abseits. Ob das allerdings immer Abseits war, können nur die „Fernsehbilder“ zeigen. Die erhitzten Gemüter auf der Tribüne hatten zumindest bei fünf, sechs „Fahnenschwenkungen“ lautstark ihre Zweifel angemeldet. In der 53.Minute kamt ein geblockter Schuß aufs Meiendorfer Tor und verirrt sich fast im Gehäuse. Sävke stand schon, logisch, auf dem falschen Fuß. 62.Weiss raus (verletzt?)- und Wengorra kommt ins Spiel. In der gleichen Minute grätschte F.Gasde einen Norderstedter Spieler im Strafraum um. Aus unserer Sicht ein klarer Elfer für die Eintracht, doch der Schiri stand wohl schlecht und pfiff nicht. In der 70.Spielminute zog Flores, nach Vorlage Kirbach, aus 16 Metern einen Drehschuß aufs Gehäuse ab und „stempelte“ leider nur den Pfosten. Hier wäre Böse ohne Chance gewesen! Dann in der 77.Minute die Entscheidung. Nach einer Ecke köpft Leuthold völlig freistehend zur 2:1 Führung ein. Trainer Lutz Göttling wechselt noch Lund für Kirbach (83.) ein, doch der Ausgleich scheitert an Frederic Bö se. Kam Lund zu spät ins Spiel ? Fakt ist, es kamen zuwenig gezielt gespielte Pässe aus dem Mittelfeld. es fehlten die Ideen, der „Abseitspfeiferei“ ein Ende zu machen. Hafo.de
29.08.2009 Oberliga Hamburg
Weiss ist ein trotziger Beißer
SV Curslack-Neuengamme – Meiendorfer SV 3:4 (1:1)
Der SV Curslack-Neuengamme:
Schönsee – Carstensen (76. Khastoo), Schmidt, Figge, Sander (70. Kock) – Papke, Többen (61. Höricke), Khalili, Theetz – Spill, Reincke
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Kirbach, Schumann, Weiss, Güven – F. Gasde, Lund (90+1. Thoele) – Cetinkaya (86. Dossou), P. Gasde – Wengorra (73. Sara), Flores
Tore:
1:0 Spill (40., Vorarbeit Theetz), 1:1 Flores (42., Wengorra), 1:2 P. Gasde (50., Cetinkaya), 2:2 Spill (82. Theetz), 3:2 Weiss (84., ET., Figge), 3:3 Weiss (85.), 3:4 Sara (89., Dossou)
Schiedsrichter:
Senning (SC Marklohe 63, Hannover) – schlug sich gut. Zeigte eine entschiedene Körpersprache. Erkannte ein Handtor von Wengorra richtigerweise nicht an (31.). Erst gegen Ende mit ein paar falschen Zweikampfbewertungen.
Zuschauer: 220
Vor zwei Wochen legte der SC Victoria einen sagenhaften Auftritt am Gramkowweg hin. Spielerisch dominant zerlegten die Ehmlinge ein bedauernswertes Curslack in seine Bestandteile. Heute schlug Torsten Henkes Mannschaft zurück, lieferte dem Favoriten und „Vicky-Jäger“ Meiendorfer SV ein meist ausgeglichenes und gegen Ende hochdramatisches Spiel. Pech nur: Meiendorf schlug einmal mehr zu…
Auf die Dramatik, die sich in den Schlussminuten in Curslack abspielen sollte, deutete am Anfang wenig hin. Ausnahme: der erste Spielzug! Curslack stürmte gleich nach vorne und spielte bereits nach 19 Sekunden Patrick Papke frei, welcher den Ball aus guter Position knapp neben das Tor setzte. Ansonsten aber herrschte viel Ebbe an der Erregungsfront. Meiendorf zeigte die bessere Spielanlage, Curslack hielt ordentlich und deutlich stabiler als gegen den Hamburger Meister dagegen. Chancentechnisch betrachtet scheiterte Andre Wengorra an Torsten Schönsee (12.), während Matthias Reincke mit einem listigen Bogenball fast von der Eckfahne in Tobias Sävke seinen Meister fand (14.).
Ansonsten wurde es kaum wirklich gefährlich vor den Toren, bis Mister Effektiv Christian Spill ins Geschehen eingriff. Bis dahin kaum zu sehen, setzte er sich gegen Martin Weiss am Sechzehner auf Pass von Marco Theetz hin durch, indem er das direkte Duell verschmähte und den Ball volley per Dropkick in den Winkel der kurzen linken Ecke jagte. Die Jubelgefühle auf Seiten der Blauen hielten jedoch nicht lange. Meiendorf konterte sofort und eiskalt durch Flores. Auch er wählte die kurze Ecke. Ebenso wie Philipp Gasde, der nach dem Wiederanpfiff ein famoses Missverständnis zwischen Ingo Carstensen und Torsten Schönsee nutzte. Carstensen hatte einen Pass von Cem Cetinkaya Richtung Schönsee gespitzelt und war diesem genaus halbherzig hinterhergegangen, wie Schönsee seinen Kasten verlassen hatte. Während beide Curslacker gespannt darauf wartete, wer sich des Balles erbarmen würde, spritzte Gasde dazwischen und lochte ein.
Curslack fiel nun eine Weile relativ wenig ein. Ein Freistoß von Theetz mit Sävke-Parade (55.) und ein Kopfball von Kevin Höricke in die Arme des Meiendorfer Keepers waren auch schon alles (71.). Meiendorf vergab seinerseits direkt nach besagtem Freistoß eine erstklassige Kopfballchance des staksig wirkenden Wengorra (56.).
Dann aber brach sie ein, die Zeit des Wahnsinns. Sie begann damit, dass Matthias Reincke konsequent ignoriert wurde. Papke spielte dem erneut starken und sehr mannschaftsdienlichen Reincke bei einem Angriff trotz Aufforderung den Ball genauso wenig zu wie Theetz. Letzterer hatte vielmehr den genialen Einfall, die Kugel bereits im Strafraum über seinen eigenen Kopf hinweg per Rückzieher auf Spill zu flanken. Dieser stand wie der König des Kopfballspiels in der Luft und nickte zum 2:2 ein. Curslack verstand dies als Signal, machte mächtig Druck und wurde schnell erneut belohnt. Reincke bediente Figge nahe des rechten Fünfers, dieser köpfte in die Mitte und Theetz rauschte heran, verfehlte den Ball aber. Zur Sicherheit spitzelte Weiss diesen trotzdem lieber weg…über seinen eigenen Keeper ins Netz!
Jetzt kochte der Gramkowweg vor Freude, das Spiel war gedreht, 3:2! Der Unglücksrabe schlechthin wollte sich damit aber nicht abfinden. Mit allem aufgeladenen Frust stürmte Weiss bei der nächsten Gelegenheit nach vorne und setzte sich nach einer Freistossflanke links von der Mittellinie durch Christoph Kirbach ebenso robust wie fair ein. Schönsee wusste nicht, ob rein oder raus, der Ball jedoch wusste es: von Weiss` Kopf direkt in die Kiste. 3:3!
Damit wäre Lutz Göttling nach eigenem Bekunden „hoch zufrieden gewesen, nachdem wir so kurz vor Schluss 2:3 hinten lagen.“ Auch bekannte er, dass „Curslack sich den Punkt durchaus verdient gehabt hätte“, doch seine Mannschaft wollte mehr. Nun nahmen sich alle an ihrem trotzigen Beißer Weiss ein Beispiel. Der eingewechselte Apeneleke Dossou vergab noch (87.), aber ein überfallartiger Angriff, bei dem Curslacks Verteidigung wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen agierte, endete mit dem Unfassbaren: Michael Sara versenkte auf Dossous Vorlage und nahm die Gelbe Karte für die Präsentation seines Oberkörpers gerne in Kauf.
Nach der Feier an der Eckfahne folgte eine hektische Nachspielzeit, die Meiendorf unbeschadet überstand. Torsten Henke traf den Punkt, als er aus Curslacker Sicht analysierte, dass „das, was sich hier heute in den letzten Minuten abgespielt hat, für uns alle sehr, sehr traurig ist.“ Meiendorf hingegen zeigte, dass man spielerisch nicht ganz an das herankommt, was „Vicky“ an besten Tagen zu bieten hat. Für den unbändigen Willen dieser Truppe passte dafür folgendes Wort so gut wie der Biss von Weiss: phänomenal! Hafo.de
22.08.2009 Oberliga Hamburg
Nullnummer zwischen Meiendorf und Lurup
Meiendorfer SV – SV Lurup 0:0
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke - Güven, Mankumbani, Weiss, P. Gasde – F. Gasde (82. Kirbach), Schumann, Lund (65. Dossou) , Cetinkaya - Sara, Wengorra (55. Flores)
SV Lurup spielte mit:
Kindler - Ribeau, Czech, Schmidt, Timm – Vukicevic (69. Wehrheim), Sander, Kaladic, Sivcak (55. Geist), Kayis – Gehr (87. Brodersen)
Tore: keine
Gelb-Rote Karte: Timm (86., SV Lurup, Ballwegschlagen)
Schiedsrichter: Henkel (Vfl Lohbrügge), ruhige und unauffällige Partie.
Zuschauer: 332
Keine Tore - aber wenigstens ein Highlight! Dafür sorgte NACH dem Schlusspfiff ausgerechnet der Gästetrainer Andreas Klobedanz. Eben dieser war es nämlich, der als Glücksfee den zukünftigen Trikotsponsor der Meiendorfer ausloste. Ab sofort wird das Team (anstatt mit der Aufforderung „Gewinn Mich!“) mit dem Schriftzug der Contros GmbH auflaufen. Zumindest unter diesem Aspekt lässt sich für den MSV diesem Tag noch etwas Positives abgewinnen.
Auch wenn die Partie nicht so schlecht war, wie es das Ergebnis vermuten lässt, schien von Beginn an der Wurm im Meiendorfer Spiel zu sein. Vom Fleck weg waren die Gastgeber die dominierende Mannschaft, schafften es aber zu keinem Zeitpunkt diese Überlegenheit in Tore zu verwandeln.
Das Abseitstor durch André Wengorra in der sechsten, und Michael Saras Pfostentreffer in der 21. Minute, waren dabei noch die größten Möglichkeiten. Während Meiendorf recht ideenlos bemüht war, konzentrierten sich die ungefährlichen Gäste aus Hamburgs Osten darauf Ordnung zu halten.
„Wir haben auch gerade in der zweiten Halbzeit einfach zu wenig Druck zum Tor entwickelt, hätten aber trotzdem gewinnen müssen,“ befand MSV-Trainer Lutz Göttling.
In der Tat boten sich in Hälfte zwei weniger Chancen, die wenigen blieben ungenutzt: Sara (51.) konnte in aussichtstreichster Position den Ball ebenso wenig im Netz versenken wie Martin Weiss (83.), der mit einem starkem Kopfball nach einem Eckball scheiterte.
Des einen Leid, des Anderen Freud. Während sich Göttling über die teilweise fahrlässig vergebenen Chancen ärgerte, lobte Lurups Coach Klobedanz die Defensivarbeit seiner Mannschaft: „Natürlich kann man nicht alle Aktionen des MSV unterbinden aber alles in allem standen wir sehr gut und haben einen verdienten Punkt geholt.“
Gerade nach den beiden deutlichen Auftaktsiegen gegen Uetersen (4:1) und BU (4:0) hatte sicherlich nicht nur Geburtstagskind Jens Malcharczik erneut einige Tore erwartet. Manager Malcharzik wurde 44 und hatte auf ein 4:2-Erfolg der Heimelf gesetzt.
Nach dem 0:0 scheint es doppelt bitter, dass MSV-Stürmer Nils Roschlaub aufgrund eines Muskelbündelrisses noch mindestens sechs Wochen fehlen wird.
Die Enttäuschung wich zumindest bei Trainer Lutz Göttling schnell wieder Motivation: „Jetzt müssen wir eben gegen Curslack-Neuengamme gewinnen und uns die verlorenen Punkte zurückholen.“ Hafo.de
16.08.2009 Oberliga Hamburg
Leider nur 45 Minuten Traumfußball!
Auf das Galamenü in der ersten Halbzeit folgte derbe Hausmannskost in der Zweiten!
TSV Uetersen - Meiendorfer SV 1:4 (0:3)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke - P.Gasde, Weiss, Mankumbani, Kirbach, - Cetinkaya (74. Paschen), Schumann, Lund (59. Wengorra), F. Gasde, - Roschlaub, Sara (67. Doussou)
TSV Uetersen spielte mit:
Richter - Enderle, Weber, Haye, Grabke (46. Brandt) - Cheminski (79. Sadat-Azizi), Sommer, Schwabe (46. Bushaj) – Gertschat, Habibpur, Kustul
Tore:
0:1 Michaels Sara (10.) mit artistischen Schuss nach
schöner Vorarbeit von Roschlaub, 0:2 Fabian Gasde (25.)
schlenzt den Ball schön am Keeper vorbei ins gut gespannte
Netz nach Vorarbeit von Sara/Roschlaub, 0:3 Patrick
Schumann (28.) mit sattem Schuss aus 16 m unter die Latte,
mustergültig vorgelegt von Philipp Gasde, 1:3 Mahdi
Habibpur (76.) mit schönem Kopfball ins Eck nach
Freistoßflanke von Sommer; 1:4 Apenelke Dossou (88.) ging
von der Mittellinie auf und davon und vollendete gekonnt!
Schiedsrichter: Thomas Kruse (TUS Hamburg), mit seinen
Assis Kaschubowski und Knabe ohne Fehler. Ruhige und sachliche
Spielleitung!
Zuschauer: 230 - die einen bärenstarken Meiendorfer SV sahen
- für die vielen MSV-Fans leider nur 45 Minuten!
Der Meiendorfer SV siegte hochverdient mit 4:1 im
Rosenstadion. Dabei zeigte der MSV in der ersten Halbzeit eine meisterliche Leistung!
Zur Halbzeit befürchteten die etwa 150 Fans aus Uetersen
ein Debakel, die gut 80 Fans aus Meiendorf hingegen
freuten sich auf weitere Tore. Zu überlegen hatte der
“ewige Vizemeister” Meiendorf in den ersten 45 Minuten
agiert, drei Tore geschossen und diverse weitere
Möglichkeiten nicht genutzt.
Schnell und direkt begannen die Göttling-Schützlinge und
gingen in der elften Minute bereits in Führung. Schnell
über die linke Seite gespielt, genau geflankt (Nils
Roschlaub) und herrlich direkt verwandelt vom erst 18-
jährigen MSV-Eigengewächs Michael Sara, ein schöner
Treffer, der den TSV erst einmal kräftig verunsicherte und
den MSV Lust auf mehr machte! Als der TSV Uetersen
sich gerade wieder gefangen hatte, folgte prompt die zweite
kalte Dusche. Der sehr agile Fabian Gasde schlenzte den
Ball herrlich in die Maschen (25.).
Fünf Minuten später erzielte Meiendorf das 3:0 und es sah
nach einer deftigen Klatsche aus, zumal auf TSV-Seite in
der ersten Hälfte nur eine Chance für Halim Kustul zu verzeichnen
war. Nach zu kurzer Abwehr aus dem Strafraum
legte Philipp Gasde mustergültig für Patrick Schumann
auf und der MSV-Kapitän hämmerte den Ball aus 16 Metern
unhaltbar unter die Latte
Zur 2. Hälfte wechselte TSV-Trainer Peter Ehlers Martin
Bushaj ein, der nach seinem Urlaub noch nicht wieder fit
für 90 Minuten war. Mit einer starken Leistung zeigte
Bushaj gegen die allerdings auch um zwei Gänge zurück schaltenden Gäste, wie wichtig er für die
junge Mannschaft ist. Mehr Ordnung,
aggressivere Deckung im Mittelfeld. Der
TSV konnte das Spiel jetzt ausgeglichen
gestalten und kam in der 55. Minute zur
ersten Riesenchance durch den ebenfalls
eingewechselten Tobias Brandt. Nach
schönem Zuspiel legt er den Ball am
Torwart vorbei, kurz vor der Linie kann
dann aber ein Meiendorfer noch klären.
Der MSV schaltete bei hochsommerlichen
Temperaturen in Folge einen weiteren
Gang zurück und verwaltete das
Ergebnis zur Enttäuschung der zahlreichen
MSV-Fans nur noch. Auch die dreifache
Auswechselung durch Trainer Lutz
Göttling brachte keinen frischen Wind.
Man war einfach zufrieden mit sich.
Langte Zeit konnte der TSV daraus kein
Kapital schlagen. Erst in der 77. Minute
erzielte Mahdi Habibpur dann den
„Anschlusstreffer“ für den TSV per
Kopfball in den Winkel nach einem
Freistoß von Christian Sommer. Warum
dann nicht Sommer sondern Parvis
Sadat-Azizi den nächsten Freistoß aus
vielversprechender Position trat, konnte
auch Trainer Ehlers sich nicht erklären.
Wer weiss, Sommer hat aus solchen
Positionen schon oft getroffen und ein
Anschlusstreffer hätte noch einmal
Spannung in die Partie gebracht. So blieb
der Ball in der Mauer hängen.
Da der Aufsteiger danach auch in Überzahl
- Nils Roschlaub musste verletzt
raus, als der MSV schon dreimal gewechselt
hatte – nichts mehr Zustande brachte,
war es Apenelke Dossou (nicht im
Abseits, was viele TSV-Fans nicht wahrhaben
wollten!) vorbehalten, einen der
wenigen MSV-Konter zum 4:1-Endstand
mit einem Kunstschuss abzuschließen.
Trotzdem war MSV-Trainer Lutz
Göttling nach dem Spiel angefressen:
„Ich weiß nicht, was in den Köpfen einiger
Spieler vorging. Die haben mindestens
zwei Gänge zurückgeschaltet. Nach
dem 1:3 hätte es sicherlich nochmal eng
werden können!“ HG
08.08.2009 Oberliga Hamburg
MSV überrannte BU!
Herrliche Tore begeisterten die Zuschauer!
Norman Lund trifft nach über einem Jahr wieder
Meiendorfer SV – HSV Barmbek-Uhlenhorst 4:0 (1:0)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke - Kirbach, Schumann, Mankumbani, P.Gasde - Sara (70. Doussou), Thoele (79. Paschen), Lund, Cetinkaya (61. F.Gasde) - Roschlaub, Flores
HSV Barmbek-Uhlenhorst spielte mit:
Breitkopf - Bohnhorst, Klitzke, Stüve, Peric - Mellmann, Möller-Riepe, Weigel (64. Hoeft), Braun - Bikic (64. Kais-Schakir), Hasenpusch
Tore:
1:0 Jan Thoele (13.) mit schönem Kopfball in den
Winkel nach Zuckerflanke von Michael Sara, 2:0 Carlos
Flores (46.) nach Einwurf (!) von Nils Roschlaub drehte er
sich um seinen Gegenspieler herum und drosch den Ball in
die Maschen, 3:0 Nils Roschlaub (60.) nach traumhaft herausgespielten
Angriff mit Carlos Flores aus kurzer
Entfernung - Weltklasse, 4:0 Norman Lund (67.) mit sehenswerten
20m Schrägschuss ins hintere Tordreieck!
Schiedsrichter: Paul Dühring (SC Schwarzenbek), wohltuend
unauffällig und damit sehr gut!
Zuschauer: Zufriedene 376 zum Saisonauftakt - die werden
auf jeden Fall wieder kommen!
Bei herrlichem Sommerwetter startete der MSV stürmisch
in die neue Saison und ließ dem Barmbeker
Traditionsverein nicht die Spur einer Chance. Vier herrliche
Tore begeisterten die fast 400 Zuschauer, die nicht
mit Applaus sparten!
Eigentlich wollte BU die Schmach der 0:4-Packung
vom vergangenen Wochenende in Niendorf wieder
wettmachen, doch es setzte erneut ein 0:4 - womit das Team
von Frank Pieper noch gut bedient war. Denn mehrfach verhinderte
BU-Keeper Breitkopf mit glänzenden Paraden weitere
Treffer.
Dabei begann der MSV nervös. Besonders der junge Sebastien
Mankumbani hatte Mühe in der Anfangsphase seine
Nervosität zu verbergen. Dadurch hatte BU seine erste Chance,
die aber nichts einbrachte. Das schien den MSV zu wecken,
der jetzt konzentrierter zu Werke ging. Bereits in der 12.
Minute brachte der zweikampfstarke Jan Thoele seine Farben
auf die Siegerstraße. Zunächst klärte BU-Torwart Stephan
Breitkopf Jan Thoeles 20m-Schuss noch zur Ecke. Der anschließénden
Eckball gelangte zu Michael Sara und dessen
mustergültige Flanke fand genau den Schädel von Jan Thoele
Der Kopfball senkte sich unhaltbar für den Keeper in die oberen
Barmbeker Maschen.
Im MSV-Sturm überzeugte wiederrum Carlos Flores - immer
anspielbar, quirlig, wuselig und torgefährlich. Nur im
Abschluss hapert es - noch! Sein Seitfallzieher (18.) oder sein
strammer Schuss (23.), die von BU-Keeper Breitkoppf entschärft
wurden, hätten schon einige MSV-Fans vorzeitig beruhigen
können.Eine der wenigen Möglichkeiten für BU hatte Sebastian
Möller-Riepe in der 28. Minute, doch sein Schuss ging
flach am Tor des überaus sicheren Tobias Sävke vorbei.
Im Gegenzug traf Jan Thoele mit einem Flachschuss
nach Kopfballablage von Roschlaub erneut ins Netz,
doch der gute Schiri Paul Paul Dühring pfeift Abseits.
In der 40. Minute verfehlt ein Hammer des nun immer
stärker werdenden Sebastien Mankumbani nur knapp
das Ziel - weiter so!
Kurz vor der Pause gab es noch einen kleinen Aufreger.
BU-Keeper Breitkopf nahm bedrängt einen
Rückpass (?!) auf, aber Schiedsrichter Paul
Dühring sah das wohl eher als Querschläger denn
als kontrollierten Rückpass an. Kann man als
Neutraler so sehen, als Meiendorfer „Edelfan“
eher nicht!.
Gestaltete sich die erste Halbzeit noch „relativ“
ausgeglichen, so war im zweiten Durchgang deutlich
zu erkennen, wer hier das Heft in der Hand
hielt. Die letzten Zuschauer hatten sich gerade erst
wieder hingesetzt, da stand es schon 2:0. Nach
einem Einwurf (!) von Nils Roschlaub hatte sich
Carlos Flores einmal um Gegenspieler Sebastian
Klitzke gedreht und gekonnt zum 2:0 vollendet.
Zwei Minuten später hätte Carlos Flores erneut
treffen können, doch da hatten die Barmbeker
noch einmal Glück.
In der 56. eine weitere gute Möglichkeit für den
MSV: Nils Roschlaub wird von Cem
Cetinkaya herrlich freigespielt, doch dessen Schuss geht aus spitzen Winkel am langen Pfosten ins
Aus.
Die Entscheidung des Spiels fällt in der 60. Minute und
das mit dem Highlight des Tages: Von der Mittellinie bis
zum Strafraum ein tolles Doppelpaßspiel zwischen Nils
Roschlaub und Carlos Flores, der den Ball dann butterweich
in den Strafraum legt, wo Roschi aus 10 Metern
zum 3:0 einschiebt . Ein traumhafter Spielzug, der selbst von eingefleischten BU-Fans beklatscht wird!!
Und BU? Fand eingentlich nicht mehr statt! Eine einzige Chance von Danijel
Peric in der 61. Minute wurde sichere Beute von MSV-Keeper Tobias Sävke.
Das 4:0 erzielte schließlich Norman Lund (!), der von Trainer Lutz Göttling
zum Abschluss aus circa 20 Metern halblinker Position lautstark aufgefordert
wurde. Stephan Breitkopf war zwar noch mit der Hand dran, konnte den tollen
Einschlag jedoch nicht mehr verhindern.
Für Norman Lund was ganz besonderes, hatte er in der letzten Serie nicht einmal
getroffen und nun schon im ersten Spiel - kann so weiter gehen!!
Kuriose Schlussszene: Ein abgefälschter Schuss von Sebastien Mankumbani
rollte die BU-Torlinie entlang, der BU-Keeper krabbelte hinterher, der Ball prallte
vom Pfosten wieder ins Spielfeld und wurde dann vom Keeper unter sich
begraben und das Publikum johlte vor Vergnügen!
Deutlich wurde in Meiendorf, dass sich die Mannschaft von Lutz Göttling sogar
drei schwarze Punkte auf das gelbe Trikot hätte kleben oder eine Augenbinde um den
Kopf tragen können - die Truppe hätte sich trotzdem noch munter die Bälle zugespielt.
Das Verständnis der Mannschaft untereinander offenbart sich besonders in
den schnellen Gegenzügen. Dort scheint jeder Spieler blind zu wissen wo der nächste
Mitspieler steht. Frank Pieper hingegen dirigierte das Spiel seiner Elf in den
ersten 45 Minuten gefühlte 47 Minuten lautstark mit - und musste die
Ergänzungsspieler nach der Pause sogar darauf hinweisen, dass sie sich hinter dem
eigenen Tor warm machen sollten.
"Wir können hier nicht einfach so nach Meiendorf fahren und hoffen zu gewinnen.
Es fehlt noch etwas an Biss", sagte BU Stürmer Markus Hasenpusch nach dem
Schlusspfiff. Trainer Pieper brachte es ehrlich auf den Punkt: "Unsere an den Tag
gelegte Aggressivität ist für mich bei weitem noch nicht ausreichend." HG
28.07.2009 Oddset-Pokalspiel 2. Runde
MSV zog souverän in die 3. Pokalrunde
TSV Sasel - Meiendorfer SV 1:4 (0:3)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke (2) - Kirbach (2), Schumann (2), Weiss (2), Güven (4) - Cetinkaya (2) ab 67. Paschen (-), Thoele (3), P.Gasde (2), Sara (1) - Roschlaub (2) ab 77. F.Gasde (-), Flores (2) ab 60. Mankumbani (3) - Trainer:Lutz Göttling
Der TSV Sasel spielte mit:
Sander - Karagöz ab 67. Wasserziehr, Höhne, Wolf, Dau - Kiesewetter, Riechers, Eggert, Farhmandnjad - Luttermann,Vo ab 78. Gesla - Trainer: Kurt Hesse
Tore:
0:1 Martin Weiss (13.) aus kurzer Distanz nach langem Einwurf von Roschlaub; 0:2 Michael Sara (33.) jagt den Ball in den hinteren Giebel unhaltbar für Sander nach traumhafter
Kombination mit Roschlaub; 0:3 Carlos Flores (38.) kanoniert den Ball in die Maschen nach erneut traumhafter Kombination und
mehrfachen Doppelpass zwischen Sara und Roschlaub - herrliches Tor; 0:4 Michael Sara (58.) mit strammen Schuss aus halbrechter
Position ins lange Eck ; 1:4 Gesla (88.) ebenfalls ein schönes Tor nach einer Direktabnahme!
Besondere Vork.: MSV-Keeper Sävke hält Elfmeter (25.)
Rote Karte: Ömer Güven (MSV 40. wegen Beleidigung Linienrichter/Gegenspieler!?)
Schiedsrichter: Sebastian Born (Bergstedt), ließ sehr viel durchgehen, so auch das Foul an der Außenlinie an Güven, was dann zum Meckern und zur Roten Karte führte.
Zuschauer: gut 250 am Dienstagabend, die eine spielstarke und überlegende MSV-Elf sahen!
Am Ende stand ein souveräner Sieg des Oberligisten auf dem gefürchteten, kleinen Grandacker in Sasel zu Buche. Vor ca. 250 Zuschauern, davon ca. 130 aus Meiendorf,
beherrschte der MSV Ball und Gegner über die gesamten 90 Minuten und gewann vollkommen verdient die Partie mit 4:1. Die Meiendorfer waren nicht nur läuferisch überlegen
sondern zeigten auch spielerisch einige Glanzstücke. Dabei spielte der MSV nach dem Platzverweis für Ömer Güven (40. verbale Unsportlichkeit) 50 Minuten nur mit 10
Mann, setzte den Gegner aber weiterhin unter Druck und spielte schnell in die Spitze, wo Michael Sara seine Gegenspieler mehr als einmal schwindlig spielte!.
Aber der Reihe nach: Bereits nach 13. Minuten konnte der MSV seine Überlegenheit in Tore ummünzen. Einen langen Einwurf von Nils Roschlaub verlängerte Manndecker
Martin Weiss zur 1:0 Führung in die Maschen. Der MSV hatte danach besonders im Mittelfeld mit Philipp Gasde, Cem Cetinkaya, Michael Sara und Jan Thoele ein klares
Übergewicht und gewannen jeden Zweikampf. Vorne wirbelten Carlos Flores und Nils Roschlaub, zunächst aber ohne Erfolg.
So umspielte Nils Roschlaub nach Pass von Flores Keeper Sander, kam aber vor dem leeren Tor ins Stolpern (20.). In der 25. Minute fast der überraschende Ausgleich. Ein
Saseler wurde im Strafraum von Weiss und Güven in die Zange genommen und Schiedsrichter Born zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Vorausgegangen war ein Fehler von
Ömer Güven, der den Ball an der Eckfahne vertändelte. MSV Keeper Tobias Sävke ahnte aber die Ecke und fischte den Ball sicher aus der unteren Ecke - Klasse!
Danach Meiendorf wieder konzentrierter und mit guten Passspiel. In der 33. Minute ein „doppelter Doppelpass „ zwischen Michael Sara und Nils Roschlaub. Den aufspringenden
Ball jagte Sara in den Giebel - tolles Tor! Ein platzierter Kopfball von Philipp Gasde ging am langen Pfosten vorbei ins Aus. In der 38. Minute schon die
Vorentscheidung: Carlos Flores wird von Roschlaub und Sara herrlich freigespielt und dieser jagte das Leder in die Maschen - armer Sander, auch diesmal gab es nichts zu halten!
Ein kleiner Wermutstropfen kurz vor der Halbzeit: Ömer Güven wurde nach einer verbalen Entgleisung (!?) des Feldes verwiesen!
Das konnte den MSV an diesem Tage aber auch nicht mehr stoppen. Im Gegenteil weitere gute Chancen für den MSV. So scheiterte der überragende Michael Sara mit einem
strammen Schuss nur knapp (52.). Minuten später aber doch das 4:0 durch eben Michael Sara, der sich toll durchtankte und knallhart abzog!
Der Treffer für Sasel war nur noch Ergebniskosmetik.Fazit: Die Sache hatten wir uns doch schwerer vorgestellt. Aber Lutz Göttling hatte seine Truppe perfekt eingestellt und die
Mannschaft hatte alles gut umgesetzt - Bravo! HG
28.07.2009 Saisoneröffnungsspiel
Klasse-Fußball im Stadion Meiendorf!
MSV und VfB Lübeck auf Augenhöhe!
Meiendorfer SV – VfB Lübeck 1:2 (0:1)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Mankumbani ab 46. Kirbach, Weiss ab 82. Hoffmann, Schumann, Güven – Thoele ab 70. Paschen- P. Gasde, Cetinkaya - Lund ab 46. Dossou – Flores, Roschlaub ab 60. Sara – Trainer: Helge Mau
Der VfB Lübeck spielte mit:
Semghoun - Gebers, Wehrendt, Marheineke, Hohnstedt - Lindner, Helmke, N. Lange, Sachs - Landerl, Richter – Trainer Hans-Peter Schubert.
Tore:
0:1 Stefan Richter (41.) mit Kopfball nach Maßflanke von Ralf Martin Landerl nachdem Norman Lund im Mittelfeld ausrutschte und Ömer Güven den Zweikampf an der Torauslinie verlor; 1:1 Michael Sara (60.) mit überlegten Flachschuss ins linke Eck nach Pass von Flores; 1:2 Christoph Nodop (88.) drückte den Ball aus wenigen Metern über die Linie.
Schiedsrichter: Bandt (ETV), gewohnt souverän, hätte aber nach Foul an Roschlaub auf den Punkt zeigen müssen!
Zuschauer: Immerhin 250, die ein flottes Spiel mit einigen „kernigen Szenen“ sahen!
Am vergangenen Sonntag quälte sich der Hamburger Oberliga-Vizemeister Meiendorfer SV in die Zweite Runde des Oddset-Pokals: Bei Weiß-Blau 63 Groß-Borstel kam Meiendorf nach Treffern von Martin Weiss (74.) und „Joker“ Carlos Flores (88.) zu einem 2:0-Sieg. Die MSV-Verantwortlichen fanden nach dem Abpfiff lobende Worte für die Leistung des Gegners.
Am Dienstag zeigten die Meiendorfer nun ihrerseits gegen einen klassenhöheren Gegner eine sehr gute Leistung, bezogen aber im „Saison-Eröffnungsspiel“ gegen den Nord-Regionalligisten VfB Lübeck eine unglückliche 1:2-Niederlage. In der ersten Halbzeit lieferten sich beide Teams an der Meiendorfer Straße ein schnelles und unterhaltsames Duell. Gute Chancen hatten aber vor allem die Gäste: Marcel Gebers (2.) und Romano Lindner (6.) verpassten den frühen Führungstreffer für den VfB, der nach einer halben Stunde noch einmal das Tempo erhöhte. Der MSV hatte eine gute Möglichkeit durch Carlos Flores, doch der „verpasste“ das entscheidende Abspiel auf den frei stehenden Roschlaub. In der 37. Minute scheiterte Stefan Richter mit einem 15-Meter-Schuss an Tobias Sävke; eine Minute später köpfte Richter, der in diesem Sommer vom Regionalliga-Absteiger Altona 93 nach Lübeck zurückgekehrt war, aber eine Maßflanke des Österreichers Ralf Martin Landerl, einem weiteren Neuzugang, zum 0:1 ein. Kurz vor der Halbzeit
fast der Ausgleich als Jan Thoele einen Einwurf von Roschlaub mit dem Kopf verlängerte und Martin Weiß den Ball vor dem Tor nicht voll erwischte.
Nach dem Seitenwechsel ging es munter weiter: Zunächst wird der durchgebrochene Nils Roschlaub im Strafraum elfmeterreif gefoult (so sahen es zumindest die Zuschauer hinter dem Tor!!), aber die Pfeife des sonst guten Schiedsrichter Andreas Bandt bliebt stumm. Danach scheiterte der Lübecker Richter freistehend an Sävke (54.), der mit Klasse-Fußabwehr rettete. Im direkten Gegenzug tauchte MSV-Torjäger Nils Roschlaub nach Flores-Zuspiel alleine vor VfB-Keeper Nourreddine Semghoun auf, doch auch aus diesem Duell ging der Schlussmann als Sieger hervor. Roschi traf den Ball nur mit der Sohle, so dass der Ball keine „Fahrt“ aufnahm. Der 18-Jährige Michael Sara erzielte aber in der 62. Minute den verdienten Ausgleich: Erst zwei Minuten zuvor eingewechselt, nutzte der Offensivmann die Unsicherheiten in der Lübecker Abwehr geschickt, deren Besetzung Gäste-Coach Hans-Peter Schubert ebenfalls in der 59. Minute komplett ausgetauscht hatte.
Eine kleine Rauferei auf der Zuschauertribüne sorgte nur für eine kurze Unterbrechung. Allerdings kann man auf solche „Unterhaltung“ in Meiendorf verzichten!! Denn auf dem grünen Rasen wurde bester Sport geboten. Die 212 zahlenden Zuschauer belohnten dies mit viel Beifall. Als man sich schon auf das verdiente Unentschieden einstellte, schlugen die Lübecker noch einmal zu: Ein abgefälschter 20-Meter-Freistoß des neuen VfB-Torjägers Nico Schrum strich knapp am Ziel vorbei (88.). Den folgenden Eckstoß von Gerrit Lange verlängerte Moritz Hinkelmann per Kopf zu Christoph Nodop, der ihn in der vorletzten Minute zum 1:2-Endstand eindrückte.
Keine Frage: In der Form aus dem Testspiel gegen Lübeck werden die Meiendorfer erneut eine gute Rolle in der Oberliga spielen. Die Lübecker wiederum, bei denen vor allem Dennis Wehrendt und Romano Lindner überzeugten, bezwangen drei Tage vor ihrem Erstrunden-Duell um den DFB-Vereinspokal gegen den Bundesliga-Aufsteiger 1. FSV Mainz 05, den von Schubert erhofft schweren Test-Gegner. „Das war ein guter Test gegen einen starken Meiendorfer SV“, befand Schubert. Schubert setzte alle Spieler ein und wollte die Startformation nur bedingt als Hinweis auf die ersten Elf für das Mainz-Spiel verstanden wissen.
Bei Meiendorf gefiel besonders Keeper Tobias Sävke, der hinten sehr sicher stand und die Abwehr lautstark dirigierte. Vor ihm zeigte Martin Weiss eine exzellente Leistung. Ein sehr gut spielender Cetinkaya und ein immer anspielbarer Flores erliefen sich Kilometergeld. Was für ein Pensum.
Auch ein P.Gasde spulte die Kilometer nur so ab. Jetzt muss nur noch der „Finale-Pass“ kommen! HG
26.07.2009 Oddset-Pokalspiel 1. Runde
MSV quälte sich in die nächste Runde!
Hut ab vor dem Kreisligisten, der kaum Torchancen zuließ!
Weiß Blau 63 - Meiendorfer SV 0:2 (0:0)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Mankumbani ab 46. Kirbach, Weiss, Schumann, Güven – Thoele - P. Gasde ab 78. Dossou, Cetinkaya - Lund ab 60. Flores – Sara, Roschlaub – Trainer: Helge Mau
Tore:
0:1 Martin Weiss (74.) mit wuchtigem Kopfball ins kurze obere Eck nach Volleyflanke von Nils Roschlaub
0:2 Carlos Flores (87.) mit schönem 16m Flachschuss ins linke Eck
Schiedsrichter: Wagner (GW Eimsbüttel), behielt immerhin die Nerven!!
Gelb-Rote Karte: Homfeld (Weiß Blau 63 - 76. Foulspiel/Unsportlichkeit)
Zuschauer: Immerhin 200, von denen nur die Fans von Weiß Blau zufrieden waren!
Hut ab vor der Leistung des Kreisligisten Weiß Blau 63, der mit seinen vorhandenen kämpferischen Mitteln den Oberligisten das Leben mehr als schwer machte!
Der MSV konnte zu keiner Zeit das Abwehrbollwerk ausspielen. So blieben Chancen über 90. Minuten Mangelware. Weiß Blau Keeper Milanovic hatte nur Probleme mit dem Binden seiner Schnürsenkel, die aber von seinen Mitspielern immer wieder fein säuberlich und sehr zeitaufreibend gebunden wurden!
Wie schwer es den MSV-Spielern gefallen ist, zeigte der Jubel in der 74. Minute als endlich das erlösende 1:0 fiel. Martin Weiß (ohnehin einer der Besten) wuchtete den Ball nach schöner Flanke von Roschlaub mit dem Kopf in die Maschen. Kurz vor Schluss erzielte Carlos Flores mit schönem Flachschuss das 2:0.
Insgesamt eine mehr als mäßige Leistung des MSV gegen den Kreisligisten auf hartem Grandplatz.
Fazit: Eine Runde weiter und Schwamm drüber! Gegen VfB Lübeck am Dienstag 19.00 Uhr wird man einen anderen MSV sehen! HG
Vorbereitungsspiel 22.07.2009
Ein gepflegter Rasen animierte den MSV zum Rasenschach!
Herrliche Tore gegen einen überforderten Gegner
SV Hammoor - Meiendorfer SV 0:14 (0:6)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke ab 63. Jonas – Mankumbani ab 46. Kirbach, Weiss ab 63. Hoffmann, Schumann, Güven – P. Gasde ab 46. F. Gasde, Lund ab 46. Paschen, Thoele ab 46. Dossou, Cetinkaya – Sara, Roschlaub – Trainer: Helge Mau
Tore:
0:1 - (04.) Sara (Vorarbeit Roschlaub)
0:2 - (09.) Roschlaub (Thoele)
0:3 - (15.) Roschlaub (Güven)
0:4 - (24.) Weiss (Cetinkaya)
0:5 - (35.) Roschlaub (Cetinkaya)
0:6 - (42.) Cetinkaya (Roschlaub)
0:7 - (51.) Schumann (Elfmeter Foul an Roschlaub)
0:8 - (61.) Fabian Gasde (Abpraller)
0:9 - (66.) Cetinkaya (Güven)
0:10 - (68.) Roschlaub (Dossou)
0:11 - (77.) Sara (Roschlaub)
0:12 - (80.) Roschlaub (Sara)
0:13 - (85.) Sara (Kirbach)
0:14 - (89.) Schumann (Handelmeter)
Schiedsrichter: unbekannt (SHFV), pfiff das Spiel ohne Linienrichter und machte seine Sache ordentlich, nur einige Abseitspfiffe störten - wie immer!!
Zuschauer: knapp 60, die mit 13 schönen Toren verwöhnt wurden!
90 Minuten konnte sich der Meiendorfer SV auf dem sehr gepflegten Rasen in Hammoor so richtig austoben – und es machte den Jungs richtig Spaß! Am Ende musste der tapfer kämpfende aber am Ende hoffnungslos unterlegende Gegner dreizehn Bälle aus den Maschen holen.
Damit war der Kreisligist aber noch gut bedient. Weitere Chancen wurden im Minutentakt herausgespielt.
Überragend dabei Michael Sara, der vor Spiellaune sprühte und sich schon in blendender Frühform präsentierte.
Insgesamt beste Unterhaltung mit sehenswerten Kombinationen und Toren bei herrlichem Wetter.
Der Weg nach Hammoor hatte sich gelohnt!
HG
Vorbereitungsspiel 18.07.2009
MSV das überlegende Team im Duell der Oberligisten!
Beeindruckende Vorstellung der Gelb-Schwarzen!!
Youngster Michael Sara zweifacher Torschütze!
SV Eichede - Meiendorfer SV 0:2 (0:1)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Sävke – Mankumbani – Weiss – Schumann – Güven ( 58. Dossou ) – Thoele – F. Gasde ( 58. Cetinkaya ) – Lund – Ph. Gasde ( 75. Paschen ) – Sara – Flores – Trainer: Helge Mau
Tore:
0:1 Michael Sara (33.) schlenzte den Ball gekonnt an dem herausstürzenden Torwart vorbei ins Netz nach Vorarbeit von Norman Lund (?!); 0:2 Michael Sara (53.) wieder war Sara nicht zu halten und versenkte den Ball mit einem Heber nach Vorarbeit von Flores (?!).
Schiedsrichter: unbekannt (Steinhorst / SHFV), hatte nur Probleme mit dem redefreudigen Jan Thoele!!
Zuschauer: knapp 100, davon 50 aus Meiendorf, die gut unterhalten wurden!
Eine ausgesprochene gute Leistung zeigte unserer Mannschaft gegen den Schleswig Holstein Oberligisten SV Eichede. Das musste auch SVE-Trainer „Mecki“ Brunner anerkennen: "Wir sind gar nicht ins Spiel gekommen, weil es der Gegner nicht zugelassen hat", gestand Brunner und sprach davon, dass seine Jungs geistig und körperlich platt waren.
So wurde gegen den Meiendorfer SV phasenweise ein Klassenunterschied deutlich. Der machte sich vor allem in der Spielgeschwindigkeit und der Zweikampfführung bemerkbar. Und in den entscheidenden Situationen - wie bei den Gegentoren von Michael Sara (33. und 53.) - waren die Meiendorfer wacher und bestraften die Fehler der Eicheder entschlossen. Am Ende hätte das eine oder andere Tor für den MSV noch mehr fallen können. Stark beim Sieger Philipp
Gasde und der zweifache Torschütze Michael Sara, aber auch die anderen Spieler (Norman Lund) konnte durchaus überzeugen. HG
Vorbereitungsspiel 14.07.2009
Der Kreisligist machte dem Oberligisten das Leben schwer
15 starke Minuten reichten zum Sieg!
SSV Pölitz - Meiendorfer SV 0:3 (0:3)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Tobias Sävke ab 46. Hayko Kalaycioglu – Christoph Kirbach ab 46. Onassis Paschen, Patrick Schumann ab 46. Jan Thoele, Martin Weiss, Ömer Güven – Michael Sara ab Apeneleke Dossou, Philipp Gasde, Norman Lund, Fabian Gasde - Cem Cetinkaya, Nils Roschlaub ab 46. Sebastien Mankumbani – Trainer: Lutz Göttling
Tore:
0:1 Cem Cetinkaya (33.) schlenzte mit Flachschuss ins lange Eck nach schönem Pass von Roschlaub; 0:2 Martin Weiss (38.) mit Kopfball am Torwart vorbei nach Freistoßflanke von Lund; 0:3 Nils Roschlaub (44.) drückte den Ball über die Linie nach Vorarbeit von Cetinkaya
Schiedsrichter: auch in Schleswig Holstein gibt es gute Schiedsrichtergespanne - tadellos!!
Zuschauer: 100, die den MSV und seine Anhänger überaus freundlich begrüßten!
Viel bekamen die gut 100 Zuschauer in Pölitz nicht zu sehen. Aufregend nur das Unwetter mit Hagelschauer, das über den Platz fegte und für eine 15-minütige Unterbrechung sorgte.
Danach kamen die Meiendorfer etwas besser ins Spiel und erzielten noch vor der Halbzeit die Siegtore. Vor- und nachher machte der Kreisligist mit seiner kompakten Spielweise den MSVern das Leben überraschend schwer. So hätten die Gastgeber bereits in der 12. Minute in Führung gehen können, als der Pölitzer Mittelstürmer im Duell der Mannschaftskapitäne Patrick Schumann „Meter“ abnahm aber knapp verzog.
Über die zweite Halbzeit sollte man lieber den Mantel des Schweigens decken. Der MSV wirkte müde und konnte sich kaum einmal gegen die starke Heimdefensive durchsetzen. So waren Chancen Mangelware. HG
Vorbereitungsspiel 12.07.2009
MSV schon in Spiellaune!
Der Kreisligist aus Schleswig Holstein chancenlos!
Carlos Flores mit Hattrick!
TSV Trittau - Meiendorfer SV 0:6 (0:2)
Der Meiendorfer SV spielte mit:
Tobias Sävke (3) – Apeneleke Dossou ab 46. Christoph Kirbach, Patrick Schumann, Sebastien Mankumbani, Ömer Güven – Onassis Paschen ab 46. Michael Sara, Philipp Gasde ab 46. Jan Thoele, Norman Lund, Fabian Gasde ab 46. Cem Cetinkaya – Nils Roschlaub, Andre Wengorra ab 20. Carlos Flores – Trainer: Lutz Göttling
Tore:
0:1 Andre Wengorra (5.) schlenzte den Ball aus 16m in den rechten oberen Winkel; 0:2 Onassis Paschen (37.) mit dem Außenriss in den hinteren Winkel nach schöner Kombination; 0:3 Carlos Flores (51.) mit aus der Drehung halbhoch ins linke Eck; 0:4 Carlos Flores (78.) mit Abstauber nachdem Nils Roschlaub am Keeper scheiterte; 0:5 Carlos Flores (89.) nach schönem Pass von Cem Cetinkaya flach am Torwart vorbei; 0:6 Cem Cetinkaya (84.) nach Vorarbeit von Roschlaub.
Schiedsrichter: unbekannt (SHFV), ohne Linienrichter machte er einen tadellosen Job!!
Zuschauer: 60, davon 50 aus Meiendorf, die gut unterhalten wurden!
Auf der schönen Anlage in Trittau zeigte der Meiendorfer SV in seinem ersten Vorbereitungsspiel auf die neue Oberliga Saison eine ordentliche Leistung. Über 90 Minuten wurde der Gastgeber aus der Kreisliga Stormarn (10. Platz in der letzten Serie) unter Druck gesetzt. Am Ende sprangen dabei sechs zum Teil herrliche Tore heraus. Damit waren die Trittauer am Ende noch gut bedient.
Die Neuzugänge machten in ihrem ersten Auftritt im Meiendorfer Trikot Appetit auf mehr.
Leider verletzte sich Andre Wengorra bereits nach 20 Minuten. Vorher zeigte er aber schon in mehreren Szenen, dass er die erhoffte Verstärkung im Sturm sein kann/wird! HG














